Eine Anthologie für Duisburg

Über eine Meldung des Börsenblatts wurde ich auf eine besondere Aktion der Mayerschen Buchhandlung in Duisburg aufmerksam gemacht:

Im sogenannten „Duisburger Buchprojekt“ möchte die Mayersche ein Buch mit Texten von Duisburgern für Duisburger veröffentlichen. Das Thema lautet „Begegnungen“. Darunter lassen sich natürlich viele Inhalte fassen, wobei in den heutigen Zeiten selbstverständlich das Thema „Flüchtlinge“ sofort und von ganz alleine in den Fokus rückt.

Wie ihr wisst, lebe ich in Duisburg und könnte mich daher an dieser Anthologie beteiligen, zumal die Ausschreibungsanforderungen recht moderat sind. Im Wesentlichen muss man älter als 16 sein und in Duisburg leben. Dass der Text frei von Rechten Dritter sein muss, versteht sich von alleine.

Aus den besten Texten will die Mayersche, unter der Schirmherrschaft des Duisburger Oberbürgermeisters, besagtes Buch, eine Anthologie machen. Die Verkaufserlöse werden dabei gespendet.

Meine spontane Reaktion lautet: Wieso nicht? Es könnte nicht schaden, bei einer Ausschreibung mitzumachen, bei welcher der Kreis der Teilnehmer gegenüber anderen Ausschreibungen auf geographische Weise eingeschränkt ist. Vielleicht erhöht das meine Chancen. Und bis zum 30.09.2016 ist auch noch lange genug Zeit, um die maximalen 9.000 Zeichen zu schreiben.

Stoff für Begegnungen bietet Duisburg genug, zumal das Genre nicht eingeschränkt wurde. Neben den Texten zum Thema Flüchtlinge fällt mir spontan etwas zum Thema Begegnungen zwischen linksrheinischen und rechtsrheinischen Stadtteilen ein – immer noch ein heißes Thema in den betroffenen Gebieten. Oder man taucht in die Geschichte der Stadt ein und wählt sich ein Thema aus – es muss ja nicht der ewige Schimanski sein, zumal das aufgrund der Rechte schwierig werden dürfte ;-).

Was mir nicht so richtig gefällt ist, dass man der Mayerschen zeitlich uneingeschränkt die urheberrechtlichen Nutzungsrechte für die Anthologie einräumt. Ich gehe davon aus, dass die Anthologie ein eher kurzzeitiges Leben führen dürfte und hätte es daher nicht schlecht gefunden, diesbezüglich eine Regelung in den Teilnahmebedingungen aufzuführen. Aber vielleicht bin ich da auch zu Unrecht empfindlich. Mir fehlen schlicht auch die Erfahrungen. Es liest sich halt komisch.

Aber die wesentliche Frage ist ja, ob mir erstens wirklich ein guter Text in den Sinn kommt und ob der zweitens dann auch für die Anthologie ausgewählt werden würde.

Ich schreibe mir das erst einmal in meinen Kalender und dann sehen wir weiter :-).