Leipziger Allerlei (4) Das Ende ist der Anfang

Gemäß verschiedener philosophischer Ansätze gibt es so etwas wie ein Ende ja gar nicht. Es wird darauf verwiesen, dass jedem Ende ein neuer Anfang inne wohnt, dass aus dem Ende ein Neubeginn erwächst. Wenn es so ist, dann wäre es doch eigentlich unnötig, dem Ende der Leipziger Buchmesse nachzutrauern.

Ein wenig trauere ich ihm dennoch nach, denn die Buchmesse war, alles in allem, eine für mich sehr schöne und in unspektakulärer Weise auch erfolgreiche Veranstaltung.

Ich habe es geschafft, den ganzen Apparat mit allem, was dazu gehört, zu meistern. Ihr erinnert euch vielleicht noch, wie ich im Vorfeld vor vielen Dingen Angst gehabt habe und dachte, sie nicht schaffen zu können.

Einiges davon ist mir auch vor Ort schwer gefallen, als ich sie zum ersten Mal in Angriff nehmen musste. Relativ kurz, nachdem ich das Messegelände zum ersten Mal betreten hatte (was ein sehr erhebendes Gefühl war, das nur am Rande), hatte ich mich auch schon zur Halle 5 vorgearbeitet. In Halle 5 waren zwei Stände direkt nebeneinander, die für mich so etwas wie eine emotionale Anlaufstation darstellten.

Das eine war der Stand von Margaux Navara, die ich nicht nur als Kommentatorin hier im Blog, sondern auch durch lieben Mailkontakt zu schätzen gelernt habe, und die sich auch in der Realität als ganz wunderbarer Mensch herausstellte.

Und daneben war der Stand von Kia Kahawa, der während der Messe so etwas wie den Meeting Point für alle anwesenden BartBroAuthors bildete. Hier habe ich eine ganze Menge Leute neu, besser oder richtig kennengelernt, mit denen ich vorher auch nur virtuell zu tun gehabt habe.

Ich muss allerdings gestehen, dass ich es nicht auf Anhieb geschafft habe, mich diesen beiden Ständen zu nähern. Vorher musste ich erst noch eine Ehrenrunde drehen. Dann habe ich mir allerdings mental selbst in den Hintern getreten und bin die Sache offensiv angegangen.

Und was soll ich sagen: Ich hätte keine Angst haben müssen. Ich wurde nett aufgenommen. Man kam schnell ins Gespräch.

Dementsprechend spürte ich schon am ersten Tag, dass auch ich dafür anfällig sein würde, wovon ich bei vielen anderen schon gelesen hatte: Messeblues!

Jetzt sitze ich wieder im vergleichsweise schmucklosen Duisburg und denke an die Zeit in Leipzig zurück. Bin ich traurig, dass es vorbei ist? Ja und nein. Ich bin mehr darüber traurig, dass es bereits wieder anfängt, sich so lange her anzufühlen. Meine Füße und mein Rücken wissen noch, dass es nicht lange her ist, dass sie durch die Leipziger Messehallen gelatscht sind. Aber für meinen Kopf ist das schon wieder halb abgehakt.

Gut, dazu muss ich sagen, dass auch in Leipzig nicht alles Gold war, was glänzte und daher der eine oder andere Misston sich eingeschlichen hat. Aber das gehört hier nicht hin – so sehr ich normalerweise für einen offenen Umgang mit euch Lesern bin.

Wie wird es nun weitergehen? Auf jeden Fall werde ich mir die Leipziger Buchmesse fürs nächste Jahr wieder in meinen Kalender schreiben. Ich werde einiges ein wenig anders machen. Dazu möchte ich noch einen separaten Artikel schreiben (wie zu ein, zwei anderen Dingen auch). Ich werde vielleicht auch mutiger sein.

Die LBM ist Geschichte und überall werden Wunden geleckt, Erfolge gefeiert und Retrospektiven geschrieben. Und ich bin dieses Jahr mit dabei. Ein komisches Gefühl. Aber ein gutes Gefühl.

Manchmal ist das Ende auch der Anfang von etwas Neuem. Selbst mit einem leichten Anflug von Messeblues.

Ich grüße alle, die ich in Leipzig kennenlernen durfte!

Und freue mich auf alle, die ich noch kennenlernen werde.

Leipziger Allerlei (3) Pix and Vids and Me

Sorry, leider kann ich auch heute noch nicht mit vielen Worten glänzen. Um ehrlich zu sein, habe ich erst einmal eine ganze Menge des heutigen Tages verschlafen. Diese Messe hat doch mehr Kraft gefressen als ich gedacht hatte. Nun gut, auf diese Weise läuft hoffentlich ab morgen die ganze Chose wieder in normalen Parametern 😉 .

Auf der Leipziger Buchmesse sind eine Handvoll Bilder geschossen worden, auf denen auch ich zu sehen bin. Diese wurden auf Twitter veröffentlicht, aber ich möchte sie gerne auch hier präsentieren. Ich hoffe, dass diejenigen, die die Bilder gemacht haben, da nichts dagegen haben. Das Urheberrecht verbleibt natürlich bei den Fotografen.

Und dann verlinke ich euch noch ein Video auf YouTube, das eine Menge vom Stand der lieben Kia Kahawa zeigt, an dem auch ich mich herumgetrieben habe. Nicht blinzeln, sonst verpasst ihr den kurzen Moment, in dem ich eingefangen wurde 😉 .

Ich hoffe, ab morgen wieder „gehaltvollere“ Beiträge zu bringen.

(Jana Tomy, Andrea Schrader und ich)

Siehe:
http://jana-tomy.de/
http://www.andrea-schrader.de/

Jana Tomy, Jens-Michael Volkmann, Tim Vogler, meine Wenigkeit und Kia Kahawa

Siehe:
http://jana-tomy.de/
https://www.facebook.com/jensmichael.volckmann
http://timvogler.com/
http://www.kiakahawa.de/

Lars Kattge, Tim Vogler (v.hinten), Toni Scott, Andreas Hagemann (v.hinten)

Siehe:
https://www.facebook.com/lars.kattge
http://timvogler.com/
http://www.little-edition.de/
http://www.andreashagemann.com/

                  Nike Leonhard, Toni Scott und ich

Siehe:
https://nikeleonhard.wordpress.com/
http://www.little-edition.de/

Und dann noch, wie versprochen, das Video:

Leipziger Allerlei (2) Versumpft in der Autorenblase

Tja, ihr Lieben, der Plan, so eine Art Liveblogging auf die Beine zu stellen, hat bis jetzt ja Mal so richtig gut funktioniert, findet ihr nicht auch?

Zu meiner Verteidigung: ich stecke voll in der Autorenblase. Diese Buchmesse ist ein zwar nicht ganz einfaches, weil in Teilen total überforderndes, Erlebnis, aber es ist einfach der Wahnsinn, es für eine Stimmung hier herrscht. Gerade sitze ich in der Autorenrunde und kann daher wieder nicht viel schreiben, aber macht euch auf eine stattliche Nachberichterstattung gefasst!

Bis bald,

euer Michael

Leipziger Allerlei 2017 (1) Ein Zug nach Nirgendwo

Gut, die Überschrift ist ein wenig reißerisch, denn wenn ich Glück habe, dann fährt dieser Zug nicht nur nicht nach Nirgendwo, sondern nach Leipzig Hauptbahnhof. So steht es jedenfalls übereinstimmend auf meiner Fahrkarte, wie auch auf der Anzeige über meinem Platz.

Dabei wäre die Sache heute Morgen doch beinahe noch hektisch geworden, wenn ich nicht inzwischen eine leidige Expertise darin entwickelt hätte, mich nach dem Aufstehen in Windeseile fertig zu machen.

Ich hatte mir extra zwei Wecker gestellt, von denen einer es vorgezogen hat, nicht zu klingeln. Und so musste ich mich ein wenig sputen. Es hat aber alles geklappt, inklusive der Anschlüsse.

Ich muss sagen, es hat sich gelohnt, praktisch am ersten Tag, an dem das möglich war, die Tickets für die Züge zu bestellen. In der zweiten Klasse ist Stehparty angesagt, während hier, in der ersten Klasse, angenehme Ruhe herrscht. Und nein, ich bin nicht snobistisch veranlagt, dass ich mir diesen Luxus geleistet habe.

Die Fahrt nach Leipzig heute und zurück nach Duisburg am Montag hat mich komplett (!) 78 Euro gekostet. Erste Klasse und ICE (bis auf eine Teilstrecke, wo nur der IC fährt). Das ist weniger, als eine reguläre Hinfahrt kosten würde. Also, dringender Tipp: Kümmert euch frühzeitig um die Tickets. Die Stornogebühren sind immer noch um ein Vielfaches günstiger, als im Fall der Fälle eine Vollpreiskarte zahlen zu müssen.

(So, und jetzt darf gerne der Schaffner mit dem ausgehandelten Werbescheck kommen!)

Ich schaue mal, wie viel ich in den nächsten Tagen zum Bloggen komme. Im Zweifel lohnt es sich vielleicht auch, meinen Twitter-Account @M_Behr_Autor im Auge zu behalten 🙂 .

Wenn Technik versagt …

Nun, noch hat sie nicht versagt, aber aus gegebenem Anlass fange ich dann mit meiner Live-Berichterstattung von der Leipziger Buchmesse schon mal an, bevor ich überhaupt einen Fuß aus der Tür gesetzt habe.

Ich habe mir doch vor langer, langer Zeit extra für diese Messe (und andere, ähnliche Gelegenheiten) einen Tablet-PC gekauft. Mit dem lief bis jetzt auch immer alles ganz hervorragend.

Jetzt kam vorgestern ein neuen Update für Windows 10 heraus und gewohnheitsmäßig habe ich das sofort auf dem Tablet installieren wollen. Das hat nicht geklappt. Und weil ein Problem selten alleine kommt, stellte ich als nächstes fest, dass auch der installierte Virenscanner es nicht mehr tut. Und wenn wir schon einmal dabei sind, dann hat auch das installierte Office 365 seine Aktivierung verloren.

Muss das denn ausgerechnet heute noch passieren!? Das Office habe ich schon wieder aktiviert, auch hier mussten Updates installiert werden. Die Windows-Updates werden gerade verarbeitet und der Virenscanner – mal sehen.

Ich will jetzt keine Kommentare über billige China-Convertibles hören, verstanden? Keinen einzigen!

*arg genervt bin*

Schalten Sie demnächst wieder ein, wenn Sie Michael Behr sagen hören:

»Du gewinnst gleich einen Freiflug gegen die Wand, du …«

(unnötige Muppet-Show-Referenz)

Leipziger Buchmesse T-1 Tag: Sind Sie nicht der …

Um genau zu sein habe ich noch überhaupt nichts eingepackt. Aber, wie ja schon gesagt, eine lange Liste.

Die hier stehen auch schon bereit und die wollte ich euch einfach mal zeigen:

Ich wüsste zwar nach wie vor nicht, wer sich für meine Visitenkarte interessieren könnte, aber es schien mir „professioneller“ zu sein, mir noch schnell eine zu besorgen. Und ich bitte darum, den Mut zur Kenntnis zu nehmen, den es von meiner Seite aus gebraucht hat, wirklich das Wort „Autor“ prominent darauf zu schreiben.

Dabei habe ich bewusst zu diesem Zeitpunkt meinen Blog noch in den Mittelpunkt gestellt, weil ich zwar einerseits Autor bin, andererseits aber ja noch keine Veröffentlichungen vorzuweisen habe. Wenn sich das im Jahresverlauf ändert, brauche ich vielleicht auch wieder neue Visitenkarten, wer weiß.

Auf jeden Fall werde ich immer ein paar von denen am Mann tragen, man weiß ja nie. Vielleicht läuft einem ja der Herr Bastei oder der Herr Heyne oder der Herr Diogenes über den Weg und sagt: »Sind Sie nicht der …«

Für den Fall bin ich dann vorbereitet!

😉

Linktipp: Selbstzweifel, die jeder Autor kennt

Auf dieser Seite, in diesem Blog, geht es ja in schöner Regelmäßigkeit um die Zweifel, die mich in Bezug auf mein Autorendasein immer mal wieder befallen. Regelmäßigkeit ist an der Stelle schon beinahe kein Ausdruck mehr, denn ich würde sagen, dass sie meine ständigen Begleiter sind. An manchen Tagen komme ich besser mit ihnen klar, an manchen Tagen schlechter. Aber ganz in Ruhe lassen sie mich eigentlich nie.

Ich bin nun im Blog der Schreibwahnsinnigen auf einen tollen Artikel gestoßen, der den Namen „Selbstzweifel, die jeder Autor kennt“ trägt. Und, siehe da, ich habe mich darin sehr gut wiedergefunden.

Aber nicht nur das, der Artikel gibt auch Tipps und Tricks, wie man sich selber aus seinen eigenen Denkfallen befreien kann, wenn man wieder einmal dabei ist, am Rad zu drehen.

Ich kann die Lektüre dieses Artikels wirklich nur empfehlen