Wir haben doch keine Zeit! (Version 1.0 – scherzhaft)

Hallo zusammen!

Nachdem es in den letzten Tagen hier auf meinem Blog ja eher ein paar nachdenklichere und ernstere Themen gab, habe ich das dringende Bedürfnis, mal wieder ein wenig leichtere Töne anzustimmen. Einen Aufhänger hatte ich schnell gefunden, aber je länger ich darüber nachdachte, desto mehr kamen wieder ernsthafte Eindrücke und Überlegungen hinzu. Deswegen gibt es heute den ersten Teil eines zweigeteilten Beitrags, der sich mit der fehlenden Zeit befasst.


Irgendwas ist doch immer! Irgendwas raubt einem immer die Zeit und dann steht man da, wie Stefan Raab im Opening von „TV Total“, hämmert auf seine Armbanduhr ein und ruft: „Wir haben doch keine Zeit!“

Oder, um es etwas literarischer auszudrücken, man benimmt sich wie ein gewisses weißes Kaninchen und hechelt: „Keine Zeit, keine Zeit! Viel zu tun!“

Im November war es der NaNo, der alle andere Zeit aufgefressen hat. Es war aber auch schwer, das selbstgesteckte Ziel in Höhe von mindestens 2.000 Worten pro Tag zu erreichen. Vor allem, weil an allen Tagen, an denen es nicht erreicht wurde, gnadenlose Selbstkasteiiung drohte!

Da sollte man sich doch denken, dass der arme, geplagte Autor sich mit vollem Leib und voller Seele auf den ruhigen Dezember freut, oder? Oder?

Denkt noch mal nach …

Denn ein schlechtes Zeitmanagement ist nicht an einen Monat gebunden und es ist auch nicht an eine Veranstaltung wie den NaNo gebunden. Schlechtes Zeitmanagement ist in einem drin wie eine Krankheit, gegen die es keine Impfung gibt. Vielleicht kann man es amputieren, aber ich habe noch keinen Chirurgen gefunden, der sich da rangewagt hätte.

Im Dezember lauert das Grauen! Die Vorweihnachtszeit!

Man verbringt Stunden über Stunden mit den Wunschzetteln seiner Lieben und auch mit dem eigenen, denn das Christkind soll ja auch für einen selbst etwas Schönes vorbeibringen. Aber das ist immer noch nicht das Schlimmste!

Das Schlimmste sind Adventskalender!

Habt ihr auch einen Adventskalender? Ja? Was ist denn bei euch drin? Wir haben welche mit Süßigkeiten, mit Schokolade, mit Legoteilen und mit Buchseiten (zu einer Jugendbuchreihe). Aber die stellen gar kein Problem dar, sagt ihr? Wisst ihr was: ihr habt recht!

Das Problem stellen die Online-Adventskalender dar! Man kann im Dezember gefühlt keine einzige Internetseite besuchen, auf der es nicht einen Adventskalender gibt, der, je nachdem, mit Gewinnspielen, kostenloser Software, Sinnsprüchen, Geschichten, Sonderangeboten, und, und, und gefüllt ist.

Muss man ja nicht mitmachen, sagt ihr? Ja, ihr habt schon wieder recht. Das „Problem“ ist, dass ich bei diesen Kalendern im Schnitt relativ erfolgreich bin, was nützliche Software, für mich interessante Angebote und auch Gewinnspiele angeht. Letztes Jahr habe ich, als absoluten Knallerpreis bis jetzt, ein halbwegs aktuelles Smartphone gewonnen.

Das heißt, am ersten Dezember sitzt man in Lauerstellung und schaut, wo was geht, gehen könnte, oder gehen muss. Und auch, wenn ich mich noch so beschneide, komme ich nicht unter 20 bis 30 Adventskalendern heraus, an denen ich mich beteilige.

Kann mir mal jemand sagen, wie ich die Zeit, die ich dafür brauche, jeden Tag da reinzuschauen, fürs Schreiben nutzen soll? Äh, geht nicht!? Seid ihr euch ganz sicher, dass ihr da recht habt!?

Mist!

Also, was soll ich machen? Eigentlich möchte ich ja beides und wisst ihr was? Irgendwie komme ich auch zu beidem. Nur nicht so viel, wie ich könnte. Will also sagen: ich habe schon mal mehr geschrieben, als im Moment.

Dafür gewinne ich vielleicht ein neues Smartphone, mein altes ist schließlich schon ein Jahr alt!

In diesem Sinne: ich muss weiter! Viel zu tun, keine Zeit, keine Zeit!


Eine etwas ernsthaftere Herangehensweise an das Thema Zeit findet ihr hier an dieser Stelle.

Bis bald!

Advertisements

15 Gedanken zu “Wir haben doch keine Zeit! (Version 1.0 – scherzhaft)

  1. Hanna Mandrello schreibt:

    Ich habe einen Adventskalender mit Niederegger Marzipan. Auf den stehe ich schon seit Jahren. 🙂 Sonst habe ich nichts am Hut mit Adventskalendern, weder real noch virtuell. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass diese virtuellen Adventskalender süchtig machen, besonders wenn man schon öfter was gewonnen hat. Aber nachdem mir das noch nie passiert ist … Andererseits wie auch, wenn ich nie an sowas teilnehme … hm. Ich wünsche dir jedenfalls viel Glück! Räum ihn ab, den Weihnachtspott!

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s