Noch einmal ganz neu herangehen: der Entwurf im eReader

Nachdem ich den Roman, an dem ich zuletzt gelesen habe, heute auf der Bahnfahrt abschließen konnte (für Interessierte, es war „Comedian Harmonists“ von Tilo Köhler), ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, mich darum zu kümmern, mit „Der Morgen danach“ zu einem Anfang zu kommen.

Und der Anfang besteht im … Lesen!?

Ja, im Lesen! Zwar habe ich den Roman selbst geschrieben, aber das ist dreieinhalb Jahre her und es liegen inzwischen fünf Romanmanuskripte dazwischen. Da kann man sich nicht mehr an jede Einzelheit, jede Szene zu 100% erinnern.

Aber genau das sollte ich besser tun, denn in den folgenden Arbeitsschritten geht es darum, die Essenz dieses Romans in eine Form zu bringen, dass sie Appetit auf Mehr macht. Dass sie Interesse erregt.

Ich habe mich entschlossen, das Lesen im eReader zu versuchen. Der Hintergrund ist, dass ich auf diese Weise noch einmal eine ganz andere Herangehensweise an den Stoff bekomme, sie noch einmal mehr wie ein „normaler Leser“ lesen kann.

Im ersten Durchlauf, dem Korrekturlauf, habe ich seinerzeit das ganze Manuskript ausgedruckt und dann wie ein Deutschlehrer mit dem Rotstift in der Hand gelesen, auf Sinn und Kontinuität genauso geprüft, wie in Hinblick auf Sprache und Ausdruck. Kann man machen, sollte man vielleicht auch machen. Aber welcher Leser würde das tun?

Die Antwort lautet: keiner!

Deswegen also das Lesen im eReader. In meinem Fall ist das ein Kindle Fire von Amazon. Der bietet mir die Möglichkeit, direkt auf dem Bildschirm Anmerkungen zu hinterlassen, wenn ich das für nötig halte. Und wie kommt nun die Word-Datei auf das Fire? Eigentlich ganz einfach.

Zunächst formatiere ich das Dokument ein wenig um. Die Normseite ist zwar gut und schön, aber zum Lesen eher ungeeignet. Wo ich einmal dabei bin, kann ich gleich die Absätze ein wenig einrücken. Sieht zwar ungewohnt aus am Bildschirm, passt aber besser zu einem richtigen Buch.

Der Morgen danach (Word)

 

Damit mir nicht mein Ursprungsdokument verloren geht, habe ich das Ganze in ein neues gespeichert. Und jetzt mache ich daraus eine für den Reader lesbare Datei in Amazons MOBI-Format. Auch das geht super einfach mit Hilfe des Programms Calibre, das ein mächtiges Werkzeug zum Organisieren, Verwalten und auch Erstellen von eBooks ist.

Und da steht dann mein Name auch unter dem Feld „Autor“ – na gut, auch wenn es nur aus den Metatags von Word übernommen wurde.

Calibre1

 

Ein Klick auf Bücher konvertieren und schon bekomme ich unheimlich viele Möglichkeiten, an meinem neuen eBook herumzuarbeiten. Ich kann den Namen ändern, umfangreiche Änderungen am Layout des eBooks vornehmen, natürlich ein Inhaltsverzeichnis erstellen und vieles, vieles mehr, was ich im Moment für mein kleines eBook gar nicht benötige. Mir reicht es, wenn die Datei, so wie sie ist, in das neue Format umgewandelt wird:

calibre2

 

Das geht dann auch unerwartet schnell von statten und wird in der Startansicht von Calibre in der Form angezeigt, dass die Datei nun sowohl im Format DOCX als auch in MOBI vorhanden ist. Sie kann sogar schon als Vorschau am Bildschirm angezeigt werden!

calibre3

 

Ich sehe schon, wenn ich mich doch irgendwann einmal mit dem Thema eBooks auseinandersetzen möchte, weil z.B. sonst keine Veröffentlichung möglich wäre, dann lohnt es sich, sich genauer mit diesem Programm zu beschäftigen. So benötige ich jetzt nur noch eine einzige Funktion, nämlich das Ganze direkt aus Calibre heraus an meinen Kindle Fire zu schicken. Dieser hat nämlich, wie jedes Amazon-Gerät, eine eigene Mailadresse, an die man Daten schicken kann. Das ist ganz praktisch, wenn man mal schnell ein Buch oder dergleichen übertragen möchte, so wie ich jetzt.

Und das war es dann auch schon. Ab jetzt kann geschmökert werden. Die heiße Phase für „Der Morgen danach“ beginnt.

Ich wünsche euch einen kühlen Kopf!

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2 Gedanken zu “Noch einmal ganz neu herangehen: der Entwurf im eReader

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