Liebster Award – „4 gewinnt“ Edition

Hallo ihr Lieben!

Na, ist euch auch schon nach Wochenende zumute? Meins wird eher ein wenig zu vollgestopft werden, deswegen gehe ich da mit leicht gemischten Gefühlen rein. Aber ich werde auf jeden Fall versuchen, mein Manuskript von „Der Morgen danach“ fertig zu überarbeiten, um es dann für eine Veröffentlichung anzubieten.

Vorher habe ich allerdings eine kleine „Aufgabe“ nachzuholen, was ich sehr gerne tun möchte. Und zwar wurde ich von Lisa, die auf ihrer Homepage Wabuwabui bloggt, für den „Liebster Award“ nominiert. Dies ist meine inzwischen vierte Nominierung und auch wenn manche sagen, dass es sich bei diesem Award um eine Luftnummer handelt, empfinde ich es doch immer auch als eine kleine Auszeichnung – schließlich signalisiert er mir, dass jemanden interessiert, was ich zu seinen Fragen zu sagen habe. Und diese Fragen waren bis jetzt auch immer durchaus interessant!

Womit ich mich traditionell schwer tue, ist das Nominieren anderer. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele keinen besonderen Wert auf diesen Award legen, was ich schade finde. Aber das kann und muss ja jeder für sich selbst entscheiden. Wenn ich nur nicht so schüchtern wäre, zu fragen ;-).

Aber gut, das kommt später. Machen wir doch erst einmal weiter mit den Fragen, welche die liebe Lisa an mich gerichtet hat:

1. Erinnerst du dich noch an die erste Geschichte, die du je geschrieben hast?

Ja, das tue ich, sogar sehr gut. Ich habe, glaube ich, auch irgendwann schon mal darüber auf meinem Blog geschrieben. Die erste Geschichte habe ich in der Grundschule geschrieben, also ganz stilecht in eines dieser linierten A5-Heftchen. Ich glaube, wir sollten eine Geschichte als Hausaufgabe erzählen. Meine Geschichte hatte den Namen „Raumschiff Meteor antwortet nicht“. In ihr ging es um die Besatzung dieses Raumschiffs, die bei einem fremden Volk auf einer diplomatischen Mission war. Aber die Fremden spielten falsch, verkleinerten das komplette Raumschiff und sperrten es in einer Streichholzschachtel ein. Als dann der Präsident der Erde später auf den Planeten der Fremden kam, um nach der Meteor zu suchen, wurde ihm, als Raucher, die vermeintlich leere Schachtel angeboten, die dieser dann eigenhändig in einen Verbrennungsschacht warf.

Viele Jahre später habe ich die Geschichte zu einer Novelle von ungefähr 100 Normseiten Umfang ausgebaut (was heißt, dass außer dem Namen nichts geblieben ist) :-).

2. Was treibt dich an?

Ich beantworte die Frage jetzt einfach mal ausschließlich in Bezug auf das Schreiben und hoffe, dass das so okay ist. Gerne würde ich schreiben, dass mich ausschließlich Dinge wie Zuversicht, der unbedingte Wille, ein Buch zu veröffentlichen und ähnliches antreiben. Das sind auch Aspekte, keine Frage, aber ein ganz großer Antreiber ist: Angst! Die Angst davor, irgendwann auf meinen ganzen netten Buchentwürfen und -ideen zu sitzen und mir die Frage nach dem Sinn der ganzen Arbeit zu stellen, Geschichten zu schreiben, die nie jemand lesen wird. Das ist vielleicht nicht der beste aller antreibenden Faktoren, aber für mich reicht er seit gut einem Jahr aus, wie ja auch dieses Blog beweist.

3. Bloggen – Arbeit oder nicht?

Meistens ist es keine Arbeit. Das hat etwas damit zu tun, dass ich mich nicht als Blogger sehe, der anderen Menschen jetzt wichtige Erkenntnisse mit auf den Weg geben muss, oder immer einen Tipp und einen Trick parat hat. Das können andere Schreiber im Netz tausendmal besser als ich. Dieser Blog ist mein kleines Schreibtagebuch, in dem es um mich, meine Projekte und meine Entwicklung vom Schubladenautor zum Autor mit Veröffentlichung geht. Deswegen schreibe ich die allermeisten Beiträge frei von der Leber weg.

Die meiste Arbeit mache ich mir unterbewusst, weil ich viel zu oft das Gefühl habe, auf Teufel komm raus jeden Tag einen Beitrag schreiben zu müssen. Aber da arbeite ich dran – und es ist letztlich auch ein ganz anderes Thema.

4. Warum möchtest du veröffentlichte/r Autor/in sein?

Das ist einer meiner ganz alten Lebensträume! Aber eine konkrete Antwort darauf zu geben ist gar nicht so einfach. Wahrscheinlich wirklich, um, wie gerade schon gesagt, dem Ganzen einen Sinn zu geben. Und natürlich, weil ich mich über jeden freue, der etwas von mir liest. Deswegen freue ich mich auch jetzt schon über jeden Like und jeden Kommentar auf meinem Blog :-).

5. Was ist dein Lebensziel?

Eine Nummer kleiner ging es nicht, oder? 😉

Es gibt viele Dinge an mir und in meinem Leben, die nicht so funktionieren oder funktioniert haben, wie ich es gerne hätte. Deswegen wäre mein größtes Ziel, irgendwann auf mein Leben schauen zu können und zu sagen, dass es alles in allem doch nicht ganz so schlecht war.

6. Lesen oder schreiben?

Beides hat seine Zeit. Insgesamt schreibe ich aber lieber, als dass ich lese. Ein (Fehl-)Verhalten, das man ja vielen Autoren nachsagt, dass sie zwar erwarten, dass ihre Bücher gelesen werden, sie selbst aber nicht lesen.

7. Wie würdest du deine kreative Energie nutzen, wenn du nicht schreiben könntest?

Das ist jetzt sehr hypothetisch. Wenn ich nie den Dreh zum Schreiben bekommen hätte, damals, als Kind, gäbe es eine gewisse Chance, dass ich über Umwege irgendwie zur Musik gekommen wäre. Was heute passieren würde, wenn ich von jetzt auf gleich nicht mehr schreiben könnte, weiß ich nicht. Wahrscheinlich würde ich schlicht und ergreifend den Verstand verlieren.

8. Welches ist deine Lieblingsfarbe (und warum)?

Wenn man mich ansehen würde, würde man auf Schwarz tippen (ich trage seit zwanzig Jahren ausschließlich schwarze Kleidung). Tatsächlich ist es aber grün! Warum? Keine Ahnung, ehrlich nicht. Ich mag die Farbe einfach. Und sagt man nicht auch, dass die Hoffnung grün ist!?

9. Was würdest du mit einer Million Euro anfangen?

Da bin ich als zweifacher Familienvater eher konservativ. Zuerst würde ich unser Haus abbezahlen. Dann würde ich ein wenig Geld in Modernisierungsmaßnahmen stecken. Meine beiden Töchter bekämen eine ordentliche Einlage auf ihr Ausbildungskonto. Ich kann mir nicht vorstellen, das Geld groß zu verprassen. Das Meiste würde einfach an die Seite wandern und dann nach und nach aufgezehrt werden (ein gewisser Anteil natürlich auch für schreibnahe Leistungen wie Lektorat, geiles Cover und dergleichen mehr). Ich sag ja: schrecklich langweilig.

Was ich übrigens, zum Entsetzen meiner Kollegen, niemals, auch nicht bei 100 Millionen machen würde, wäre, meinen Job aufzugeben. Ich würde auf ein sehr kleines Teilzeitmodell runterfahren, das ausreichend Zeit zum Schreiben lässt. Aber ich glaube, dass man auch den externen Input braucht, um kreativ bleiben zu können. Außerdem genieße ich die Vorstellung, jeden Tag mit dem Gefühl zur Arbeit gehen zu können: „Wenn mir das nicht passt, was ihr macht, dann bleib ich ab morgen eben Zuhause!“ 😉

10. Welches ist dein Lieblingsland (und warum)?

Ich muss gestehen, dass ich in noch gar nicht so vielen Ländern gewesen bin. Hat sich mit den kleinen Kindern und vorher mit meinen Eltern nie so ergeben. Am beeindruckendsten fand ich Malta, weil es dort eine einmalige Mischung aus europäischen und afrikanischen Einflüssen gibt und die ganze Insel darüber hinaus wie ein einziges Freilichtmuseum wirkt. Da möchte ich auf jeden Fall auch nochmal hin!

11. Welches ist das schlechteste Buch, das du je gelesen hast?

Über diese Frage grüble ich jetzt schon seit Tagen nach. Ich habe einige objektiv wirklich schlechte Bücher gelesen, die mich subjektiv aber durchaus unterhalten haben. Dafür habe ich aber auch einige objektiv sehr gute Bücher gelesen, die ich subjektiv grausam fand.

Ich habe mich entschieden, die Frage leicht abzuwandeln und stattdessen zu schreiben, welches das einzige Buch ist, das ich mehrfach abgebrochen habe, zu lesen. Es ist mir ein wenig peinlich, aber es handelt sich um „Moby Dick“, einen der größten Literaturklassiker überhaupt. Aber ich bin mit diversen Film- und Hörspielfassungen des Stoffs groß geworden und war einfach nicht auf die, sicherlich fundierten, ausschweifenden Erläuterungen zum Thema Walfang nicht eingestellt. Nein, dieses Buch und ich werden in diesem Leben keine Freunde mehr.

Soweit also meine Antworten auf Lisas Fragen, die teilweise ganz schön knifflig waren!

Die Frage nach einer weiterführenden Nominierung ist sehr, sehr schwierig, weil mir bei einigen, die ich nominieren möchte, jeweils gute Gründe einfallen,dass sie die Nominierung vielleicht gar nicht haben möchten.

Nehmen wir zum Beispiel Julia von Blaubeermuffins machen glücklich, bei der ich im Moment nicht weiß, ob sie mit ihrem akuten (Gute Besserung!) Krankheitsschub überhaupt so viel würde schreiben wollen.

Krank hernieder liegt auch Kari von Karis Tagebuch. Auch ihr gute Besserung.

Dann gibt es die regenbogentänzerin von Auf der Suche nach mir, die im Moment zwischendurch auch einfach ein wenig gebeutelt wird.

Diese drei wären feste Nominierungen (und Lese- wie Folgeempfehlungen) von mir gewesen.

Wisst ihr, wie ich das jetzt einfach mache? Ich schreibe die 11 Fragen, die ich gestellt hätte, einfach hierhin. Und wer möchte, der schreibt mir, dass er diese gerne auf seinem/ihrem Blog beantworten mag und dann verlinke ich das noch so, wie es sich gehört. Oder vielleicht mag ja jemand von euch auf eine oder mehrere der Fragen auch einfach so, in den Kommentaren eingehen?

Ich weiß, dass das ein wenig unkonventionell ist, aber manchmal muss man auch Mut zur Lücke haben, finde ich.

Die Fragen lauten, in teils schon guter alter Tradition, wie folgt:

1.) Angenommen, das Bloggen würde verboten. Würdest du dich dran halten?
2.) Welche kreative Tätigkeit würdest du gerne ausüben können?
3.) Wenn du einer Romanfigur die Hand schütteln und dich mit ihr unterhalten dürftest: Welche wäre das?
4.) Liest du Romane oder Bücher allgemein nur einmal oder mehrfach und welches Buch hast du am häufigsten gelesen?
5.) Frei nach Kafka: Als du eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachst, findest du dich in deinem Bett zu einem ungeheuren Ungeziefer verwandelt. Wie geht es weiter?
6.) Welche geschichtliche Epoche reizt dich so sehr, dass du dort gerne einmal einen zweiwöchigen Urlaub verbringen würdest?
7.) Bei welchem Lied wirst du emotional? Nur falls du magst darfst du auch gerne erzählen wieso.
8.) Hast du ein Ritual, das für dich unverzichtbar ist?
9.) Du wirst von Aliens entführt und sollst sie zum Anführer deiner Welt bringen. Zu wem würdest du sie schicken?
10.) Die Handlung welchen Buches würdest du gerne umschreiben – und warum?
11.) Angenommen, du hättest die Chance, deinem jüngeren Ich einen einzigen Ratschlag zu erteilen. Welcher wäre das?

Ich hoffe, euch mit diesem Beitrag ein klein wenig mehr über mich verraten zu haben. Aber nicht zu viel, denn Autoren sind schließlich geheimnisvolle Wesen! 😉

Habt einen guten Start ins Wochenende!

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13 Gedanken zu “Liebster Award – „4 gewinnt“ Edition

  1. Lieber Mic,

    ich wusste gar nicht, dass das schon deine vierte Nominierung ist. ^-^“ Gut, dass ich vorher gefragt habe! Aber so lange lese ich deinen Blog leider auch noch gar nicht…

    Deine Antworten sind sehr interessant. Hoffentlich habe ich dir keine Fragen gestellt, die du schon bei anderen Nominierungen beantworten musstest. ^-^“
    Die Fragen habe ich absichtlich eher offen gestaltet, damit jede/r selbst entscheiden kann, wie tiefschürfend er oder sie darauf antworten möchte. 😉 Von daher hast du das absolut perfekt gelöst!

    Die Fragen, die du deinen Nominierten stellst, sind wirklich viel kniffeliger als meine. Da kann ich wohl froh sein, dass du mich nicht nominiert hast, was? ;P

    Liebe Grüße
    Lisa

    Gefällt 1 Person

    • Mic schreibt:

      Liebe Lisa,

      ich finde gar nichts dabei, dass das die vierte Nominierung war. Schließlich kommen immer andere, interessante Fragen dabei heraus! Wenn halt nur nicht diese Nominierung anderer wäre … ich habe da wirklich ein Problem mit. Ich hoffe, dass es okay für dich ist, wie ich das gelöst habe.

      Findest du wirklich, dass meine Fragen so kniffelig sind? Beantworte doch mal ein paar davon :-P!

      Liebe Grüße
      Michael

      Gefällt mir

      • Lieber Mic,

        natürlich habe ich überhaupt kein Problem damit! 😀 Du hast das doch gut gelöst.

        Naja, einige Fragen sind kniffelig. 😉 Bei der mit den Aliens oder Kafka … Da würde mir wohl nichts einfallen und ich müsste ewig überlegen. 😀

        Liebe Grüße
        Lisa

        P.S.: Hast du eigentlich was dagegen, wenn ich dich Mic nenne? 😀 Oder ist dir Michael lieber?

        Gefällt 1 Person

      • Mic schreibt:

        Liebe Lisa,

        also ich wüsste genau, was ich als nächstes machen würde, wenn ich als Insekt aufwachen würde ;-). Verrate ich aber nicht :-D.

        Ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn du mich weiter Mic nennst. Den Nicknamen verwende ich schon von Kindesbeinen an und mag ihn auch sehr gern. Fürs Schreiben (und vor allem Veröffentlichen) soll es dann aber schon mein „richtiger“ Name sein. Alles hat seine Zeit, seinen Raum und seine Berechtigung.

        Liebe Grüße
        Michael

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  2. regenbogentaenzerin schreibt:

    Hallo Mic,
    erstmal ganz, ganz vielen Dank für die nominierung *lächel* Ich werde deine Fragen unbeantwortet lassen, da ich bei solchen Aktionen nicht teilnehme. Ist irgendwie absolut nicht meins.
    Liebe grüße an dich.

    Gefällt 1 Person

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