Wenn Autoren wie Stephen King die National Medal of Arts verliehen bekommen, besteht Hoffnung …

Es ist schon eine Weile her, dass ich einen Anlass hatte, zum Blog von Marcus Johanus zu verlinken. Aber diese Woche ist es mal wieder soweit und ich empfehle jedem Leser hier, sich den Artikel einmal durchzulesen.

Mir selber ging der von Marcus beschriebene Snobismus in Sachen Stephen King vollkommen ab. Meine Eltern lasen King, jedenfalls bis ca. Mitte der 80er Jahre, und so war es für mich nur natürlich, mit dessen Werk in Verbindung zu kommen. Ich kann nicht mehr sagen, welches mein erster King-Roman war. Aber ich habe so eine schwache Ahnung, dass es sich dabei entweder um „Christine“ oder um „Dead Zone“ gehandelt haben muss. An die wirklich großen Schinken wie „Es“ wagte ich mich erst danach heran, als ich schon hoffnungslos angefixt war. Und während meine Eltern angesichts von Romanen wie „Schwarz“ oder „Drei“, den ersten Bänden der Serie um den Dunklen Turm, überfordert aufgaben, sammelte ich mir das Gesamtwerk des Autors zusammen.

Die Meldung, dass er in dieser Woche vom amerikanischen Präsidenten ausgezeichnet wurde, habe ich mit Verwunderung, aber auch mit derselben Genugtuung wie Marcus Johanus zur Kenntnis genommen. Es zeigt, dass auch Unterhaltungsliteratur, und bei aller Reife, die sein Spätwerk auszeichnet, schreibt King immer noch genau das, einen kulturellen Wert besitzt. Und es macht mir große Freude, dass Romane, wie „Der Anschlag“, „Die Arena“ oder nun die Trilogie um den Detektiv Hodges, die einen ziemlich scharfsinnigen Blick auf die amerikanische Gesellschaft werfen, auf diese Weise ihren Ritterschlag erhalten.

Wer von euch mit Stephen King früher nichts anfangen konnte, dem empfehle ich, es mit seinem Spätwerk noch einmal zu versuchen (dabei würde ich das nicht sonderlich gute „Revival“ allerdings auslassen). Und wer Ambitionen hat zu schreiben, der kommt um „Das Leben und das Schreiben“ ohnehin nicht herum.

Danke, Marcus, für den schönen Beitrag! 🙂

MARCUS JOHANUS

WennAutorenwieStephenAm 10. September 2015 bekam Stephen King vom US-Präsidenten persönlich die höchste staatliche Anerkennung, die einem Künstler in den USA zuteil werden kann. Mich hat diese Nachricht gefreut und gerührt – und das nicht nur, weil ich ein Stephen-King-Fanboy bin. Meiner Ansicht nach ist es wichtig, dass gerade Autoren wie Stephen King solche Anerkennungen erfahren.

Stephen King begleitet mich schon mein ganzes bewusstes Leben. Als ich selbst noch Teenager und Schüler war, hat damals so ziemlich jeder in meinem Umfeld Stephen King gelesen. Nur ich nicht. Mit dreizehn, vierzehn Jahren war ich ein ziemlicher Snob. Und da alle meine Lehrer und andere Kulturträger über King die Nase rümpften, las ich ihn natürlich auch nicht.

Die Wirkung von King blieb mir nicht verborgen. Es gab eine regelrechte King-Mania in den 1980ern und 1990ern. Eine Lesewelle, die heute nur mit 50 Shades of Grey oder Harry Potter verglichen werden kann. Und irgendwie…

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