Sprachlos: Bluetooth-Vibrator belebt erotische eBooks

Eigentlich bin ich schon wieder weg, aber dieser Bericht hier, den ich, warum auch immer, erst heute entdeckt habe, macht mich irgendwie sprachlos. Mal ganz davon abgesehen, dass eine Variante für den männlichen Leser fehlt (und jetzt erzählt mir nicht, was man mit dem Vibrator noch alles machen kann, das ist mir bewusst!), kann sich eine von euch Frauen vorstellen, das wirklich zu verwenden? Ich meine: wie macht man das, wenn zu viel Handlung zwischen den „anregenden“ Szenen kommt? Wird das nicht auf Dauer lästig?

Fragen über Fragen …

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Fakt und Fiktion (9) Hurra, ich werd‘ bestrahlt

Ich habe es ja schon in einem der letzten Beiträge erwähnt: ich darf im Moment immer mal wieder zum Hautarzt gehen. Weil wir gerade Mittagszeit haben, gehe ich nicht auf die genaue Diagnose ein, erkläre aber gleichzeitig ausdrücklich, dass es nichts schlimmes oder ekliges ist, dass es weder die Intimregion noch das Gesicht betrifft und außerdem den Meisten sowieso nicht auffällt. Was die Zurückhaltung eigentlich recht überflüssig macht.

Jedenfalls darf ich mich im Moment – es ist wie ein Geschenk, deswegen rede ich auch von „ich darf“ – ungefähr drei Mal in der Woche zum Bestrahlen meiner Hände und Füße in der Praxis einfinden. Das mache ich, weil es sich aufgrund der räumlichen Nähe und der sonstigen zeitlichen Zwänge einfach so anbietet, in meiner Mittagspause. Was mir effektiv Zeit raubt, in der ich auch schreiben könnte. Vielleicht sollte ich das mit dem Geschenk also noch einmal überdenken.

Der Aufriss geht schon eine Stunde vorher los. Weil die Hände und die Füße eines Menschen, hier insbesondere die Innenflächen, es so an sich haben, dass sie viel und häufig strapaziert werden, reagiert der Körper hier mit der Ausbildung von besonders fester Haut, bis hin zu Hornhaut. Wenn man diese feste Haut bestrahlt, hat das ungefähr den gleichen Effekt, als ob man mit einer Taschenlampe direkt aus einem Millimeter Abstand gegen eine Wand leuchtet. In beiden Fällen kommt das Licht nicht da an, wo es hin soll.

Während es bei der Taschenlampe ausreicht, vielleicht mal einen Schritt zurück zu machen, oder sich umzudrehen, muss man die Haut auf andere Weise vorbereiten. Man cremt sie mit einer speziellen Salbe ein, die angeblich geruchsneutral ist (stimmt sogar), schnell einzieht (äh, na ja) und auch nicht aufträgt (was mache ich falsch?).

Ich mag das Gefühl von Creme an meinen Händen sowieso nicht und werde nie begreifen, was vor allem Frauen daran finden, sich alle zehn Minuten einzuschmieren. Aber wenn ich dann noch mit diesen frisch gefetteten Händen arbeiten soll, dann verziehe ich doch meine Mundwinkel nach unten. Es ist ja nicht nur, dass sich Tastatur und Maus in dem Moment seltsam anfühlen, in dem sie erstmals mit der Schmiere benutzt werden, es hält ja an! Ich kann so viel daran herumreiben wie ich will, der Schmierfilm geht auch nicht wieder runter! Und mein TIV-Mensch würde mich lynchen, wenn ich Tastatur und Maus einer Handwäsche unterziehen würde.

De facto heißt das, dass ich nach dem Eincremen erst einmal zehn Minuten Zwangspause machen muss. Klingt schlimm, nicht wahr? Aber lässt sich überleben, nachdem man es schon geschafft hat, sich irgendwie und irgendwo die Fußsohlen einzuschmieren, ohne dass ich meiner Kollegin die nackten Füße präsentiert habe. Muss man ja keinen mit reinziehen, selbst wenn die Füße jeden Tag ordentlich gewaschen werden.

Nun ja, dann kommt der große Moment, wo man sich in die Praxis begeben darf. Obwohl ich da nun schon geraume Zeit auflaufe, schaffe ich es irgendwie jedes Mal, eine andere Helferin an der Annahme sitzen zu haben, der ich erst einmal erklären kann, was ich denn eigentlich möchte. Dafür kann ich dann einen so genannten Strahlentherapie-Ausweis vorlegen, in dem ganz penibel nachgehalten wird, an welchem Tag ich wie lange bestrahlt wurde. Das erinnert mich ein wenig an den Impfkalender meiner Töchter.

Der Prozess der Bestrahlung ist eigentlich unspannend. Ich setze mich vor ein Gerät, das im Wesentlichen aus zwei Glasflächen mit Leuchtstoffröhren besteht. Darauf darf ich dann Hände und Füße legen. Es wird eingeschaltet und die Strahlungsröhren tun das, was sie eben tun sollen: mich bestrahlen.

Aber, wie wir alle ja wissen, es ist ganz gefährlich, direkt in die Strahlung von solchen (Teilkörper-)Sonnenbänken zu schauen. Dafür gibt es dann die hübsche Brille, die ich als Beitragsbild vorangestellt habe. Sieht ein bisschen aus wie das Modell „John Lennon“, getragen von Kermit, dem Frosch, findet ihr nicht auch?

Übrigens ist es nicht so, dass man durch die Brille gar nichts sehen würde, was einige Leser vielleicht zu anzüglichen Anmerkungen verleiten könnte ;-). Man sieht die ganze Welt durch einen Grünschleier, was den Eindruck des froschartigen noch verstärkt. Ich weiß ja nicht, wie die Tiere sich fühlen, aber so ungefähr muss das Sehen für den „Frosch mit der Maske“ gewesen sein. Dessen Augen durfte ja auch keiner sehen. Aber ob der auch bestrahlt wurde?

Nach 1-5 Minuten ist das Spielchen dann auch schon vorbei und ich kann wieder meiner Wege gehen. Und mir bei nächster Gelegenheit die Hände waschen. Wie es mit meinen Füßen ist? Das wollt ihr gar nicht wissen, schließlich ist es immer noch Mittagszeit. Aber eins verrate ich euch: den Fuß ins Handwaschbecken halten macht richtig Aua!

In diesem Sinne wünsche ich euch einen guten Start ins Wochenende!

PS: Damit ihr euch nicht fragt, wie lange denn bei mir der Mittag geht – praktisch in dem Moment, in dem ich den Beitrag online stellen wollte, wurde ich für zwei Stunden von meiner Chefin abgefischt. Und das nennt sich dann Mittagspause :-(.