Fahrräder

Kurz und schmerzlos (23) Immer die Radfahrer

Hallo ihr Lieben!

Es ist schon wieder recht spät, deswegen möchte ich euch bei diesem Wetter gar nicht lange aufhalten. Wobei ich hoffe, dass es bei euch noch sonnig ist. Ich hatte gerade das zweifelhafte Vergnügen, bei strömendem Regen von meinem Radkurs nach Hause zu laufen.

Ja, genau: Radkurs! Ich bin tatsächlich wieder hingegangen, nachdem ich ja letzte Woche so einen Abflug gemacht habe. Den beiden Kursleitern ist im Nachgang noch ganz schwummrig geworden, haben sie erzählt, und sie waren sich auch nicht sicher, ob ich wiederkommen würde. Umso mehr haben sie sich gefreut.

Hat es denn was gebracht? Lasst es mich so sagen: Ich werde nach diesen vier Kurstagen (morgen steht noch einer aus) nicht in den Straßenverkehr gehen. Das ist mir und da fühle ich mich zu unsicher. Aber Feld, Wald und Wiese, das könnte was werden. Wir sind heute eine andere Strecke zurückgefahren, nicht an der Straße entlang, und ich habe gut mit den anderen Anfängern mithalten können.

Ja, so ein ganz klein wenig bin ich schon stolz auf mich.

Es ist letztlich, wie es beim Schreiben auch manchmal ist. Man denkt, dass man etwas nie im Leben hinbekommt, zum Beispiel die Schilderung einer Liebesszene oder eines Schwertkampfes. Und dann versucht man es. Beim ersten Mal wird es nichts. Beim zweiten Mal wird es ungelenk und beim dritten Mal klappt es dann auf einmal. Man muss dran bleiben. Und sich vor Augen halten, dass man nie in der Liga von „Romeo und Julia“ oder „Die drei Musketiere“ spielen wird. Jedenfalls die meisten von uns. Trotzdem dran bleiben. Besser werden. Nicht aufgeben.

In diesem Sinne: Genießt euren Abend, wir lesen uns morgen wieder hier an dieser Stelle.

Liebe Grüße
Michael

Wordpress

Feeds und Blogs sortiert: Ein kleiner Schritt nach vorne

Aufbauend auf dem gestrigen Artikel möchte ich heute einfach mal mitteilen, dass ich einen kleinen Schritt nach vorne unternommen habe. Und zwar bin ich wirklich noch einmal rigoros sowohl durch die Mailverteiler, in denen ich war, wie auch durch die abonnierten Webseiten und Blogs durchgegangen und habe aussortiert.

Dazu muss ich sagen, dass ich ein sehr treuer Leser bin, wenn man mich einmal als Leser gewonnen hat. Und es gab eine Zeit, in der gehörte nicht viel dazu, mich als Leser für sein Internetprojekt zu gewinnen. Ja, ich kann mich sogar noch an Zeiten erinnern, in denen saß ich gelangweilt vor dem Bildschirm und wusste nicht, was ich denn jetzt sinnvolles tun könnte oder auf welcher Website ich mal wieder vorbeischauen könnte.

Irgendwann ist das ganze dann aber zu einem Perpetuum Mobile geworden, das für mich nicht mehr aufzuhalten war. Bei mir funktionierte die Vernetzung der Blogosphäre in Reinkultur: Ich kam auf einen Blog, abonnierte, las Kommentatoren, ging auf deren Blog, abonnierte wieder, und so weiter.

Auf diese Weise kann man sich nicht nur jegliches Zeitmanagement kaputt machen, man kann sich auch jegliche Freude an dem Thema zerstören. Denn man gerät zwangsläufig irgendwann unter Druck. Man gerät in Rückstand. In einigen Blogs gibt/gab es Beiträge, die ich seit Mai in meinem Posteingang liegen hatte, weil ich nie wirklich durchsortiert habe. Zehntausende von Nachrichten lagen zurückgestellt in meinem RSS-Feedreader.

Diesem Wildwuchs habe ich gestern bereits ein Ende gemacht und ich werde ihm weiter ein Ende machen. Es gibt ein kleines technisches Problem, dass die heruntergeladenen Mails, die aus Blogs generiert werden, bei mir mit falschen Absendern angezeigt werden, es also so erscheint, als seien 1.000 Nachrichten von ein und demselben Blogger geschickt worden. Das bedeutet, ich werde in meinem Posteingang wirklich so gut wie jede Nachricht anfassen müssen. Das dauert seine Zeit.

Im Feedreader ging es deutlich schneller, die Blogs auszusortieren, von denen ich überhaupt keine Nachrichten mehr erhalten möchte. Bei einigen ging es leichter, bei anderen blutete mir das Herz. Wie gesagt, ich bin eine treue Seele.

Falls der eine oder die andere sich jetzt denkt, dass er oder sie aufs Abstellgleis geraten sein könnten, so kann ich euch beruhigen. Nicht Gegenstand dieser Aufräumaktion waren selbstverständlich die Blogs und Accounts der Menschen, mit denen ich mich schon lange und teilweise ja sehr intensiv hier oder auf deren Blogs austausche. Auch sind alle Blogs, die sich in irgendeiner Form mit dem Thema Schreiben befassen, in der Liste geblieben.

Wenn man so will, dann habe ich meinen Fokus neu ausgerichtet. Oder will es zumindest versuchen. Wenn ich sage, dass ich ein Zeitproblem habe wegen vieler Nachrichten, dann muss ich die Nachrichten reduzieren. So, wie ich auch Werbebriefe ungeöffnet wegwerfe.

Ferner werde ich vielleicht auch nicht mehr jeden Artikel jedes Autoren lesen, sondern schauen, ob das Thema mir gefällt. Ich habe lange gebraucht um zu verstehen, dass das durchaus legitim ist. So, wie nicht jeder von euch jeden meiner Artikel liest oder lesen muss, muss ich auch nicht jeden von euch lesen. Wenn jemand über seine Gartenzwerge schreibt und ich hasse die Dinger, dann ist das okay! Deswegen lese ich dann trotzdem gerne wieder den nächsten Beitrag, weil der mich thematisch wieder mehr anspricht.

Ich glaube, ich muss anfangen, mich aus der Übersättigung mit Medien zu befreien. Eine Sache, die mir traditionell schwer fällt. Und ein Blog ist letztlich nichts anderes als ein Medium. Nur, dass viele Blogs leichter zu abonnieren sind, als etwa eine Zeitung oder Zeitschrift. Und bei denen bin ich vor langer Zeit auch auf den Trichter gekommen, dass man nicht jedes Blatt kaufen oder jeden Artikel lesen muss. Deswegen habe ich zum Beispiel keine Tageszeitung mehr. Das gibt mir mehr Zeit, Bücher zu lesen.

Es mag sein, dass der Inhalt dieses Artikels euch profan vorkommt. Für mich ist es eher „zu einfach, um wahr zu sein“. Jetzt muss ich nur noch durchhalten, was ich mir vorgenommen habe. Aber das ist dann wieder eine ganz andere Geschichte.

Aufgelaufen

Kurz und schmerzvoll (8) Ich bewege mich nicht

Heute habe ich ein seltsames Gefühl. Das Gefühl hält schon den ganzen Tag hinweg über an und es ist ein nicht gerade angenehmes Gefühl. Dieses Gefühl sagt mir, dass ich auf der Stelle trete, dass ich an allen Ecken und Enden nicht weiter komme. Und ich weiß, dass das eigentlich großer Blödsinn ist, denn ich komme ja weiter:

  • Ich habe mich aktiv um ein Lektorat bemüht, das auch schon soweit klar ist
  • Ich habe mich um Testleser gekümmert und da schon einige ganz tolle Rückmeldungen bekommen, die zwar Arbeit machen werden, aber den Roman zum positiven verändern
  • Ich arbeite an einem Prolog für den Roman, von dem ich zwar noch nicht weiß, ob ich ihn wirklich einsetzen werde, aber ich bin dran
  • Ich habe Ideen für mindestens eine Kurzgeschichte, die ich für eine Ausschreibung schreiben möchte, sowie für zwei oder drei Romane
  • Für mein Kinderbuch habe ich diese Woche „aus der Zielgruppe“ ganz hervorragende Kritik bekommen
  • Ich habe es nach wie vor geschafft, jeden Tag einen Beitrag auf diesem Blog zu bringen, seit ich wieder aus dem Urlaub zurück bin

Gestern Abend, als ich ins Bett ging, reichte mir das noch locker aus, um mich zufrieden zu fühlen. Woher kommt dann heute das Gefühl von Unzufriedenheit? Auch dafür gibt es gute Gründe:

  • Ich habe immer noch nicht meinen Facebook-Account in den Griff bekommen, der bis jetzt nur zum Wiederkäuen der Blog-Artikel dient
  • Meine Blog-Artikel ufern teilweise für Banalitäten aus, dass es nicht mehr feierlich ist, nur weil ein Teil von mir glaubt, ich müsse immer Textwüsten produzieren
  • Nach wie vor verbringe ich viel zu viel Zeit am PC mit irgendwelchen Mails oder Blogs, was ich sehr gerne tue, mir aber einfach auch Zeit raubt
  • Ich habe noch keine Idee, was ich mit meiner Homepage machen werde, bzw. wie ich mit diesem Blog umgehen werde in diesem Zusammenhang
  • die von mir gewollte Teilnahme in Internetforen, um mal wirklich in einen Austausch mit anderen Autoren zu kommen, liegt mal wieder völlig brach
  • ich habe zwar ein halbes Dutzend an Kursen zum Selfpublishing etc. belegt, aber gesehen habe ich vollständig noch keinen davon – geschweige denn, mich an die Umsetzung gemacht

Für jeden dieser Punkte gibt es, manchmal sogar erstaunlich einfache, Lösungen. Das ist nice to know, but hard to do, wie man in diesem Fall wohl sagen kann.

Die einfachste Stellschraube, so sollte man meinen, stellt der Blog dar. Es muss nicht jeden Tag einen Artikel geben. Es muss vielleicht nicht einmal jede Woche einen Artikel geben – wobei, doch: Den Sonntagsreport würde ich gerne weiterführen. Andere Blogger haben auch feste Tage, an denen sie was veröffentlichen. Oder sie veröffentlichen entsprechend weniger. Und schon hat man Zeit für andere Dinge.

Ich lese zu viele Mails und Blogs? Weg damit! Egal, dass ich schon jede Menge aussortiert habe. Ich kann noch mehr aussortieren! Allerdings habe ich hier ein dumpfes Bauchgrummeln, denn ebenso, wie ich gerne gelesen werde, wollen andere auch gerne gelesen werden. Und es würde mir leid tun, wenn ich mich egoistisch zurückziehe. Ich habe über das Bloggen viele Menschen „kennengelernt“, das schmeiße ich jetzt nicht einfach weg, nur weil mancher Blogeintrag zehn Minuten braucht, um ihn zu lesen und darauf zu antworten.

Ähnliches gilt für die Foren. Wenn ich da mitmache, dann will ich das auch engagiert machen. Im Moment mache ich nichts von beidem. Soll ich deswegen die Sache ganz bleiben lassen? Mich mutwillig zu dem Einzelkämpfer machen, die Autoren über Jahrhunderte hinweg waren?

Ich muss irgendwie einen Weg finden, mich durch die Gründe, die mich hemmen, hindurch zu lavieren – ohne dabei Dinge, die mir wichtig sind, aus den Augen zu verlieren. Mal ganz davon abgesehen, dass ich noch mit keinem Wort meine Familie oder mein Privat- und Berufsleben erwähnt habe, die irgendwie zwischendurch ja auch noch stattfinden wollen.

Ja, verdammt, ich glaube, im Moment bin ich ziemlich frustriert, weil es keinen Königsweg gibt. Keine Straße zum Ruhm, kein goldgepflastertes Band zum großen Palast. Es gibt Dinge, die kann ich tun, Dinge, die will ich tun und Dinge, die muss ich tun. Jeden Tag.

Aber das ist für jeden von uns so. Und ich kann nur versuchen, so wie jeder andere, das beste daraus zu machen. Dieser Beitrag hier hat mir ein wenig geholfen, das Gefühl in den Griff zu bekommen, dass sich nichts bewegt. Auch wenn er effektiv schon wieder sehr lang geworden ist😉.

Und dann werde ich einfach sehen müssen, wie einfach es wirklich ist, die „einfachen Lösungen“ umzusetzen. Ich werde vielleicht gewaltig über meinen Schatten springen und das tun müssen, was uns Menschen mitunter am schwersten fällt: Mich ändern! Um am Ende sagen zu können: »Ja, ich habe mich bewegt.«

Danke fürs Zuhören und, wie immer, aber diesmal besonders, für eure Kommentare, sofern ihr welche auf dem Herzen habt.

Bilanz

Bastei, Bilanz und Balla-Balla

Ich denke jetzt schon die ganze Zeit darüber nach, ob ich etwas zum Thema der jetzt bekannt gewordenen abweichenden Bilanzierung diverser Sachverhalte bei Bastei Lübbe schreiben soll, oder nicht.

Einerseits ist es ein Thema, das nach außen hin erst einmal reißerisch klingt: Ein nicht gerade kleiner Verlag, mithin ein gutsituiertes Wirtschaftsunternehmen, börsennotiert, ist dazu gezwungen, die Bilanzen der vergangenen zwei Jahren teils drastisch zu korrigieren. Ursache dafür ist eine Neubewertung der KPMG im Rahmen eines Prüfauftrages. Was könnte man daraus nicht für eine Räuberpistole machen.

Andererseits aber bin ich selber Buchhalter und weiß, dass solche Dinge passieren können. Sie dürfen nicht passieren und in dem genannten Umfang ist mir auch nicht klar, wie sie passieren konnten, aber Fehler macht jeder einmal.

Meiner Meinung nach ist der Vorgang weniger ein Schlag ins Gesicht für Bastei-Lübbe und seine Aktionäre, als für die KPMG (in gewaltigem Maße), denn die haben die gleichen Sachverhalte zwei Mal unterschiedlich bewertet – was überhaupt erst zu dem Problem führt.

Ich jedenfalls würde ich mir jetzt schleunigst andere Wirtschaftsprüfer suchen, wenn ich bei Bastei etwas zu sagen hätte. So, wie das gelaufen ist, geht es gar nicht. Gut, Fehler passieren auch dort und auch Wirtschaftsprüfer sind nur Menschen. Aber wir sprechen hier von Vorgängen in Millionenhöhe. Da muss einfach Bilanzsicherheit herrschen. Einen kleineren Verlag als Bastei hätte ein solcher Fehler in höchste Bedrängung bringen können.

Da nur die Bilanzen der vergangenen beiden Geschäftsjahre betroffen sind, sind die Auswirkungen auf die Gegenwart extrem gering. Sofern man sich bei der Planung der Ergebnisse nicht grundlegend verkalkuliert hat, was ich im Bereich der Konzernbeteiligungen, wo das Malheur passiert ist, nicht unterstelle, dann sollte die diesjährige Bilanz wie prognostiziert erstellt werden können. Nach den Informationen, die zwischenzeitlich veröffentlicht wurden, wäre dieses Jahr sogar mit einem besseren Geschäftsergebnis zu rechnen, da die Erlöse aus dem Verkauf einer nunmehr vollkonsolidierten Beteiligung in voller Höhe in den Ertrag von Bastei wandern würden. Es bliebe einzig und alleine der Imageschaden.

Ich glaube, das ist auch der Grund, aus dem ich mich entschieden habe, diesen Beitrag nun doch zu schreiben. Bastei-Lübbe hat in diesem Jahr wirklich schon genügend an Schwierigkeiten zu überwinden gehabt. Da war der große Hype um den „Boykott“ des Buchhandels, weil Bastei via Amazon einen Roman von Dan Brown verschenkt hatte. Und gerade eben erst ist mit Verlagsmitbegründerin Ursula Lübbe die alte Dame des Konzerns verstorben, was für den laufenden Betrieb sicherlich keine Auswirkungen mehr hat, aber dennoch rein emotional einen Verlust darstellt.

In dieser Sache hier kann man dem Verlag aber meines Erachtens keine Vorwürfe machen. Wenn man einen Wirtschaftsprüfer im Haus hat, dann ist dieser der Experte und hat klassisch das letzte Wort, dem man vertrauen muss (oder sollte).

Für die Autoren und Leser des Verlags macht es so oder so keinen Unterschied, weswegen die „unter Beschuss geratene Bilanz“ zumindest für diese am Ende eine Fußnote bleiben dürfte.

Netzwerk

Meldung und Meinung: Eine automatisierte Wikipedia und die Gefahren für Autoren

Ja, ich weiß, Wikipedia benutzt man nicht zur Quellenrecherche für Romane. Das ist Pfui, Bah, ekelig, unanständig und so, als würde man einer alten Frau den Dackel klauen. Aber wer noch nie mal eben nachgeschaut hat, wie hoch jetzt eigentlich genau der schiefe Turm von Pisa ist, oder wie schnell ein ICE auf der Strecke zwischen Frankfurt und Köln fahren kann, der werfe den ersten Stein!

Wikipedia ist nur so gut, wie seine Mitarbeiter es machen. Und die Mitarbeit an diesem gewaltigen Onlinelexikon war immer schon das Werk einer Schwarmintelligenz von Freiwilligen, die ihr Wissen, ihre Arbeitskraft und nicht selten auch ihr Nervenkostüm in den Dienst der Sache stellten – möglichst viel Wissen möglichst niederschwellig an möglichst viele Menschen zu vermitteln.

Die Sache mit den Nerven ist dabei nicht zu unterschätzen. Um das zu erkennen muss man sich nur einmal eine der zahlreichen Löschdiskussionen anschauen, die vor allem in der deutschsprachigen Wikipedia geführt werden. Die Administratoren und ihre Zuarbeiter achten peinlich genau darauf, ob neue Artikel die teils geschriebenen und teils immer noch ungeschriebenen „Relevanzkriterien“ einhalten, die für das Lexikon gelten sollen.

Und die Regeln sind streng. Mitunter kommt es vor, dass jemand einen Artikel geschrieben hat und dieser ihm binnen Minuten, quasi direkt aus den Händen heraus, weggelöscht wird.

An dieser Stelle möchte ich nicht darauf eingehen, ob ich dieses Vorgehen für richtig halte oder nicht – es ist nur wichtig um zu verstehen, woher die Probleme gerade der deutschen Wikipedia stammen. Denn die Freiwilligen, sie werden weniger.

Mit dem Mitarbeiterschwund kämpft Wikimedia als Träger der Wikipedia schon länger. Jetzt hat man sich allerdings etwas einfallen lassen, bei dem ich mehr als nur eine Augenbraue hebe.

Wie die Zeitschrift Technology Review in ihrer aktuellen Ausgabe berichtet (hier eine Kurzzusammenfassung auf heise.de) soll eine mögliche Lösung gegen den Artikelschwund eine „automatische Fortschreibung“ des Lexikons sein. Das alles wird mit vielen spezifischen Worten und recht schwer verständlich erklärt.

Im Kern geht es wohl darum, dass Artikel, die in einer der über 300 verschiedenen Wikipedias geschrieben wurden, über eine Art „Universalsprache“ automatisiert durch Bots in andere Wikipedias übernommen werden sollen. Ein Lexikon, das sich praktisch aus sich selbst heraus weiterschreibt.

Ich habe hiermit große Probleme und sehe akute Gefahren – nicht zuletzt auch für Autoren.

Wenn man sich ein wenig in den ausländischen Versionen der Wikipedia umschaut, insbesondere in der englischsprachigen, dann wird man feststellen, dass dort teilweise sehr rudimentäre Artikel bestehen, die – soweit ich es in meinen „Fachgebieten“ feststellen kann – auch gerne mal sachliche Mängel beinhalten. Nicht zuletzt deswegen hatten sich die Macher der deutschen Wikipedia ja auf die strenge Regelauslegung festgelegt.

Vor meinem inneren Auge sehe ich jetzt kleine Roboter, die auf eine Flut von Artikeln losgelassen werden, um diese mehr schlecht als recht (und damit meine ich jetzt primär auch die sprachlichen Qualitäten) kreuz und quer durch alle Wikipedias zu übersetzen und zu übertragen.

Sicher, es wird irgendeine Form von Qualitätskontrolle geben – so hoffe ich jedenfalls. Aber wie viel kann die effektiv abfangen? Und wird es die sogenannte Schwarmintelligenz nicht nur noch mehr verbittern, wenn zum Kampf gegen Einträge für Zwei-Mann-Hinterhof-Firmen nun auch noch der Kampf gegen den automatisierten Roboter kommt?

Wer kümmert sich denn dann noch um den Wahrheitsgehalt der gemachten Angaben – der Maschine ist es egal. Und damit geht verloren, was Wikipedia nun einmal ist: Ein hervorragendes, schnelles Nachschlagewerk für die erste (!) Recherche. Jeder, egal ob Autor oder nicht, sollte sich von dort ausgehend weiter informieren. Aber auch dafür bieten die Quellenangaben sehr gute Hinweise.

Also: Halten wir die Augen offen, damit wir nicht morgen der irrigen Meinung sind, dass der schiefe Turm von Pisa sagenhafte dreihundert Meter hoch ist und der ICE nach Köln sechs Stunden braucht.

Ich werde Wikipedia bis dahin weiterhin nutzen. Vorsichtig, reflektiert, aber gerne.

Und ihr so?

Bike

Fakt und Fiktion (15) Der Sturz

Disclaimer: Unter dem Label ‘Fakt und Fiktion’ veröffentliche ich kleine Episoden aus meinem Leben (Fakten), die in eine etwas ausgeschmückte (Fiktion) Form gepresst sind. Der Kern der Geschichten ist allerdings ein wahrer!


Irgendjemand hätte mich warnen sollen. Davon bin ich inzwischen überzeugt. Ob es einer der Kursleiter hätte tun sollen oder doch – das glaube ich eher – ich selbst, das spielt im Nachhinein betrachtet keine Rolle mehr. Die Sache ist passiert, ich bin noch bei Gesundheit und außer einem leichten Sachschaden sind auch keine Auswirkungen entstanden. Okay, ein wenig angeknackster Stolz, aber das gehört dazu.

Und trotzdem: Als die Kursleiter fragten, wer es sich schon zutraut, den runden Kilometer zwischen dem Schulhof, auf dem wir geübt hatten, und dem Treffpunkt auf dem Rad zurückzulegen, da hätte ich vielleicht besser geschwiegen. Es wäre keine Schande gewesen, andere „Schüler“ sind auch gelaufen.

Ich aber sagte: »Ich probiere es, absteigen kann ich ja immer noch.«

Bin ich dann ja auch – wenn auch nicht so, wie ich es mir gedacht hatte.

Vor meinem geistigen Auge kann ich mich selber sehen, wie ich am Straßenrand stehe, den Hintern auf ein eigentlich für mich ein wenig zu niedrig eingestelltes Fahrrad gebettet. Die Lenkerstange und die Sattelstange sind nicht lang genug, meint der Kursleiter. Und dass ich mich schon mal darauf einstellen kann, dass ein Fahrrad, mit dem ich gut zurecht komme, einen Preis kosten wird, mit dem ich erst einmal zurecht kommen muss.

Fahrrad – wieso eigentlich ein Fahrrad? Und das jetzt, mit 41 Jahren? Weil ich es als Kind nie gelernt habe, wie man mit so einem Ding fährt. Damals hieß es seitens diverser Quacksalber Ärzte, dass Asthmatiker nicht radfahren sollten. Danke nochmal dafür. Und jetzt, wo ich Familie habe, finden meine Kinder schon, dass ich es sollte. Und was tut man nicht alles für seine Kinder!?

Nein, halt, ich tue es auch für mich. Schließlich habe ich es vor fünf Jahren schon einmal versucht, es zu lernen, und bin daran gescheitert. Scheitern ist eine Sache, die ich zwar immer gut antizipieren, aber nur schlecht aushalten kann. Deswegen wage ich diesen einen, den letzten Versuch.

Ich stehe also am Straßenrand, atme noch einmal tief durch und warte darauf, dass der Verkehr ruhig genug ist, dass ich unfallfrei auf die andere Straßenseite und den mit einer Linie abgetrennten Radstreifen fahren kann. Noch vor vierundzwanzig Stunden habe ich keinerlei Erfahrung mit Pedalen gehabt. Und jetzt stehe ich davor, in den Straßenverkehr zu gehen.

Alles mache ich so, wie man es mir beigebracht hat: Gerade Körperhaltung, Bremsen angezogen, rechtes Pedal auf „zehn nach zwölf“-Stellung. Umsehen, Bremse lösen, ein kräftiger Tritt auf das rechte Pedal, linken Fuß nachziehen – ich fahre!

Ein wenig Schwierigkeiten bereitet mir das Thema Gleichgewicht. Damit habe ich manchmal schon im Laufen Probleme. Eine Folge der Medikamente, die ich nehmen muss. Auch das ist nicht wirklich eine gute Voraussetzung für das Fahrradfahren, hat mich aber auf dem Schulhof nicht so sehr behindert. Jetzt, auf dem schmalen Streifen, der für „uns“ Radfahrer vorgesehen ist, sieht das schon ein bisschen anders aus.

Ich merke, wie ich ein wenig schlingere. Das ist nicht weiter schlimm, sage ich mir, solange ich innerhalb des begrenzten Bereichs bleibe. Aber was ich mir sage und was mein Körper daraus macht, das sind zwei unterschiedliche Dinge. Mein Körper ist der Ansicht, dass dies der perfekte Moment ist, den Adrenalinausstoß noch einmal so richtig hochzufahren.

Wenig förderlich ist, dass ich zum ersten Mal die Erfahrung mache, dass ein Auto hinter mir ist. Und der Fahrer überholt und überholt mich nicht, fährt aber, wie ich bei einem schnellen Blick nach hinten feststelle, fast an meinem Hinterrad. Gerne würde ich meine Hand vom Lenker nehmen und ihn vorbeiwinken, aber das traue ich mich noch nicht. Irgendwann wird es ihm von alleine zu dumm und er zieht an mir vorbei. Ich merke, wie ich ins Schwitzen gerate.

Zu diesem Zeitpunkt kann ich die anderen Radfahrer aus meiner Gruppe schon nicht mehr sehen. Ich bin zu langsam für sie, aber zu schnell für die andere Gruppe, die sich zum Laufen entschlossen hatte. Ich bin alleine auf weiter Flur. Ein komisches, ein irritierendes Gefühl, das Angst macht.

Und Angst ist ein denkbar schlechter Begleiter auf den ersten Kilometern, die man mit einem Fahrrad zurücklegt.

Spätestens hier hätte ich absteigen sollen. Wenn ich ehrlich zu mir selbst gewesen wäre, dann hätte ich es gewusst. Aber ich wollte nicht ehrlich sein, ich wollte etwas erzwingen. Wann ist das letzte Mal etwas gut gegangen, das erzwungen werden musste? Gestern war jedenfalls kein solcher Tag.

Das Drama nimmt seinen Anfang mit einem sanften Gefälle. Ich werde schneller und merke, dass ich die Kontrolle über die Pedale verliere. Das heißt, dass meine Füße zwar fest darauf bleiben, aber ich quasi „Luft“ trete. Das verstärkt meine Unsicherheit und ich merke, wie ich zu wackeln anfange. Rechts ist ein weißer Kastenwagen geparkt, den ich auf keinen Fall anrempeln will. Also leichte Gewichtsverlagerung nach links.

Das Fahrrad und/oder mein Körper haben das Wort „leicht“ überhört und ich mache einen Schlenker nach links, der mich gefährlich nah an den Rand des Fahrradstreifens führt. Gleichzeitig höre ich, wie sich von hinten ein Wagen nähert.

In diesem Moment ist alles weg, was ich über das kontrollierte Bremsen und Anhalten gelernt habe. Ich reiße den Lenker nach rechts, was überhaupt nichts bringt, außer, dass das Fahrrad noch unkontrollierter einfach nach links, auf die Fahrbahn, ausbricht.

Mit einem lauten Aufschrei versuche ich erst jetzt, viel zu spät, zu bremsen, betätige, glaube ich, sowohl die Vorder- als auch die Hinterradbremse. Das Rad strauchelt und zusammen stürzen wir auf den harten Asphalt. Rad und ich liegen jeweils zur Hälfte auf dem Radstreifen und auf der Fahrbahn. Meine Brille hat es beim Aufprall mittig auf die Straße geschleudert.

In heller Panik versuche ich danach zu greifen, sehe schon das näherkommende Auto – es ist anthrazit, das kann ich aus meiner Perspektive als einziges erkennen – und erwische gerade noch die Brille.

Der Fahrer des Wagens ist allerdings schon lange in den Gegenverkehr ausgewichen, der in diesem Moment zum Glück nicht stattfindet. Anhalten tut er nicht. Auch die gerade vorbeigehende Frau fragt mich nicht, wie es mir geht.

Mir geht es bescheiden. Zwar scheint nichts verletzt zu sein und später stelle ich auch fest, dass ich außer ein paar Schrammen, blauen Flecken und aufgescheuerten Hautpartien keine körperlichen Schäden davongetragen habe, aber in meinem Kopf gähnt ein Abgrund. Und in diesen scheine ich zu fallen und zu fallen. Der Abgrund sagt: »Das kommt davon« und »Das hätte es gewesen sein können«.

Den Rest des Weges rolle ich das Rad. Es bleibt mir auch nichts übrig, denn das Vorderrad hat etwas abbekommen. Egal, sagt mir der Kursleiter hinterher, der ziemlich besorgt ist. Vielleicht stellt er sich die gleiche Frage wie ich auch, nämlich die, ob er mich hätte vor mir selbst schützen müssen. Auf jeden Fall fände er es gut, wenn ich nächstes Wochenende, zum zweiten Teil des Kurses, wiederkommen würde.

Als ich nach Hause fahre, kommt der Schock. Ich sitze im Wagen und merke, wie die ersten Tränen kommen. Später, zu Hause, kommen noch einige mehr dazu. Aber ich nehme auch die Freude und den Stolz meiner Frau entgegen, die sich ganz begeistert zeigt, dass ich nicht nur auf dem Rad gefahren, sondern auch so mutig gewesen bin, in den Straßenverkehr zu gehen.

So kann man es allerdings auch sehen. Vielleicht sollte man es so sehen.

Ich werde jedenfalls nächstes Wochenende wieder hingehen, das habe ich mir geschworen. Selbst wenn ich niemals ein guter Radler im Stadtverkehr werden sollte, so kann doch immer noch ein passabler Ausflugs-, Feld-, Wald- und Wiesenfahrer aus mir werden.

In meinen Träumen der Nacht sitze ich wieder auf dem Fahrrad. Und lasse mir den Wind um die Nase wehen. Bis zum Aufstehen, wo mir alle meine Knochen weh tun werden, ist der Sturz weit weg. Und ich hoffe, dass er es in fünf Tagen auch wieder sein wird, wenn es heißt: »Aufsitzen und losradeln!«

Kalender

Der Sonntagsreport vom 21.08.2016

Guten Abend, ihr Lieben!

Und wieder neigt sich ein Wochenende dem Ende entgegen. Die neue Woche steht uns bevor und damit wird es dringend Zeit für den Sonntagsreport. Warum das in letzter Zeit so ist, dass ich den tendenziell immer später schreibe, kann ich selber gar nicht so genau sagen. Ich meine, ich nehme mir das nicht vor, oder so. Es ergibt sich einfach.

Die letzte Woche war ja meine erste Arbeitswoche nach dem Urlaub. Und meine Güte: Die hatte es in sich! Leider kann ich nicht alles schreiben, was passiert ist und wie ich es gerne schreiben würde. Aber man kann es wohl grob so zusammenfassen, dass man es sich kaum besser (im Sinne von konfliktreicher und auch „interessanter“) hätte ausdenken können. Ich bleibe hier besser vage, aber ihr könnt mir glauben, das war schon intensiv.

Eine ebenfalls sehr intensive Erfahrung war, dass ich gestern und heute die ersten Schritte unternommen habe, in einem über die Volkshochschule angebotenen Kurs doch noch Fahrradfahren zu lernen. Das kann ich nämlich trotz meines stolzen Alters nicht. Es gab, wie zu erwarten, positive und negative Erlebnisse. Zu den positiven gehört, dass ich nicht nur auf dem Rad saß, sondern das Ding sogar einigermaßen tat, was ich von ihm wollte. Das Negativste war, dass ich mir zum Schluss zuviel zugemutet und mich deswegen entsprechend spektakulär auf die Nase gelegt habe.

Nun, die Kopfschmerzen sind wieder vergangen, Tablette sei Dank, aber der Rest des Körpers wird mir aller Wahrscheinlichkeit nach morgen ziemlich weh tun.

Sei es drum, jetzt geht es um die vergangene Woche.

Mein Schreiben:

Ich habe in dieser Woche angefangen, mir langsam aber sicher wieder meine Gedanken zu machen. Teilweise habe ich dies ja auch im Blog veröffentlicht. Die ersten Meinungen der Testleser zu „Der Beobachter und der Turm“ sind ja nun eingetroffen und ich muss mir überlegen, wie ich damit umgehe. Gerade gestern habe ich ja einen Artikel veröffentlicht, der ziemlich genau eine Fragestellung beschreibt, die mich gerade umtreibt.

Des Weiteren sind die Gedanken an die Geschichte zur Duisburg-Anthologie noch einmal ein wenig konkreter geworden. Allerdings muss ich gestehen, dass ich wohl nicht so genau auf die Ausschreibungsbedingungen geschaut hatte, wie ich dachte. Die Story darf höchstens 9.000 Zeichen umfassen. Das dürfte für die Idee, die ich hatte, etwas wenig sein. Aber ich kann ja erst einmal schreiben und danach dann sehen, ob es klappt, oder nicht.

Wenn es nicht klappt, habe ich vielleicht eine Geschichte, die ich im Blog veröffentlichen kann. Das wäre doch auch etwas Schönes.

Ansonsten gibt es zum Schreiben noch zu berichten, dass ich natürlich nicht nur Werbung für die Kurse von Matthias Matting gemacht, sondern auch selber noch einmal zugeschlagen habe. Heute galten noch die reduzierten Preise. Ja, ich weiß, ich bin diesbezüglich leicht unter Druck zu setzen😉.

Mein Blog

Ihr werdet es bemerkt haben, ich bin wieder mittendrin im Schreibmodus. Jeden Tag muss/soll ein Artikel erscheinen. Das ist manchmal gar nicht so einfach und deswegen bin ich jedesmal wieder froh, wenn ich auf eine Woche zurückschauen kann, in der ich genau das geschafft habe.

Diese Woche hatten wir einen bunten Mix aus Urlaubsfotos, Politik, Schreiben und einem Gedicht. Man sollte meinen, dass da für jeden etwas dabei gewesen ist. Allerdings sind die Zugriffszahlen in dieser Woche teilweise arg in den Keller gegangen. Vielleicht liegt es daran, dass mancherorts noch Urlaub ist. Am „tollen“ Wetter kann es, zumindest in meinen Breitengraden, eigentlich nicht gelegen haben …

Weitere Projekte

Am 03.07.2016 hatte ich schon einmal an dieser Stelle darüber berichtet, dass ich an einem Artikel über kreative Ergüsse im Zusammenhang mit alten Computerspielen arbeite. Nachdem, ich die ganze Sache erst auf Eis gelegt, dann vergessen und zuletzt neu konzipiert habe, ist der Artikel jetzt fertig und liegt André von videospielgeschichten.de vor. Er sollte also demnächst dort erscheinen und ich könnte mir vorstellen, dass er auch für meine Leser hier von Interesse ist. Zumindest gibt es was zu lachen, könnte ich mir vorstellen.

Multimedia

Nachdem ich die letzten paar Seiten von „Luna Park: Jahrmarkt des Grauens“ gelesen hatte, stand ich zum ersten Mal vor der Herausforderung, aus meinen neuen Bücherregalen ein Buch auszuwählen. Es ist gar nicht so leicht, aus dieser Ordnung heraus einen Griff zu tun. Man sieht auf einmal viel mehr die Möglichkeiten, die man hätte. Vorher war das ein eher zufälliger Griff und gut war.

Gelandet bin ich schließlich bei dem Thriller „Die Kälte im Juli“ von Joe R. Lansdale. In diesem Roman geht es um Richard, der in Notwehr einen Einbrecher in seinem Haus erschießt. Die Polizei nennt ihm den Namen des Verbrechers und sagt, alles sei gut. Aber nichts ist gut, denn der Vater des Toten taucht auf und versucht, Richard und seine Familie einzuschüchtern. Doch viel bedrohlicher ist eigentlich, dass Richard schnell das Gefühl bekommt, dass es noch ganz andere gibt, die weder aufrichtig zu ihm, noch das sind, was sie zu sein scheinen.

Es ist schwer, über diesen Roman zu schreiben, ohne zu viel zu verraten. Vielleicht nur dies: Mit knapp 250 Seiten ist es ein kurzes Buch. Aber es hat kein Gramm an Gewicht zuviel auf den Knochen und es langweilt an keiner Stelle. Trotz teilweise wirklich sehr wenig Zeit habe ich es schnell ausgelesen, weil ich wissen wollte, wie es weitergeht. Macht euch auf den einen oder anderen Twist bereit!

Im Moment lese ich die kurze aber anstrengende Erzählung „Lea und Siegfried: Die Geschichte einer Liebe, die nicht sein durfte und doch denkbar war“ über ein jüdisches Mädchen und einen arischen Jungen, die sich zu Beginn der 30er-Jahre ineinander verlieben. Hier versucht jemand, literarisch zu schreiben. Ich muss gestehen, ich bleibe nur noch am Ball, weil mir die Figur des Schulrektors, seines Zeichens der örtliche Parteibonze, ganz gut gefällt. Der Rest, insbesondere die Sprache, ist mir schlicht zu viel Geschwurbel.

Ich höre nach wie vor „Die Deutschen: Vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert“ und bin inzwischen in der Zeit Napoleons angekommen. Ich habe schon einiges gelernt, was ich noch nicht wusste, wobei nicht wenig, ganz ehrlich gesagt, auch einfach so an einem vorbei rauscht. Ich fürchte, da muss ich noch einen zweiten Hördurchgang einlegen.

Famous Last Words

Und wieder einmal wundere ich mich, was es nicht alles zu erzählen gibt für eine ganz normale Woche und an einem stinknormalen Sonntag. Haltet euch gerade, lasst euch von dem durchwachsenen Wetter nicht die Laune verderben und passt auch euch auf! Ich freue mich, wenn ihr mich auch in der kommenden Woche wieder hier besuchen kommt.

Schönen Sonntag noch!

Euer Michael