Duisburg liegt in Trümmern!

Frühsommer 1945. Ein ehemaliger Soldat kehrt in seine vom Krieg gezeichnete Heimatstadt zurück. Die Zerstörungen durch die Bombardierungen der Briten und Amerikaner sind gewaltig. Er hofft, dass seine Familie noch hier ist. Über ein Jahr hat er nichts mehr von ihr gehört. Schlimme Dinge sind geschehen, überall im Land. So ist der Krieg.

Doch eine andere Begegnung, die der Soldat hat, führt ihm deutlich vor Augen, dass nicht alle schlimmen Dinge Folge des Kriegs gewesen sind. Manche Tragödien haben sich an ganz anderer Stelle abgespielt, unter aller Augen und doch weit entfernt.

Gerade die Trümmer, in denen Duisburg versunken ist, sind es, die dies allzu deutlich erkennen lassen.

Das wäre sie, meine kurze Zusammenfassung der Geschichte für die Duisburg-Anthologie, von der ich euch ja schon ein paar Mal berichtet habe. Heute, endlich, habe ich das Thema zum Abschluss bringen können und nun heißt es Daumen drücken, dass die Geschichte in die Auswahl kommt, um dann in die Anthologie aufgenommen zu werden.

Ich würde euch gerne mehr zum Inhalt schreiben, aber da die Geschichte natürlich unveröffentlicht sein muss, mache ich da lieber einen Cut und kratze nur ein wenig an der Oberfläche.

Die Arbeit an der Geschichte hat Spaß gemacht. Sie war einer der Fälle, in denen mir plötzlich eine Idee ganz klar vor Augen gestanden hat, die ich nur noch aufschreiben musste. Als der Text dann im ersten Entwurf fertig war, hat mir die liebe Katherina Ushachov, euch unter dem Namen Evanesca Feuerblut als Kommentatorin bekannt, in ihrer Eigenschaft als Lektorin noch ein wenig unter die Arme gegriffen und dafür gesorgt, dass ein paar grobe Schnitzer rausgenommen wurden. Das möchte ich an dieser Stelle noch einmal ganz deutlich hervorheben!

„Trümmer“ ist eine Geschichte, bei der ich mir nicht sicher bin, ob sie das widerspiegelt, was den Initiatoren der Ausschreibung vorgeschwebt hat, als sie sie ins Leben gerufen haben. Ich befürchte fast, es geht mehr um zeitgenössisches Lokalkolorit wie den Landschaftspark Nord, die Regattabahn, den MSV Duisburg oder unsere Landmarke „Tiger & Turtle“.

Aber vielleicht kann ja gerade diese Andersartigkeit auch eine Trumpfkarte sein. So, wie ich versucht habe, keine Flüchtlingsgeschichte zu erzählen und auf meine Weise nun doch eine erzählt habe – wenn auch mit einem starken Fokus auf dem nach-Hause-kommen.

Jetzt heißt es warten. Die Ausschreibung läuft bis zum 30.09. und zeitnah danach sollen die Teilnehmer Bescheid bekommen, die in die Anthologie aufgenommen werden.

Eine Kuriosität am Rande: Die Anmeldung für die Teilnahme ist gekoppelt an die Bestellung des Newsletters der Mayerschen Buchhandlung. Machen Publikumsverlage das auch so? 😉

Ich werde euch gerne auf dem Laufenden halten, was dieses Projekt angeht.

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24 Gedanken zu “Duisburg liegt in Trümmern!

    • Dankeschön!

      Die Anmeldung als solches kann ich ja noch verstehen, weil man mit ihr auch gleichzeitig die Teilnahmebedingungen anerkennt. Aber als ich dann das Double-Opt-In des Newsletters bekam, war ich leicht amüsiert.

      Bei den Teilnahmegebühren sind wir absolut auf einer Wellenlänge.

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    • Dankeschön!

      Tja, der Buchhandel muss halt was tun, um sich gegen die pösen, pösen Internetriesen behaupten zu können ;-).

      Aber vielleicht war das auch nur unglücklich formuliert. Mal schauen, ob und wann ich den ersten Newsletter bekomme. Und wenn – immerhin habe ich keine Waschmaschine gekauft …

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      • Der Buchhandel muss vor allem was Sinnvolles tun – ich finde die Bücher, die mich interessieren, dort z.B. gar nicht, also gehe ich nicht hin. Das ist schon irgendwie traurig.
        Und man kann jeden Newsletter nach dem ersten Erhalt abbestellen 🙂

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      • Das ist in der Tat traurig. Insofern muss ich die Mayerschie hier glatt mal loben, weil die auch Nischenprodukte durchaus im Sortiment haben.

        Bringt es was, mal mit den Buchhändlern vor Ort zu reden? Angeblich kann man das ja mit einigen machen …

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      • Wir haben hier nur einen Ketten-Hugendubel und ansonsten eben Antiquariate (was zwar fantastisch für Goldgräber alter Bücher wie mich ist, aber schlecht für die Autoren neuer Bücher) und ansonsten nichts, was ich in Wiesbaden kennen würde.
        Und ich glaube nicht, dass die sich überreden lassen, Selfpublisher ins Programm aufzunehmen 😥

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      • Ja, mit Selfpublishern ist es zugegebenermaßen noch einmal schwieriger. Angeblich soll die Mayersche da einigermaßen offen sein. Habe ich vor Jahren mal in einem nicht mehr existierenden Forum gelesen, als BoD gerade aufkam. Selbst habe ich es noch nicht probiert – und kann mir auch nur schwer vorstellen, mich da hinzustellen und zu sagen: »Widdu verkaufen?«

        (unnötige „Häschen“-Anspielung)

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      • Ja,zumindest mein unsägliches SP-Debüt wird in der Mayerschen in deren Onlineshop angezeigt – also ja, sie haben BoD-Autoren.
        Was sie nicht haben (logischerweise) sind rein über Amazon veröffentlichte Autoren. Aber ich glaube, die wird so schnell keine Buchhandlung aufnehmen, außer eben Wortwerke, aber ich sehe Wortwerke auch mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

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      • Des Geschäftsmodells war ich mir bewusst. Ich vergleiche das allerdings mit Angeboten wie Werbung in Zeitschriften, wo ich auch einen Anzeigenplatz miete und mir niemand die Garante gibt, dass etwas dabei herauskommt. Oder ein Standplatz auf einer Messe o.ä., wo dasselbe gilt.

        Aber da kann man durchaus drüber diskutieren. Ich müsste jetzt mal meinen eigenen Artikel rauskramen um sicherzugehen, dass ich mir nicht selbst widerspreche ;-).

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      • Ich bin mir gerade nicht sicher, ob ich den Phantanews-Artikel nicht schon DORT druntergepostet habe 😀
        Wobei ich ehrlich sagen muss, dass gerade Selfpublisher z.B. auch nicht in Zeitschriften werben werden, weil ihre Zielgruppe dort nicht unterwegs ist. Jedenfalls die Selfpublisher, die in Richtung Fantastisches gehen.
        (Ich könnte mir vorstellen, dass Autor*innen von Liebesromanen in „Bild der Frau“ wirklich gut werben könnten!)

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      • Nun ja, sagen wir mal so, was die Werbung angeht: Alleine aufgrund meiner Ankündigung hier im Blog, ich KÖNNTE irgendwann mal ein Buch veröffentlichen, habe ich zwei (unverlangte) Zuschriften bekommen, in denen mir Anzeigenplatz in irgendwelchen Publikationen verkauft werden sollte. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das nur mir passiert. Aber dafür durchaus, dass der eine oder andere darauf eingeht.

        Ich habe mir allerdings nicht gemerkt, welche Publikationen das waren, weil ich nach einem Blick auf die Preise dankend ins Altpapier befördert habe.

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  1. Da hast du dir wirklich ein schwieriges Thema gesucht. Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass du damit punktest!

    Im Übrigen finde ich die Kopplung an einen Newsletter auch seltsam. Ist zwar buchbezogen, aber trotzdem ungewöhnlich. Zum Glück kann man Newsletter sehr schnell wieder loswerden. ^^

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    • Danke fürs Daumen drücken!

      Das Thema hat mich sozusagen gefunden und ich hatte das Glück, dass es einige interessante Fotos von Duisburg im Frühsommer ’45 im Netz zu sehen gibt.

      Ja, wenn der Newsletter nichts taugt, wird er schnell wieder abbestellt :).

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