Kurz und schmerzvoll (2)

Eigentlich ist es gar nicht so schmerzvoll. Es fühlt sich nur so komisch an.

Ich habe heute noch kein einziges Wort am „Beobachter“ geschrieben. Habe einfach nicht die Zeit und die Ruhe gefunden. Sowieso ist beides heute irgendwie Mangelware. Es fühlt sich nur so komisch an.

Es fühlt sich deswegen komisch an, weil ich in den letzten Tagen in praktisch jeder freien Minute am Beobachter geschrieben habe (wenn ich nicht gerade ellenlange Beiträge fürs Blog verfasst habe). Und heute so gar nichts.

Ich muss mir nichts beweisen, indem ich in Rekordzeit den Ursprungsentwurf adaptiere. Und ich muss mir auch nichts beweisen, indem ich jeden Tag neue Rekordwerte schaffe.

Es fühlt sich nur so komisch an. Ich fühle mich ein wenig müde, ausgebrannt. Einfach so, ganz plötzlich, eigentlich schon seit vorgestern. Aber da klappte das Schreiben noch.

Der Zeitmangel wird wohl noch weiter bestehen bleiben, jedenfalls bis übermorgen. Es ist wieder ein gerappelt volles Wochenende, an dem ich kaum dazu komme, meine Mails abzuarbeiten. Wieso fühlt sich etwas, das eigentlich Spaß macht, so wie das Schreiben, urplötzlich wie Arbeit an?

Ich male jetzt deswegen nicht schwarz. Ein oder zwei Tage nicht schreiben sind kein Weltuntergang. Sondern vielleicht nach einer Woche wie der letzten auch einfach nur normal. Ich kenne allerdings diesen ausgebrannten Zustand, kenne ihn nur zu gut. Und ich weiß nicht immer, was ich dagegen zu tun habe.

Es fühlt sich eben alles so komisch an.

Advertisements

11 Gedanken zu “Kurz und schmerzvoll (2)

  1. Verstehe das Gefühl. Es fehlt einfach und man kann es nicht ändern. Aber so eine Pause wird jedem zwischendurch aufgezwungen. Es vergeht ja. 🙂
    Lenke dich mit was schönem ab, dann wird auch das Gefühl in den Hintergrund treten. 🙂

    Gefällt 1 Person

    • Mic schreibt:

      Das werde ich versuchen, das mit der Ablenkung. Und dann hoffe ich, dass es vergehen wird. Fast scheint es mir so, als ob ich mit dem, was ich gestern im Blog geschrieben habe, also in Bezug auf „jetzt bin ich für den Beobachter bereit“, die Messlatte und damit den Druck hochgelegt habe.
      Hm, kann ich jetzt auch nicht mehr ändern.

      Gefällt 1 Person

  2. Hanna Mandrello schreibt:

    Hmm, ist doch ein Unterschied, wieder voll im Job zu sein, oder?
    Mir geht es seit gestern ähnlich. Ich lese nur und zwinge mich nicht zum Schreiben. Mach einfach etwas Anderes. Die Lust zu Schreiben kommt von selbst wieder. LG Hanna

    Gefällt 1 Person

    • Mic schreibt:

      Da hab ich offen gestanden noch gar nicht dran gedacht, dass auch die volle Stundenzeit am Arbeitsplatz ihren Einfluss hat. Wahrscheinlich, weil es im Büro im Moment sehr ruhig ist und es sich gar nicht nach vollen Tagen anfühlt. Aber der Körper und noch weniger der Verstand lassen sich so leicht übers Ohr hauen.

      Gefällt 1 Person

      • Ich sehe es auch nicht unbedingt als Blockade, einfach manchmal keine Muse da, aber irgendwann küsst sie mich wieder und dann gehts weiter. Ich weiss auch wie ich sie wecken werde, sobald mein Projekt durch den Release ist. Dann lese ich mal beim Pendeln auf meinem Äpfelchen das bereits geschriebene, dann kommt die Muse schon zurück!

        Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s