Die Farben der Überarbeitung – Ein Beispiel

Wisst ihr noch, wie ich vor ein paar Tagen sagen musste, dass ich Probleme mit meinem Scanner habe und euch deswegen leider nicht zeigen kann, wie das aussieht, wenn ich mich mit meinen fünf verschiedenen Farben an die Überarbeitung von „Der Beobachter und der Turm“ mache?

Nun, inzwischen habe ich das Ding wieder ans Laufen bekommen und nehme das zum Anlass, euch einmal die allererste Seite des Manuskripts zu zeigen. Nicht alle Seiten bis jetzt weisen so viele Änderungen auf, aber es gibt auch einige, die noch „schlimmer“ aussehen. Wobei das Wort „schlimm“ in diesem Zusammenhang ja ein sehr schizoides ist. Denn schließlich geschieht jede Kürzung, jede Straffung, jede Änderung zum Wohl des Textes.

Also, Vorsicht, es wird bunt! 🙂

Manuskriptseite 1

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22 Gedanken zu “Die Farben der Überarbeitung – Ein Beispiel

    • Mic schreibt:

      Das wird im späteren Verlauf auch besser werden. Aber gerade das „Vorspiel“ hat mir in letzter Zeit immer weniger in den Kram gepasst. Deswegen bin ich da mit besonders spitzer Feder durchmarschiert.

      Mir juckt es ja fast in den Fingern, erst einmal herauszukriegen, wie lang das Kapitel denn jetzt überhaupt noch ist. Aber ich habe mich entschlossen, erst den gesamten Manuskriptstapel einmal durchzuackern, bevor ich ans Einarbeiten der Änderungen gehe.

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    • Mic schreibt:

      Ich auch, meine Liebe!

      Jedenfalls habe ich mit großer Erleichterung festgestellt, dass ich es KANN. Also, dass ich mich auch von längeren Textpassagen lösen und sie rausnehmen kann. Ich denke, ich habe damit einen weiteren Schritt in die richtige Richtung gemacht.

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      • Hanna Mandrello schreibt:

        Ja, das glaube ich auch. Ich finde es wichtig, dass man sich weit genug von seinem Text entfernen kann, um sich auch mal von größeren Textteilen zu trennen, ohne in Tränen darüber auszubrechen. 😉

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      • Mic schreibt:

        Och, weinen ist, denke ich, dennoch erlaubt. „Kill your darlings“ eben! Wichtig ist halt, es dennoch zu tun. Auch wenn es weh tut. GERADE wenn es weh tut!

        (an dieser Stelle bitte ich darum, sich leicht überdrehtes Schurkengelächter vorzustellen)

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      • Mic schreibt:

        Nee, da bin ich schon Realist, auch wenn ich die alte Fassung selbstverständlich behalten werde.

        Die Selbstüberlistung brauche ich vielmehr dazu, mir nicht permanent einzureden, dass ich mit der Überarbeitung schon wesentlich weiter sein sollte, als bei lumpigen 11%. Druck bringt an der Stelle mal gar nichts.

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      • Mic schreibt:

        Bei mir ist es nicht die Ungeduld, sondern die Unzufriedenheit. Aber der Schmerz ist wahrscheinlich sehr ähnlich.

        Aber wenn man müde wird, wie zum Beispiel jetzt, bringt es auch nichts mehr.

        Ich sage Gute Nacht und gehe noch ein wenig lesen … nicht mehr viel lesen, um genau zu sein …

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  1. Ich bin stolz auf Dich, dass Du streichen kannst (was den meisten Schreiberlingen sehr schwer fällt) und hoffe, Du lässt Dich von Deinen eigenen Farben nicht so sehr entmutigen wie von denen „Fremder“.
    Um den Frust nicht zu sehr zu verstärken, solltest Du bei Papyrus die Einstellungen nicht zu streng setzen (z.B. Wiederholungen von Wörtern mit nur 3 Buchstaben nicht anzeigen lassen, sonst ist alles markiert …)
    Weiter so!
    Bei Zweifeln alte und neue Version abschnittsweise laut vorlesen und vergleichen (lassen?).

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    • Mic schreibt:

      Danke, Margaux, für die lieben Worte! Und auch für die guten Tipps in Bezug auf Papyrus – da muss ich generell noch mal durch die Einstellungen durchschauen, was sich da alles machen lässt. Denn genau das Problem habe ich bislang (gehabt), dass mehr oder weniger alles markiert gewesen ist.

      Ich habe nicht (mehr) vor, mich entmutigen zu lassen. Aber letztlich hatte ich das nie, das sind in mir angelegte Verhaltensmuster, gegen die ich nur schwer ankomme. Aber ich arbeite dran. Härter, als an jedem Manuskript :-).

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