“Der Beobachter und der Turm” – Status nach der 2. Woche

Oh, liebe Freunde und Freundinnen, ich bin vollkommen geschafft! Aber auf eine so wahnsinnig positive Art und Weise, dass sich das wohl nur Autorinnen und Autoren vorstellen können.

Habe ich nicht vorgestern noch über einen Schreibknick gejammert? Mir ist dunkel so, als hätte ich etwas Ähnliches getan. Aber seitdem sind so viele Worte in die Tastatur geflossen, wie soll ich mir da noch sicher sein?

Ich brauche nicht mehr lange und ich habe den bereits im ersten Entwurf fertigen Teil von „Der Beobachter und der Turm“ in die Version 1.1 übertragen. Dabei bin ich jetzt gerade mal zwei Wochen bei der Arbeit. Aber wenn es Tage wie den heutigen gibt, in denen ich jede Menge freie Momente hatte, um an dem Dokument zu arbeiten, dann kann es auch schon mal sein, dass man sich selbst übertrifft.

Deswegen schreibe ich heute auch erst so spät, ich wollte unbedingt noch die Marke von 10.000 Worten übertreffen … ja, richtig gelesen. Irgendwelche Fragen, warum ich geschafft bin und mir der Rücken weh tut? Aber es hat sich gelohnt!

Und ganz nebenbei sind mir noch diverse Dinge eingefallen, mit denen ich die Handlung weitertreiben werde. Ich sage ja immer, dass ich nicht plane, aber das ist natürlich nur die halbe Wahrheit, denn der Verstand plant natürlich vor. Und so könnte ich nach den Ideen von heute, wenn ich wollte, ein vollständiges Exposé vom Turm fertigen. Und die Details flossen danach noch weiter.

Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt so einen anstrengenden aber auch erfolgreichen Schreibtag hatte. Jetzt trennen mich nur noch 20 A4-Seiten von der Freiheit, endlich wieder drauflos formulieren zu können. Ja, ich weiß, ich müsste mich ja nicht an die „Vorlage“ halten, aber sie ist einfach zu gut, um es nicht zu tun.

So, nachdem ich mich jetzt ausreichend selbst beweihräuchert habe (was ihr mir hoffentlich nachseht, so häufig kommt es bei mir ja nicht vor), kommen wir noch zu den Zahlen:

„Der Beobachter und der Turm“ umfasst nach zwei Wochen 203 Normseiten und insgesamt 51.146 Worte. Das sind, grob gerechnet, 3.653 Worte pro Tag. Habe ich schon erwähnt, dass ich Rückenschmerzen habe? 😀

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38 Gedanken zu ““Der Beobachter und der Turm” – Status nach der 2. Woche

    • Mic schreibt:

      Das werde ich wahrscheinlich auch nie wieder schaffen und es ging ja auch nur, weil es eine Version 1.1, also eine Überarbeitung, ist. Im komplett freien Formulieren würde ich mir alleine schon deswegen mehr Zeit lassen, damit die Überarbeitung nicht so stressig wird. Ich schreibe recht gute erste Entwürfe (behaupte ich einfach mal).

      Aber heute wollte ich einfach mal sehen, „was geht“ ;-).

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  1. Hanna Mandrello schreibt:

    Das ist ja irre :-). Und ich weiß, das fühlt sich richtig gut an, wenn der Schreibtag so erfolgreich und voller neuer Ideen war. Wenn du mit der Überarbeitung fertig bist, wo stehst du dann im Manuskript? Mehr als die Hälfte, im letzten Drittel? Oder wo sonst?
    LG Hanna

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    • Mic schreibt:

      Die Frage erwischt mich jetzt etwas auf dem falschen Fuß. Ich bin ja noch mitten in der Arbeit …

      Aber ich denke mal drüber nach :-). Auch darüber ob es Sinn machen würde, eine Probe direkt vom Anfang zu nehmen, oder eine etwas später im Prolog, dem sogenannten „Vorspiel“.

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      • knipserei schreibt:

        Wenn ich mir was wünschen dürfte: Vom Anfang natürlich! Prolog / Vorspiel ist seit Jahren so ein Unding, bei dem ich als Leser übrigens nicht mehr mitmache. Ich lese das einfach nicht mehr, weil es mir als Leser überhaupt nichts bringt. Prolog / Vorspiel ist überwiegend eine gefühlvolle Szene die geschätze 173 Fragen offen lässt, von denen dann im Rest 37 beantwortet werden.
        Also: Richtiger Anfang (erste 5 Normseiten) oder etwas aus dem 1/3 des Romans.

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      • Mic schreibt:

        Ich glaube, wir haben uns beim Wort Prolog etwas falsch verstanden. Da es, wie im Artikel vom Freitag ausgeführt, beim „Beobachter“ unterschwellig stark um Sex geht, kommt dem Vorspiel eine wesentliche Rolle zu und ich verspreche, dass da keine Fragen offen bleiben. Im Gegenteil, ohne Vorspiel funktioniert die ganze Sache nicht, ganz wie im richtigen Leben ;-).

        Weiter geht es danach übrigens mit dem ersten, dem zweiten usw. Akt, gefolgt irgendwann vom Höhepunkt und, weil wir gut erzogen sind, einem Nachspiel :-).

        Bei einem der üblichen drei-vier-Seiten Prologe würde ich dir eher Recht geben. Aber vertrau mir einfach. Das Vorspiel dauert 48 Normseiten lang.

        Aber ich greife die Anregung gerne auf, wenn ich mich durchringen kann. In solchen Momenten kommt dann immer sehr stark meine Angst vor (zu viel) Kritik durch, muss ich gestehen :-(.

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      • knipserei schreibt:

        OK – wenn Prolog / „Vorspiel“ 48 Seiten haben – dann nehme ich problemlos auch die als „Happen“ (oder ein Teil davon).
        Vergiß nicht: Wenn ich etwas an Deinem Text kritisieren würde, dann habe ich nicht (!) die Weisheit mit Löffeln gefressen. Und vergiß nicht: Wenn ein Kritiker nicht begründt, warum er etwas nicht gut bzw. schlecht findet, dann kannst Du ihn auch getrost ignorieren. (Das hat halt Reich-Ranicki schon immer von dem Schwachkopf vom „Spiegel“ unterschieden, aber nie von Fr. Löffler.)

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      • Mic schreibt:

        Na, dann wird es wohl ein Häppchen vom Vorspiel werden. Ich denk das noch mal durch und schau dann, was ich nehme.

        Und Kritik bringt ja nur nach vorne. Ich muss halt nur versuchen, sie mir nicht während des Schreibens von Entwurf 1 zu sehr zu Herzen zu nehmen.

        Oder ich sperre einfach die Kommentare und sing ganz laut, dann höre ich nichts ;-).

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      • Mic schreibt:

        Okay, machen wir es so: ich suche mir eine Textprobe raus und stelle sie online. Kritik kann und darf gerne sein und ich stelle mich ihr auch im Rahmen meiner Möglichkeiten.

        ABER! ich werde sie danach trotzdem erst einmal auf die Seite legen, um mich beim Schreiben des ersten Entwurfs nicht zu sehr beeinflussen zu lassen.

        Deal?

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      • Lieber Michael,
        Da musste ich kichern. Ja, manchmal guckt man auf die Uhr und dann kann man einfach noch nicht mit der Pause aufhören, weil man so weit weg mit den Gedanken ist … .

        Das hast du schön gesagt. Dann solltest du Tage wie diese einrahmen und an die Bilderwand hängen 🙂 🙂

        Liebe Grüße

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      • Mic schreibt:

        Das mit der Bilderwand ist ein schöner Gedanke. In der Tat schaue ich auf einige Bilder auf meiner Wand, die ich teils geschenkt bekommen und teils selbst fabriziert habe (und die ich hier nicht zeigen werde, bitten und betteln vergebens!).

        Und jetzt schaue ich auf die Uhr und denke mir, dass der Wecker morgen wieder um halb sechs klingelt.

        Gute Nacht! 🙂

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      • Mic schreibt:

        Guten Morgen Kiira! 😉

        Ja, halb sechs ist sehr früh – und war mir heute zu früh. Gut, dass ich Gleitzeit habe.

        Die Bilder hängen tatsächlich über meinem Schreibtisch und ich muss nur vom Monitor aufsehen und schaue drauf. Manchmal ist das sehr beruhigend :-).

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  2. Hallo Mic,

    falls Du noch einen Testleser für Dein Projekt suchst, würde ich gerne lesen. Habe mich durch die letzten Blogeinträge gelesen und mich würde jetzt brennend interessieren, was es mit dem Turm und dem Beobachter auf sich hat und welche Tiefen Richard überwinden muss. 🙂 Viele Grüße Vic

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