Zehn Tage Carolinensiel – Ein paar Impressionen

Jetzt ist dieser zehntägige Urlaub auch schon fast wieder eine ganze Woche vorbei. Und da ich bis jetzt noch nicht dazu gekommen bin, euch ein paar Impressionen zu zeigen, wird es allerhöchste Zeit, denke ich!

Ich habe einiges an Fotos gemacht, aber wieder einmal feststellen müssen, dass die Kamera meines Samsung Galaxy S5mini nicht wirklich das Gelbe vom Ei ist. Das vergesse ich dann wieder, bis ich das nächste Mal auf die Idee komme, Fotos machen zu wollen. Ist einfach so. In diesen Dingen bin ich tierisch nachlässig und, wenn man so möchte, auch erfahrungsresistent.

Sei es drum, hier bekommt ihr eine klitzekleine Auswahl an Fotos, die sich dadurch auszeichnen, dass sie weder total verwackelt sind, noch unscharf, noch irgendwelche Personen zeigen, die mit mir verwandt sind. Dass ich mich hier so ins Schaufenster stelle, ist das eine, meine Familie und ihre Privatsphäre das andere.

LandgewinnungWie ihr bereits wisst, waren wir in Carolinensiel. Ein Ort, der auf eine lange und teils erfolgreiche Geschichte als Handelsort zurückblicken kann, inzwischen aber nur noch vom Tourismus und seiner Eigenschaft als Museumshafen (siehe Beitragsbild) lebt, weil durch die Veränderungen an der deutschen Küstenlinie eine Art Binnenhafen aus ihm geworden ist. Das obere Foto zeigt sehr gut, wie die Entwicklung aufgrund der Landgewinnungen im Küstenraum Ostfriesland gewesen ist.

Carolinensiel bezeichnet sich selbst als Ort der drei Häfen, was sich auf den Museumshafen im Ortskern, den Yachthafen auf der Flußseite der großen Schleuse in Harlesiel und den dahinter gelegenen Seehafen bezieht, von dem aus zum Beispiel die Fähre zur Insel Wangerooge ablegt.

Hinter dem Sieltor ist das Leben oftmals sehr beschaulich, wie folgendes Bild zeigt, das allerdings nicht in Carolinensiel, sondern in Greetsiel aufgenommen wurde:

GreetsielMeine Fotos aus dem Hafen von Carolinensiel zeigen leider alle meine Frau und die Kinder, aber ich kann euch ein Bild präsentieren, auf dem ihr eines der für die frühere Sielschifffahrt typischen Plattbodenschiffe, sogenannte Tjalken, sehen könnt, das gerade von Harlesiel auf dem Weg in den Museumshafen ist. Charakteristisch sind die großen Seitenschwerter, mit denen bei Wind und Wetter die Stabilität des Bootes gewährleistet werden kann. Diese Art Schiff findet man nur im Bereich der deutschen und holländischen Küste, wo sie gebraucht wurden, um bei Niedrigwasser gefahrlos im Watt „stranden“ zu können.

TjalkAber was wäre ein Seeurlaub ohne Schiffstour? Und so fuhren wir von Hooksiel aus bei zunächst ruhiger See

Hooksielzur einzigen deutschen Hochseeinsel, nach Helgoland. Auf dem Weg dorthin ging es dann durch einigermaßen raue See, so dass an Bord des Schiffes eifrig dem Meeresgott geopfert wurde … aber darüber schreibe ich die Tage noch einmal eine kleine Kolumne. Bis dahin möchte ich euch wenigstens schon einmal das Wahrzeichen der Insel, die „lange Anna“ zeigen:

Lange_AnnaAnsonsten haben wir noch einen schönen Tag in Wilhelmshaven verbracht, wo wir uns nicht nur die Ergebnisse des gerade abgehaltenen Street-Art-Festivals angesehen haben,

Streetartsondern auch das örtliche Aquarium, das einiges an typischen Nordseefischen, aber auch die inzwischen obligatorischen „Nemos“ und „Dories“ präsentiert. Ein Highlight waren die drei Seehunde, die ihr auf dem folgenden Bild dabei beobachten könnt, wie sie für ein Experiment trainiert werden, bei denen ihnen später einmal Augentropfen verabreicht werden sollen. Im Moment ist in den Pipetten das reine Meerwasser, aber sie sollen schon einmal daran gewöhnt werden, dass sie von den Dingern nichts gefährliches zu erwarten haben. Die Belohnung mit leckerem Fisch ist dabei selbstverständlich.

Aquarium_WilhelmshavenUnd dann gibt es in Wilhelmshaven noch das deutsche Marinemuseum, das nicht nur einiges an normalen Exponaten aus der gesamten Geschichte deutscher Kriegsflotten zeigt, sondern auf dem Außengelände auch mehrere begehbare Kreuzer, Minenboote und – als Highlight – ein U-Boot. Wem da nicht sofort die markante Filmmelodie von Klaus Doldinger durch den Kopf geht, dem kann ich auch nicht helfen.

MarinemuseumGerade dieses Museum hat für mich den einen oder anderen positiven Seiteneffekt gehabt, weil weite Teile meines Romans „Die Welt der stillen Schiffe“ ja unter anderem auf einem Zerstörer spielen. Da konnte ich einiges an Eindrücken mitnehmen, so wie die gesamte See mich in gewisser Weise erfrischt hat.

Auch mein „Beobachter“ spielt ja an der See und da war es gut, Möwen zu hören, Leuchttürme zu sehen und Wellengang zu spüren, um mich auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten.

Und als Urlaubsfazit? Wir wollen wiederkommen, es war schön dort!

Ich hoffe, dass euch die paar Fotos gefallen haben. Habt noch einen schönen Tag!

Advertisements

3 Gedanken zu “Zehn Tage Carolinensiel – Ein paar Impressionen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s