Geschichten vom „Morgen danach“ (1) Michael was here

Ich dachte mir, ich starte eine kleine anekdotische Reihe und erzähle heute einfach mal ein wenig über den Schauplatz meines gerade in der persönlichen „Endabnahme“ befindlichen Manuskripts „Der Morgen danach“. Irgendwann habe ich ja schon einmal berichtet, dass er im Großraum Freiburg im Breisgau spielt. Eine Gegend, die mir durch eine ganze Reihe von Urlauben bekannt geworden ist und die sich deswegen anbot, als ich auf der Suche nach einem Schauplatz für meinen Roman war.

Dazu muss ich wohl sagen, dass ich erst mit „Der Morgen danach“ damit begonnen habe, meine Romane konsequent in Deutschland spielen zu lassen. „Es zwingt einen dazu“ spielt in Los Angeles, die drei Science-Fiction-Romane laufen ohnehin außer Konkurrenz und „Lichter“ als quasi-autobiographisches Horrorstück auch. Aber ich hatte auf einmal das Gefühl, dass es den Texten nur gut tun kann, wenn ich die Gegend, in der sie spielen, einigermaßen kenne. Das bedeutet ja nicht nur die reine Örtlichkeit, sondern auch die kulturellen und infrastrukturellen Umstände. Das alles beeinflusst doch den Ton eines Romans nicht unerheblich, wie wohl jeder aus eigener Lektüre bestätigen kann.

Wieso also nun Freiburg? Nun, meine Schwiegereltern hatten es sich irgendwann in den Kopf gesetzt, in den Schwarzwald ziehen zu müssen. Und da wir sie nicht davon abhalten konnten, bedeutete das für meine Familie und mich, dass wir einige Jahre lang immer wieder dort Urlaub machten – alleine schon, weil die Kinder sich immer freuten, bei Oma und Opa sein zu können. Und ich freute mich, ganz nebenbei, über die Nähe zum Europa-Park, ähem.

Man kann nicht so oft Urlaub an einer Stelle und in einer Gegend machen, ohne dass man sich irgendwann in ihr auskennt. Und so war die Wahl von Freiburg und Umgebung eine ebenso naheliegende Wahl, wie auch eine, die sich ausgezahlt hat.

Wie eifrige Leser meines Blogs inzwischen wissen, plane ich meine Geschichten nicht wirklich intensiv vor. Und so manches Mal auch überhaupt nicht. Also konnte ich noch nicht wissen, dass es in „Der Morgen danach“ eine Verfolgungsjagd geben würde, die den Protagonisten und seine Verfolger auf der Bundesstraße 31 aus Freiburg hinaus und in Richtung Höllental führen würde – genau auf der Strecke, die ich selber schon so oft gefahren war. Und deren Besonderheiten ich natürlich jetzt einbringen konnte.

Weitere Beispiele für die räumliche Verankerung des Romans sind Szenen am Freiburger Münster, am Hauptbahnhof und einige Orte in der direkten Umgebung der Stadt. Handelt es sich deswegen um eine Art Regionalkrimi? Nein, mit Sicherheit nicht! Dafür bin ich dann doch nicht tief genug am Puls der Stadt Freiburg dran.

Aber ich hoffe doch, dass man merkt, dass ich die meisten der Orte die ich beschreibe, kenne. Michael was here, wenn man so will. Ein Schriftzug auf irgendeiner Freiburger Mauer – ebenso wie sich Freiburg in meinem Roman verewigt hat.

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