Oh, diese Kopfschmerzen!

Ich habe mal wieder eine etwas (sehr) unruhige Nacht hinter mir. Das liegt daran, dass ich einen Traum hatte. Und zwar einen Traum von der Sorte, wo ich mir wirklich wünschen würde, dass die Traummaschine bereits erfunden wäre.

Was ist geschehen in diesem Traum? Nun, da war eine Frau, die von ihrem Mann im Keller eingesperrt wurde. Die Hintergründe weiß ich schon nicht mehr genau, vielleicht hatte es ursprünglich irgendwelche sexuellen Motive (kommt ja im Zuge von Shades of Grey in Mode), die außer Kontrolle geraten sind. Auf jeden Fall war die Frau hinterher richtig mit der Welt am Ende, ein krasser Fall von Mutismus und beinahe autistischen Zügen.

In meinem Traum ging es darum, dass diese Frau es nicht nur schaffte, sich alleine wieder aus dieser geistigen Gefangenschaft zu lösen, sondern langsam auch das Vertrauen ihres Mannes so sehr gewann, dass es ihr zuerst gelang, sich ihr Dasein im Keller erträglicher zu gestalten – zum Beispiel durch Einbau einer Dusche – und später sogar den Keller zu bestimmten Gelegenheiten verlassen zu dürfen. Am Ende stand dann eine Art Flucht oder dergleichen, auch das weiß ich nicht mehr genau.

Auf jeden Fall: versetzt euch mal in meine Lage! Da wacht man auf, am Sonntag Morgen um ungefähr sechs Uhr und hat ein Gerüst für eine Story, vielleicht sogar für einen kurzen Roman im Kopf. Jetzt streiten sich Engelchen und Teufelchen miteinander, ob man aufstehen und das aufschreiben, oder einfach weiterschlafen soll.

Weniger, weil ich Angst hatte, die Geschichte zu vergessen (im groben weiß ich sie ja noch, wie man sieht), sondern mehr, weil ich sie im Augenblick überhaupt nicht gebrauchen kann!

Denn schließlich möchte ich nach „Der Redner“ daran gehen, mich endlich, endlich um „Der Morgen danach“ und die Dinge, die für ein Einreichen bei Verlagen oder Literaturagenturen nötig sind, zu kümmern. Das geht aber nicht, wenn ich parallel schon wieder am nächsten Projekt arbeite. Das habe ich gemerkt, als sich direkt nach „Der Morgen danach“ damals mit „Der Rezensent“ das nächste Projekt anschloss. Dann kam nahtlos „Das Haus am See“, wieder direkt danach „Der Ruf des Hafens“ und als ich anschließend „Darkride“ fertig geschrieben hatte, war mein Selbstvertrauen weit genug aufgebraucht, dass es an eine Bewerbung mit meinem Roman keinen Gedanken mehr gab.

Man könnte sagen, es ist meine ganz eigene Form von extremer Prokrastination, das Veröffentlichen eines Romans durch das Schreiben eines neuen zu verhindern. Eigentlich eine lustige Vorstellung, wenn es nicht so traurig wäre.

Jedenfalls hat mein Kopf auf das Dilemma des Morgens mit hammerharten Kopfschmerzen reagiert. Das ist dann wohl das Los, das ich für meine Prinzipien zu tragen habe. Trotzdem habe ich heute schon wieder am „Redner“ geschrieben. Sonst wären die Schmerzen vielleicht noch schlimmer geworden, wer weiß?

Ich wünsche euch einen schmerzfreien Restsonntag!

PS: Ich weiß, dass es auf Ideen kein Urheberrecht gibt, aber falls einer von euch nun meine Idee aufgreift und den Roman dazu schreiben sollte, dann würde ich mich über eine Erwähnung im Nachwort freuen 😉 !

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3 Gedanken zu “Oh, diese Kopfschmerzen!

    • Mic schreibt:

      Ich weiß nicht so Recht – eigentlich mag ich meine Träume ja, bzw. ich kann mir nicht vorstellen wie es wäre, auf einmal nicht mehr zu träumen. Man verarbeitet da ja auch viel.

      Aber danke für den Tipp!

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