Mein Traum vom eigenen Buch – Der Jahresrückblick 2015

Und nun ist es auch schon wieder so gut wie vorbei, das Jahr 2015. Ich möchte euch eigentlich gerne mit Plattitüden verschonen, wie sie einem da zwangsläufig in den Kopf kommen. Aber diese eine muss sein: Könnt ihr mir sagen, wo die Zeit geblieben ist? Ich habe das Gefühl, dass das Leben von Jahr zu Jahr schnelllebiger wird und dass es immer schwerer wird, damit auch nur halbwegs Schritt zu halten. Es ist mir in diesem Jahr sogar noch bewusster geworden als in anderen, weil ich durch diesen Blog eine Art Tagebuch geführt habe. Ein monothematisches zwar, das nicht sooo viele meiner privaten Sorgen und Nöte hat durchscheinen lassen, aber sie für mich trotzdem präsent hält.

Anyway, für mich, ganz privat, wird 2015 als das Jahr in die Erinnerung eingehen, das mir sowohl große Brocken in den Weg gelegt hat, die ich nur zum Teil zur Seite räumen konnte, als mich auch in einigen Punkten gewaltig nach vorne gebracht hat. An den Brocken arbeite ich, teils auch mit professioneller Unterstützung. Und ich denke mir einfach, dass alle schwierigen Erfahrungen, die ich mache, in irgendeiner Weise auch meiner Schreibe zugute kommen. Irgendwann schreibe ich, auf Basis meiner Erfahrungen, den einen, großen Roman, der dann eine Aussage und ein Gewicht haben wird. Das ist jedenfalls das, was ich mir in dunklen Stunden immer wieder sage.

Aber gut, deswegen sind wir alle nicht hier. Hier sind wir, weil ich auf diesem Blog meinen Weg zu einem „richtigen“ Autor, so mit Veröffentlichungen und allem, dokumentiere. Der Start dieses Blogs mit dem ersten Beitrag am 27. April ist ein echtes einschneidendes Datum in dieser Entwicklung. Zum ersten Mal habe ich mich in die Öffentlichkeit gestellt. In eine Öffentlichkeit, die ich damals nicht in Bezug darauf einschätzen konnte, wie sie mit mir und meiner fixen Idee umgehen würde.

Heute kann ich sagen, dass es eine gute Idee gewesen ist und dass ich nur gute Erfahrungen mit euch gemacht habe. Ihr habt mir eine ganze Menge Zuspruch gegeben, wofür ich sehr dankbar bin!

Dann markiert 2015 auch das Jahr, in dem ich zum ersten Mal versucht habe, einen Text von mir veröffentlichen zu lassen. Und auch, wenn die Literaturagenturen nicht sofort alle „haben will“ gerufen haben, so kann mir diesen Schritt, es gewagt zu haben, niemand mehr wegnehmen. Ich denke nach wie vor, dass das Absenden der ersten Bewerbungen am 30.08. irgendwann einmal der Punkt sein wird, von dem an es in Bezug auf meine Autorentätigkeit bergauf gegangen ist.

Was haben wir noch? Ich habe in diesem Jahr mit „Der Redner“ und „Der Beobachter und der Turm“ zwei Romane fertiggestellt. Ein weiterer, nämlich „Die Welt der stillen Schiffe“, ist in Arbeit. Dazu kommen eine ganze Menge an Kurzgeschichten, was ich noch vor einem halben Jahr nicht für möglich gehalten hätte.

Insgesamt habe ich, nach meiner penibel geführten Wortstatistik, in diesem Jahr 383.239 Wörter geschrieben, was zu einem Jahresschnitt von exakt 1.050 Wörtern pro Tag führt. Oder in Seiten ausgedrückt: ich habe im Schnitt jeden Tag diesen Jahres vier Normseiten geschrieben. Damit bin ich außerordentlich zufrieden – zumal ja noch die vielen Blogeinträge (mit diesem sind es 227) dazu kommen, die in dieser Statistik überhaupt nicht auftauchen. 2015 war mithin ein sehr produktives Jahr.

Wortstatistik 2015

Für 2016 habe ich mir einige Ziele gesetzt. Dazu gehören vor allem die Veröffentlichung von „Der Beobachter und der Turm“ sowie die Fertigstellung von „Die Welt der stillen Schiffe“. Auch mit „Der Morgen danach“ möchte ich, nach einer weiteren Überarbeitung, noch einmal mein Glück bei den Agenturen versuchen, die ich noch nicht angeschrieben habe. Ich habe viel gelernt bis jetzt und muss das „nur noch“ umsetzen.

Das Wichtigste wird aber sein, auch in 2016 meinen Weg weiterzugehen. Und damit meine ich nicht nur den Weg in Bezug auf das Schreiben. Auch in meiner persönlichen Entwicklung möchte ich weitere Schritte machen. Sorry, wenn ich das nur so nebulös schreibe, aber da gehören viele Dinge dazu, die ich nicht öffentlich im Internet den Suchmaschinen zum Fraß vorwerfen möchte ;-). Wen die Neugierde plagt, der kann mir ja eine Nachricht über meine Kontaktseite schicken.

Was, also, bleibt mir noch zu tun? Ich möchte euch allen danken! Ohne euch wäre ich schon nicht mehr hier an dieser Stelle. Und ohne euch hätte ich das, was ich dieses Jahr erreicht habe, nicht geschafft. Das weiß ich und das könnt ihr mir ruhig glauben. Deswegen würde ich mich freuen, wenn wir alle uns in 2016 gesund und munter wiedersehen würden. Ich zähle auf euch!

Ich wünsche euch, euren Familien, Freunden, Liebsten und wer immer euch wichtig ist einen guten Übergang in das neue Jahr – und dass es für euch ein gutes Jahr werden mag!

Bleibt, wie ihr seid!

Alles Liebe
Michael

Advertisements

26 Gedanken zu “Mein Traum vom eigenen Buch – Der Jahresrückblick 2015

  1. Hanna Mandrello schreibt:

    Lieber Michael,
    Bleib auch wie du bist und Rutsch gut rein ins neue Jahr! Das nächste Jahr wird sicher spannend! 😉
    Gesundheit, Erfolg und Glück auch für deine Familie, mögen sich alle deine Wünsche erfüllen.
    Liebe Grüße
    Hanna

    Gefällt 1 Person

  2. Lieber Mic
    Du hattest ein wahnsinnig aufregendes Jahr, finde ich. Speziell schön ist, dass wir uns hier in der Blogger-Welt so schnell gefunden haben und virtuell gemeinsam weiter gehen.
    Ich bin sehr gespannt, wo uns das Leben hinführt!
    Alles Gute und Liebe für dich und deine Familie und – natürlich – für dein Schreiben.
    Herzlich
    Stella

    Gefällt 1 Person

    • Mic schreibt:

      Liebe Julia,
      vielen lieben Dank! Ich wünsche dir einen super Start in 2016 und freue mich, dass ich dich endlich mit einem Vornamen ansprechen kann! 🙂 😉
      Liebe Grüße
      Michael

      Gefällt mir

    • Mic schreibt:

      Das mit den Tipps ist so eine Sache. Man sagt ja immer so leicht dahin: am Ball bleiben, sich feste Tagesziele vornehmen. Ich glaube, das Wichtigste ist, dass man für das Projekt, an dem man gerade sitzt, brennt. Mein Schnitt sähe bestimmt anders aus, wenn ich nicht „Der Beobachter und der Turm“ geschrieben hätte. Ein Projekt, das mir seit Jahren auf der Seele brannte.

      Aber bitte nicht gleich das Herz brechen lassen! 🙂

      Gefällt mir

      • Wenn du mal reinschauen willst, es ist auf meinem Blog (unter dem Schlagwort „sara“). Wenn nicht, eine Saga über eine junge Dame, die zu Anfang 17 Jahre alt ist. Im ersten Teil ist sie 12.-Klässlerin, im zweiten macht sie Abi, im dritten und vierten studiert sie. Der fünfte und letzte ist seit Ewigkeit in Arbeit. Sie kriegt da ihren Bachelor. Und Freunde und Familie sind die ganze Zeit dabei.

        Gefällt 1 Person

      • Mic schreibt:

        Schaue ich mir mal an. Aber vielleicht liegt das „Problem“ schon darin, dass es eine fünfteilige Saga ist. Vielleicht braucht dein Schreibmuskel zwischendurch mal eine Abwechslung!?

        Gefällt mir

      • Mic schreibt:

        Das bedeutet, blockiert bist du jetzt nicht, du kommst nur nicht so voran, wie du es gerne würdest.

        Hast du dir mal kleine Ziele gesetzt? So wie zum Beispiel 100 Wörter am Tag. Die schafft man spielend. Und irgendwann schreibt man automatisch jeden Tag 200 Wörter. Oder 300. Oder so, wie es eben passt :-).

        Gefällt mir

      • Mic schreibt:

        Falls du ein wenig durch meinen Blog gelesen hast weißt du, dass ich solche langen Phasen des „nicht schreiben könnens“ auch kenne.

        Am Ende hilft nichts anderes, als sich hinzusetzen und es einfach zu tun! Die ersten paar Seiten werden dir vorkommen wie der größte Mist, den du je geschrieben hast. Aber das wird besser, versprochen!

        Ich würde nur, wenn du so lange schon an dem einen Text arbeitest, vorschlagen, dass du es zuerst weiter mit Kurzgeschichten probierst. Damit du dir die Motivation für deinen Haupttext nicht endgültig abtötest.

        Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s