Der Sonntagsreport vom 17.07.2016

Immer wieder Sonntags …

Keine Sorge, ich fange jetzt nicht an, euch etwas vorzusingen. Ich weiß, wo meine Kompetenzen liegen und deswegen weiß ich auch, dass die da nicht zu finden sind. Allerdings wollte ich euch nicht schon wieder mit einem simplen „Guten Abend“ begrüßen – was ich jetzt ja doch in irgendeiner Weise wieder getan habe.

Wie ist es euch die Woche über ergangen? Es sind ja jetzt die Zeiten, in denen die Schulferien für die eine oder andere Familie begonnen haben und zumindest hier bei uns macht sich das auch bemerkbar. Mal positiv, mal negativ. Machen wir uns nichts vor: In das normale Familienleben sind diese paar Wochen immer ein ziemlicher Einschnitt, zumal die üblichen Verpflichtungen für die meisten Erwachsenen ja weiterlaufen. Deswegen bin ich auch froh, im Moment einem längeren Urlaub entgegensehen zu können. Auch wenn der in der Hauptsache in den eigenen vier Wänden stattfindet – was ja nicht unbedingt das Schlechteste sein muss.

Für das, worum es auf diesem Blog in der Hauptsache geht, mag es sich ja sogar als Glücksfall herausstellen! 🙂

Mein Schreiben:

Nachdem ich vergangene Woche noch darüber geklagt hatte, dass in meinem Erfolgstagebuch so gar nichts einzutragen gewesen ist, war diese Woche ziemlich erquicklich.

Zunächst einmal habe ich eine Kurzgeschichte geschrieben, die für ein „Geheimprojekt“ gedacht ist. Das klingt jetzt vielleicht theatralischer, als es ist, aber da die Initiatoren nun einmal darum gebeten haben, dass die Teilnehmer es nicht laut in die Welt posaunen, worum es geht, halte ich mich selbstverständlich daran. Diese Kurzgeschichte sollte höchstens 850 Wörter umfassen. Und mit ein paar Korrektur- und Kürzungsläufen habe ich es geschafft, dass sie, tada, exakt 850 Wörter umfasst. So etwas nennt man wahlweise eine Punktlandung oder eine Unverschämtheit ;-). Jetzt lasse ich die Geschichte jedenfalls noch eine Weile liegen und „reifen“, bevor ich sie dann auf die Reise schicke.

Des Weiteren habe ich mir diese Woche die ersten Testleser für „Der Beobachter und der Turm“ gesucht, die den Roman inzwischen auch erhalten haben. Ich habe für mich beschlossen, deren Feedback abzuwarten und nach den sich dann – vielleicht – ergebenden Änderungen ggf. ein Lektorat in Anspruch zu nehmen.

Ich habe lange über diesen Schritt nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich möchte, dass mein erster Roman so gut wie möglich wird. Es ist schade genug, dass ich ehrlich eingestehen und einsehen muss, dass es für ihn wohl kein Potenzial gibt, bei einer Literaturagentur oder einem Verlag unterzukommen. Das sage ich nicht, weil ich ihn für schlecht halte, sondern weil ich nicht glaube, dass sein Thema eines ist, das im Moment Interesse findet.

Eigentlich ist es doch komisch, oder? Romane wie die von Stephen King, Wolfgang Hohlbein oder Dean Koontz werden in hohen Stückzahlen verkauft – und doch hat man in den Publikumsverlagen kaum eine Möglichkeit, so einen Roman an den Mann zu bringen. Und die Kleinverlage sind oftmals bis kurz vor Ultimo mit ihrem Programm eingedeckt.

Da bleibt dann ja praktisch nur noch das Selfpublishing als Möglichkeit übrig!

Jedenfalls bin ich weiterhin an Testlesern für den „Beobachter“ interessiert. Mehr dazu lest ihr in dem entsprechenden Beitrag, den ich hier gerne noch einmal verlinke.

Und dann sind in dieser Woche, wo mich die Motivation auf einmal wieder voll gepackt hat, auf einmal zwei meiner älteren Romane wieder in den Fokus gerückt, nämlich „Die dreisten Drei und ein blubberndes Geheimnis“ und „Darkride“. Wieso, weshalb und warum das so ist, dazu erzähle ich euch voraussichtlich in der kommenden Woche etwas mehr.

Mein Blog

Mein Blog hat diese Woche zum einen widergespiegelt, wie sehr bei mir manchmal die Ups and Downs des Schreibens beieinander liegen. Die entsprechenden Beiträge sind, obwohl es eigentlich so gar nicht geplant war, eine Art Spiegelbild meiner Autorenseele geworden. Und wie ich in ihnen schon andeutete, bin ich sehr froh, sie geschrieben zu haben.

Neben der Suche nach den Testlesern, die ich oben schon ansprach, möchte ich noch einmal auf das Aktionsangebot der Telekom (gültig noch bis 19.07.) aufmerksam machen, bei dem man einen Videokurs für Selfpublisher von Matthias Matting umsonst buchen kann. Dieser ist es absolut wert, angesehen zu werden. Ich jedenfalls habe viel Neues daraus erfahren und die Art von Herrn Matting, Wissen zu vermitteln, zu schätzen gelernt.

Hohe Klickzahlen hat mir darüber hinaus der Beitrag beschert, in dem es um die Buchhandlungen mit dem Namen „Wortwerke“ ging, in denen gezielt Bücher von Selfpublishern und Kleinverlagen verkauft werden. Vielen Dank für euer Interesse!

Multimedia

Diese Woche habe ich auf meinem eReader das Buch „111 Gründe, das Böse zu lieben“ gelesen. Es handelt sich dabei, wie der Name schon sagt, um eine Auflistung von 111 Schurken, Monstern und Bösewichtern, in der Hauptsache aus Romanen, Filmen und Überlieferungen. Jeder dieser Gründe wird auf einigen Seiten vorgestellt, Filme werden kurz zusammengefasst und oft gibt es auch interessante Hintergründe dazu, welchen Einfluss der jeweilige Inhalt auf die Menschen oder Kultur seiner Zeit gehabt hat. Oder die Autoren belassen es bei einigen Anekdoten.

So erfahren wir, wieso Darth Vader eigentlich der Hauptdarsteller in „Star Wars“ war, wieso „Der weiße Hai“ zunächst einmal ein Albtraum für den Regisseur geworden ist und dass einer der größten deutschen Serienkiller es zu einem eigenen Schlager gebracht hat.

Heute habe ich, endlich, mit der Lektüre von „Er ist wieder da“ von Timur Vermes begonnen. Wahrscheinlich bin ich sowieso der Letzte, der diesen Roman liest, in dem es darum geht, dass Adolf Hitler 66 Jahre nach seinem vermeintlichen Selbstmord im Berlin der Neuzeit erwacht und feststellen muss, dass sich das Deutsche Reich ganz schön geändert hat, seit er das Ruder aus der Hand gegeben hat.

Ich habe eine Weile mit dem Lesen dieses Romans gezögert, weil ich mir nicht so recht vorstellen konnte, in das Denken dieses Menschen einzudringen, über den und seine Taten ich schon einige Dutzend Bücher gelesen habe. Mit filmhaften Darstellungen habe ich keine Schwierigkeiten, aber das ist eine andere Form der Distanz, die ich aufbringe, anderen Menschen aber bereits schwerfällt. Mein Vater hat sich zum Beispiel geweigert, den Film „Der Untergang“ zu sehen, weil er gar nicht sehen, will wie dieses menschliche Monster als alter, kranker und verwirrter Mensch dargestellt wird. Für ihn ist Hitler die Bestie, die nicht vermenschlicht werden darf. Und für mich war er der Diktator, der nicht Gegenstand einer Komödie sein kann.

Aber jetzt werde und will ich mich darauf einlassen und ich muss ehrlich sagen, dass Vermes eine Art zu schreiben hat, die mich sehr schnell in die Geschichte gezogen hat. Ich bin jedenfalls gespannt darauf, wie es weitergehen wird.

Nebenbei habe ich, zumindest zeitlich passend, da im Deutschland der 30er-Jahre angesiedelt, damit angefangen, das Hörbuch „Honigtot“ von Hanni Münzer zu hören. Es handelt sich um eine Familiengeschichte im besten Sinne, die sich sehr gut „nebenbei“ weghören lässt. Das Hörbuch ist übrigens, Stand heute um 17.30h, immer noch für 1,99 Euro über Google Play zu erwerben!

Apropos Erwerb: Am sogenannten Prime Day, als Amazon so um die 10.000 oder mehr Schnäppchen und solche, die es sein sollten, herausgehauen hat, habe ich mir zwei Musikalben günstig als Download geschossen.

Das eine ist die Remastered Deluxe Version von Mike Oldfields „Discovery“ (erwähnte ich schon einmal, dass ich Oldfields Musik liebe?), das andere das Album „Gipfelstürmer Live“ von Unheilig. Ich glaube, das ist dann jetzt das fünfte Album der Band, das ich mir für 2,99 Euro bzw. 3,99 Euro gekauft habe. Für diesen Preis kann man auch ein Livealbum mal mitnehmen, fand ich.

Der bemerkenswerteste Film, den ich diese Woche gesehen habe, war (zum wiederholten Male) „Saw„. Ich weiß, ich weiß, für die meisten ist es sinnloses Aneinanderreihen von Scheußlichkeiten und Gewalt, was diese Reihe zu bieten hat. Aber zumindest der erste Film hat in seinem Terror, seiner Inszenierung von Ursache, Wirkung und Moral, einen ganz eigenen Sog, dessen ich mich auch bei dieser erneuten Sichtung nicht verschließen konnte.

Und was die weiteren Sequels angeht … ich kenne bis jetzt nur Teil 1 und Teil 2, aber das werde ich, anhand einer inzwischen erworbenen, Komplettausgabe der siebenteiligen Reihe, nach und nach korrigieren. Und vielleicht bin ich am Ende dann auf Seiten der Mehrheitsmeinung, vielleicht aber auch nicht. Ich gehöre ja auch zu denen, die sich auf jeden neuen Film der Reihen „Halloween“ und „Freitag der 13.“ freuen …

Famous Last Words

Hier könnte ich 1:1 die Worte von letzter Woche übernehmen, dass ich schon zu viel erzählt habe, viel gequasselt habe, wenn man so möchte. Dieses Format ist in der Tat extrem raumgreifend. Dabei hatte ich mir den Sonntagsreport ursprünglich als kurze Zusammenfassung dessen vorgestellt, was ich die Woche so getrieben habe.

Tja, was weiß ich schon!

Viele Grüße und guten Wochenstart

Michael

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Ein Gedanke zu “Der Sonntagsreport vom 17.07.2016

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