Ich bin hin- und hergerissen

Guten Abend zusammen!

Seit dem Wochenende läuft es mit dem Schreiben. Das ist die gute Nachricht des Tages, sozusagen aus meiner Sicht. Ich habe den Erzählfaden bei „Die Welt der stillen Schiffe“ nicht nur wieder aufgenommen, sondern es treibt mich Seite um Seite weiter nach vorne – dem Höhepunkt und damit auch dem Ende des Romans entgegen.

Eigentlich also alles ganz schön, oder? Wenn da nicht immer das nagende Gefühl wäre, eigentlich etwas ganz anderes machen zu müssen.

Ich spreche von dem Überarbeitungsdurchgang, der bei „Der Beobachter und der Turm“ noch aussteht. Das Überarbeiten in Papyrus Autor. Eigentlich wollte ich damit schon lange angefangen haben, nach der ursprünglich mal gefassten Zeitplanung sogar schon fertig sein. Und bis jetzt habe ich den Text noch nicht einmal in das Programm importiert.

Ich weiß, dass ich nicht dauerhaft auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen kann, aber es ist so schwer, sich für eine „Braut“ zu entscheiden, weil sie beide im Moment so verheißungsvoll aussehen. Der „Beobachter“ ist definitiv weit näher an einer Veröffentlichung dran, als es die „Schiffe“ sind. Und an mir nagt ein Satz, der mir mal gesagt wurde: Dass ich mich vor einer Veröffentlichung scheue.

Ist es also so, dass mein Unterbewusstsein bei den „Schiffen“ jetzt die Ampel wieder dermaßen auf Grün gesetzt hat, dass es mir schwer fällt, mich davon zu lösen?

Ich denke darüber nach, erst den Roman fertig zu stellen und mich danach dann mit voller Energie dem Überarbeiten zu widmen. Aber ich bin mir nicht sicher, ob das der richtige Weg ist. Finde mal wieder nicht den richtigen Weg, könnte man auch sagen.

Ich bin hin- und hergerissen. Aber da kann mir auch keiner bei helfen, diese Entscheidung zu treffen. Das muss ich schon ganz alleine mit mir ausmachen.

Aber erzählt haben wollte ich euch davon. Vielleicht fällt ja von euch jemandem etwas dazu ein, das mir helfen kann?

So lange schreibe ich noch ein wenig weiter, meiner Muse hinterher!

Ich wünsche euch einen schönen Abend!

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6 Gedanken zu “Ich bin hin- und hergerissen

  1. Bleib doch bei den Schiffen, solange du den Flow hast. Das ist in zweierlei Hinsicht vorteilhaft. Zum einen eben für die Schiffe. Und zum anderen, weil du ein wenig mehr Abstand zum Beobachter gewinnst – was für die Überarbeitung und Korrektur doch durchaus vorteilhaft ist, weil du aus der Distanz eine andere Beurteilungsfähigkeit hast. Schieb den Gedanken an das Scheuen der Veröffentlichung mal weit weg und geh pragamtisch vor. Hier läuft’s, da grad nicht. Also tu das, was läuft, das ist doch effizient.

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    • Mic schreibt:

      Ja, das denke ich mir ja eigentlich auch. Zumal ich jetzt lange genug eine Dürreperiode hatte, in der gar nichts funktioniert hat. Ich fürchte dass, wenn ich den Flow unterbreche, wieder gar nichts mehr voran geht.

      Danke für deinen Rat!

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  2. Guten Morgen lieber Michael 🙂
    Ich würde mich trotz des Flows auch wieder an die Überarbeitung setzen. Liegt bei mir aber daran, dass ich gerne mehrere Aufgaben zu erledigen habe, damit ich nach Lust und Laune mal an dem einen oder anderen arbeiten kann. Also ein bisschen Schiffe hier, ein bisschen Überarbeitung da.. . Weil wenn du zuerst mit den Schiffen fertig wirst, ist ja nur noch Überarbeitung übrig … .

    Lg Kiira

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    • Mic schreibt:

      Hallo, liebe Kiira!

      Da sind wir etwas anders gestrickt, scheint mir. Bei mehreren Aufgaben gleichzeitig, die ich eben nicht vernünftig priorisiert bekomme, kann es schon mal passieren, dass ich blockiere. Ich vermute, dass es das ist, was mir in den vergangenen Wochen mal wieder widerfahren ist. Aber ich denke noch mal drüber nach, danke für deine Meinung! 🙂

      Und eigentlich wäre es gut, wenn nach den „Schiffen“ nur noch Überarbeitung übrig ist. Dann mache ich das wenigstens ;-).

      Liebe Grüße
      Michael

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      • Lieber Michael,
        Vielleicht sind zwei längere Arbeiten schwieriger oder demotivierender, als wenn man kürzere oder nur eine lange hat. Das fällt mir gerade ein. Denn auf der Arbeit sind die Aufgaben maximal drei Monate lang. Und viele kürzere Arbeiten sind dabei. Da wechsel ich mich gerne ab.

        Hihi. Dann drücke ich mal die Daumen für eine Situation, die du genießen kannst!

        LG Kiira

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      • Mic schreibt:

        Liebe Kiira,

        ich denke, man kann die Aufgaben auf der Arbeit und „privat“ nicht so recht miteinander vergleichen – auch wenn sie sich in meinem Fall tatsächlich ähnlich sind. Wo ich auf der Arbeit gedanklich gar kein Problem habe, etwas zurückzustellen oder anders zu priorisieren, ist es beim Schreiben anders.

        Ist schon komisch.

        Danke fürs Daumen drücken, im Moment genieße ich, dass ich endlich wieder „richtig“ schreiben kann! 🙂

        LG
        Michael

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