Irgendwas findet man immer

Kennt ihr das auch, vielleicht vom Schreiben auf der Arbeit, von Blog-Einträgen, gar eigener Lyrik oder Prosa … also kennt ihr das auch, dass man noch so oft den Text gelesen haben kann und trotzdem immer noch was findet, was einen stört, was schräg klingt oder was schlicht und ergreifend „falscher Deuts“ ist?

Diese Erfahrung mache ich gerade wieder mit „Der Morgen danach“, dessen Anfang ich wirklich schon öfter als vier- oder fünfmal gelesen habe um nach Fehlern zu suchen. Und trotzdem hatte ich heute schon

  • mindestens zweimal fehlende Wörter, ohne die der Satz keinen Sinn ergibt
  • einige grammatikalische Zeitsprünge
  • Kommafehler im halben Dutzend
  • und einiges, was ich gar nicht mehr weiß

Die Kunst besteht darin, irgendwann die Suche aufzugeben und sich darauf zu verlassen, dass das Ergebnis jetzt das Beste ist, das man hinbekommen kann. Niemand ist vollkommen, selbst Lektoren oder Korrektoren nicht. Ansonsten würde man nicht auch in professionell verlegten Büchern immer wieder Fehler finden, bei denen man sich denkt die sind so auffällig, dass sie einem direkt ins Auge springen müssten. Tun sie aber nicht.

Ich habe mir vorgenommen, dass dieser Durchlauf wirklich mein letzter sein wird. Kann noch ein wenig dauern, mein Kindle sagt, ich bin bei gerade 7% im Buch. Und es ist wirklich erstaunlich, wie gut der Trick funktioniert, über ein anderes Medium eine andere Herangehensweise an den Text zu gewinnen.

Hätte ich ja ehrlich gesagt fast nicht für möglich gehalten.

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