Reblog: Konkret schreiben statt abstrakt

Hallo zusammen,

zur etwas verspäteten Mittagsstunde möchte ich einen Artikel von Stephan Waldscheidt mit euch teilen, der auf der Seite der Selfpublisherbibel erschienen ist.

(Technisch gesehen ist es kein Reblog, weil es eine statische Seite ist, aber ich denke, ihr versteht, was ich aussagen will.)

In dem Artikel geht es darum, dass Autoren ihre Texte wesentlich verbessern können, wenn sie auf die sogenannten „spezifischen Details“ achten. Ein einfaches Beispiel für diese Art von Details ist etwa, laut Waldscheidt:

Sie frühstücken keine »Nahrungsmittel«, sondern das Crunchy-Nuss-Müsli von Seitenbacher mit einem Schuss Schokomilch.

Das ist übrigens, aber nur am Rande, ein Detail, dass mir nie passieren könnte, weil ich die Radiowerbung dieser Firma so absolut enervierend finde ;-). Aber es gibt noch weitere Beispiele, die ich schon eher nachvollziehbar finde.

Und es wird darauf eingegangen, wieso es manchmal so schwer für Autoren ist, sich dieser spezifischen Details zu bedienen.

Ich habe für mich festgestellt, dass ich an vielen Stellen abkürze und vermeide, zu detailliert zu schreiben, weil ich dann befürchte, dass meine Texte noch viel länger werden, als sie es ohnehin schon sind. Ich bin im Wortsinne ein Vielschreiber, kaum einer meiner Romane ist kürzer als 130/140.000 Worte. Und das, obwohl ich an einigen Stellen sicherlich sehr unspezifisch bin.

Der Artikel hat mich nachdenklich gemacht und ich bin schon auf den zweiten Teil gespannt, den ich dann hier natürlich auch noch verlinken werde. Schreibe ich manchmal zu abstrakt? Das ist so ein dummes Gefühl, das mich z.B. bei meinen Showdowns regelmäßig überkommt. Ich habe dann oft das Gefühl, dass da irgendwie noch mehr stehen müsste, ohne genau den Finger in die Wunde legen zu können, was dieses „Mehr“ denn sein soll. Ist es das fehlende Konkretisieren, sind es die fehlenden spezifischen Details?

Definitiv ist das etwas, worauf ich beim Überarbeiten verstärkt achten möchte. Denn ich denke schon, dass es einen Roman weiterbringen kann, wenn man präziser und näher an seinen Figuren, seinen Handlungsorten und den Details bleibt.

Definitv ein spannendes Thema!