Linktipp: 60 Wörter, die deinen Text vergiften – mit Gegengift

Ich folge ja so manchem Newsletter und so manchem Blog. Das ist auch noch nach dem kleinen Großreinemachen von letzter Woche der Fall. Und heute zeigt sich auch sofort wieder, wieso es gut ist, das zu tun. Denn der Artikel, den ich auf der Website schreibsuchti.de gefunden habe, ist ein echter Geheimtipp für alle Autoren, Blogger und Schreiber überhaupt.

Axel Maluschka stellt in diesem Artikel, der den schönen Namen „60 Wörter, die deinen Text vergiften“ trägt, 60 Unwörter vor, die einen Text verwässern, langweilig oder sonstwie schlecht machen.

Beinahe muss ich sagen, dass es Ehrensache ist, dass ich einige dieser Wörter mit Vorliebe in meinem Blog benutze, ähem.

Aber für die Überarbeitung meiner Romane ist diese Liste Gold wert! Denn viele Dinge, die Axel in seinem Artikel erwähnt, gelten auch für Romane. Auch dort kann ein falsches Wort einen großen negativen Einfluss ausüben. Und das Schöne ist ja, dass er Möglichkeiten, diese Schwächen zu beheben, direkt als Alternativen mit anbietet.

Deswegen steht für mich fest, dass ich bei der kommenden Überarbeitung von „Der Beobachter und der Turm“ und auch generell diese Liste durcharbeiten werde. Man muss ja nicht wirklich jedes einzelne Vorkommen eliminieren, schließlich hat ja jeder auch noch seinen eigenen Stil. Aber es ist zum Beispiel eine Möglichkeit, auf die Häufigkeit des Einsatzes zu schauen. So, wie ich es heute ja schon mit Wörtern wie „wahrscheinlich“ oder „zum einen“ mache.

Und weil der Artikel samt seiner ebenfalls lesenswerten Kommentare, in denen weitere Beispiele gesammelt werden, lang genug ist, halte ich mich an dieser Stelle einfach mal kurz. Also: Rübersurfen, durchlesen, abspeichern, benutzen.

Danke, Axel!

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19 Gedanken zu “Linktipp: 60 Wörter, die deinen Text vergiften – mit Gegengift

  1. Ich habe den Artikel auch gefunden und (natürlich? ^^) auch die eine oder andere sprachliche Unart bei mir entdeckt. Gerade das Wörtchen „natürlich“, das ich ausgesprochen gerne als Einleitung benutze, wenn ich zwei Positionen gegeneinander abwägen will. „Natürlich kann man es so sehen, aber …“ kommt mir freundlicher vor, als: „Man kann das so sehen, aber …“ Das Zweite Beispiel klingt für mich so, als sei die logische Fortsetzung: „… dann bist du eben ein Depp.“
    Muss noch darüber meditieren, welche Variante besser ist. Aber im Zweifel schläfere ich meine Leser lieber durch Langeweile ein, als sie mit grimmiger Arroganz zu vergraulen. ^^

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    • Ja, jeder muss seinen Mittelweg finden, womit er sich gut fühlt und was ihm zu viel wird. Und auch nicht ganz unwichtig: Das Ganze richtet sich ja eigentlich (auch so ein Wort) an Blogger, gerne auch an Business-Blogger. Da gelten vielleicht noch einmal andere „Regeln“.

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  2. Lieber Michael,
    Ich habe besagten Artikel noch nicht gelesen, aber würde es nicht mehr Sinn ergeben, herauszufinden, was die eigenen Füllwörter sind und diese versuchen zu eliminieren, statt sich an einer Liste von jemand anderem entlang zu hangeln? Hattest du sowas ähnliches nicht auch schon mal gemacht? Mir spukt da ganz vage ein Artikel von dir im Kopf herum … . 😄

    Liebe Grüße,
    Kiira

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    • Liebe Kiira,

      ja, du hast Recht, ich habe für mich selber auch so eine Liste erstellt. Aber das bedeutet ja nicht, dass da nicht noch mehr Wörter lauern, die vielleicht mehr kaputt machen, als sie Gutes tun.

      Gut finde ich an solchen Artikeln immer, dass sie die Scheuklappen vor den eigenen Augen ein Stück weit lüften. Bei manchen Wörtern sind mir meine „Sünden“ sehr bewusst, bei anderen … eher nicht so.

      Ich habe jedenfalls schon einige Anregungen gefunden, die ich auf jeden Fall im eigenen Text noch mal prüfen werde. Nicht sklavisch, versteht sich.

      Liebe Grüße
      Michael

      PS: Wenn dir Artikel von mir im Kopf herumspuken … who’re you gonna call!?

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  3. alleinsein1974 schreibt:

    Ich bin ja kein Autor ich benutze Worte wie mir der Schnabel gewachsen ist. Natürlich schreibt ihr Schreiberlinge nicht wie ihr redet…..aber ( nur mal doof gefragt )ist das manchmal nicht auch doch etwas was jemanden ausmacht, ???

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    • Jain. Ich würde an der Stelle klar unterscheiden zwischen dem, was in Beschreibungen, etc. gesagt wird, und dem, was man den Charakteren in den Mund legt. So gehe ich jedenfalls vor.

      Im Fließtext können manche Ausdrücke, vor allem dann, wenn sie geballt auftreten, tatsächlich einen gewissen Schaden anrichten. Wenn diese Ausdrücke aber zur Fefinition eines Charakters gehören, dann sollte man sie auf jeden Fall verwenden.

      Und am Ende sind das sowieso alles keine dogmatisch in Stein gehauenen Regeln, sondern alles eine Frage des Gefühls :-).

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