Der Zweifel an manchen Szenen

Manchmal kommt es vor, dass ich mich an einen Romanentwurf setze und gar nicht so recht weiß, was ich eigentlich schreiben will. Häufig ist dies dann der Fall, wenn ich in einer Zwischenszene stecke, also einer Überleitung von Plotpunkt A nach Plotpunkt B. Ich weiß, dass viele Autoren und Autorenratgeber dazu raten, diese Passagen einfach auszulassen, aber ich fand es immer schon komisch, wenn zwischen zwei Szenen ohne weitere Erwähnung Standorte, Zeit oder Wissensstand gewechselt haben.

Jetzt ist es allerdings auch so, dass diese Zwischenszenen sich manchmal meinem Gefühl nach zäh gestalten. Sie schreiben sich manchmal nicht besonders leicht; jedenfalls fühlt es sich so an, als ob ich nicht in der Lage wäre sie so zu schreiben, dass sie den Leser bei der Stange halten und nicht verschrecken.

Nehmen wir ein Beispiel von heute:

Ich habe meine verschiedenen Perspektivträger, die sich getrennt voneinander auf den Weg zu einem ganz bestimmten Ort machen (den ich jetzt einfach mal nicht spoiler). Es ist nicht wichtig, dezidiert zu wissen, wer auf welchem genauen Weg und zu welcher exakten Uhrzeit das Ziel erreicht. Wichtig war mir allerdings dass für den Leser nachvollziehbar ist, dass sie alle zu unterschiedlichen Zeiten und an unterschiedlichen Stellen eintreffen werden. Das ist nämlich unabdingbar für das Finale furioso.

Dennoch hatte ich auf diese Weise eine Reihe von Szenen, die die eigentliche Handlung nur sehr indirekt weiterbrachten. Und damit kamen dann die enormen Zweifel, ob ich nicht ein wenig zu viel des Guten möchte, ob ich nicht kürzen kann.

Das ist allerdings das Schöne – dass ich jederzeit immer noch kürzen kann, wenn ich zu dem Entschluss komme, dies tun zu müssen. Ich kann auch umschreiben, mehrfach, wenn nötig.

Für den heutigen Tag und das weitere Schreiben haben diese Szenen, die insgesamt einen Umfang von 2.533 (ca. 10 Normseiten) ausmachten ihren Sinn erfüllt. Ich bin dem Ziel, den „Redner“ bald abzuschließen, wieder ein großes Stück näher gekommen.

Zu gerne würde ich euch eine dieser Szenen hier präsentieren, aber damit würde ich ein wenig zu viel verraten und das fühlt sich für mich nicht gut an. Vielleicht reiche ich die Tage ein konkretes Beispiel nach, mal sehen.

Ich hoffe auf euer Verständnis und wünsche allgemein eine gute Nacht!

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