Kurz und schmerzvoll (4)

Ich verstehe mich nicht!

Ich verstehe im Moment einfach die Reaktionen meines Körpers, meines Verstandes nicht!

Ich stehe vielleicht zweitausend Worte davor, „Der Beobachter und der Turm“ abzuschließen. Höchstens!

Und mein Körper und mein Verstand reagieren mit: Angst!

Das kenne ich nicht! Leichte Nervosität, ja, kann sein. Aber mehr doch immer die Euphorie, die sich daraus ergeben sollte, dass ich etwas geschafft habe, etwas geschaffen habe! Ein befriedigendes Gefühl, die letzten Worte zu setzen, die letzte Szene abzuschließen und noch kurz im Manuskript zu vermerken, von wann bis wann ich daran gearbeitet habe.

Aber seit gestern, seit sich das kurzfristige Ende abzeichnet, habe ich richtiggehende Angstzustände, so richtig mit Schwitzen und allem, was dazu gehört.

Sie hindern mich nicht am Schreiben. Das wäre ja noch verständlich, irgendwie. Also so rein psychologisch.

Aber ich kann schreiben und schreibe auch und mit jedem Abschnitt, den ich dem Ende näher komme, wird das Gefühl von Angst größer!

Ich verstehe mich nicht!

Aber ich ziehe das jetzt durch! Und dann hoffe ich, dass sich diese Angst in Luft auflöst und ich mit den üblichen, positiven Gefühlen auf meine Geschichte schauen kann.

Drückt mir bitte die Daumen, heute kann ich es gebrauchen!

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10 Gedanken zu “Kurz und schmerzvoll (4)

    • Mic schreibt:

      Da bin ich jetzt überfragt.

      Für mich ist das jedenfalls völlig untypisch, vor allem, weil ich bis vorgestern ja noch richtig heiß darauf war, den Roman zu beenden.

      Aber danke, dass du an mich glaubst!

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  1. Oh, ich kenn das. Wie furchtbar! Ich hatte das vor dem Ende meiner Doktorarbeit. Es soll eine bekannte psychische Störung sein, wie man sie zum Ende eines großen Projekts häufig hat. Die psychischen, unbewussten Sub-Prozesse sind wohl irgendwo zwischen Angst davor, dass ein Abschnitt des Lebens zu Ende geht, Angst davor was danach kommt (die Arbeit geht nach draußen, die Angst vor der Reaktion, davor wer man dann ist und die Ungewissheit was man danach macht…). Eine schlimme Situation! Mir hat es geholfen mir immer wieder klar zu machen, dass es nicht perfekt sein muss, es schon „gut genug“ ist. Und es war schön zu wissen dass es nicht nur mein hausgemachtes Problem war. Alles Gute und viel Erfolg! Und ein schnelles Ende dieser Phase. Lina

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    • Mic schreibt:

      Hallo Lina!

      Von dieser psychischen Störung habe ich auch gehört und bin, durch diverse Umstände, sicherlich durchaus anfällig für so etwas.

      Wahrscheinlich ist es wirklich so, dass das Wissen, dass dieser Roman „in die Welt“ gehen soll, also sehr wahrscheinlich als eBook veröffentlicht werden wird (wobei ich ja noch den einen oder anderen kleinen Verlag abklappern könnte …), mir zu schaffen macht.

      Danke für das Teilen deiner Erfahrung, das beruhigt ein wenig!

      Gefällt 1 Person

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