Social Media und ich – eine schwierige Beziehung

Auf dem Blog der Autorin Nike Leonhard bin ich gestern auf einen Artikel gestoßen, den ich genau in dieser Form seit Monaten als Entwurf für meinen eigenen Blog mit mir herumschleppe. Denn auch ich habe ein gewaltiges „Problem“ mit Social Media. Ich weiß einfach nicht, wie ich nun wirklich am besten damit umgehen soll.

Dazu muss ich sagen, dass ich vor dem ganzen Autorendings ein sehr zwiespältiges bis ablehnendes Verhältnis zu den ganzen Plattformen und sozialen Netzwerken gehabt habe. Für mich waren sie alle mehr oder weniger entweder nutzlose Linkschleudern oder gefährliche Datenkraken. Das Konzept des „Inhalte teilen“ war mir zwar durchaus geläufig und es hatte ja auch immer schon etwas für sich, aber dennoch.

Und so kam es, dass ich nie dabei gewesen bin. Nicht bei MySpace, nicht bei StudiVZ, nicht so wirklich bei StayFriends. Und Facebook war für mich, der sich ein ganz klein wenig mit dem Thema Datenschutz beschäftigt hatte, so etwas wie der Inbegriff des Datenlecks. Biete lustige Katzenbilder gegen Informationen darüber, was du letzte Woche gegessen hast. Und mit wem und welche Unterwäsche ihr beide dabei trugt. Nein, vielen Dank auch!

Aber jetzt bin ich eben als Autor im Netz unterwegs und ich weiß, dass es sich für einen Autor nicht geziemt, auch nur einen einzigen möglichen Kanal außer Acht zu lassen, mit dem er vielleicht seine Leser erreichen kann. Denn gerade dann, wenn man über das Selfpublishing nachdenkt, wie ich es tue, sind die sozialen Kanäle das erste, das beste und das nachhaltigste Mittel, um genau das zu tun.

Die Menschen sind bei Facebook, sie sind bei Twitter, sie sind bei Snapchat. Da sind sie und warten darauf, dass ich sie mit Informationen über mich, meine Arbeit und meine Pläne füttere. Na gut, vielleicht warten sie noch nicht, aber irgendwann wird das ganz bestimmt kommen :-).

Aber eines hat sich nicht geändert: Ich weiß einfach nicht, wo ich die Zeit hernehmen soll, um mich mit allem so auseinanderzusetzen, wie es wahrscheinlich sein „müsste“.

Die Technik hilft mir zumindest ein ganz kleines bisschen, indem die Beiträge, die ich hier im Blog schreibe, auch automatisch nach Facebook, Twitter und Google+ durchgeschossen werden. Aber das alleine ist noch nicht unbedingt genug.

Eine Zeitlang habe ich versucht, auf Facebook auch andere Dinge zu posten, aber das wurde mir zu konfus, irgendwie. Twitter nutze ich sporadisch, wenn ich gerade mal Lust habe. Und die Blogs anderer Leute … Ich kommentiere lange nicht mehr so viel, wie ich es mal gemacht habe. Leider.

Dabei weiß ich ja, dass es auf jeden Fall richtig und wichtig ist, sich zu präsentieren und in Kontakt zu treten. Selbst wenn man, so wie ich, noch gar keine Veröffentlichung am Start hat. Ich glaube auch wirklich, dass man den einen oder anderen Kauf so generieren kann.

Meine Strategie für den Anfang war, mir auf so ziemlich jedem Netzwerk, das mir eingefallen ist, einen Account einzurichten, bevor die halbwegs brauchbaren Namenskombinationen vergriffen sind – man sollte gar nicht glauben, wie viele Menschen ‚Michael Behr‘ heißen!

Ich weiß jetzt schon, dass ich wahrscheinlich meinen Snapchat-Account nie benutzen werde, weil ich das Netzwerk nicht richtig verstehe und auch niemanden kenne, der es wirklich benutzt. Es scheint daher nicht ganz meine Zielgruppe zu bedienen.

Ob ich mich jemals vor eine Videokamera setze und etwas mit meinem YouTube-Account anstelle, das wage ich für den Moment auch noch zu bezweifeln. Wobei … so als virtuelle Lesung, vielleicht, irgendwann …

Und da haben wir es wieder, das Killerargument: Die sozialen Netzwerke erschaffen Möglichkeiten. Sicher, es gibt auch Probleme, die man ohne sie nicht haben würde, aber dieses Schicksal teilen sie mit einigen sehr guten Erfindungen und Entwicklungen.

Erschwerend kommt für mich noch hinzu, dass ich kein guter Selbstvermarkter bin. Das werde ich noch in den Griff bekommen müssen, wenn mein erster Roman erscheint.

Solange eiere ich noch ein bisschen durch Facebook und Twitter, mache mir Gedanken über Pinterest und Instagram und werfe skeptische Blicke auf YouTube und SoundCloud.

Und wie ist so eure Beziehung zu den sozialen Netzwerken?

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21 Gedanken zu “Social Media und ich – eine schwierige Beziehung

  1. Mhm, ja. Wie schon im Artikel beschrieben: Gleiches Problem hier. ^^
    Wenn ich denn wüsste, wo sich die Leute rumtreiben, die meine Bücher gerne lesen würden, würde ich mich ihnen wirklich gerne vorstellen. Aber da ich das nicht weiß, hänge ich, wie auch im richtigen Leben, vor allem in der Kneipe, pardon: dem Netzwerk ab, in dem ich mich am wohlsten fühle und hoffe, dass die Leute, die ich dort kennenlerne, auch literarisch auf meiner Wellenlänge surfen, irgendwann neugierig auf meine Geschichten werden und nie wieder davon loskommen, sondern allen Bekannten und Verwandten damit auf die Nerven gehen, dass die uuuuuuunbedingt meine Werke lesen müssten.
    P.S.: Der letzte Satz taugt übrigens nur bedingt als Kostprobe meines Schreibstils. Die Sätze in den Büchern sind im allgemeinen deutlich kürzer. Also bitte nicht abschrecken lassen, sondern im Zweifel in die Leseproben im Blog gucken.
    P.P.S.: Entschuldige Michael, dass ich jetzt nebenbei auch schamlos Werbung für mein Blog und meinen Kram gemacht habe. Du bist herzlich eingeladen, dich bei mir genauso auszutoben. 😉

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    • Hallo Nike,

      kein Problem mit der Werbung. Wenn der Zeitpunkt kommt, werde ich mich schamlos revanchieren ;-).

      Der Kneipenvergleich ist übrigens immer wieder schön und passend! Schlecht ist es nur, wenn man irgendwann keinen Alkohol mehr trinken darf, so wie ich. Dann sind alle rundherum gut abgehangen und man selbst fragt sich, wo man eigentlich gelandet ist *lach*.

      LG
      Michael

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  2. Die sozialen Medien sind die Möglich zur Selbstvermarktung und ein gesellschaftlicher Part, wie es der Philosoph Byung-Chul Han beschrieb, um sich selbst zu entblößen. Alles ist transparent und durchsichtig. es gibt keine Geheimnisse mehr. Die letzten privaten Schranken fallen – zumindest gegenüber der Industrie. Denn nicht wenig Menschen beginnen auf Twitter & Co. eine völlig andere Persönlichkeit abzubilden, als sie in Wahrheit darstellen. Dadurch täuschen sie sich und andere, ohne aber die „Big Data Krake“ zu überlisten. However: Ein paar „Hochleistungstools“, etwas Textoptimierung, einige Videos und Bilder, und dem Reichweitenaufbau steht nichts mehr im Wege.

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    • Hm, ich weiß nicht, ob das wirklich Schranken sind, die gegenüber der Industrie fallen. Das würde voraussetzen, dass sich jemand bei Facebook all diese Katzenbilder wirklich ansieht – was ich mir bei aller Paranoia nun doch nur schwer vorstellen kann ;-).

      Aber was den Persönlichkeitsverlust oder -wechsel angeht, da hast du sicher Recht. Wobei ich das auch für etwas Normales halte. Ich bin immer nur das Ich, das ich andere auch sehen lassen will. Egal ob Online oder Offline.

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      • Ja, die Verschiebung des Ichs ist zu einem Ideal oder Selbstbild ist sicher auch im Real Life gegeben, allerdings dort nicht derartig massiv möglich. Im Netz kannst du dir ja eine völlig neue Identität aufbauen (was auch passiert), die kaum bis gar nicht an die Ursprungsperson erinnert. Die Cat Pictures 😉 schaut sich sicher kein Mensch bei FB an. Dafür gibt es „kluge“ Programme. Die lesen das Surfverhalten aus, welche Beträge, Videos, Seiten etc. geklickt und gesucht werden und spielen dir dann „passende“ Inhalte in die Timeline bzw. Werbung in dein Blickfeld.

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      • Na ja, „Doppelidentitäten“ wie die von dir beschriebene hat es auch früher gegeben. Aber du hast schon Recht, dass das Internet es da wesentlich vereinfacht hat. Alleine die Tatsache, dass auch schüchterne Menschen wie ich vollkommen unvoreingenommen mit Fremden einfach drauflosplaudern können, ist da ja schon ein Fingerzeig. Wohlgemerkt einer der aussagt, dass das mit den neuen Identitäten ja nicht immer etwas Schlechtes sein muss :-).

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  3. Hallo Michael!

    Ich kann deine Gedanken mehr als verstehen!

    Inzwischen tummle ich mich ja fleißig auf FB, WordPress und Twitter, aber das war nicht immer so und hat mir am Anfang auch eine Heidenangst gemacht. Wie du traue ich Facebook auch nicht, halte sie sogar für mehr als korrupt – aber meine Tätigkeit als Sängerin hat mich mehr oder weniger „gezwungen“, dorthin zu gehen, davor war ich nicht einmal privat da. Ich habe es dann einfach wie einen zusätzlichen Mail-Account gebraucht, und was wäre mir nicht alles an guten Möglichkeiten und neuen Freundschaften entgangen, hätte ich mich dort nicht angemeldet … Einfach das Beste draus machen. Ja, und inzwischen macht es mir sogar sehr viel Spaß. Wenn es auch stimmt: Es ist zeitfressend. Wo ich am Anfang sehr aktiv war, habe ich mich inzwischen zurückgenommen, um meine täglichen Dos – wie auch das Schreiben selbst – genauso weiterverfolgen zu können.

    Wenn ich an deiner Stelle, würde es für mich zwei Möglichkeiten geben. Möglichkeit 1: Du willst dich eigentlich ins Social Media begeben, es ist nur so beängstigend. Das ging mir genauso. Ich habe es dann folgendermaßen gemacht: Step by step. Zuerst gab es nur den privaten WordPress-Account, irgendwann habe ich dann den offiziellen und WordPress erstellt, und erst sehr viel später, als ich mich an beides gewöhnt hatte, habe ich den Twitter-Schritt gewagt.

    Und Möglichkeit 2: Du willst eigentlich gar kein Social Media, denkst nur, es wäre unvernünftig, es ganz beiseite zu schieben. Meine bescheidene Meinung dazu ist: Wenn du nicht willst, dann willst du nicht. Und mögen es dir auch ein paar Autoren vorhalten … Es ist nicht Social Media, was deine Bücher verkauft (damit kannst du nur potentielle Leser erreichen), sondern deine Bücher verkaufen sich um ihrer selbst willen und die Werbung, die du darum machst. Das Social Media beim Verkauf eine Hilfe sein kann und heute wichtig ist, will ich dabei gar nicht absprechen. Aber ich kenne eben doch ein paar gut verdienende und sogar eine Bestseller-Autorin, die Social Media NULL nutzen – eine ist nur auf Facebook dabei und postet da auch nicht regelmäßig, sondern nur, wie ihr der Sinn danach steht. Das sind dann aber auch immer sehr gute Posts mit vielen Reaktionen, weil sie online sehr authentisch ist.

    Natürlich gibt es auch den Mittelweg, z.B. nur eine Plattform wie FB. Aber deine WordPress-Seite läuft doch auch prima. Ich würde mich gar nicht fragen, brauche ich mehr (du bist schon gut bedient), sondern: Will ich mehr?

    Und was man natürlich auch machen kann, so habe ich es zuerst gemacht: Bei der jeweiligen Plattform unter falschem Namen anmelden und erstmal gucken. Wenn’s nicht gefällt, kann man sich immer noch löschen lassen.

    So dala, das als meine Gedanken … Irgendwie habe ich Angst, dass die total Oberlehrerinnenhaft rüberkommen, dabei möchte ich das gar nicht *lach*

    Ich kann dich eben nur sehr gut verstehen und habe die leise Hoffnung, dass in meinem Beitrag was drin ist, dass dich dazu inspiriert, zu tun, womit du dich wohlfühlst (<- was ein Unsatz).

    Wünsche dir ein gutes Wochenende 🙂

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    • Hallo Nora,

      ich muss gestehen, dass ich Facebook auch immer noch nicht so wirklich verstehe. Aber ich habe auch noch nicht die Einarbeitungszeit gefunden, die es sicherlich braucht. Aber klar, als Sängerin ist es sicherlich noch einmal wichtiger – aber vielleicht auch leichter? – sich dort zu tummeln.

      Ansonsten machst du mir mit dem, was du schreibst, einigen Mut. Danke dafür! Und es war nicht oberlehrerinnenhaft (was ein Wort). Du hast halt mehr Erfahrungen und es ist doch immer wieder toll, wenn wir die miteinander teilen.

      Danke dafür!

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      • Hallo Michael, dann sag ich mal: Sehr gern 🙂

        Es stimmt, als Sängerin ist es etwas leichter, weil du einfach „du selbst“ sein kannst und alles viel entspannter ist. Bei den Autoren habe ich immer das Gefühl, man muss immer aufpassen, dass man nicht jemanden auf die Füße tritt – empfindsameres Völkchen 😉

        Spaß beiseite: Gerade wenn man nur seine eigene FB-Seite pflegt, geht es um die Leser und sonst nichts. Aber man muss sich eben damit wohlfühlen, denke ich.

        Ich bin sicher, du findest da deinen Weg. Nach wie vor genieße ich es sehr zu lesen, was bei dir so abläuft – ich bin gespannt, wie es weitergeht, auch „Der Beobachter und der Turm“ betreffend 😉

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      • Ich freue mich, dass dir das Lesen bei mir gefällt! Ohne jetzt in „fishing for compliments“ verfallen zu wollen: Welcher Blogautor liest das nicht hin und wieder gerne? 😉

        Und was die Autoren angeht – ein kleines Körnchen Wahrheit liegt in jedem Spaß :-).

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  4. Ich habe keine Berührungsängste mit Social Media, weil ich sie schon benutzt habe, bevor ich damit was „Professionelles“ gemacht habe.
    Den Twitteraccount gibt es seit 2009, den Blog seit 2007 (aus Gruppenzwang und lange Jahre ohne Konzept, Sinn und Verstand) und Facebook habe ich als Person lange extensiv genutzt, habe mich dann runterlöschen lassen und kam erst 2013 wieder, weil die Plattform dann doch gerade für den leidigen Unikram notwendig war und es mir irgendwann zu blöd wurde, die einzige ohne zu sein und damit ein kollektives Stöhnen in meinen Referatsgruppen auszulösen.
    Aber wie man eine Seite bedient, wusste ich, weil ich das vor meiner Facebookauszeit schon mal mit der Seite meines Autorenforums gemacht habe.
    Instagram kam hinzu, weil das so viele Vorteile bietet… Andere Autoren sind auch dort, ich kann zusätzliche Aspekte zeigen (dort landen meine Retrospiel-Käufe) und … ich habe immer gleichgroße Grafiken für meinen Blog, ohne Webspace auf WordPress zu verbrauchen 😛

    Mit anderen Worten: Treib dich dort herum, wo es sich natürlich anfühlt und wo du auch Spaß hast. Wenn du nicht authentisch bist und dich für die Plattform verbiegen musst, merken das auch die Leser.
    Klar, es ist zeitraubend. Aber wenn du einfach eine Zeitnische einrichtest, in der du diesen Aspekt deiner Arbeit pflegst, ist auch das im Rahmen 🙂

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    • Zeitnische? Ich habe Frau, zwei Kinder und einen Kater! Ich frage noch einmal: Zeitnische!? 😉

      Danke für deinen umfangreichen Kommentar! So langsam formt sich ja ein Meinungsbild heraus: Mach das, womit du dich wohl fühlst und mach es, wenn es sich gut anfühlt.

      Muss ich nur noch herausfinden, was genau das ist.

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      • Es gibt IMMER eine Zeitnische. Die letzten Tage hat es mich von der Hitze so ausgeknockt, dass an schreiben nicht zu denken war. Also habe ich mir genau die Zeit, in der ich flach lag und nichts tun konnte, zum Netzwerken genommen.
        Irgendwas geht immer und seien es fünf Minuten.
        Und: Du hast einen Kater? Na dann weißt du, was für Bilder du auf Facebook und Twitter verbreiten kannst/sollst… Nein, eigentlich musst.
        Ich kenne keinen Menschen, der nicht gerne Bilder von Katzenwesen anschaut ❤

        Es ist ja am Wichtigsten, dass du dabei auch Spaß hast. Wie gesagt, sonst merkt man es total und das kostet dich dann eher Leser.

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      • Unser Kater ist weder fotogen, noch lässt er sich gerne fotografieren *lach*.

        Und im Zweifel geht bei mir der Blog halt immer vor Social Media. Was ja auch okay ist, denke ich. Spannend wird das, wenn ich auf die eigene Domain umziehe. Ich bin ja noch nicht davon überzeugt, dass das a) funktioniert und b) mich nicht alle Leser kostet …

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      • Innerhalb von WordPress (also wenn du einfach das Paket für 18$ im Jahr buchst, ohne eigenen Webspace und andere Späße, einfach nur die Domain) verlierst du auf alle Fälle keine Leser.
        Habe ich bei der Lektoratshomepage auch gemacht. Geht schnell und unkompliziert.

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      • Ich werde von WordPress weggehen zu einer eigenen WordPress-Installation auf meiner eigenen Domain. Der Umzug selbst ist auch recht unproblematisch, das habe ich schon einmal getestet. Und danach werde ich mich wahrscheinlich mit Verweisen hier behelfen. Wobei der Umzug mit allen Followern auch klappen soll – manchmal ;-).

        Ich weiß zwar noch nicht, ob ich die anderen Späße brauche, aber ausschließen möchte ich es nicht.

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  5. Hallo Michael,

    Facebook: Für mich No Go. Egal, was der Rest der Welt sich einreden lässt.

    Das Bloggen habe ich eigentlich rein aus Werbegründen (jaja, bäh! 😉 ) begonnen. Erfahrung: bringt nichts. Man muss schon seinen Fan-Kreis _haben_, dann ist so was sinnvoll. (Oder das Selbst-Marketing zu seiner Hauptaufgabe machen, mit viel Zeitaufwand.) – Jetzt bleibe ich dabei, nehme es aber längst lockerer.

    Twitter: Hier scheint mir dasselbe wie beim Blog zu gelten. Immerhin: man kann Blog-Beiträge auch automatisch raus zwitschern lassen. Dann muss man nicht doppelt schreiben.

    Viele andere „Social Medien“ lerne ich auch gerade erst kennen, bei vielen steige ich noch gar nicht durch, wie sie funktionieren und was das Ganze soll. Mein derzeitiger Eindruck: Viel Arbeit für … was?

    Für mit Zeit (und Know-how und Technik …) nicht eben Gesegnete ist Präsenz in Rezensions-, Lese-, Literatur-Foren (Begriff im weiteren Sinne gemeint) wahrscheinlich sinnvoller, als sich auf den Medienmassenmarkt zu stellen, in dem man einem Sandkörnchen am Strand gleicht.

    LG
    Irja.

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    • Hallo Irja,

      das mit dem Bloggen ist ein spezieller Fall, denke ich. Wenn man schon veröffentlich hat und erst dann damit anfängt, dann bringt es wahrscheinlich wirklich nicht viel, weil man „nur“ den Leserkreis anspricht, den man schon hat. Oder man muss sich ganz neu eine Nische suchen.

      Ich bin ja nun weit entfernt davon zu glauben, dass jeder Follower, den mein Blog hat, auch sofort am Erscheinungstag meinen Erstling kaufen wird, aber ich habe halt die Erfahrung gemacht, dass sich eine ganze Menge Leute eingefunden haben, die anscheinend den Weg zur Veröffentlichung einigermaßen spannend finden. Da erhoffe ich mir dann durch den Blog durchaus einen gewissen „Startbonus“ (da bin ich ehrlich, aber nicht verbissen).

      Inwiefern die anderen Social-Media-Kanäle wirklich Leserzuwachs bringen, da bin ich mir nicht sicher. Jedenfalls nicht, was die „Kaltaquise“ angeht. Wenn die Kanäle gut bespielt werden, nachdem der Leser schon einmal angebissen hat, taugen sie bestimmt zur Bindung dieses Lesers.

      Das „Problem“ mit den Foren habe ich ja schon häufiger angesprochen. Die passen zeitlich meistens so gar nicht mehr bei mir rein, was ich sehr schade finde, da ich klassisch von den Foren herkomme und mich jahrelang in verschiedenen davon herumgetrieben habe.

      Nun, letztlich ist das alles Lesen im Kaffeesatz, für den es wohl keine allgemeingültige Lösung gibt.

      Liebe Grüße
      Michael

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