Reblog und Meinung: Der NaNoWriMo ist nur der Anfang

Marcus Johanus, mal wieder! 🙂

Der Mann schreibt einfach hervorragende Artikel, die man fast jede Woche rebloggen könnte, worauf ich aber verzichte, weil ich ja schließlich auch noch eigenen Content auf diesem Blog präsentieren möchte.

Dieses Mal komme ich aber nicht umhin, denn Marcus hat ein Thema aufgegriffen, das bei mir auch schon auf der Agenda stand und das ich nun nicht mehr zu schreiben brauche, weil er das schon so gut getan hat.

Also, bitte erst einmal hier entlang: Link.

Alle wieder da? Dann kann ich ja noch meinen eigenen Senf dazu geben.

Zu dem, was Marcus zu Beginn schreibt, kann ich nur hektisch mit dem Kopf nicken. Es ist wichtig, dass ihr das Werk, das ihr begonnen habt, zu einem Ende führt! Und dabei ist es vollkommen egal, ob es 50.000, 10.000 oder auch „nur“ 2.160 Worte sind, die ihr bis jetzt geschrieben habt. Ihr lernt von jedem abgeschlossenen Text! Und nur die wirklich abgeschlossenen Texte sind die, die sich in euren Köpfen festsetzen als „ich habe es geschafft!“.

Diese Motivation, die sich alleine daraus ergeben kann, ist einfach unbeschreiblich. Ganz ehrlich? Mir passiert es sehr oft, dass ich denke, dass das, was ich schreibe, totaler Murks ist. Wisst ihr, was ich dann mache? Ich zähle die Romane, die ich bis jetzt geschrieben habe, an meinen Fingern ab, ganz so, wie es vielleicht ein Erstklässler machen würde. Und dann freue ich mich über die Zahl, die dabei herauskommt und finde neue Motivation darin!

Über die Wörterzahl, die Marcus für den Umfang eines Romans mit 80.000 angibt, kann man sicherlich geteilter Ansicht sein. Es kommt vielleicht auch ein wenig auf die Art des Romans an. Wenn man sich „literarische“ Veröffentlichungen ansieht, dann kommen die manchmal auf knapp 200 Seiten daher, was ungefähr den 50.000 NaNo-Wörtern entsprechen dürfte. Für ein Fantasy-Epos würde ich aber eher das Dreifache veranschlagen. Es liegt letztlich an eurem Stoff und auch der Ambition, die ihr damit verfolgt. Hilfreich kann es sein, wenn man sich im Buchladen mal anschaut, wie viele Seiten eigentlich die Romane in der eigenen Nische so haben. Ich verwende ja gerne eine Statistikseite mit dem Umfang von Romanen von Stephen King.

Unter 2. schreibt Marcus darüber, das Manuskript zu überarbeiten. Ja, ich weiß, das kann anstrengend sein und sich doof anfühlen. Man nimmt den eigenen Text im Prinzip so lange auseinander, bis man sich sicher ist, dass er überhaupt nichts taugt. Aber das ist nur eine Phase, durch die man durch muss! Und dann, irgendwann, kommt man, wie auf der anderen Seite eines Tunnels, auf der anderen Seite wieder heraus und sieht, dass es den Aufwand und die Arbeit und auch die Zweifel wert gewesen ist!

Ob du dann den Schritt wagst, dich wirklich der Außenwelt in Form von Testlesern oder gar Agenturen/Verlagen zu stellen, das musst du für dich entscheiden. Da bin ich ein schlechter Ratgeber, habe ich doch über zwanzig Jahre gebraucht, bis ich mich getraut habe, zum ersten Mal eines meiner Werke ernsthaft nach „draußen“ zu geben. Und seit ich weiß, dass es Menschen gibt, die Interesse daran haben, meinen Roman „Der Beobachter und der Turm“ als Testleser durchzuschauen, bin ich, was das angeht, auch recht nervös geworden.

Aber hey: niemand zwingt dich zu irgendwas! Und genau wie Marcus schreibt: nächstes Jahr ist wieder ein NaNoWriMo! Und der bietet dir erneute Gelegenheit, dein Bestes zu geben, dir selbst zu beweisen, dass du es drauf hast!

Und danach steht dir die Welt offen!