Musik zum Schreiben: Jean-Michel Jarre – “Electronica 1 The Time Machine”

Liebe Freunde,

habe ich schon einmal erwähnt, wie wichtig es für mich ist, verschiedene Arten von Musik bei meinem Schreiben dabei zu haben? Ich weiß, das ist eine rhetorische Frage, aber eine, die man eigentlich nicht oft und laut genug stellen kann.

An manchen Tagen brauche ich die Stille um mich herum. Aber das sind nur wenige Ausnahmen. Meistens ist es Musik, die mich inspiriert, die Wörter in mir hervorbringt und dabei auf wundersame Weise auch zum Teil meiner Geschichten wird. Bei vielen meiner Romane kann ich mich tatsächlich an Passagen erinnern, die zu ganz bestimmter Musik entstanden ist. Ich habe schon mal vor langer Zeit darüber geschrieben.

Heute mag ich euch aber ein ganz besonderes Album ans Herz legen, das mich wirklich enorm überrascht hat und das durch seine Vielseitigkeit für verschiedenste Szenen und Textarten „benutzt“ werden kann.

Jean-Michel Jarre. Ich behaupte, dass es niemanden gibt, der nicht schon mal von dem Franzosen oder zumindest einigen seiner Stücke gehört hat. Mit Alben wie „Oxygene“ oder „Equinoxe“ legte er Grundsteine für das Zeitalter des Synthesizers, um sich zu späteren Zeitpunkten seiner Karriere auf immer größere und voluminösere Live-Spektakel zu verlegen, unter anderem in der Verbotenen Stadt in Peking oder vor den Pyramiden Ägyptens.

Nun hat der Altmeister der Synthie-Musik eine relativ lange kreative Durststrecke hinter sich. Die letzten Alben gingen zu weit weg von seinen Trademarks, um die alten Fans zu begeistern, konnten aber auch keine neuen Fans mehr wirklich dazu gewinnen.

Und jetzt ein Album voller Kollaborationen? Was sich zuerst anhört, als wäre es der letzte verzweifelte Versuch, sich irgendwie wieder „hipp“ zu machen, entpuppt sich als nichts anderes, als ein kreativer Meilenstein!

Zusammen mit Künstlern wie u.a. Vince Clarke, Moby, Lang Lang, John Carpenter, Air, Pete Townshend sind Songs entstanden, die sowohl den Sound Jarres, als auch unverkennbar den Sound des gefeatureten Gastes aufweisen und diese beiden stilistisch miteinander verschmelzen. Dabei wechseln Rhythmik und Tempo sich im steten Wechsel ab. Es gibt Songs mit Gesang (herausragend hier für mich der Beitrag von Little Boots – was für eine Stimme!) und reine Instrumentals.

Und alle diese Songs, von denen einige auch jetzt gerade im Hintergrund laufen, um mich auf diesen Artikel einzustimmen, sind für mich hervorragend geeignet, um dazu zu schreiben. Mal kann man innehalten und über das nachdenken, was man als nächstes zu Papier bringen möchte, um dann im nächsten Moment wie in einem Rausch wieder weiterzuschreiben. Und wenn die Scheibe nach gut siebzig Minuten am Ende angelangt ist, freut man sich, dass (zumindest in der Download-Fassung) das Album noch einmal als in einander übergehender Form enthalten ist.

Wenn ihr nicht absolute Gegner elektronischer Musik seid, dann kann ich euch nur empfehlen, einmal reinzuhorchen! Folgender Trailer gibt bereits einen sehr guten Einblick auf das, was euch erwartet. Für mich nicht weniger als wirkliche Musik zum Schreiben!

Ich wünsche euch einen schönen Start ins Wochenende!

Euer Michael

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2 Gedanken zu “Musik zum Schreiben: Jean-Michel Jarre – “Electronica 1 The Time Machine”

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