Viele Gedanken, wenige Worte

Ihr Lieben,

der Arbeitstag war lang, der verbleibende Abend ist kurz und um ehrlich zu sein, mein Kopf dröhnt vor lauter Input, möglichem Output und allem, was so dazwischen liegt.

Ausgehend von den Beiträgen rund um die Zeitproblematik hat sich ein Denkprozess in meinem Kopf in Bewegung gesetzt. Dieser Prozess macht mir im Moment zu schaffen, weil ich noch nicht so richtig weiß, wo ich nun wirklich einhaken kann oder soll.

Mich haben nette Worte von euch erreicht, teilweise als Kommentare, teilweise als E-Mail. Auch die bewege ich jetzt in meinem Kopf, meinem Herzen und zu einem großen Teil auch in meinem Bauch – der die ganze Zeit grollt, weil ich ihm nicht die Schokolade gönne, die er eigentlich haben will. Aber der kann ruhig mal ohne auskommen.

Ich denke, ich werde die kommende, ein wenig besinnlichere Zeit nutzen, um mir für das nächste Jahr über das eine oder andere vielleicht ein wenig klarer zu werden. Darüber, was ich eigentlich genau will und wie ich es erreichen kann.

Auch wenn es für einige von euch vielleicht nicht so aussehen mag, ich habe schon verdammt viel für mich dadurch erreicht, dass ich hier schreibe und mich in die Öffentlichkeit stelle. Das wäre noch vor einem Jahr für mich nicht im Bereich des Möglichen gewesen. Genauere Erläuterungen gehören dazu nicht hierhin, aber lasst euch einfach gesagt sein und glaubt mir, dass ich schon irgendwo ein wenig Grund habe, stolz auf mich zu sein. Deswegen liegt mir auch so viel daran, den Kontakt mit euch über den Blog nicht abreißen zu lassen.

Dies ist noch kein Jahresabschlussposting. Das kommt dann, wenn es an der Reihe ist. Aber so ein wenig fühle ich mich bereits in dieser Stimmung. Noch etwas über eine Woche und dann ist Weihnachten und dann habe ich Urlaub. Und damit Zeit, nachzudenken. Vielleicht den einen oder anderen guten Tipp und Ratschlag, den ich von euch bekommen habe, zu beherzigen.

Schritt eins, den ich ab sofort umzusetzen gedenke: Ich versuche, mir weniger Druck zu machen. Unter Druck kann nichts kreatives entstehen. Jedenfalls nichts Gutes. Ich bin in der Situation, mir alles selber einteilen zu können. Und niemand zwingt mich, heute dies zu schreiben und morgen jenes. Oder überhaupt an jedem Tag zu schreiben. Es ist mein Wunsch, dies zu tun. Ein starker Wunsch.

Um es mit den Toten Hosen zu sagen: Es kommt die Zeit, in der das Wünschen wieder hilft!

Vielleicht ist es ja jetzt an der Zeit?!

Ich wünsche euch allen noch einen schönen Abend!

Euer Michael