Was zum Schmunzeln: Der „Bad Sex in Fiction“-Award

Guten Morgen zusammen!

Wir hatten das Thema hier ja schon ein- oder zweimal: Sex im Roman und wie schwer es ist, erotische Szenen wirklich auch auf erotische Weise zu schreiben. Eine schwierige Disziplin, bei der man sich leicht in Gefilde begibt, wo eine Lächerlichkeit neben der nächsten liegt und es unmöglich ist, nicht in sie hinein zu treten.

Da kann es doch nur beruhigen, dass es auch anderen, verlegten, teils sogar hoch angesehenen Autoren passiert, dass sie in dieser Disziplin versagen, oder?

In Großbritannien wird jetzt der „Bad Sex in Fiction“-Award vergeben, mit dem herausragende Leistungen auf dem Gebiet der schlechten Sex-Szene gewürdigt werden sollen. Die Süddeutsche Zeitung hat auf ihrer Homepage die Kandidaten vorgestellt.

Und da ich Zitate wie

„… sie ließ ihn so tief in sich hinein, dass er nicht mehr an sie denken musste, und daher auch nicht an sich selbst, aber natürlich dachte er daran, nicht an sich selbst zu denken …“

einfach herrlich finde, dachte ich, ich lasse euch daran teilhaben.

Hier entlang, bitte!

20 Gedanken zu “Was zum Schmunzeln: Der „Bad Sex in Fiction“-Award

  1. Dankeschön! Habe mich köstlich amüsiert. Und überlege mir bei solchen Schilderungen immer, wie die Autoren wohl den Sex erleben? Ein Mann, der dabei an Mangostückchen denkt?!? Hhm. Ich weiss nicht, ob Schreiberling mit dieser Vermutung schon in Realitätsnähe ist.

    Nebenbei ist der Artikel bemerkenswert illustriert, finde ich.

    Mein etwas verschämtes Gefühl „du schreibst n u r über Sex“ (quasi: belanglos. Dazu braucht’s nicht viel) reckt sich grade und streckt – etwas stolz – den Rücken durch. Ha! Wie man’s nimmt…

    Gefällt 2 Personen

    • Mic schreibt:

      Das Früchteding ist doch so alt wie die Literatur selbst. Wie war das noch? „Wie man eine Feige isst“, oder so?

      Ich denke, dass wir hier wirklich knallharte Fälle von „ich darf es nicht so schreiben, wie es eigentlich ist“ vor uns haben. Wobei ich ja schon häufiger auf den dünnen Grat zwischen plump-pornografisch und wassolldasdennsein hingewiesen habe.

      Dass du kein verschämtes Gefühl zu haben brauchst, sage ich dir nicht zum ersten Mal! Weil du, bei allem, was ich bis jetzt von dir gelesen habe, weder auf der einen noch auf der anderen Seite vom Grat abgekommen und gestürzt bist! Und wer hat eigentlich behauptet, dass Sex belanglos ist?

      Streck dich mal ruhig weiter, steht dir viel besser! 🙂

      Liken

    • Mic schreibt:

      Oh ja, unbedingt! Das brauchst du so dringend wie ein drittes Nasenloch! 😉

      Mach dich doch mal ans Übersetzen einiger deiner Erzählungen und schicke es den Nominierten. Einfach mal so, zur Ansicht :-).

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      • Lieber nicht – im Übersetzten bin ich ne Niete – da liegt immer noch ein Artikel, den ich angefangen habe aus dem Englischen zu übersetzen, unfertig in meinem Blog… und das ist auch noch die einfachere Richtung…..

        Und was hast du gegen ein drittes Nasenloch… das ist doch geil, bekommt man besser Luft! Nur bei Schnupfen ist es sch….

        Gefällt 1 Person

      • Mic schreibt:

        Man kann ja nicht alles gleich gut können, Kari!

        Das dritte Nasenloch – ich habe gerade das Bild vor Augen, wie es ähnlich des Blaslochs eines Walfisches mitten auf dem Nasenrücken thront. Aber dann regnet es doch rein! 😀

        Gefällt 1 Person

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