Der Ton macht den Roman

Heute möchte ich euch ausnahmsweise mal nicht mit so vielen Worten quälen, sondern mit Musik! Durch einen Zufall bin ich im Laufe des Nachmittags auf ein Lied gestoßen, das ich vorher ganz lange nicht gehört hatte. Und mir fiel ein, dass es einmal in einem meiner Romane als einleitendes Zitat Verwendung gefunden hatte.

Wie ich schon mal irgendwo erwähnte, bin ich ein große Verehrer von Mister Stephen King. Und wenn es einen Roman von mir gibt, dem man das mehr anmerkt als ihm gut tut, dann ist das „Lichter“. Nicht nur, dass es inhaltliche Anleihen gibt, auch strukturell leihe ich mir einiges aus. So gibt es nur in diesem Roman eine Aufteilung in Kapitel und darunter durchnummerierte Abschnitte. Nur dieser Roman ist in drei Teile aufgesplittet. Und nur dieser Roman stellt jedem der drei Teile Zitate aus Liedtexten voran. Alles Dinge, wie sie bei King öfter benutzt werden. Im Fall der Musikzitate explizit, um einen gewissen Ton für den kommenden Text zu setzen.

Ich habe mal bei Youtube geschaut und tatsächlich fand sich zu jedem der von mir verwendeten Songs ein Video, mit dem ich euch jetzt in das ausklingende Wochenende entlassen möchte. Habt einen guten Wochenstart!

The Shamen – Destination Eschaton

Beborn Beton – Life Is A Distance

De/Vision – Sweet Life

Queen – Friends Will Be Friends

Lacrimosa – Alles Lüge

Wolfsheim – The Sparrows And The Nightingales

Und als Bonus noch folgendes Stück, das am Ende des ersten Teils von „Lichter“ ausführlich zitiert wird und damit sozusagen einen Abschnitt beendet.

Martin Sprissler – Die Brücke

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8 Gedanken zu “Der Ton macht den Roman

    • Mic schreibt:

      Das verwundert mich jetzt nicht wirklich. Wobei man die Band Wolfsheim durchaus kennen könnte. Die hatten seinerzeit einen Megahit mit „Kein zurück“ und Sänger Peter Heppner machte im Duett mit Joachim Witt 1998 „Die Flut“ zu einer echten Überraschung. Für die anderen Bands muss man schon ein wenig mehr in der jeweiligen Szene bewandert sein, weil mit Radio usw. nicht viel war. The Shamen wurden allerdings z.B, auf VIVA gespielt.

      Na ja, hör mal und ich würde mich freuen, wenn du mir kurz schreiben würdest, wie grässlich oder auch nicht die Musik gefunden hast 🙂 !

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  1. Na wenigstens 2 Lieder sind es bei mir. ^^ Queen ist ja klar, das ist pflicht die zu kennen. *ggg* Aber The Sparrows And The Nightingales kenne ich auch, wobei das aber nicht im Original, sonder dann ein Mix Ding. ^^ Aber jetzt kenne ich das Original dazu.

    Wünsche auch noch einen schönen Sonntag oder besser gleich einen guten start in die neue Woche. =)

    Liebe Grüße,
    Ruby

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    • Mic schreibt:

      Sparrows wurde irgendwann Mitte der 90er von Mark ‚Oh mit irgendeinem Sänger im typischen Eurodance-Stil gecovert. Wahrscheinlich wirst du diese Version gehört haben.

      Dir auch einen guten Wochenstart!

      Gefällt 1 Person

  2. Also mit „The Shamen“ kann ich gar nichts anfangen, ebenso mit „Beborn Beton“. Bei „Sweet Life“ hört es sich ein wenig so an, als ob die Sänger Probleme mit der englischen Sprache hätten, aber der Sound gefällt mir so eben noch. Über Queen muss man nichts sagen. Wolfsheim kenne ich natürlich, die Stimme ist unverkennbar. Aber ich habe von ihnen keine Musik. Wobei der Song mir sehr gut gefallen hat und ich mich vielleicht mal nach einem Album umsehen sollte. Kannst du mir eins empfehlen? Am meisten hat mich Lacrimosa überrascht. Das ist genau meine Musik, gefällt mir richtig gut, auch der Text. „Die Brücke“ ist ein unheimlich starker Text, keine Frage. 🙂
    Du hast in „Lichter“ richtig was investiert, gell? Das Buch bedeutet dir was, das merkt man.

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    • Mic schreibt:

      Also erst einmal Respekt, dass du dir wirklich die Zeit genommen hast, mal in die Songs reinzuhören. Dass Geschmäcker verschieden sind, damit habe ich mich vor langer Zeit schon „abgefunden“ – und finde das auch sehr gut so!

      De/Vision (Sweet Life) haben am Anfang ihrer Karriere (das Album ist von 1996) wirklich noch sehr mit der Sprache zu kämpfen gehabt. Inzwischen geht es ein wenig besser.

      Wenn ich nur ein Album von Wolfsheim nennen dürfte, dann wäre es das Album „Spectators“, Ansonsten ist eine gute Wahl auch die Compilation „55578“, auf der Stücke von vor dem Durchbruch der (inzwischen ja aufgelösten) Band enthalten sind. U.a, halt auch „Sparrows“ in einer Long-Version.

      Wenn dir „Alles Lüge“ musikalisch gefallen hat, dann würde ich dir empfehlen, in eins der Live-Alben reinzuhören. Als Studioalbum ist „Stille“ empfehlenswert, weil es musikalisch und textlich recht nahe bei dieser Nummer liegt. Die Originalversion von „Alles Lüge“ ist wesentlich langsamer und düsterer und auf keinem Album erschienen.

      Ja, ich habe in „Lichter“ sehr viel investiert und es ist irgendwie schade, dass es ein typisches Schubladenprodukt ist. Es ist in Teilen einfach zu autobiographisch, um einem Unbeteiligten Leser angeboten zu werden, Dazu kommt, dass ich wirklich viel mit Zitaten arbeite, „Sparrows“ ist zum Beispiel so eine Art Leitfaden durch den gesamten Text. Aber am meisten hält mich von einer, sicherlich möglichen, Entschärfung/Überarbeitung ab, dass „Lichter“ für mich gleichzeitig einen Abschnitt in meiner Schriftstellerei beendete und auch wieder begann.

      Denn mit dieser Geschichte bin ich endgültig aus dem Zweifeln herausgekommen, auch trotz großer Anstrengungen und Zeitaufwand (ich habe von 1996 bis 1999 daran geschrieben) etwas schaffen zu können. Im Sinne von „etwas geschafft haben“. Und danach begann die Suche nach neuen Stoffen für neue Geschichten. Schade für meine Science-Fiction-Reißer, aber ohne „Lichter“ wäre ich jetzt nicht in der Situation, die Ursprung für meinen Blog ist. „Lichter“ hat mich immer dann, wenn ich mit meiner Schreiberei verzweifelt war, daran erinnert, dass ich es kann und dass es auch okay ist, wenn es ein wenig länger dauert.

      Ich weiß nicht, ob ich das jetzt nachvollziehbar aufschreiben konnte oder nicht. Ist nicht so einfach (vor allem wenn man, wie ich, eigentlich ins Bett gehört *g).

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