Unter der Dusche vom Blitz getroffen

Vorbemerkung: Dies ist ein Artikel ohne Bilder! Ich bitte, dies lobend zu berücksichtigen ;-).

Manche Autoren tun sich ja schwer damit, Ideen für ihre Romane zu finden. Sie grübeln und zermartern sich das Hirn, laufen stundenlang im Kreis herum auf der Suche nach einem Geistesblitz, einer Initialzündung oder doch wenigstens einem möglichen Anknüpfungspunkt.

Zu dieser Sorte Autoren gehöre ich nicht. Bei mir reicht es, wenn ich mich unter die Dusche stelle und meine Gedanken einfach ein wenig schweifen lasse.

Unter dem fließenden Strahl der Überkopf-Brause kommen mir manchmal Ideen ganz von alleine. Sei es, dass mir Szenen einfallen, welche die Handlung nach vorne bringen können, oder manchmal auch die Handlungen von ganzen Romanen. Auf diese Weise ist beispielsweise „Der Rezensent“ entstanden, der mit einem Mal vollständig vor meinem inneren Auge entstanden ist.

Heute hatte ich wieder so ein Erlebnis. Es fühlt sich an, als ob auf einmal die Luft in der Duschkabine elektrisch aufgeladen wäre. Dieser spezielle Strom von kreativer Energie konzentriert sich, fährt mir in den Schädel, explodiert dort und formt sich zu einer Idee.

Die Elemente, die dieses Mal zu der Geschichte geführt haben, sind

  • Die Fußball-Europameisterschaft der Herren,
  • ein Tweet, den ich auf Twitter abgesetzt habe und
  • die Tatsache, dass ich vor kurzem mein „Inkognito“ als Autor gelüftet habe.

Diese drei Dinge vermischen sich zu einer Thrillerhandlung, die ebenso mit dem Thema Stalking wie mit dem Thema Fandom zu tun haben wird.

Schade eigentlich, dass einem die Ideen immer dann kommen, wenn man gerade gar keine Zeit für sie hat, nicht wahr? Aber ich freue mich trotzdem darüber, denn ich wollte auf jeden Fall nach den Überarbeitungen der nächsten Zeit wieder einmal ins Thriller-Genre zurückkehren. Nachdem ich zuletzt drei Romane im Mystery-/Horrorgenre geschrieben habe, ist es mal deutlich an der Zeit dafür.

So heißt es jetzt für mich, ein Exposé zu schreiben, zum Reifen an die Seite zu legen und zu warten, was noch daraus wird. Im Moment ist es ein zartes Pflänzchen, eine Möglichkeit. Eine Option auf die schreibende Zukunft.

Und euch anderen Autoren, die ihr manchmal Spuren in eure Teppichböden lauft, kann ich nur empfehlen, auch mal öfter duschen zu gehen. Wer weiß, ob nicht neben dem Wasser auch eure kreative Energie auf einmal neu zu fließen beginnt!

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15 Gedanken zu “Unter der Dusche vom Blitz getroffen

  1. Hey Mic,

    die Dusche ist auch einer meiner bevorzugten Orte, um Ideen zu finden. Leider sind viele davon so flüchtig, dass ich sie nach dem Abtrocknen wieder vergessen habe. 😀
    Und du hast dir mal eben einen ganzen Plot zusammengeschustert? :O Ich kann das nicht so schnell. ^-^“ Ich habe immer nur Teilideen, die ich sammeln muss, damit ich sie irgendwann zusammenpuzzlen kann.

    Liebe Grüße
    Lisa

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    • Na ja, Lisa, der Plot muss natürlich noch ein wenig ausgefeilt werden. Aber ja, ich habe einen Anfang, einen Mittelteil und ein Ende, wenn du so willst. Und ansonsten bin ich ja eh von Haus aus Discovery Writer.

      Dafür gehen mir die meisten Ideen verloren, die ich im Schlaf oder in kurzen Wachphasen habe. Wobei ich, Evernote und Handy am Bett, die letzten drei davon retten konnte. Der Trend zeigt also in die richtige Richtung.

      Vielleicht wäre für dich auch dieser Notizblock etwas, von dem Evanesca sprach!?

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  2. Ich glaube fast, Probleme mit der Ideenfindung haben nur Autoren, die viel in wenig Zeit finden müssen … Ohne Idee fehlt doch sonst der komplette Impuls zum Schreiben 😉

    Aber auch Ideen zu haben muss nicht unbedingt ein Segen sein: Ich habe sooo viele, dass ich mit meinen zarten 21 Jahren schon Angst habe: „So lang ist mein Leben nicht, dass ich das alles aufschreiben kann!“ 😀

    Dicken Daumen für den Duschtipp. Die Dusche ist überhautp ein großartiger kreativer Raum, singen kann man dort auch sehr gut. Leider habe ich dort keine Ideen mehr, seit sich jemand mit mir die Dusche teilt *erröt*

    Daher greife ich inzwischen auf meine lebendigen Träume zurück … Wer die nicht hat, Tante Google ist unersetbar ^^

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    • Da sind Autoren immer unterschiedlich, stelle ich fest. Ich gehöre zum Beispiel zu denen, die gegen Ende eines Romanentwurfs immer Angst haben, dass dies nun aber wirklich die letzte halbwegs sinnstiftende Handlung war, die mir eingefallen ist.

      Jetzt würde mich nur noch interessieren, wieso du keine Ideen mehr unter der Dusche hast, seit du sie dir teilst und was es da zu erröten gibt ;-). Oder nein, besser nicht :-D.

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      • Okay, das Gefühl kenne ich auch: Habe ich jetzt mein bestes Pulver auf ewig verschossen? Man kann nicht jedes Mal einen Roman aus sich herausholen, der den vorherigen an „Genialität“ übertrifft 😉 Aber im Idealfall lernt man ja mit jedem Buch dazu, sodass neue Werke trotzdem den eigenen, dann etwas anderen Spirit haben als der Vorgänger. Äääh, also, ich bin jetzt in der Dusche abgelenkt – ist aber auch nicht schlecht 😀

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      • Von „Genialität“ rede ich ja nicht einmal. Ich meine ganz einfach, dass der Ideenpool leer läuft. Dass mir nichts, aber auch gar nichts mehr einfällt, worüber ich schreiben könnte.

        Und nach der Dusche frage ich jetzt mal besser nicht weiter ;-).

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