Der Sonntagsreport vom 31.07.2016

Hallo und schön, dass ihr da seid!

Die vergangene Woche war eine komische Woche, die sich sehr fragmentiert angefühlt hat. Viele kleine Dinge, die hier zu erledigen waren, dort zu erledigen waren und am Ende des Tages manchmal immer noch nicht erledigt gewesen sind. Und das kann ganz schön schlauchen, wie ihr vielleicht selber wisst. Da ist es ein gutes Gefühl, immer noch Urlaub zu haben, auch wenn der bereits zur Hälfte vorbei ist.

Falls sich jetzt jemand die Mühe macht, nachzuzählen: Ja, ich habe eine unverschämt lange Zeit Urlaub. Das kommt daher, dass ich immer noch Urlaubstage aus Vorjahren vor mir her schiebe, weil ich damals durch eine sehr lange Krankheitsphase nicht dazu kam, ihn zu nehmen. Und so kann ich jetzt das im Moment mal wieder eher durchwachsene Wetter meiner Heimatstadt genießen und ein wenig mit euch plaudern.

Ganz zu schweigen natürlich davon, dass ich mich um einige Dinge kümmern konnte, die ich euch, wie üblich, im Folgenden vorstellen mag.

Mein Schreiben:

Die wichtigste Nachricht in dieser Woche ist sicher, dass sich die Sache mit dem Lektorat weiter konkretisiert hat. Ich möchte da noch nicht von „Vollzug“ sprechen, aber ich habe einen Austausch, der sich ganz gut anlässt :-). Mehr dazu, wenn die Zeit reif dafür ist. Entschuldigt, wenn ich ein wenig vage bleibe, aber besser einmal an der falschen Stelle zu viel geschwiegen, als an der falschen Stelle zu viel geplappert …

Dann habe ich in dieser Woche bereits die erste Reaktion einer Testleserin zum „Beobachter“ erhalten. Nun, ich bin ein ganz klein wenig … beeindruckt davon. Es finden sich eine Menge interessanter Anmerkungen in dieser wirklich wertvollen Reaktion, über die ich nachdenken sollte, muss und werde. Aber auch das ist noch ein wenig zu früh, um wirklich viel darüber zu schreiben. Außerdem möchte ich nicht die Meinung von anderen Testlesern beeinflussen – klingt logisch, hoffe ich. Bis heute Abend haben Nachzügler noch die Chance, sich als Testleser für den August zu melden!

Am Mittwoch habe ich eine Kurzgeschichte hier auf dem Blog veröffentlicht und mich damit an der vierten „Clue Writing Challenge“ beteiligt. Jetzt habe ich schreibtechnisch erst einmal wieder eine kleine Lücke, wobei ich den August nutzen möchte, um zumindest noch eine Geschichte für die Duisburg-Anthologie zu schreiben.

Und im September geht es dann noch einmal ans Überarbeiten des „Beobachters“. Ungefähr ein Jahr, nachdem ich damit begonnen habe, ihn zu schreiben. Verdammt, vergeht die Zeit manchmal schnell!

Mein Blog

Ist euch eigentlich aufgefallen, dass es am Montag keinen neuen Beitrag in diesem Blog gegeben hat? Soll ich einmal nachsehen, wie lange das zuvor nicht mehr vorgekommen ist?

Die Antwort kenne ich schon und deswegen habe ich es auch bleiben lassen. Aber es werden schon so zwei Monate sein, denke ich. Ich war erstaunt, wie natürlich es sich anfühlte, auch einfach mal „fünfe gerade“ sein zu lassen. Nachdem ich ja schon angekündigt hatte, dass es dazu kommen könnte, war es auch kein Problem mehr.

Aber die Kombination aus den Umbaumaßnahmen in unserem Wohnzimmer, des unverhofften Werkstattbesuchs unseres Autos (fragt nicht) und meines Geburtstags in dieser Woche, machte es einfach unumgänglich, ein wenig die Zügel schleifen zu lassen.

Ich finde es immer noch erstaunlich, wie sich sofort bemerkbar macht, dass die Zugriffszahlen abstürzen. Und es dauert dann auch immer ein paar Tage, bis sie sich wieder erholen, selbst dann, wenn ich längst wieder zum täglichen Turnus zurückgekehrt bin. Der Statistiker in mir möchte immer hingehen und Theorien dazu aufstellen und diskutieren – aber wenn ich das tue, dann vergraule ich meine Besucher wahrscheinlich für immer und das wäre dann mehr als nur ein wenig kontraproduktiv.

Multimedia

In der letzten Woche hatte ich verhältnismäßig wenig Zeit zum Lesen. Nachdem ich mit  „Er ist wieder da“ durch war, der bei mir ein zwiespältiges Gefühl hinterlassen hat, habe ich mit dem neuen Roman von Marcus Johanus begonnen: „Tödliche Wahrheit„, der zweite Teil seiner Serie rund um geheimnisvolle Vorgänge im ostdeutschen Städtchen Kelltin. Bis jetzt gefällt mir der Roman sehr gut, auch wenn es stellenweise weh tut, der Dekonstruktion einer vormals sehr sympathischen Hauptfigur zuzusehen. Ich gehe aber davon aus, dass sich das im Handlungsverlauf alles noch wieder regulieren wird.

Dafür habe ich diese Woche zwei ganz hervorragende Radiohörspielserien gehört, die auch beide zum Zeitpunkt des Erscheinens dieses Artikels noch heruntergeladen werden können – was ich hiermit dringend empfehle!

In „The Cruise“ geht es um eine Gruppe von 30 Menschen, die als einzige auf einem riesigen Kreuzfahrtschiff, der „Princess of Wales“ übrig bleiben, nachdem alle anderen Passagiere und Besatzungsmitglieder auf geheimnisvolle Weise verschwunden sind. In acht Folgen und insgesamt über sechseinhalb Stunden wird erzählt, wie es dazu kam, was weiterhin passiert und warum nicht alles immer so ist, wie es zu sein scheint.

Die Infektion“ ist ein Horrortrip par Excellence! In Köln treten die ersten Anzeichen einer Pandemie auf, die sich rasend schnell verbreitet. Menschen, die infiziert werden, stehen von den Toten wieder auf und verbreiten die Infektion weiter. Man könnte es für eine Zombie-Geschichte halten, wenn nicht alle Personen immer wieder darauf bestehen würden, nicht das „Z-Wort“ zu benutzen. Geschildert wird der Überlebenskampf der jungen Ärztin Claudia, der sie aus Köln heraus, über die Insel Helgoland bis auf ein Boot mitten auf hoher See führt. Knappe drei Stunden Hochspannung mit tollen Schauspielern!

Famous Last Words

Das soll es auch schon wieder gewesen sein, meine Freunde. Ich wünsche euch, dass die kommende Woche für euch ein paar nette Tage bereithält und die Highlights die Lowlights übersteigen.

Wie Jochen Busse seinerzeit immer am Ende einer Comedysendung im Fernsehen sagte:

Bleibt mir gewogen!

Euer Michael