Manchmal …

Passend zu meiner Stimmung in den letzten zwei, drei Tagen ist mir ein Text wieder eingefallen, den ich vor rund zwanzig Jahren geschrieben habe und der gerade mal wieder passend ist. Das sagt einiges entweder über meine prophetischen Fähigkeiten oder über meine persönliche Weiterentwicklung aus …

Ein Wort der Warnung: ich malträtiere eure Augen jetzt mit dem, was bei mir herauskommt, wenn ich versuche, mich lyrisch zu betätigen. Es hat schon seinen Grund, dass ich das so selten tue!


Manchmal

Manchmal
da denke ich
ich denke daran dass niemand weiß
wer ich bin
was ich fühle
was ich denke
oder dass ich bin

Und manchmal
da frage ich
ich frage die Welt nach der Antwort darauf
wer ich bin
was ich fühle
ob ich zuviel denke
und ob ich bin

Manchmal
ja manchmal
manchmal da scheint es einfach so unglaublich einfach
aufzuhören zu denken
und aufzuhören zu fragen
das fühlen aufzugeben
und aufzuhören
zu sein


Aber so langsam fängt es an, mir wieder besser zu gehen. Danke der Nachfrage ;-).

 

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26 Gedanken zu “Manchmal …

  1. Hanna Mandrello schreibt:

    Hmm, das Gedicht beschreibt den täglichen Kampf um die benötigte Dosis Serotonin, die man braucht, um fraglos und zweifellos mitzulaufen. Willst du die roten oder die blauen Pillen? (Matrix) In einem Fall lass dich einfach fallen und nimm es an. 🙂

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      • Mic schreibt:

        Und welche soll ich jetzt lieber wählen? Vielleicht würde die Neo-Pille ganz neue Sichtweisen auf unsere Welt ermöglichen. Was dabei wohl an Romanen entstehen könnte! Aber Serotonin ist auch keine schlechte Sache.

        Ich rieche ein Dilemma, wenn ich es sehe!

        Gefällt 2 Personen

      • Hanna Mandrello schreibt:

        Die Neo-Sicht eröffnet sicher eine ganz andere Sicht. Die Romane würden echt werden. Aber diese Ebene zu betreten, ist nicht leicht. Der Zugang liegt in dem Bereich, in dem du dich in deinem Gedicht bewegst. Glücklicher macht das Serotonin. Aber nicht ehrlicher und auch nicht gesünder. Es ist wirklich ein Dilemma.

        Gefällt 2 Personen

      • Hanna Mandrello schreibt:

        Oh, das wollte ich nicht, falls es nicht vorher schon war. Verzeih mir den psychisch philosophischen Fehlkommentar. Zu meiner Entschuldigung kann ich sagen: Ich lese gerade Pynchon und den neuen Setz parallel. Ich glaube, daran liegt es. 🙂

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      • Mic schreibt:

        Da gibt es keinen Grund, sich zu entschuldigen oder etwas zu verzeihen. Ich stehe auf dem Standpunkt, dass es auch sehr fruchtbar sein kann, mal nachdenklich zu sein und über sich selbst zu reflektieren.

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      • Ja, vielleicht in Evernote oder so. Ich hatte mal, als ich Kopfschmerzen hatte, die Empfindungen beschrieben. Ohne Kopfschmerzen würde ich das nie und nimmer so hin kriegen. Abgesehen davon, sind die Gefühle dazu universell. Also: wenn du eine Beschreibung von, sagen wir „körperlichem Schmerz“ hast, kannst du diese übertragen und ergänzen, egal, welche andere Form von körperlichem Schmerz du beschreiben willst.

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    • Mic schreibt:

      Der Schreibstau ist schon wieder Geschichte, wie ich gehofft hatte: gib dem Gefühl Ausdruck und hoffe, dass es damit abfließt. Aber in der Tat traue ich mich nur selten, meinen „negativen“ Gefühlen in allen Details gegenüber zu treten. Wäre für mein Schreiben aber bestimmt nicht von Nachteil.

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