Kurz und schmerzlos (12) Saure-Gurken-Zeit

Wenn ich mir die Statistiken meines Blog so anschaue, dann scheint im Moment ein wenig die Saure-Gurken-Zeit angebrochen zu sein. Ich will jetzt nicht jammern, sonst hätte ich ja eine andere Artikelüberschrift gewählt ;-). Aber ich frage mich schon, womit das zu tun haben könnte.

Zum einen glaube ich, dass meine Entscheidung beigetragen hat, nur einmal in der Woche einen Status zu „Der Beobachter und der Turm“ zu schreiben. Denn da sind die Zugriffszahlen deutlich höher. Und vielleicht, da bin ich mir aber nicht sicher, habe ich auch mit meinem „Du willst Profi sein„-Beitrag den einen oder anderen Leser ein wenig verschreckt.

Jetzt stellt sich mir die Frage, was mir wichtiger ist: dass die täglichen Zugriffszahlen wieder stark nach oben gehen – wofür ich mir neue Strategien überlegen müsste, wie ich die Leser auf mein Blog locken kann.

ODER ich nehme das erst einmal als gegeben hin, bedenke, dass ich im Moment außer warmen Worten noch nichts wirkliches im Autorenbusiness vorzuweisen habe und mache weiter wie bisher.

Ein klein wenig schiele ich natürlich auf die Klickzahlen. Wer von sich behauptet, ein Blog zu betreiben und das nicht zu tun, den nenne ich einen Lügner Menschen, der nicht immer die Wahrheit sagt.

Aber ich glaube, ich bin auch zu kritisch mit mir, meinem Blog und allem, was damit zusammenhängt. Das hier sollte mir vor allem Spaß machen! Deswegen habe ich angefangen, hier zu schreiben. Und dieser Spaß ist es, an dem ich festhalten muss, denn ansonsten merken die Leser es und bleiben erst recht weg. Keiner liest gerne bei Jemandem, der permanent meckert oder jammert.

Also versuche ich, mir durch die Sauren Gurken nicht die Laune verderben zu lassen. Dabei mag ich gar keine Gurke – und Saure schon gleich gar nicht! Es darf sich also gerne bedient werden 😉 !

Gurken

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14 Gedanken zu “Kurz und schmerzlos (12) Saure-Gurken-Zeit

  1. Dann bin ich ein Lügner. 😋

    Ich finde der Blog ist dazu da, um Gedanken, Worte, Bilder oder sonst was zu teilen. Eigene. Und nicht die, die andere gern hätten. Davon kann ich ein Lied singen, wenn man mal sieht, was ich ‚gelegentlich‘ schreibe. 😝

    Man kann eben nicht jeden glücklich machen. Den Teil hebt man sich für die Arbeit auf.

    Der Blog ist aber meiner Meinung nach keine Arbeit, sondern Freizeit. Mal jene die damit verdienen ausgenommen.

    Klar, etwas auf Wünsche eingehen kann man, machte ich auch schon.

    Aber ich finde man sollte es letztendlich so machen, wie es einem selbst am besten in den Kram passt.

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    • Mic schreibt:

      Vielleicht liegt es an der unterschiedlichen Ausrichtung unserer Blogs. Ich kann das für dein Blog, das ich (wie du weißt) ja gerne aus genau diesen Gründen besuche, die du beschreibst, durchaus nachvollziehen und auch unterschreiben.

      Ich sehe meinen Blog auch nicht als Arbeit an. Jedenfalls meistens nicht. Wobei ich durchaus mit analytischem Verstand herangehe und versuche herauszufinden, was geht, was nicht geht und was überhaupt nicht geht.

      So käme ich mir zum Beispiel komisch vor, wenn ich jetzt, nach 140 thematisch eng gesteckten Beiträgen, auf einmal anfangen würde, auf das Tagesgeschehen einzugehen oder so wie du Gedichte zu posten (was ich als einmaligen Ausrutscher ja schon getan habe).

      Aber da mache ich mir, aus deiner Sicht, wahrscheinlich auch schon wieder zu viele Gedanken über die Erwartungen anderer, oder?

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  2. Ich verstehe bei mir die Schwankungen auch nicht wirklich und versuche mir keinen Kopf draus zu machen. Ich schreibe weiter wie es mir passt und dann kommen die Zahlen auch immer wieder zurück….vielleicht ist bei deinen Lesern einfach grad zuviel los? Hier in der Schweiz waren ja auch Schulferien, da waren die Leute weit weg und hatten keine Lust auf Blog und co…

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    • Mic schreibt:

      Ah, also waren in der Schweiz wirklich Ferien! Das erklärt den megavollen Europa Park vom 08.10. (grummel) ;-).

      Ja, die Erklärung hat etwas für sich, es würde vom zeitlichen Rahmen her auch ungefähr hinkommen. Wobei hier in Deutschland ja die Herbstferien in vielen Bundesländern ja erst noch kommen. Da waren wir in NRW, glaube ich, die Ersten.

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  3. Ganz ehrlich? Ich schiele auch auf die Zugriffzahlen und bin im Moment auch enttäuscht. Es ist eine schwere Zeit und nicht jedes Thema liegt wirklich jeden. Dass ich deswegen mein Geschreibsel ändere liegt mir fern. Ich zieh meinen Stiefel durch…

    Verstehen kann ich, dass du auf Resonanz hoffst. Denn Rückmeldung ist für einen Schriftsteller enorm wichtig. Ich kann zu deiner schriftstellerischen Leistung keine konstruktive Kritik äußern – dazu bin ich nicht befähigt. Auch deswegen nicht, weil es nicht mein Genre ist.

    Lesen tut es sich jedenfalls gut. Und, die Zugriffe steigen auch wieder. Genauso, wie sie wieder sinken.

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    • Mic schreibt:

      Ja, das mit der Resonanz ist ein wichtiger Punkt. Es gibt da dieses kleine Teufelchen das sagt: wenn schon dein Blog keinen Menschen interessiert, wie soll es dann mit einem Roman erst werden?

      Ich weiß, dass der Kerl ein Querulant ist, den man nicht ernst nehmen sollte.

      Ich bin übrigens Anhänger der These, dass JEDER in der Lage ist, konstruktive Kritik zu geben (was keine Aufforderung sein soll). Wahrscheinlich gerade dann, wenn es nicht das bevorzugte Genre ist.

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    • Mic schreibt:

      Oh, ich bin weit entfernt davon, dass jemand was bei mir gestehen muss, liebe Schnipsel! Aber vielen Dank für die Klarstellung!

      Ich hoffe, es hat positive persönliche Gründe. Dann müssten sie sich, sofern es mich betrifft, nicht ganz so schnell für dich ändern :-).

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  4. Hanna Mandrello schreibt:

    Die Schwankungen sind normal. Um deinen Blog auf höchste Zugriffszahlen zu trimmen, gibt es einen ganzen Haufen Tricks, die zwar alle nicht weh tun, aber Umgewöhnung und Arbeit bedeuten. Wenn es dich interessiert, investiere ein paar Stunden auf dem affenblog.
    Die sagen dort übrigens, dass nicht die Seitenaufrufe wichtig sind, sondern deine Abonnenten, neudeutsch dein Tribe.
    Für mich ist es nicht wichtig, weil mein Blog nicht diese Zielsetzung hat. Mir sind 10 Leser, die auch mit mir sprechen und diskutieren, viel lieber als 100, die stumm sind und anonym bleiben.
    Ich denke aber, dass eine gesunde Mischung an Arten von Beiträgen es bringt. Manche lesen gern Ptivates. Wer ist der Mensch, der hier bloggt? Andere interessiert das überhaupt nicht. Sie wollen etwas Neues erfahren, sich informieren oder etwas lernen. Wieder Andere möchten gern mitmachen und freuen sich über Briträge, die dazu auffordern. Eine gesunde Mischung von allem bevorzuge ich und das hat mir im letzten halben Jahr einigen Zuwachs bei den Abonnentenzahlen gebracht.
    Natürlich schiele ich dort auch hin. Wenn es mich nicht interessieren würde, könnte ich auch Tagebuch schreiben. Wer im Internet publiziert, will auch gelesen werden. Trotzdem möchte ich mich nicht so weit kommerzialisieren, dass ich meinen Content nur darauf ausrichte. Es täte nicht weh, aber irgendwie empfinde ich es auch als einen Verrat mir selbst gegenüber. Diese Ansage: Ich blogge wegen den Zugriffszahlen. Komisch oder? Auf jeden Fall totaler Schwachsinn, so eigentlich …
    Aus mir wird auch nie ein echter Profi: Ich gehe keine Kompromisse ein, obwohl es mir doch auch etwas bringen würde, was ich gern hätte. Und ich müsste deshalb nicht mal verzichten, sondern nur die Form etwas anpassen. Ich verstehe mich selbst manchmal nicht. Aber ich lerne.

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    • Mic schreibt:

      Dafür, dass du heute nach deinem Blogeintrag nichts mehr schreiben wolltest, war das jetzt ein sehr langer und interessanter Kommentar! Danke dafür!

      (Sidenote: Erinnert mich daran, dass ich dringend noch deine letzte Mail beantworten wollte … *schäm*)

      Wie ich schon schrieb, ich glaube, im Moment weiß ich nicht so genau, wo ich eigentlich stehe. Angefangen hat das Ganze als einfaches Spaßprojekt, bei dem ich mich selbst gewundert habe, dass das überhaupt jemand liest. Aber irgendwann auf dem Weg haben sich die Ansprüche wohl geändert und ich kann meinen Finger noch nicht so richtig drauf legen.

      Hat wohl wirklich mit der Frage zu tun: wie viel Profi will ich eigentlich sein? Will ich das überhaupt sein?

      Vielleicht liegt es auch daran, dass ich erkältungsbedingt schlecht Luft bekomme und mein Gehirn permanent sauerstoffunterversorgt ist.

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      • Hanna Mandrello schreibt:

        Hihi, das mit der Unterversorgung kenne ich auch. Das führt zu ganz seltsamen Gedanken. Bei mir hat sich Schnupfen bedingt festgesetzt, dass ich doch unbedingt mal ein ganzes Rohmanuskript mit der Hand in ein Notizbuch schreiben sollte …
        Aber zum Profibloggen: Das hat dann schon nichts mehr mit privatem Spaß zu tun, sondern ist Online-Journalismus. Ob ich das will? Da bin ich mir nicht sicher. Schon wieder eine Verschiebung der Prioritäten oder auf wie vielen Hochzeiten soll ich noch tanzen?

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      • Mic schreibt:

        So krank könnte ich gar nicht werden, dass ich auf die Idee mit dem Notizbuch komme. Auch wenn der Gedanke etwas romantisches an sich hat.

        Profibloggen: nee! Online-Journalismus ist nicht mein Ding. Und ich glaube kaum, dass es in deinen Zeitplan passen würde, nach allem, was ich bis jetzt weiß. 🙂

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