Und es wird nie wieder wie vorher sein

Dies ist der 99. Beitrag in diesem Blog und wenn ich nicht genau wüsste, dass es sich dabei um einen absoluten Zufall handelt, dann würde ich mich selber verdächtigen, es mit Absicht so gelegt zu haben, dass mit/nach Beitrag Nummer 100 nie wieder alles so sein wird, wie es vorher war. Eigentlich ist es das jetzt schon nicht mehr, so rein technisch gesehen, aber vom Gefühl her dauert das noch etwas.

Ich habe es getan!

Ich habe heute im Laufe des Nachmittags nichts anderes gemacht (entgegen meiner eigentlichen To-Do-Liste …), als mich um die Bewerbungsunterlagen für die ersten fünf Literaturagenturen zu kümmern, denen ich „Der Morgen danach“ anbieten wollte. Und mit vielen Schmetterlingen im Bauch, rasendem Herzschlag und Schwindel im Kopf habe ich sie alle fünf rausgeschickt.

Heute Morgen war ich noch der stümperhafte Autor, der einzig und alleine für seine Schublade schreibt. Ab heute Nachmittag bin ich der stümperhafte Autor, der wirklich ernsthaft Schritte hinsichtlich einer Veröffentlichung unternimmt!

Am Ende war es noch einmal ein gewisser Kraftakt, vor allem mit dem Exposé, weil da die Vorstellungen der Agenturen ein wenig auseinander gehen. Aber ich habe es ohne weitere Probleme geschafft, noch ein wenig zu kürzen (erzählt das mal meinem Ich von vor ein paar Wochen!) und auch dort die Vorgaben zu erfüllen.

Und jetzt heißt es warten! Lange warten. Und in der Zeit nicht die Hände in den Schoss legen, sondern wahlweise weitere Bewerbungen klar machen, schreiben oder einfach beides tun. Aber jetzt muss ich erst einmal verarbeiten, dass ich das wirklich getan habe!

Wisst ihr, ich zweifle schon so lange an der Qualität meiner Texte und habe solchen Schiss davor, dass ein „berufener Mund“ mir sagen könnte, dass ich allen Grund dazu habe … ich kann mir ehrlich gesagt fast nicht vorstellen, dass ich Erfolg haben könnte. Und im ersten Schritt würde ich es schon als Erfolg verbuchen, wenn eine der Agenturen das vollständige Manuskript anfordern würde.

Seht es mir nach, wenn ich ein wenig (ha, ha) vor mich hin plappere. Aber … ich bin einfach verdammt unruhig. Ich brauche die Nacht bis morgen, um wieder runter zu kommen. Um sagen zu können: das war gestern und jetzt schauen wir mal weiter.

Ab Beitrag 100 werde ich der stümperhafte Autor sein, der veröffentlicht werden will und das am liebsten auf einer vertraglichen Basis. Wenn ich nicht wüsste, dass es ein Zufall ist, ich würde es selbst nicht glauben!

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36 Gedanken zu “Und es wird nie wieder wie vorher sein

  1. Weil ich selbst vor genau diesem Schritt eine Riesen Panik schiebe (und deshalb einfach nichts tue), kann ich dir schon gratulieren, dazu, dass du diesen Mut gefasst hast! Du kannst richtig stolz auf dich sein! Und ich drücke dir ganz fest beide Daumen!

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    • Mic schreibt:

      Liebe Sanguine, danke dir für deine Worte! Und glaube mir, es war nicht leicht, den Mut aufzubringen. Bevor ich bei Bewerbung 1 den Senden-Button drückte, sind runde zwei Stunden vergangen.

      Aber ich hoffe, dass ich dir mit diesem Blog ein wenig Mut machen kann, die Panik zu bekämpfen und es anzugehen! Wie ich dir auf deinem Blog schon schrieb, ich bewundere deine Kreativität, die einfach nicht aufzuhalten scheint, wenn ich mir alleine die unglaubliche Menge deiner Texte ansehe!

      Es fällt Menschen wie uns manchmal schwer, Platz auf der Welt zu beanspruchen, wie die Romantikerin es ganz richtig ausdrückt. Aber wir sollten ihn nicht noch selber kleiner für uns machen.

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  2. Und ich hoffe sehr, lieber Mic, du hast schon mal den Champagner kühl gestellt. Um nachher, wenn ihr Mini Nummer Eins und Zwei ins Bett gebracht habt, ausgiebig und von den Fantasien deiner diversen Lesestoffe befeuert, mit deiner werten Gattin zu feiern.

    ….stop! Keine Widerrede!

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    • Mic schreibt:

      Ja, das Gefühl ist komisch. Aber im Moment hilft mir noch der Gedanke, dass Wochen vergehen können/werden, bevor ich irgendwas höre. Ein wenig Angst habe ich vor der Zeit, wenn rein rechnerisch das Datum überschritten sein wird, ab dem es unwahrscheinlich wird, dass ich noch eine Antwort kriege (die kommt ja meistens nur im Fall von Interesse). Das wird dann wohl ungemütlich werden, wie ich mich kenne.

      Und bei allem, was passiert, halte ich dich und euch natürlich hier auf dem Laufenden!

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  3. Hanna Mandrello schreibt:

    Du bist wirklich ein Held, ich freie mich riesig, dass du es gewagt hast und bin richtig stolz auf dich! Ich kann mir vorstellen, wie die Herzklappen vibriert haben, als du auf ‚Senden‘ geklickt hast. Ich wünsche dir viel Erfolg und bange mit dir jeden Tag, ob du Post bekommen hast. Das wird wahnsinnig spannend die nächsten Wochen 🙂
    Feiere schön. Es das erste Mal geschafft zu haben, bedeutet auch, dass es beim zweiten Mal etwas leichter wird. Die Hürde, die du heute übersprungen hast, war die höchste. LG Hanna

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    • Mic schreibt:

      Vielen Dank, liebe Hanna! Ich glaube auch, dass es ab jetzt leichter wird. Das habe ich schon bei den fünf Mails heute gemerkt, wie ich von Mal zu Mal etwas weniger aufgeregt war. Herzklopfen ja, aber gerast ist es zum Schluss nicht mehr. Wäre ja auch keinem mit gedient gewesen, wenn ich ’nen Herzkasper bekomme.

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      • Mic schreibt:

        Das wäre eine gute Ausgangssituation für ein faustisches Szenario: Mephistopheles bietet einem Autor an, lebend unbekannt oder tot berühmt zu sein. Was siegt – das Ego oder der Verstand?

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  4. Hey, wie cool! Schön, dass du etwas getan hast, was dir Mut abverlangt (yeah, immer schön raus aus der Komfortzone!) und schön, dass es dir so viel bedeutet! Irgendwann kommt immer der Schritt, an dem das, was man heimlich in seinem Zimmer bastelt, raus ans Licht muss. Und das ist mehr als spannend!

    Ich würde dir nur raten, dich nicht von dem Ja oder Nein einer Agentur abhängig zu machen (denn die Erfahrung sagt, dass 95 Prozent aller unverlangt eingesandten Manuskripte abgelehnt werden, in Verlagen wie in Agenturen). Wenn du das, was du schreibst, ans Licht bringen willst, dann tu das – es gibt mehr als nur einen Weg. Nimm an Schreibwettbewerben teil, veranstalte eine Lesung in deinem Heimatort, besuch Schreibwerkstätten und tausch dich aus, schick einen Auszug an ein lokales (oder thematisch passendes) Magazin und bitte um einen Abdruck… etc…

    Das muss nicht heißen, dass du den Traum vom eigenen Buch aufgibst – im Gegenteil. Noch nie gab es so viele Möglichkeiten zu publizieren wie heute… 🙂

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    • Mic schreibt:

      Hallo selbstversunkenheit!

      In der Tat habe ich meine Komfortzone verlassen. Sogar deutlich! Aber ich werde mich in letzter Konsequenz nicht davon abhängig machen, was dieser erste Schritt ergibt, da bin ich ganz bei dir.

      Aber ich taste mich da langsam heran. Gaaaanz langsam :-).

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    • Mic schreibt:

      Hallo mack,

      das hätte ich wahrscheinlich auch getan, wenn nicht so viele Agenturen diese Information haben wollten, wem man denn das Manuskript schon vorgelegt hat. Lügen wollte ich nicht und direkt zwei Seiten an „die haben’s auch“ wäre vielleicht nicht so gut angekommen ;-).

      Aber so staffel ich das jetzt ein wenig, vielleicht im Monatsrhythmus oder im 2-Wochen-Rhythmus oder irgendwas in der Art. Mal sehen.

      Danke für die Glückwünsche!

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      • Ein Freund von mir veröffentlicht in einem kleinen Sonderverlag, die machen aber nur Kurzgeschichten und Gedichte und sowas. Eine andere Freundin veröffentlicht als Ebook auf Amazon, da geht das anscheinend auch recht einfach. So von wegen Plan B,C ect. 😉
        Einfach nicht aufgeben und du wirst deinen Weg finden.

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