Kurz und schmerzlos (16) Graf Zahl hätte seine Freude dran

Liebe Freunde, ihr kennt doch alle Graf Zahl aus der Sesamstraße? Er hätte heute seine helle Freude, wenn er bei mir zu Besuch wäre!

Es freut mich, mitteilen zu können, dass meine Textverarbeitung, SoftMakers TextMaker 2016, seit dem letzten Update wieder völlig richtig zählt – oder zumindest das gleiche Ergebnis wie Microsoft Word liefert. Der Fehler lag wohl irgendwo in der Grammatikprüfung. Wenn ich jetzt gemein wäre, würde ich sagen, dass so ein Fehler in Word natürlich nicht auftreten kann, weil es keine vernünftige Grammatikprüfung besitzt …

Also: Fehler gemeldet, Fehler begutachtet, Fehler behoben. So soll es sein! 🙂

Meldung und Meinung: Cornelia Funke experimentiert mit Formaten

Guten Morgen!

Gerade habe ich eine Meldung im Newsletter des „Indie Publishing“ gelesen, derzufolge Bestsellerautorin Cornelia Funke, den meisten für ihre Fantasyromane wie etwa die „Tintenwelt“ bekannt, ihre nächsten Romane und da insbesondere eben den nächsten Teil dieser Reihe, in Form von einzelnen Kapiteln zu veröffentlichen. Sie sieht sich da in der Tradition von Autoren wie Charles Dickens, die ihre Romane fast ausschließlich auf diese Weise veröffentlichten.

Ich finde nicht die angestrebte Form der Veröffentlichung bemerkenswert, denn damit ist sie nicht die Erste, die versucht, altgediente Veröffentlichungsformen in die Moderne zu holen. Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang vor allem an Stephen Kings Roman „The Green Mile“, der Mitte der 1990er in sechs Einzelbänden und monatlicher Erscheinungsweise auf den Markt kam.

Das interessante Zitat in dem Artikel ist für mich dieses hier:

Ihre Verlage hat Funke bereits informiert, dass es „keine andere Art der Veröffentlichung“ geben werde. Später könnten sie die Teile immer noch als großes Buch veröffentlichen.

Hier wird sehr deutlich, wie sehr sich der Buchmarkt gerade in Teilen einer Wandlung unterzieht. Früher war der Autor auf Gedeih und Verderb seinem Verleger ausgeliefert, der mit dem Text machen konnte, was er wollte – und dies oftmals auch tat!

Nun hat sicherlich nicht jeder Schreiber die Lobby von Frau Funke oder das nötige Standing, um mal eben einen eigenen Verlag zu gründen, wie sie es im Herbst getan hat (Link im Artikel). Aber es gibt im Bereich des Selfpublishing inzwischen einige Erfolgsstories, die richtungsweisend für die Zukunft sein könnten.

Bis dahin erfreue ich mich daran, wie Frau Funke mit ihrer diktatorischen Ankündigung den Spieß einfach einmal umgedreht hat.