Meldung und Meinung: Wenn guter Roman teuer ist

Erinnert ihr euch noch daran, wie vor einiger Zeit schon einmal die Sprache auf die Buchpreise kam? Damals hatte der Bastei-Lübbe-Vorstand Klaus Kluge die These in den Raum gestellt, dass Leser auch bereit dazu wären, deutlich höhere Preise für Bücher zu bezahlen.

Nun, in der Zwischenzeit liegt eine konkrete Zahl auf dem Tisch, was dieser höhere Preis sein wird. Für „Kingsbridge 3“, den kommenden Roman von Ken Follett, ruft Bastei-Lübbe 36 Euro auf.

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber bei 36 Euro muss ich erst einmal durchschnaufen. Der letzte Follett kostete knappe 30 Euro und war auch damit schon nicht günstig. Damit steigen die Kosten für das Lesevergnügen um runde zwanzig Prozent an. Inwiefern hier vielleicht auch Materialkosten eine Rolle spielen, kann aktuell noch nicht beurteilt werden. Es ist aber nur schwer vorstellbar, dass dieser Roman deutlich umfangreicher werden wird als „Kinder der Freiheit“, der mit über 1.200 Seiten schon einen enormen Umfang aufwies und letztlich den hohen Preis wohl auch rechtfertigte.

Es ist eine Binse, zu sagen, dass alles teurer wird. Gegen eine inflationsbedingte Preissteigerung hätte sicherlich auch niemand etwas einzuwenden. Alleine, es bleibt der bittere Nachgeschmack der ursprünglichen Aussagen von Klaus Kluge. Bis jetzt ist meines Erachtens der Beweis nicht erbracht, dass von den höheren Preisen Beteiligte wie zum Beispiel Buchhändler profitieren können. In diesem Zusammenhang sei auch auf die Umfrage verwiesen, die das Börsenblatt unter Buchhändlern durchgeführt hat (im Artikel verlinkt).

Bemerkenswert finde ich, dass eine der hauptverantwortlichen Gruppen für kommende Bestseller wie diesen, nämlich die der Übersetzerinnen und Übersetzer, gerade in diesen Tagen wieder einmal auf ihre aus Eigensicht katastrophale Einkommenssituation hinweist. Nach den Buchhändlern und den Autoren wäre auch das eine Zielgruppe, die man bei den Nutznießern der gestiegenen Preise erwarten könnte – oder hätte erwarten können.

Letztendlich kann zu diesem Zeitpunkt noch keine wirkliche Prognose abgegeben werden, ob sich die ganze Angelegenheit zum Bumerang für Herrn Kluge und Bastei erweisen wird, oder ob die Planungen und Aussagen aufgehen.

Das letzte Wort wird hier der Kunde haben, der zu diesem neuen Preis kauft – oder es eben bleiben lässt und vermehrt auf andere Möglichkeiten wie Ausleihen von Freunden oder Familienmitgliedern, bzw. aus einer Bücherei ausweicht. Interessant dürfte, meines Erachtens, auch werden, wie schnell und zu welchem Preis eine Taschenbuchausgabe nachgeschoben wird.

Mein persönliches Fazit: Eigentlich müsste es mich nicht kümmern, da ich kein Leser von Mister Folletts Romanen bin. An meiner grundsätzlichen und bereits im Artikel von Mai zum Ausdruck gebrachten Meinung hat sich allerdings nichts geändert. Ich befürchte, hier wird ein Kulturgut so verteuert, dass es sich Leser, die nicht unbedingt bedingungslose Fans eines Autors sind, zweimal überlegen dürften, ob sie bereit und in der Lage sind, so viel Geld auf den Tisch einer Buchhandlung zu legen.

Im Sinne der Autoren müsste ich hoffen, dass der Plan aufgeht. Aus Sicht des Lesers bleiben leichte Magenschmerzen.

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72 Gedanken zu “Meldung und Meinung: Wenn guter Roman teuer ist

  1. Aus Sicht einer Leserin: Neben der Möglichkeit, einen Roman einfach mal ein paar Wochen bis Monate früher zu lesen, war der Preis der deutschen Ausgaben einer der Gründe, aus denen ich schon im zarten Alter von 13 Jahren Bücher im Original statt in der Übersetzung gekauft habe.
    Seit „Harry Potter“ 5.
    Ich hole mein Buch ab, drücke der Verkäuferin meinen 20er in die Hand und kriege 5€ zurück. Denke, ich sehe nicht recht. Gucke auf den Pfundpreis und den Europreis, die aufgedruckt sind. Und kaufe mir für den ersparten Schein noch „Die Nebel von Avalon“ in der 5-€-Ausgabe, die es damals von der Bildzeitung aus gab, wenn ich mich nicht täusche.
    Was George R. R. Martins Epos angeht: Okay. Die englische Ausgabe, die ich gekauft habe, hat eine HUNDSMISERABLE Papierqualität. Allerdings kriegt man alle 5 derzeit verfügbaren englischen Bände im Schuber für 25 €.
    Die deutschen Taschenbücher, bei denen zusätzlich jeder Band in zwei Teile aufgeteilt wurde, kosten 15€ pro Stück. Damit zahlt ein deutschsprachiger Leser, der nicht gut genug Englisch kann oder keine Lust hat, für die gleichen Bücher 150€.
    Ich frage mich, wie viel von den 125€ Differenz davon wirklich an die Übersetzer geht. Vermutlich sehr wenig.

    Gerade heutzutage lernt jedes Kind in der Schule Englisch, wodurch im Laufe der nächsten Jahrzehnte der potentielle Markt für Übersetzungen aus dem Englischen vermutlich eher sinken wird, da mehr Leute die Originale kaufen werden. Neben der Möglichkeit, die Gedanken des Autors im Original kennenzulernen, lockt gerade Jugendliche selbstverständlich dann auch der taschengeldschonendere Preis.

    Da erweist sich die deutsche Verlagslandschaft gerade einen Bärendienst…

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    • Ja, das Ausweichen auf Originalfassungen ist sicherlich eine Möglichkeit, der Preisschraube etwas entgegen zu setzen. Allerdings sehe ich es nicht ganz so, dass sich diese Vorgehensweise auf breiterer Linie durchsetzen wird. Die meisten Leser sind, denke ich, eher faul. Ich ziehe da immer den Vergleich zum Film: Kaum jemand schaut sich Originalfassungen an, wobei man dort noch viel mehr Gründe dafür finden könnte (Originalsprecher, meist besserer Klang).

      Die Beispiele, die du benennst, bieten allerdings eine enorme Preisspanne auf, die vielen wahrscheinlich gar nicht so bewusst ist. Und nein, die Übersetzer dürften davon wohl am wenigsten profitieren …

      Beim Bärendienst sind wir uns, glaube ich, einig *Schulter zuck*. Ich bin nun wirklich niemand, der auf sein „Taschengeld“ über die Maßen nachdenken muss, aber, ganz ehrlich, diese Preise schlagen schon ins Kontor.

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      • Es kommt eben auf die Leserschicht an. Ich las mein erstes englisches Buch mit 12/13 (2003, der oben genannte Potter). Andere fangen etwas früher oder etwas später damit an.
        Englisch lesen ist, wenn man es früh genug anfängt, nicht schwieriger als auf Deutsch zu lesen. Man merkt irgendwann gar nicht mehr, dass man in einer Fremdsprache liest. Sogar wenn man nicht jedes Wort kennt. Ich liebe diesen Effekt :D.
        Also klar, der Trend wird nicht alle erfassen. Aber er greift in Vielleserkreisen durchaus um sich, gerade bei Jugendlichen.

        Bei Filmen ist es glaube ich weniger Faulheit, als vielmehr Nostalgie. Als ich „Star Wars“ in der Originalfassung schauen wollte, gab es ein vehementes „Nein, wir schauen das in genau der Version, in der ich es kennen- und liebengelernt habe“ vom Gegenüber.
        Und es fällt mir bei Serien auf, wenn ich da zufällig in den O-Ton switche. Die Leute klingen anders und ich kann, wenn ich mal nicht hingucke, die Stimme nicht mehr der Person zuordnen und bin irritiert. Also schaue ich auf Deutsch, obwohl ich die Englischkenntnisse besitze. Weil das vertraut ist.

        Die Preisunterschiede sind im Übrigen wirklich groß. Bei Harry Potter waren es „nur“ 5€ oder 6€, irgendwas in der Drehe. Lässt sich nicht mehr rekonstruieren, da es meine englische Ausgabe in der Form nicht mehr im Handel gibt und die damalige deutsche Ausgabe ebensowenig.
        Aber bei „A Song of Ice and Fire“ kann man es gerade wunderbar beobachten. Und da ist die Preisspanne absurd.

        Überraschenderweise kosten ausgerechnet „Die Säulen der Erde“ (Ken Follett) bei Amazon als Taschenbuch in beiden Sprachen die gleichen 6€ :).

        Ne, an die 40€ würde ich auch dann nicht für ein Unterhaltungsbuch zahlen, wenn ich das Geld locker hätte. Es sei denn, es wäre eine Gesamtausgabe und/oder mindestens 2000 Seiten dick.
        Und ich bin mir sicher, dass bei so hohen Preisen auf Dauer niemand gewinnt.

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      • Vielleicht kann ich das nur nicht nachvollziehen mit den englischen Romanen, weil es in meiner Jugend, also als ich noch wirklich Englisch drauf hatte, noch nicht so einfach war, an die Romane heran zu kommen. Da gab es, wenn überhaupt, die Bahnhofsbuchhandlungen. Ich kenne auch kaum jemanden, der wirklich auf Englisch liest. Ich will also gar nicht abstreiten, dass meine Sichtweise etwas antiquiert ist ;-).

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      • Ich glaube, es war bis „Harry Potter“ auch wirklich schwierig, an englische Bücher heranzukommen. Die paar, die ich sonst in die Finger bekommen hatte, hatte ich aus der internationalen Abteilung der Stadtbibliothek (die jetzt nicht SO üppig war…).
        Von daher kann es durchaus sein, dass es in den Nulljahren überhaupt erst so richtig begann. Da wollten auf einmal alle das Buch sofort lesen und nicht erst dann, wenn es die Übersetzung gibt.
        Also möglich, dass das Phänomen an sich recht neu ist.

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      • Du hast Recht, jetzt, wo ich so darüber nachdenke, hat wohl wirklich der Potter ein Umdenken ausgelöst. Das ist in der Tat eine Romanserie, bei der ich einige kenne, die aus purer Verzweiflung zu den englischen Originalen gegriffen haben.

        Da ich Harry Potter nie gelesen habe (mir ging der Hype so auf die Nerven, dass ich mit Verweigerung reagiert habe …), ist mir das Beispiel jetzt gar nicht so präsent gewesen.

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      • Ich weiß. Den kenne ich gut, hatte ich bei „A Song of Ice and Fire“ genauso. Alle schwärmten von den Büchern und der Serie und ich wollte aus Prinzip nicht :P.
        Dann habe ich Band 1 für 50 Cent auf einem Flohmarkt geschossen und dachte mir „Was solls, für DEN Preis darf es auch scheußlich sein“ und dann war es um mich geschehen :D.
        Ähnlich bei „Panem“, die wollte ich auch sehr lange aus Prinzip nicht lesen.
        Und manche gehypten Bücher werde ich wohl niemals lesen, weil die einfach an meinem Geschmack vorbeigehen. Edelstein-Trilogie, Bis(s), Eragon, 50 shades.
        Die kann man hypen, soviel man will.

        Zu Potter gibt es eine lustige Anekdote. Mit 10 verschlag ich Bücher so schnell, dass wir kaum mit dem Kaufen/Ausleihen hinterherkamen..
        Ein Mitschüler von mir erzählte, dass Band 4 über 700 Seiten hat.
        Ich daraufhin zu meiner Mama: Ich muss diese Bücher haben! Sie sind LANG!
        Ich war dann etwas enttäuscht, dass Band 1 „nur“ 350 Seiten hatte, dann war ich nach drei Tagen ja schon fertig 😛 und Band 2 durfte ich erst drei Monate später bekommen, weil wir damals bei Club Berthelsmann waren und die uns sonst irgendein Buch geschickt hätten, das niemanden interessiert :D. Das war jedes Mal qualvoll.
        Wenn auch nichts gegen die jahrelangen Wartezeiten auf den nächsten Band, die mich dann ab Band 5 verfolgten.
        Ein Teil des Hypes war der Fandom. Ich war ja mittendrin damals, genau im richtigen Alter (noch keine Elf, als ich Band 1 las). Und die Spekulationen, das Rätselraten wie es nun weitergeht, die 50.000 Fanfictions zum jeweils nächsten Band, die Fantheorien, das war ein Teil des Zaubers.
        Wer die Bücher heute kauft und einfach liest, hat immer noch tolle Bücher. Aber damals, das war ein Phänomen. Etwas, wovon ich schon meiner 9 Jahre jüngeren Schwester nostalgisch erzählen kann :).

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      • Ja, „Game of Thrones“, um bei der Bezeichnung zu bleiben, die den Meisten etwas sagen dürfte, ist bei mir auch so ein Fall. Vielleicht eine späte Art der Rebellion, sozusagen: wenn das sogar der Generation meiner Eltern gefällt, dann kann das nichts für mich sein ;-).

        Manchmal lasse ich mich aber auch eines Besseren belehren. Ich kenne einige der Hypes als Film, kann zum Beispiel von mir behaupten, mich durch den ersten Bis(s) gequält zu haben und jetzt dabei mitreden zu können, dass da keine Handlung hintersteckt. Gerade bin ich, der Filme sei Dank, dabei, mich an Panem heranzutasten. Da war der erste Film zwar auch nicht sooo toll, aber der zweite hat mich gefangen. Und jetzt sind halt die Romane an der Reihe.

        In Sachen Fandom war ich nie wirklich involviert. Das kam für mich auch alles ein wenig zu spät, um mich dafür noch begeistern zu können. Jedenfalls diese einfache Verfügbarkeit im Internet. Als ich meinen ersten privaten Internetanschluss bekam und in einige Fanfictions reinlas, hatte ich selbst ja schon drei Romane geschrieben, die mehr oder weniger eine Fortsetzung im Geiste von Star Wars waren. Und ich hatte gerade beschlossen, damit nicht mehr weitermachen zu wollen. Und, Hand aufs Herz, viele der damals kursierenden FFs waren einfach auch qualitativ mehr als schlecht.

        Und zu den jahrelangen Wartezeiten – da kontere ich mit den Wartezeiten auf Stephen Kings „Dunkler Turm“-Reihe:

        Band 1 1988
        Band 2 1989
        Band 3 1991 (ab da war ich mit dabei)
        Band 4 1997
        Band 5 2003
        Band 6 2004
        Band 7 2004
        Band 8 2012 (nachgereicht)

        Dazu kommt noch sein vielzitierter Unfall von 1999, der es lange Zeit fraglich erscheinen ließ, ob die Reihe überhaupt zu einem Ende kommen würde. DAS waren harte Zeiten! 😉 🙂

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      • Ui, da warst du in Sachen „Bis(s)“ tapferer als ich, ich habe es nur zur Hälfte durch Film 1 geschafft. Danach wurde es mir zu blöd.
        Ja gut, als ich Internet bekam, war ich 13 und hatte – ohne den Begriff zu kennen – mit 11 meine erste Fanfiction angefangen. Die auf einer Art Spiel mit meiner damaligen besten Freundin basierte, bei dem wir die Nachfahren von Harry Potter waren. Da fiel der Fanfiction-Trend in Sachen Potter bei mir auf Boden, der mehr als fruchtbar war.
        Ich vermute allerdings auch, dass die FFs damals schlecht waren. Aber ich will sie mir aus Prinzip nicht noch mal anschauen, nach teilweise über 10 Jahren, denn DAMALS fand ich sie gut. Und das möchte ich mir bewahren, die positive Erinnerung daran :D. Ich will nicht jetzt feststellen müssen, wie furchtbar sie in Wahrheit sind :D.

        Aua… bei DEN Wartezeiten bin ich gerade froh, dass ich die Serie immer noch nicht angefangen habe…
        Wobei mich die Erfahrung mit ewiglangen Wartezeiten unter anderem dazu gebracht hat, Reihen grundsätzlich ausschließlich am Stück zu schreiben und erst Band 1 irgendwo einzureichen, wenn alles zumindest geschrieben ist.
        Falls ich je Fans habe, will ich die nicht so foltern :O
        (Ich warte derzeit auf „Winds of Winter“ von George Martin, um bei den gehypten Sachen zu bleiben. Und auf „Old Souls 4“ von Julia Mayer, um eine SP-Reihe ins Feld zu führen 😀 )
        Und ich glaube gerne, dass das harte Zeiten waren :/

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      • Ich habe „Bis(s)“ zusammen mit meiner Frau geschaut. Und ich gestehe dem Film zu, dass irgendwann, so für zehn Minuten, tatsächlich etwas ähnliches wie eine Handlung ihr Haupt erhebt. Aber wirklich nur für zehn Minuten …

        Ich meinte jetzt gar nicht, dass deine FFs so schlecht gewesen sind. Das Problem, das ich damals mit den Dingern hatte, war, dass viele ihre Vorlage nicht ernst nahmen. Angeschaut habe ich mir in der Hauptsache FFs zu „Star Trek“, weil die exorbitant in der Mehrheit waren. Ich kann mich an ein Crossover zwischen TNG und „Zurück in die Zukunft“ erinnern, das zwar völlig gegen den Strich gebürstet, aber auf seine Art ganz witzig war.

        Was den „Turm“ angeht, der ist ja jetzt fertig. Also, bis auf Weiteres. Und da die angekündigte Filmreihe ja eventuell eine Fortsetzung der Saga ist, wäre jetzt vielleicht der optimale Zeitpunkt, um mit dem Lesen anzufangen :-).

        Über deine Taktik beim Schreiben von Reihen könnte man diskutieren, aber ich bewundere deine Ausdauer und Konsequenz!

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      • Ich meine nicht mal meine FFs. Dass die schlecht waren, weiß ich. Die habe ich nämlich leider noch. Inzwischen verwende ich sie in meinem Schreibforum, um Leute im Feedbacken zu schulen. Frei nach dem Motto: Hier habt ihr einen Text mit vielen Strukturfehlern. Findet mal so viele, wie möglich, keine falsche Scheu!
        Dafür sind die recht praktisch…
        Was ich meine, sind die FFs, die ich damals gelesen und geliebt habe. „Harry Potter und die Muggelmagie“ von Sika, diese FF aus den Marauderjahren, in der Moody eine Halbvampirin als Ziehtochter hat (was klischeehafter klingt, als es war, es ist eine auch vom Weltenbau und vom Tonfall her aus meiner damaligen Teenagersicht sehr originaltreue FF – wobei, wie gesagt, ich eben nicht weiß, ob ich sie heute noch mögen würde, ich will es nicht herausfordern).
        Es gibt nach wie vor FFs, die die Vorlage kein bisschen ernst nehmen (die zu lesen, ist irgendwie trotzdem spaßig und mit einem uralten B-Movie vergleichbar – man weiß, jetzt wird es trashig und schlecht – aber man schaut es gerade darum an).
        Und dann gibt es FFs, in allen Fandoms, die könnten genauso gut auch vom Originalautor sein.
        Star Trek habe ich nie gelesen, weil ich immer noch keine einzige Folge der Serie gesehen habe, man möge mir verzeihen :D.
        (Zu meiner Verteidigung: Ich lese generell lieber, als fernzusehen. Das Erste, was ich nach dem Anschauen von Star Wars gesagt habe, war: „Gibts das auch irgendwo als Buch? Ich weiß, dass der Film zuerst da war, aber trotzdem, um alles zu verstehen, brauche ich das schriftlich.“ Und ich lese schnell, während mir eine Serie, ein Film etc. sein Tempo aufzwingt. Dauert nun mal so lange, wie es halt dauert :D. Beim Lesen bin ich da… selbstbestimmter :D)
        Crossover sind immer lustig :D. Egal wie schräg sie daherkommen :D.
        Ui, in der Tat! Wenn die Serie abgeschlossen ist und es dann noch Filme gibt, dann IST das ein guter Zeitpunkt. Noch mehr angefangene und dann mit Wartezeit folternde Reihen überstehe ich nicht.
        Könnte man sogar wirklich ^^, irgendwann blogge ich darüber, wieso ich das nur so in der Form machen kann. Für mich funktioniert die Taktik und das ist die Hauptsache :D.

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      • Von dem, was du zu den Harry-Potter-Fictions geschrieben hast, habe ich jetzt, naturgemäß, kein einziges Wort verstanden ;-). Ich habe nur die ersten beiden Filme gesehen, man sehe es mir nach. Da geht es dann mir wie es dir bei Star Trek gehen würde.

        Deine Verteidigung (die gar nicht nötig ist) zieht allerdings nicht, weil es gerade zu Star Trek ein Heer an Romanen gibt. Inwiefern man die heute aber noch einfach auffindet, weiß ich nicht. Da bin ich seit Anfang der 90er raus.

        Bei Romanen zu Filmen bin ich, abgeschreckt durch einige Beispiele aus den 80ern, mittlerweile sehr vorsichtig. Ich meine speziell diese „Roman zum Film“-Geschichten, die als Auftragsarbeit geschrieben wurden und als Tie-in zum Film dienen sollen. Da wird mir zu oft irgendwas geschrieben, was der Autor jetzt in die Filmfiguren hineininterpretiert hat. Die Star-Wars-Romane waren damals allerdings wirklich nicht schlecht. Und auch einige der Fortsetzungen, die ich angelesen habe. Aber die hat Lucasfilm/Disney ja alle nachträglich zum Non-Kanon erklärt, weil sonst die eigene Fortsetzung keinen Sinn gemacht hätte.

        Dass die Taktik für dich funktioniert ist sicherlich toll. Aber da ich ja um deine großangelegten Pläne weiß, verschiebt sich damit ja auch der VÖ-Zeitraum immer weiter nach hinten. Aber da muss jeder seinen Weg finden. Ich tue mich ja schon bei einem in sich abgeschlossenen Roman mehr als schwer …

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      • Sorry *g*. Ich bin gedanklich in der Filterbubble, die sofort versteht, was ich meine 😀
        Wobei man bei Star Trek sagen muss, dass ich auch (noch) gar nicht nach Romanen in dem Bereich gesucht habe. Müsste ich mal. Ich stöbere gern auf Flohmärkten, da findet man wirklich ALLES.

        Ja, ich habe neulich auf einem Flohmarkt eine „Neuauflage“ (die auch schon gut 20 Jahre alt ist 😀 ) von „Krieg der Sterne“, der Novelisierung von Episode 4, geschossen. Die war schön geschrieben – und zwar besonders dort, wo der Autor sich traute, nicht einfach nur die Filmeinstellungen zu beschreiben, sondern etwas freier zu interpretieren – und herrlich… auf trashige Weise altbacken. Wenn statt „die Macht“ überall „die Kraft“ dasteht oder statt R2D2 Artoodeetoo, ist das… gewöhnungsbedürftig, aber ich musste eher schmunzeln. Ist dann irgendwie ein Stück Geschichte der Popkultur, so eine alte Übersetzung…
        An „Non-Kanon“-Romanen habe ich erst einen gekauft, der zwischen Episode 2 und 3 zu spielen scheint. Bin mal gespannt, wie er mir gefällt.

        Wobei sich der VÖ-Zeitraum gar nicht so sehr nach hinten verschiebt, da ich ohnehin mit Verlagen zusammenarbeiten möchte. Und da Verlage etwas langsamer sind, als es im SP der Fall wäre, auch was Veröffentlichungszyklen angeht, bleibt mir genug Zeit.
        Ich brauche nur ein Jahr, um eine Romanreihe zu schreiben und meist etwa ein weiteres, um sie vollständig mindestens einmal überarbeitet zu haben.
        Beides lässt sich wunderbar zwischen die einzelnen Arbeitsschritte, die man bei einem Verlag hat, integrieren :D.

        So unterschiedlich sind die Autoren :O

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      • Oh, ja, stimmt ja überhaupt! Das habe ich so lange nicht mehr gelesen, dass ich mich gar nicht mehr an Artoodeetoo erinnert habe! Ich habe eine Gesamtausgabe der drei Filmromane zur ursprünglichen Trilogie – 1. Auflage 1985 und total zerlesen. Hat damals übrigens acht Mark gekostet ;-).

        Flohmärkte habe ich mir weitgehend abgewöhnt, nachdem ich da zur Jahrtausendwende einige tausend DM in Form von Hörspielkassetten versenkt habe … damals war ich auch fast jedes Wochenende unterwegs.

        Eben auf die VÖ-Zeiträume von Verlagen spielte ich ja an. Da hättest du ja erst recht weniger „Stress“, alle Bände auf einmal fertig haben zu müssen.

        Ja, Autoren sind unterschiedlich. Schade eigentlich, manches würde ich gerne von anderen für mich adaptieren bzw. implantieren ;-).

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      • Meine Ausgabe hatte nicht mal Leserillen, dafür aber eine Widmung. Vermutlich ein Geschenk, das dann nie gelesen wurde. Da ist es bei mir besser aufgehoben :D.
        Ui, ja, verständlich, dass man seinem Laster fernbleiben möchte in dem Fall :D. (Auch wenn ich persönlich mit Hörspielen nicht so richtig warm werde, das ist für mich noch schlimmer als mit den Filmen, leider. Aufmerksamkeitsspanne tendiert gegen Null, wenn ich mir Dinge „nur“ anhören darf/muss.)
        Theoretisch schon. Rein praktisch: Ich bin eine recht unbekannte Mittzwanzigerin und somit alles andere als ein George Martin oder eine JK Rowling. Wenn ich einem Verlag eine Reihe verkaufen will, ist „Sie ist schon fertig geschrieben“ ein gutes Argument :D. Hoffe ich zumindest.
        Geht mir doch auch so, ich würde mir gerne mehr Kniffe beim Schreiben und Überarbeiten abschauen können. Teste auch sehr Vieles aus, aber das Meiste funktioniert für mich nicht – oder nur in abgewandelter Form.
        Wäre ja sonst langweilig.

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      • Auf jeden Fall ist das Exemplar bei dir besser aufgehoben. Ich kann allerdings nicht mehr nachvollziehen, wie oft meine Trilogie von mir gelesen worden sein muss, um so auszusehen, wie sie eben aussieht ;-).

        Ich drücke dir wegen der Reihe die Daumen. Also, dass die Verlage das genauso sehen und nicht nach dem Motto: Da binden wir uns was für länger ans Bein.

        Oh, ich wäre gerne ein ganz klein wenig langweiliger und dafür effizienter. (EffizientER!? Scherzkeks! Effizient wäre ja schon toll …)

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      • Bücher sind dazu da, um gelesen zu werden. Und so dürfen sie dann auch aussehen, finde ich :).

        Vielen Dank! Ja, die Befürchtung habe ich manchmal auch, vor allem, da ich auch noch zu Kurzromanen neige und die nicht SO beliebt sind bei manchen Verlagen… Naja, vielleicht lerne ich ja, lange Bücher zu schreiben :D.
        (Was du ja gut kannst, im Gegensatz zu mir.)

        Effizienz beim Schreiben ist sowieso so eine schräge Sache, wie misst man die?

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      • Beim Aussehen stimme ich dir zu. Problematisch wird es in dem Moment, in dem man sich nicht mehr traut, die Dinger anzufassen, weil sie auseinander fallen könnten :-/ .

        Könnte man nicht vielleicht mehrere deiner Kurzromane zu längeren Werken zusammenfassen?

        Ich schreibe wahrscheinlich viel zu lang. Rechne dir mal aus, was ein Lektorat für so ein 550-Seiten-Monster kostet. Ich umgehe das meistenteils *g.

        Effizienz wäre z.B., nicht so viel Zeit zu vertändeln, wenn man eigentlich schreiben oder überarbeiten könnte. Sprach’s und hörte doch sein Hörspiel weiter …

        (Ja, heute bin ich in Jammerlaune *g)

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      • Stimmt, so einen Kandidaten besitze ich auch („Der Zauberer der Smaragdenstadt“ aus den 70ern). Der hält auch eher durch Klebeband und guten Willen zusammen, als durch sonstwas.

        Könnte man nicht wirklich. Dazwischen sind immer ein paar Jahre Pause (jedenfalls beim Neunteiler), es ergibt also in den meisten Fällen keinen Sinn, sie in ein Buch zu packen. Da würde sich der Leser (zu Recht) fragen, wieso da zwei relativ unabhängig voneinander lesbare Geschichten, zwischen denen schon mal bis zu sieben Jahren Abstand liegen, überhaupt gemeinsam abgedruckt sind…

        550 Seiten? Hm, je nachdem… das wären geschätzte 20 Arbeitsstunden à 45€. Ich tue mal besser nicht ausschreiben, wie viel das ergibt :D.

        *g*
        Mir helfen da quantitative Ziele, aber du hast damit eher keine guten Erfahrungen gemacht, wenn ich mich richtig erinnere.

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      • Okay, so enorme Zeitsprünge machen es in der Tat schwierig(er). Es sei denn, dass es sachliche Zusammenhänge gibt. Ich erinnere mich halt nur daran, dass einige deiner Bände wirklich sehr kurz sind (so um die 100 Seiten, wenn ich mich richtig erinnere?).

        Mit 20 Arbeitsstunden zum genannten Satz wärst du damit schon preisgünstig. Wer weiß, vielleicht kommen wir ja zusammen ;-).

        Quantitative Ziele sind etwas, an das ich mich jetzt über Kurzgeschichten langsam herantaste – und das ich für mein nächstes Romanprojekt auf jeden Fall ausprobieren werde! Wann immer ich das auch in Angriff nehme …

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      • Sachliche Zusammenhänge gibt es immer (es wäre ja sonst keine Reihe), aber jeder Band ist in sich erstmal abgeschlossen, auch wenn die Dinger natürlich untereinander über die Metaebene eng verzahnt sind. Das kriege ich vor allem über die Überarbeitung rein.
        Ja, sind sie. Wobei ich bei den letzten zwei auch etwas den Verdacht habe, dass sie das nur sind, weil ich mal fertig werden wollte mit der ganzen Sache. Sie werden beim Überarbeiten immerhin etwas länger.
        Die meisten sind so um die 130 Normseiten lang und werden beim Überarbeiten, wie gesagt, noch mal ein wenig länger, sodass ich im Schnitt auf ~150 Normseiten pro Band komme. Ist schon eine schlanke Reihe :D.

        Ich höre das öfter und bin verwirrt. Ist der Standardlektor so viel langsamer als ich? 😀

        Kommt Zeit, kommt Romanprojekt. Wenn Autoren eins gemeinsam haben, dann die Sucht namens Schreiben.

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      • Okay, gehen wir also von 150 Seiten pro Roman aus. Welcher Verlag veröffentlicht in diesem Segment? Ich kenne mich bei den sogenannten Kleinverlagen jetzt nicht so aus, aber die großen Verlage dürften bei diesem Umfang doch eher abwinken, oder wie sieht es da in deinem Genre so aus?

        Der Standardlektor ist nicht unbedingt langsamer als du, aber er orientiert sich strikter an der Seitenzahl. Jedenfalls ist das bei vielen Lektoren so, die ich mir mal angeschaut habe. Für einen Vielschreiber wie mich ist das natürlich ein Nachteil. Mein 😉 im letzten Kommentar war übrigens durchaus ernst gemeint. Ich denke gerade über den richtigen Zeitpunkt nach, ob und wann ich meinen „Beobachter“ lektorieren lasse. Der würde als Mystery-/Horrorroman ja durchaus in dein Portfolio passen.

        Ja, genau, kommt Zeit. Ich könnte gleich heute noch anfangen, würde damit aber wieder einmal mit nichts anderem fertig werden. Werde ich so zwar auch nicht, aber … *g*

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      • „Wie sieht es in meinem Genre aus?“ Ja, wenn ich erstmal wüsste, was mein Genre ist. Da fängt es ja schon an. Fantasy ist EIGENTLICH eher fett, vom Umfang her. Bronzezeitfantasy ( da fällt mir nur ein Buch ein, dessen Name ich nicht mehr weiß und das irgendwie im bronzezeitlichen Germanien spielte?) gibt es nicht viel und Bronzezeitfantasy mit Vampiren… Nä. Also keine Ahnung.
        Kleinverlage nehmen gerne auch Kurzromane, Großverlage eher weniger.
        (Wobei ich aus Erfahrung sagen kann: 150 Normseiten = reiner, purer Text. In gesetzt werden daraus LOCKER 200 und mehr, je nachdem, was man an Spielereien umsetzt und wie groß man druckt…)

        Ich finde es… heikel, mich an Seitenzahlen zu orientieren. Bisher hatte noch jeder Text, den ich lektoriert oder korrigiert habe, hinterher mehr als vorher, da irgendwie 80% aller Autoren zu wenige Absätze machen. Das können dann schon mal 20 Normseiten mehr sein. Und bei einem langen Roman potenziert sich das schon mal, weil dann natürlich mehr Absätze vergessen werden können. Und wonach rechne ich dann ab? Nach dem Normseitensatz, mit dem ich es bekommen habe oder nach dem, mit welchem ich es zurückgeschickt habe?
        Ne, das ist mir zu blöd. Da rechne ich lieber nach Zeitaufwand ab und „belohne“ die Autoren, mit denen ich mich nicht so viel Mühe habe, mit günstigeren Preisen :D.
        Das habe ich auch so aufgefasst :). In mein Portfolio würde er auf alle Fälle passen :).

        Das Problem kenne ich aber. Wenn es in den Fingern juckt, was Neues anzufangen, aber erstmal das Alte beendet werden muss :O

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      • Gut, 200+ Seiten sieht man jetzt ja schon häuiger auch in den Händlerregalen stehen. Da sind wir dann natürlich schon wieder mitten in der Preiskalkulation angekommen.

        Bronzezeitfantasy – ich muss gestehen, dass ich den Begriff noch nie gehört habe.

        Das habe ich jetzt, glaube ich, auch noch nicht gehört, dass es beim Lektorat/Korrektorat mehr Seiten werden als vorher. Wobei ich den Ansatz, den du verfolgst, nachvollziehen kann. Das wäre in meinem Roman sicherlich auch so, ich kenne mich. Nun ja, unabhängig davon, ob und wann ich mich für mich selbst durchringen kann, ggf. deine Dienstleistung in Anspruch zu nehmen, wünsche ich dir, dass dein, wie ich finde, sehr faires Konzept für dich aufgeht. Vielleicht solltest du offensiver werben!?

        Ich habe gestern Abend noch den Fehler gemacht und in die bereits existierenden 145 Seiten dieses neuen Projekts reingelesen. Sollte man nicht tun. Nein, sollte man definitiv nicht tun … 😉

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      • Der Begriff ist von mir – Standard ist ja „Mittelalterfantasy“ (meist mit eigener Welt und einem Pseudomittelalter 😛 ) oder „Contemporary/Urban Fantasy“ (Sprich: In der Gegenwart).
        Wenn ich sage „Historische Fantasy“, ist das „in unserer Welt in der Vergangenheit“, aber sehr unpräzise, das kann ja alles sein. Darum: Bronzezeit. Epoche festgenagelt, in der Reihe 1 spielt 😀

        Naja, ich arbeite mit „Änderungen verfolgen“, wenn ich also was streiche, ist es dann trotzdem noch da (bis der Autor auf „Löschen annehmen“ klickt), nimmt also Seiten weg.
        Verschiebe ich es an eine andere Stelle, ist es sogar DOPPELT da (einmal durchgestrichen und rot, einmal grün und doppelt unterstrichen an der neuen Stelle, jedenfalls wenn ich mit Word arbeite :D. Schön bunt 😀 ).
        Aber abgesehen davon korrigiere ich oft wirklich fehlende Absätze rein (keine Ahnung, wieso fast alle Autoren, mit denen ich bisher gearbeitet habe, zu wenige davon setzen :O ) und die machen einen Text auf Dauer einfach länger :D.
        Gerade wenn z.B. ein Autor die Regel mit „Sprecherwechsel = Absatz“ nicht kennt und viele Dialoge schreibt, beispielsweise.

        Vielen Dank :).
        Momentan werbe ich noch nicht so offensiv, weil ich neben dem Studium ohnehin nicht zu viel verdienen darf (dein Beobachter = 2 Monatssätze, die ich verdienen darf, ich dürfte also – egal wie schnell ich fertig bin, dann erstmal zwei Monate keine Aufträge annehmen) und… natürlich auch Zeit brauche, um fertigzustudieren :D.
        Sobald ich den Master habe, wird ganz anders durchgestartet 🙂

        Au weia, jetzt will das Projekt natürlich den Autor verlocken. Widerstehe! 😀

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      • Sehr interessante Einsichten in deine Arbeit, die du da so in Nebensätzen fallen lässt – sowohl auf das Schreiben, als auch auf deine Nebentätigkeit bezogen. Ich habe ja wirklich keine Ahnung, was Fantasy angeht, noch was Dinge wie Monatssätze anbelangt. Da müsste es für dich doch fast kontraproduktiv sein, wenn du dich mit einem (anhand der Arbeitszeit) größeren Lektorat für geraume Zeit „blockierst“. Und ja, wir befinden uns praktisch in Sondierungsgesprächen ;-).

        Fertig zu studieren klingt erst einmal nach einem Plan :-).

        Und mein Projekt – muss hintenan stehen. Wie du weißt, habe ich diesen Monat noch mindestens eine Kurzgeschichte zu schreiben. Und dann diese Überarbeitung … ob das eigentlich Zufall ist, dass „überarbeiten“ sowohl auf sich selbst als auch auf einen Roman angewendet werden kann?

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      • Sofern es jemanden interessiert, was ich zu sagen habe, erzähle ich gerne :).
        Fantasy ist ein weites Feld. Es gibt Unterbereiche der Fantasy, von denen ich auch nicht wirklich Ahnung habe, weil ich denen noch nie begegnet bin 😀 (oder weil ich ihr aus dem Weg gehe, siehe Romantasy…).
        Es ist nicht zwingend kontraproduktiv. Auch Lektorate, die nicht so stark darauf angewiesen sind, ja nicht zu viel zu verdienen, können nur eine bestimmte Zahl an Aufträgen innerhalb einer gewissen Zeit machen. Man hat ja noch ein Leben nebenbei :D.
        Für mich bedeutet das, dass ich z.B. schaue, dass ich in so eine Zwangspause vom Lektorieren ein Referat an der Uni legen kann, weil ich weiß: Da habe ich nebenjobfrei. Ist dann alles eine Frage von genauester Planung :D.

        Es ist ein guter Plan :D. 50% des Masterstudiums habe ich geschafft (fehlt nur noch ein Referat am Mittwoch). Die letzten 25% sind die Masterarbeit. Da habe ich schon ein Thema, das wird cool…

        Stimmt, weiß ich :D.
        Man kann einen Roman mit Sicherheit auch über-überarbeiten :D.

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      • Na ja, also von Romantasy habe ja sogar ich eine ungefähre Vorstellung, die auch über das Twilight-Klischee hinausreicht. Ich denke, Fantasy hat, ebenso wie die Science Fiction, den Vorteil, dass man im Prinzip jede Form von Handlung und Stimmung transportieren kann. Da sind die Grenzen dann auch manchmal fließend. Eine Romanserie wie Frank Herberts „Dune“ ist auch nichts anderes als Fantasy, die zufällig auf einem fernen Planeten angesiedelt ist.

        Klingt gut, mit deinem Studium! Dann drück ich für Mittwoch schon mal die Daumen! 🙂

        Dass man im Lektorat auch nur so viel Arbeit annehmen kann, wie zu bewältigen ist, versteht sich natürlich von alleine. Ist allerdings ja auch eine Frage der Balance, also ob man das Lektorieren als reinen Nebenjob ansieht, oder mehr draus macht. Also wenn du mal aus den Zwängen befreit bist, denen du jetzt noch unterliegst.

        Du machst mich ja schon neugierig auf so ein Lektorats-Gutachten von dir. Ich meld mich die Tage, glaube ich, mal über den offiziellen Weg auf deiner Homepage.

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      • Bei mir kommt dazu, dass ich generell keine romantische Literatur lese. Damit fällt „romantische Fantasy“ in jeder Form einfach aus meinem Beuteschema raus :).
        Aber ja, im Prinzip kann man mit Fantasy so gut wie alles erzählen.
        (Und oft genug IST der einzige Unterschied zwischen dem, was ein Verlag mit Fantasy und was mit Sci-Fi beschriftet, dass da irgendwo bewusst thematisiert wird, dass man auf einen fremden Planet fliegt. Und dann kommen so lustige Sachen wie „Science-Fantasy“ dabei heraus. Nennt das Ding doch einfach gleich Fantasy mit anderen Planeten 😀 )

        Vielen Dank! Ein Referat über Rammstein, nachdem wir vorher eher so ruhige Musik gemacht haben. Das wird die Studienkollegen wecken kurz vor Semesterende 😀

        Ich strebe langfristig eine 20-Stunden-Woche an, in der ich lektorieren will. Den Rest der Zeit dann schreiben und Alltag. Aber das ist Wunschdenken. Ob es auch so klappt, ist die andere Frage…

        Ich bin gespannt!

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      • Ich denke, dass der Begriff Fantasy, wie wir ihn heute verstehen, einfach keine allzu lange Geschichte hat und deswegen die Kategorisierungen für viele immer noch schwer ist. De facto war Fantasy in den 70ern jenseits von Tolkien bei der breiten Masse so gut wie nichtexistent. In den 80ern hat sie sich dann über Pen&Paper-Rollenspiele und einige Filme langsam ins Bewusstsein geschoben. Dass zu diesem Zeitpunkt etwa „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ eigentlich ein lupenreiner Fantasy-Film war (von mir aus auch Science-Fantasy), wurde von vielen gar nicht wahrgenommen. Tja – und dann gab es irgendwann die Verschiebung, gerade im Buchsektor, dass Science Fiction praktisch tot war und Fantasy sich auf einmal gut verkaufte.

        Bei romantischer Literatur sind für mich jetzt die Grenzen fließend. Letztlich kommen doch viele Romane ohne Romantik in irgendeiner Form gar nicht aus. Es muss ja nicht immer gleich so schmalzig sein, wie in den berühmt-berüchtigten Beispielen.

        Ein Referat über Rammstein? Klingt interessant! 🙂

        Wichtig ist in Bezug auf deine Pläne ja erst einmal nur, dass du welche hast, die auch realistisch klingen. Besser jedenfalls, als erst einmal so irgendwie in die Selbstständigkeit zu taumeln.

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      • Stimmt, so richtig massentauglich populär wurde Fantasy ja auch erst mit den Verfilmungen von „Herr der Ringe“ und mit „Harry Potter“ (was ungefähr gleichzeitig war, also schwer zu sagen, was zuerst kam…).
        Ich besitze Bücher aus dem Genre, die älter sind, die aber allgemein meist nicht als Fantasy einsortiert wurden bei der Entstehungszeit (z.B. Vieles von Marion Zimmer-Bradley, wobei natürlich die Darkover-Romane mal wieder in diese Zwischennische von Science-Fantasy fallen, weil sie auf einem anderen Planeten spielen UND weil da sowohl eine Art Magie als auch technischer Fortschritt eine Rolle spielt 😀 ).
        Erst seit HdR sehen Fantasy-Verfilmungen ja nicht mehr so furchtbar homemade und pappmachémäßig aus. Ich sage nur „Dungeons and Dragons“ :D.

        Ja gut, Romantik an sich bzw. eine Liebesgeschichte kommt auch in „Die Drei Musketiere“ vor und DAS Buch ist toll. Aber wenn der Klappentext bereits einen „geheimnisvollen Fremden“ ankündigt, der neu in der Stadt ist, oder eine hippe und überkandidelte Mittdreißigerin plötzlich nach Ostfriesland auswandert und dort „sich überhaupt nicht mit dem ruppigen Fischer versteht“ oder ähnliche Reizsätze… Dann bin ich weg. Ein romantischer Subplot, wenn es zu den Charakteren und den Figuren passt, damit kann ich leben.
        Aber Bücher, die von vornherein als Hauptthema haben „Kommen sie zusammen oder nicht?“ interessieren mich einfach nicht. Ich finde die total unglaubwürdig, habs ja ein paar Mal versucht. Bin ja als Frau theoretisch Zielgruppe.
        Aber ich kann mit den Storys nix anfangen.
        (Es ist bezeichnend, dass der romantische Subplot, der in Band 4 meiner Reihe zum ERSTEN Mal auftaucht, eher von der Seelenverwandtschaft der Figuren getragen wird als von irgendwelchen „Er ist so süüüüüüß“-Gesprächen … )

        Ich freue mich vor allem sehr darauf. Habe als langjährige Hörerin noch was Neues gelernt beim Ausarbeiten.

        „Erst mal so irgendwie“ verstehe ich gar nicht. Sowas ist ernst und will geplant werden :O

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      • Ja, die Verfilmung insbesondere des „Herrn der Ringe“ hat schon neue Maßstäbe gesetzt – und neues Bewusstsein in der Öffentlichkeit geweckt. Ich würde zwar nicht so weit gehen zu sagen, dass alle Filme davor nach Pappmaché ausgesehen hätten (ich denke da z.B. an „Willow“, auch wenn das natürlich eine ganz andere Art von Fantasy ist), aber für die High Fantasy war das, ganz klar, ein Quantensprung. Für die Special Effects im Film sowieso. Effekte wie Gollums Motion Capturing haben die Kinolandschaft nachhaltig verändert.

        Ja, als Frau bist du, auf dem Papier, definitiv Zielgruppe für Love Stories. Gilt das bei dir denn nur für Romane, dass dich der romantische Schmonzes abschreckt? Oder wie steht es mit Filmen? Keine Romcoms für Evanesca Feuerblut? 😉

        Aus dem Alter von „so süüüüüß“ sind wir ja, denke ich, beide raus. Da ist es wahrscheinlich nur folgerichtig, dass man das auch in seinen Geschichten entsprechend reflektiert – wenn man nicht für die passende Zielgruppe schreiben möchte. Da funktioniert „so süüüüß“ immer noch hervorragend, wie ich an dem Kram sehe, den meine Große liest und sich anschaut.

        „Erst mal so irgendwie“ ist aber bei vielen Menschen – leider gerade auch bei vielen Studenten – ein durchaus angewandtes Schema. Musste ich, zumindest im erweiterten Bekanntenkreis, immer mal wieder erleben. Umso besser, wenn du einen Plan hast!

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      • Willow kannte ich gar nicht, aber habe es mal gegoogelt und… ja, das will ich definitiv sehen :D.
        Genau das. Auf einmal musste auch High Fantasy gut und realistisch aussehen, um an den Kinokassen zu zünden.
        Das hat auf alle Fälle Einiges verändert.

        Keine Romcoms. Und keine Filme, die irgendwas im Titel haben, das die Anzahl an Ohren definiert. Wenn ich zufällig mit im Raum bin, während was in der Richtung läuft, möchte ich einfach so ziemlich alle im Film vorkommenden Menschen an den Hinterköpfen packen und mit den Stirnen aneinanderknallen, weil sie teilweise aus meiner Sicht so furchtbar doof sind vom Verhalten her :D.

        Kommt darauf an, für mich hat „so süüüß“ schon als Teenager nicht funktioniert. Süß ist Zuckerwatte. Oder allenfalls ein niedliches Tier. Oder Milchschokolade. Und hier fängt es schon an, ich kann Milchschokolade nicht ausstehen.
        Aber ein Mensch? Süß? Ne 😛

        *seufz* Immer, wenn ich das im Bekanntenkreis mitbekomme, will ich „Das geht garantiert schiiiiiief“ singen, aber auf mich hört ja meist keiner… ^^

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      • Keine Romcoms – okay. Du bist eine komische Frau ;-). Aber in meiner Ehe bin auch ich eher derjenige, der sich solche Filme ansieht :-). Bis jetzt habe ich in Filmen zwar viele komische und doofe Sachen gesehen, aber gewisse Dinge, die ich in der Realität erlebt habe, haben das immer noch getoppt. So lange, bis diese Grenze erreicht ist, schaue ich weiter Romcoms *g.

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      • Okay, vom Real-Life-Drama halte ich mich so weit fern, dass alles, was in Romcoms so passiert, unendlich weit weg von dem ist, was mir passiert :D.
        Aber ich glaube, ich bin einfach komisch. An der Uni haben wir mal einen Film geschaut, als Kursinhalt, bei dem drei Studenten (2w, 1m) eine Menage á trois anfangen und dann das eine Mädel in der Disco einen Schlaganfall hat und stirbt. Es kommt dann noch zu vielen schrägen Szenen mit Alkohol, Drogen, Herzschmerz und dergleichen.
        Der Film wird damit beworben, genau das Lebensgefühl meiner Generation zu treffen. Alle Studienkollegen nicken begeistert.
        Ich: Ich lebe scheinbar in einem Paralleluniversum, in dem NICHTS aus diesem Film auch nur das Geringste mit meiner Lebenswelt zu tun hat xD

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      • Ist das jetzt eher gut oder ist das jetzt eher schlecht, dass du in einem Paralleluniversum lebst? 😉

        Ich glaube nicht, dass du komisch bist. Dir fehlen dann anscheinend ein paar Erfahrungen – wobei man hervorragend darüber streiten kann, ob das wirklich ein „Fehlen“ ist.

        Wie ist dein Referat gelaufen?

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      • Gute Frage… ich mags jedenfalls dort :D.
        Es ist ein sehr nerdiges Paralleluniversum, ich hätte gut in die „Big Bang Theory“-Truppe gepasst, außer dass ich halt Geisteswissenschaftlerin bin (und lediglich Hobbyphysikerin).

        Ich glaube auch, dass ich eher froh bin, bestimmte Erfahrungen nie gemacht zu haben :D. Mir fehlt jedenfalls nichts :D.

        Beim Referat ging ein bisschen was schief. Jemand hat meine Kopiervorlage für den Kurs geklaut, sodass der halbe Kurs UND der Dozent ohne Sekundärliteratur dastand. Was erstmal auf mich zurückfiel, weil ich nachweisen musste, dass ich was in den Semesterapparat gestellt habe. Konnte ich zum Glück, weil ein paar ja doch was dabeihatten.
        Da musste ich also aus dem Stand erstmal das erzählen, was auf den verschollenen Zetteln stand, weil es essentiell für das Verständnis der Hintergründe der Band war.
        Dann war ich also sterbensnervös, mein Dozent bereits sauer und entsprechend lief der Rest.
        Aber ich habe mein Bestes gegeben und zumindest etliche aus dem Kurs für Rammstein und deren (in meinen Augen tolle und tiefgründige) Texte interessiert. Die kamen nach dem Kurs und hatten Redebedarf und viele Fragen. Insofern bin ich recht zufrieden :D.
        Nur wenn ich den erwische, der dauernd die Sachen aus dem Semesterapparat klaut >.<
        Es verschwinden auch in einem anderen Kurs dauernd Handouts, wir vermuten also, dass es immer dieselbe Person ist und die in BEIDEN Kursen ist, aber man kann niemandem was nachweisen. Und bei einer KLEINEN Fakultät, in der eigentlich jeder jeden kennt, macht mich das wütender, als sonstwas.

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      • Da kann man mal wieder sehen: Ich hätte dich gar nicht so nerdig eingeschätzt. Allerdings habe ich bin BBT auch nur recht wenig gesehen, wie ich zugeben muss …

        Schade, dass das Referat ein wenig unter einem schlechten Stern stand. Ist das jetzt sehr schlimm, dass der Dozent sauer war?

        Wie funktioniert das denn mit den Handouts? Ist da Selbstbedienung? Ich kenne das nicht und für mich hört es sich auch arg unpraktisch an. Und wenn dann noch so ein Troll sein Unwesen treibt …

        Eine inhaltliche Frage zum Referat muss ich stellen. Als einer von denen, die das Phänomen Rammstein von seiner Entstehung an mitbekommen haben: Wie stellst du dich zu der seinerzeit heiß diskutierten Frage, inwiefern Rammstein ihren Stil bei Oomph angelehnt haben – bevor die dann ab „Augen auf“ versuchten, sich ihrerseits wieder bei Rammstein anzulehnen …

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      • Ja, ich hätte um ein Haar Physik studiert, aber es kam dann doch anders. Darum konnte ich mich so wunderbar mit der Serie identifizieren, teilweise laufe ich auch so weltfremd durch die Gegend.

        Es war jedenfalls sehr unangenehm :(. Es funktioniert so, dass ich die Handouts abgegeben habe bei der Sekräterin, die tut sie in den Semesterapparat und von dort muss sie dann jeder selbstständig rausnehmen, kopieren und wieder reintun.
        Mir ist es ja lieber, wenn der Semesterapparat durchgängig online ist, dann wäre so ein Schindluder nicht möglich. Aber da kann ich einfach keinen Einfluss nehmen, da ich nur studiere.

        Ich habe mich dem Ganzen von der empirischen Seite angenähert und festgestellt, dass für mich Oomph schon eher anders klingt. Es gibt Ähnlichkeiten (rein musikalisch machen beide irgendwie Metall), aber für mich waren Rammstein gerade in der Anfangsphase vieeel mehr auf Krawall gebürstet, was Texte anging :D.
        Rammstein haben einen DDR-Hintergrund, man hört den Texten an, dass die Musiker größtenteils aus der DDR-Punkszene kommen (auch wenn ich die Berichte, dass Till Lindemann lebende Hühner in seinen Bass eingesperrt hat auf der Bühne irgendwie schräg finde und nicht weiß, ob ich das glauben soll 😀 ).
        „Oomph“ ist dagegen von Anfang an eine „Westband“. Mit anderen musikalischen und textlichen Wurzeln.
        Die Bands können sich durchaus gegenseitig inspirieren (darin sehe ich auch nichts Schlechtes), aber ich würde sie nicht als Kopien voneinander sehen, sie grenzen sich durchaus voneinander ab, textlich und musikalisch :).
        (Und ich mag Oomphs „Gott ist ein Popstar“ recht gerne, gebe ich zu.)

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      • Ist das an allen Unis so, mit diesem Semesterapparat? Ich höre da offen gestanden zum ersten Mal von und hätte, glaube ich, bei allem, was ich da reinlegen würde, ein mieses Gefühl. Da würde ich wahrscheinlich zum Selbstkopierer und -verteiler werden. Schon klar, dass du da keinen Einfluss hast.

        Mich interessierte deine Meinung bezüglich Oomph einfach nur, weil das eben Anno ’95, als das erste Rammstein-Album erschien, sehr hochgespielt wurde. Ab „Sehnsucht“ machten die dann ja mehr ihr eigenes Ding. Charakteristisch für beide Bands in ihrer Frühphase finde ich, dass es sich um eine Art Elektro-Metal handelt, wie es den ansonsten zu der Zeit eigentlich nicht gab. Heute sieht das mit Bands wie Combichrist ja schon wieder etwas anders aus. Aber ich schweife ab.

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      • Keine Ahnung, wie es an anderen Unis ist. Aber scheinbar war es vor dem Internetzeitalter Standard und bei uns wurde vor einigen Jahren das elektronische System umgestellt. Einige Dozenten kommen mit dem neuen System nicht klar und verwenden lieber physische Kopien, als sich da reinzufuchsen.

        Oomph lernte ich selbst ja Jahre nach Rammstein kennen, durch meine Schwester, die unglaublich viel in Richtung deutschsprachiger Metal/Hardrock/Folkrock gehört hat bzw. nach wie vor hört, davor kannte ich die Band nur vom Namen her. (Man muss immer bedenken, dass für mich solche Diskussionen „vor langer Zeit“ waren, 1995 war ich fünf, lebte in Odessa und beobachtete meinen Vater beim Zocken von Super Mario auf einem 8-Bit-Gerät 😀 ).
        Für mich klingen die 1995er Alben der zwei Bands jedenfalls unterschiedlich genug 😀 und ähnlich genug zugleich, um zu sagen „Ja, da spielte musikalisch was Ähnliches irgendwie mit rein, aber sie haben verschiedene Musik daraus gemacht“.
        Elektro-Metal ist aber eine sehr treffende Umschreibung für die Musik, die da gemacht wurde. Und ja, damals war das einzigartig.
        Heute ist es schwer, weil jedes erfolgreiche Konzept wieder Nachahmer auf den Plan ruft. Und dann stellt sich die Frage „Was macht man? Sich selbst treu bleiben und in der Masse der Nachmacher untergehen oder sich dauernd unter Druck neu erfinden?“
        Ist ja auch nicht einfach…

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      • Ja, manchmal hat man wirklich den Eindruck, dass erst noch mindestens eine Generation Dozenten/Kollegen/whatever „aussterben“ muss, damit sich „Neuerungen“ (ha, ha) durchsetzen können.

        Eben weil du 1995 kulturell und altersmäßig noch ganz woanders warst, interessierte mich deine Meinung. Und doch, für mich ist das auch „vor langer Zeit“. Mit dem Unterschied, dass ich da schon älter war.

        Im Herbst gehe ich auf ein Konzert von Project Pitchfork und als ich neulich eine CD von denen im Auto hörte, wurde mir bewusst, dass ich die am Erscheinungstag gekauft habe. Februar 1997. Da war ich 21 Jahre alt …

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      • Das Internet ist ja auch schon zwanzig oder dreißig Jahre alt :D. #Neuland

        Ja, dadurch ist man gerade bei großen zeitgenössischen Streits nicht mittendrin, sondern der neutrale Beobachter aus der Zukunft. Da werden viele Dinge in ein ganz anderes Licht gerückt, das stimmt schon, und ich bin sehr neugierig darauf, wie das mit z.B. meiner Schwester sein wird, die schon den „Harry-Potter“-Hype eher rückblickend erlebt hat, während ich mittendrin war.
        Oder die Kinder, die jetzt bestimmte Musik, Bücher, Filme entdecken und dann die großen Skandale und Ereignisse drumherum nur noch aus „Zeitzeugenberichten“ kennen.
        Es ist spannend.

        Aber dass es in unserer schnelllebigen Zeit Bands gibt, die immer noch existieren, ist ja auch was Tolles!
        (Und vor allem: Es gab 1997 schon CDs. Das wäre mir jetzt gar nicht so bewusst gewesen, ich glaube, ich habe erst zwei-drei Jahre später welche besessen. Mein erstes Rammstein-Album hat mein Vater noch auf Kassette gekauft 😀 )

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      • Ja, es ist absolut spannend! Es ist auch spannend, seine eigene Wahrnehmung auf einige Dinge zu erleben, wie sie sich verändert.

        Es muss so 2011 gewesen sein, als „X-Men First Class“ in die Kinos und dann auch Blu-ray herauskam. Ich gehöre zu den Menschen, die grundsätzlich den kompletten Abspann anschauen. Und dann donnerte auf einmal dieser hammermäßige Song aus den Surroundlautsprechern. Der, den ich sofort mit den Füßen mitstampfen musste, so toll fand ich den. Ich warte auf das Ende des Abspanns, weil dann immer die verwendeten Songs aufgelistet werden, und …

        „Nein, das kann jetzt nicht wahr sein!“

        Fünf Minuten später lade ich mir ein frisch gekauftes Take-That-Album aus dem Internet herunter. Ausgerechnet die Boygroup-Schnösel von früher.

        Gerade im Alternative-Bereich gibt es eine Menge an Bands, die schon verdammt lange dabei sind, was man damals wohl nicht für möglich gehalten hätte: Deine Lakaien, Lacrimosa, Pitchfork, And One, Welle: Erdball, auch Oomph usw. usf. Ich find das immer faszinierend, wenn man sich dann die Anfänge anschaut, die oftmals ja ziemlich beschränkt in ihren Möglichkeiten waren.

        Dass du sagst, dass dir nicht bewusst war, dass es 1997 schon CDs gab, ist für mich jetzt ein echter „Kulturschock“. Die CD wurde, glaube ich, 1982 eingeführt. Aber wahrscheinlich ist das mit der Kultur gar nicht so verkehrt. Ich weiß ja nicht, wie es genau in der Ukraine gewesen ist, aber in vielen osteuropäischen Staaten hat die MC ja bis weit in die 2000er Jahre noch eine gewaltige Rolle gespielt, während sie hier schon lange auf dem absteigenden Ast war. Ich wüsste jetzt gar nicht zu sagen, wann genau hier die letzten aktuellen Musikalben auf MC erschienen sind. Hörspiele zähle ich jetzt mal nicht, das ging noch länger.

        Ach ja: Irgendwann haut uns der Seitenbetreiber eins auf den Kopf, weil wir immer ins Off-Topic abgleiten! 😉

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      • 😀
        Take that 😀

        Ah ja, Lacrimosa höre ich privat auch immer mal gerne rein. Auch wenn ich deren Version von „Phantom der Oper“ nicht zu den besten Versionen des Liedes halte.
        Und ja, ich glaube, es gibt in der Musik mehr „Urgesteine“, als man meinen würde. Sie spielen halt in der Regel nicht in den Charts mit, weil sie nicht die Mainstream-Musik machen und eher im Alternativen zu finden sind.
        Was beschränkte Möglichkeiten angeht, ist das ja heutzutage fast noch präkerer, gerade wenn man als Band erst anfangen will, weil die Instrumente nicht gerade billig sind inzwischen.

        Echt? 1982? Wir sind ja 1997 erst eingewandert und die erste Zeit hatten wir dann andere Sorgen, als CDs. Die erste CD, die mein damals noch neunjähriges Ich besaß, hülle ich besser in den Mantel des Schweigens, aber sie erschien im Mai 2000.
        Stimmt, meine Oma hat mir mal aus der Ukraine eine MC von 2005 mitgebracht. Also ja, da hat sich das Medium wesentlich länger gehalten.
        Wobei so ungefähr 1999 mein Walkman endgültig kaputt war und ein neuer kaum noch zu bekommen, ich war froh, mit meiner ersten CD auch einen Discman zu bekommen. Sonst wäre ich völlig von mobiler Musik abgeschnitten gewesen und das war für mich schon immer eine mittelschwere Katastrophe :D.

        *G*
        Ich bin ja schon still 😀

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      • Hach, jetzt kann ich mit 90er-Jahre-Musik-Wissen nerven ;-). Die Version von „Phantom der Oper“ stammt nicht von Lacrimosa, auch wenn Tilo Wolff da das Phantom gesungen hat. Vielmehr stammt es von der Band Dreams of Sanity. Eine Fassung des Liedes, in der Anne Nurmi die Christine singt, würde ich, glaube ich, auch eher vermeiden wollen …

        Ob es die Bands heute schwerer oder leichter haben, das weiß ich nicht. Ich kenne Musik leider nur von konsumierenden Ende aus, habe also auch von Preisen keine Ahnung. Für reine Electro-Acts ist es aber definitiv leichter geworden. Wenn auch, zum Glück, die Zahl der Bands wieder leicht zurück geht, die sich bei Konzerten nur mit einem Notebook auf die Bühne stellen …

        Es gibt da von 1982 ein berühmtes Foto, auf dem der Dirigent Herbert von Karajan praktisch in eine CD hineinbeißt. „Kann man das essen?“ 😀

        Einen Discmen habe ich nie besessen. Ich war absoluter Freund von Mixtapes und habe da mit Akribie bestimmt über hundert von für verschiedene Stimmungen und Anlässe zusammengestellt.

        Als ich meinen ersten CD-Brenner kaufte, 1998 war das, fuhr ich schon einen Wagen mit CD-Laufwerk. Das war auch was ganz Besonderes damals.

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      • Ah, gut zu wissen :D.
        Electro-Acts ja, weil man heute so ziemlich jedes Geräusch elektronisch erzeugen kann, das stimmt.
        Aber ein Notebook auf der Bühne fände ich auch sehr befremdlich.

        Wobei sich die Discman-Sachen nie wirklich durchgesetzt haben. Ich kenne nicht viele junge Leute, die einen hatten, außer mir schleppten vielleicht noch drei oder vier Leute Discman und ein paar CDs täglich mit in die Schule.
        (Mein Rucksack wurde gefühlt ein paar Kilo leichter, als ich meinen ersten mp3-Player bekam)
        Die Mixtapekultur ist an mir leider vorbeigegangen. Da habe ich auch das Gefühl, dass ich was verpasst habe 😥 .
        Das glaube ich sofort! Ein CD-Laufwerk musste in meinen ersten PC (gebraucht gekaufter Windows 3.11.) erst eingebaut werden.
        Und ja, ein Wagen mit CD-Laufwerk war wirklich was Besonderes. Ich weiß gar nicht, wann wir so einen hatten… (hat schon seine Gründe, dass ich Rammstein auf Kassette kennenlernte… 😀 )

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      • Na ja, bei den Konzerten, die ich zuletzt so besucht habe (u.a. Camouflage, And One, VNV Nation) gehört ein Notebook schon mit zur Bühnenausstattung. Es ist ja einzusehen, dass viel Musik eben aus der Konserve kommt. Aber inzwischen gibt es eben auch wieder vermehrt Live-Keyboards. Das sah zu Anfang der 2000er noch anders aus. Wenn da z.B. das Playback ausgefallen ist, dann war ziemlich Sense.

        Die Discmen waren ja auch fast zu teuer, um Gefahr zu laufen, dass denen unterwegs was passiert. Kann ich schon verstehen, dass viele den dann doch lieber zu Hause oder gleich ganz links liegen ließen.

        Mixtapes waren toll. Dieses bewusste Überlegen, was kann ich jetzt wie aneinander reihen und wie passt das Ganze stimmig auf eine Kassettenseite … da kommt das Zusammenklicken von MP3-Dateien im Brennprogramm nicht mit. Wobei ich, keine Frage, diesen Luxus inzwischen auch nicht mehr missen möchte.

        Wie ich, glaube ich, schon mal sagte: Mein erstes CD-Laufwerk habe ich mir so 1993 als Bundle mit einer Soundblaster-Soundkarte und drei Spielen gekauft. Davor hatte ich nur eine AdLib-Karte, was dir bestimmt auch nichts mehr sagen wird. Die Spiele waren Eishockey Manager, Day of the Tentacle (aber leider nicht die CD-Version mit Sprachausgabe) und, ich glaube, MadTV. 1.000 Mark i, absoluten Sonderangebot, für das meine Eltern mich damals von Mülheim/Ruhr bis nach Bochum gefahren haben. Das sind Erinnerungen, die man nicht vergisst.

        Eigentlich müsste man das alles mal als Hintergrund in irgendeiner Form in irgendeinem Roman verbraten. Gut, für dich ist das eher nicht das Passende, glaube ich ;-).

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      • Ich glaube, das war einfach, weil die Möglichkeiten relativ neu waren und man sie unbedingt testen / ausschöpfen wollte. Inzwischen hat man das ausprobiert und arbeitet jetzt auch wieder mit Instrumenten.

        So teuer habe ich die gar nicht in Erinnerung, jedenfalls deutlich unter 100 DM. Vielleicht war meiner aber auch aus dem Sonderangebot :D. Ich musste einfach schon als Kind meine Musik permanent mit mir herumschleppen.

        Es klingt tatsächlich nach einem schöpferischeren Prozess, als das Zusammengeklicke :). Und wenn man die dann mit viel Aufwand, Zeit und Liebe zusammenstellt und verschenkt, ist das bestimmt toll.

        Das glaube ich, dass man das nicht vergisst. 1000DM waren vor allem in den Neunzigern auch eine ganz schöne Hausnummer :O und wenn das das Sonderangebot war, will ich gar nicht wissen, wie viel es im Original gekostet hat 😀

        Ich mag ja alte Geschichten und Geschichten über alte Technik. (Und bis meine Vampirromane in der Gegenwart ankommen, habe ich auch ein paar mehr davon selbst zu erzählen, das dauert noch eine Weile bis dahin 😀 )

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      • *Lach*
        Ja, man arbeitet auch wieder mit Instrumenten. Ich glaube, der große Aufschrei war so um 1998, als bei der Synthie-Band De/Vision auf einmal eine Gitarre auf der Bühne auftauchte. Bei Depeche Mode war das ja irgendwie noch okay. Was die machen ist ja sowieso gottgegeben.

        Hach ja, Mixtapes verschenken … das waren noch Zeiten!

        Ich hoffe doch, dass in deinen Vampirromane spannendere Sachen passieren als der Erwerb von CD-ROM-Laufwerken 😀 ;-).

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      • Es gibt immer Bands, die dürfen alles und Bands, die kritisiert werden 😀

        Kommt darauf an :D. Ich weiß jedenfalls, dass einige von ihnen austicken, als sie das erste Mal einen Farbfilm im Kino sehen. Für die ist Technik auf alle Fälle aufregend.

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      • Okay, ein erster Farbfilm – oder überhaupt einen Film zu sehen – ist nun schon noch eine andere Hausnummer als so ein dummes Scheibchen.

        Wobei – die ersten Full-Motion-Spiele waren damals schon eine Offenbarung. Da wurde es den damaligen Nerds und Geeks ziemlich feucht im Höschen *g.

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      • Auch wenn ich mir S’s dummes Gesicht beim Anblick so eines Scheibchens lebhaft vorstellen kann, frei nach dem Motto „Und darauf passt wirklich ein ganzer Film drauf? Auf das winzige Ding?“ 😀
        (Ich liebe meine Vampire, merkt man das?)
        Die ersten Spiele waren noch textbasiert, oder? Man kann ja z.B. das zu „Per Anhalter durch die Galaxis“ inzwischen online spielen. Es ist ganz schön schwer, macht aber Spaß.

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      • Ich finde das gut, dass du deine Vampire liebst! So muss das sein :-).

        Jetzt bist du aber noch einmal gute fünfzehn bis zwanzig Jahre in die Vergangenheit gesprungen. „Colossal Cave Adventure“, der Urvater aller Textadventures, ist zeitlich ungefähr parallel zu den ersten Pong-Clones entstanden und lief zunächst auf einem Uni-Großrechner. Die Infocom-Adventures wie der „Hitchhiker“, „Zork“ oder „Leather Goddesses of Phobos“ sind dann so von Anfang bis Mitte der 80er. Da gab es dann aber schon die ersten Grafikadventures. Zunächst häufig als Textadventure mit Grafik im Splitscreen, danach dann zunehmend grafisch orientiert.

        Ich fühle mich gerade übrigens wie Opa, der von früher erzählt *lach*.

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      • Wäre sonst schräg, oder? 😀

        Da springe ich gerne hin. Ich hatte ja sechs Jahre lang einen Rechner, auf dem nichts funktioniert hat, das auch nur annähernd aktuell war (furchtbarer Fehlkauf) und so war ich zum Spielen auf alte Spiele angewiesen und habe mich eifrig nach Retrogames umgeschaut.
        Und sie machen Spaß.
        Und sind oft kniffliger, als moderne Games. Ich weiß gar nicht, wie oft ich beim Hitchhiker gestorben bin, ehe ich auch nur das Haus verlassen habe, bis ich den Dreh raus hatte :D.
        Aber für viele Spieler sind Grafikspiele reizvoller, oder?
        Wie gesagt, finde ich sehr spannend 😀

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      • Grafik war immer schon ein starker Anreiz und für viele ein schlagkräftiges Argument. Ich weiß nicht, ob dir Spieltitel wie „Space Ace“ und „Dragon’s Lair“ etwas sagen. Die gab es schon in der Spielhalle und sie waren absolute Grafikblender. Hervorragende Zeichentrickanimationen aus den Don-Bluth-Studios, aber als „Spiel“ unter aller Würde. Im Wesentlichen ging es darum, im richtigen Moment den Joystick in die richtige Richtung zu bewegen. Und was ist? Die Dinger kannst du heute noch kaufen, weil sie immer noch sehr gut aussehen. Ob das Spiel was taugt ist da egal.

        In der Hinsicht waren die späten 70er und frühen 80er ehrlicher. Die Konsolen waren zwar auch schon unterschiedlich stark in ihrer Leistung, mit CBS‘ ColecoVision und Mattels IntelliVision vorne weg, aber der Spielspaß musste aus dem Spielprinzip kommen. Als die Branche anfing, das zu vergessen, kam der Crash. Wer weiß, ob es heute noch Videospiele gäbe, wenn Nintendo sich entschlossen hätte, bei seinen Spielkarten zu bleiben.

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  2. Wüsste ich sicher, dass erhöhte Buchpreise den aussterbenden Buchläden zu Gute kommen bin ich gerne bereit mehr zu bezahlen.

    P.S. Michl ich habe den Potter auch nie gelesen 🙂 und bevorzuge die Originalfassung von Büchern, nicht wegen dem Preis, sondern Inhalt und Wartezeit 🙂

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    • Ich denke, dem könnten sich viele anschließen, Ella! Aber so diffus, wie da die Faktenlage zurzeit ist – oder wie sie sich mir zumindest darstellt – ist das leider nicht absehbar.

      Vielleicht gebe ich dem Potter irgendwann doch mal eine Chance. Meine Tochter läuft da dauernd mit ‚rum …

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  3. Hallo Michael,

    da hast du ein interessantes Thema angesprochen.

    Man könnten den Eindruck gewinnen, dass Bücher, gerade Bestseller, zu einem Luxusgut avancieren. Wobei alle von der Gesellschafts-Schere reden und dass diese sich mehr und mehr weitet. Gibt es tatsächlich noch Kids, die sich von ihrem Taschengeld Bücher kaufen können? Arbeit soll gerecht entlohnt werden. Aber bei dieser Art Preisgestaltung, wie bei dem neuen Ken Follett, klingeln doch nur die Kassen vom Verlag. Eine traurige Entwicklung…

    P.s: Ich habe keinen von den Harry Potters gelesen 🙂
    und mein Englisch reicht leider nicht für Originale 😦

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    • Hallo Ivonne!

      Komisch, mein Blog scheint viele Leser anzuziehen, die mit Zauberergeschichten nichts anfangen können. Das ist ein guter Fingerzeig für mich, in welche Richtung ich meine Ambitionen besser nicht ausrichten sollte ;-).

      Aber ernsthaft: Es dürfte für Kinder wirklich immer schwieriger werden, sich neben den „normalen“ Ausgaben auch noch regelmäßig ein oder mehrere Bücher zu kaufen. Mal ganz davon abgesehen, dass es auch für viele Erwachsene ja nicht leichter wird. Ich möchte lieber gar nicht ausrechnen, wieviel Prozent eines Hartz-IV-Satzes für den neuen Follett draufgehen würden.

      Leider werden wir wohl nie erfahren, ob die Rechnung wirklich etwas mit den berüchtigten Milchmädchen zu tun hat. Denn dafür müsste ein Verlag, etwa Bastei, ordentlichen Einblick in seine Preisgestaltung, inklusive Lizenz usw., geben. Das werden sie nicht tun, was ich auch verstehen kann.

      Nur solange werden sie mit kritischen Stimmen wie meiner oder deiner leben müssen.

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  4. Offenbar gehöre ich nicht zur Zielgruppe von Bastei-Lübbe. Bücher sind für mich keine Dekoartikel, die ich ins Regal stelle, weil sie gut aussehen oder um Bildung zu beweisen. Meine Regale sind voll genug und wenn ich angeben wollte, würde ich das kaum mit irgendeinem Follett, King, Lark oder einem andereren aktueller Bestseller tun.
    Nicht, dass ich kein Geld für Bücher ausgebe. Wenn ich ein Buch haben will, dann bezahle ich dafür notfalls auch mehr, als die 36,- €, die Bastei für den aktuellen Follett will. Das sind in der Regel aber aufwändige Kunstbände, Fachbücher oder Bücher, bei denen ich aus anderen Gründen davon ausgehe, dass ich sie mehr als einmal lesen und langfristig etwas davon haben werde.
    Bei allem anderen kann ich auch warten, bis sie in der Bücherei stehen.

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    • Mir ist die Gesamtstrategie von Bastei Lübbe ein wenig unklar. Auf der einen Seite steht eine Preispolitik wie diese hier. Auf der anderen Seite legen sie sich via Verschenkaktionen zu Dan Brown oder teils happigen Preisnachlässen bei eBooks mit dem Einzelhandel an. Für mich als Kunden wirkt das, als ob man selber noch nicht genau wisse, was man nun eigentlich genau will.

      Ich vermute aber mal, dass der Gedanke wirklich nicht dahin zielt, Bücher zu schaffen, mit denen man angeben kann. Vielleicht „Reichtum“ signalisieren …

      Ich bin wirklich gespannt, wie der Markt auf diesen Vorstoß reagieren wird!

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      • Vielleicht glauben sie, so vom Image des Billigheimers wegzukommen, das Bastei wegen seiner Heftromane lange anhaftete. Ich zweifle aber stark daran, dass das funktioniert, indem man einfach die Preise bei den Spitzentiteln erhöht.
        I.ü. erinnert mich das Ganze ein bisschen an das Marketing von Rewe, das genau andersrum läuft: Da wird einerseits für die tolle Qualität der Produkte geworben und andererseits damit, superbillig zu sein. Beides ist aber nie verknüpft, so dass beide Aussagen unglaubwürdig werden. Ich vermute, dass es Bastei-Lübbe ähnlich gehen wird.
        Die Entwicklung des Buchmarkts finde ich allgemein sehr spannend. Und als jemand, der sich auf eBooks spezialisieren will, hoffe ich natürlich, dass höhere Preise für Print sich positiv auf die Entwicklung des eBook-Sektors auswirken. ^^

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      • Das wäre sicherlich für den eBook-Sektor eine gute Sache, wenn das so wäre. Aber ich gehöre zu denen, die nicht glauben, dass es eine starke Überschneidung zwischen den typischen Käufern von Hardcovern und eBooks gibt. Ich sehe die eher im Taschenbuchsektor.

        Das Problem mit den Heftromanen habe ich nie als eines gesehen, wahrscheinlich, weil ich da immer schon eine Schwäche für hatte. Insgesamt hat Bastei wahrscheinlich an mir mehr mit Heftromanen als mit „richtigen“ Romanen verdient *g.

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  5. Hallo Michael,
    Ich kaufe gerne die Taschenbuchvarianten, weil ich die angenehmer zum Lesen finde und schön umschlagen kann.

    Aber die Aussage von diesem Herrn „Wir könnten es teurer verkaufen“ und dann auch teurer macht, ist zwar konsequent, stoßt aber seltsam auf.

    LG Kiira

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