Über Geld spricht man nicht

Der Titel des Beitrags sagt es eigentlich schon aus: Über Geld spricht man nicht, Geld hat man, oder man hat es nicht, und was man hat, das geht bitteschön niemanden etwas an.

Dabei finde ich, dass man unter Autoren auch durchaus mal auf dieses Thema zu sprechen kommen darf. Natürlich nicht konkret, keine genauen Zahlen. Hey, ich arbeite in der Buchhaltung, ich weiß, wie sensibel es sein kann, die falsche Zahl an der falschen Stelle zu nennen. Und wir alle haben doch unseren Marktwert, unter dem wir uns nicht verkaufen wollen.

Aber ich finde, dass man über Geld einfach reden muss, weil es für unabhängige, junge Autoren schwierig ist, ohne es über die Runden zu kommen.

Nicht immer hat man das Glück, bei einem Verlag unterschlüpfen zu können. Wenn man es hat, dann ist das in Bezug auf die Finanzen so etwas wie ein Lottogewinn, denn mit einem Schlag werden einem viele Sorgen abgenommen, mit denen man sich vielleicht vorher noch abgemüht hat:

  • Wie bezahle ich das Lektorat für meinen Roman?
  • Reicht es wirklich aus, wenn die befreundete Deutschlehrerin das Korrektorat umsonst für mich macht?
  • Marketing – sie soll ich das bezahlen?
  • Ob es eine gute Idee wäre, die Kunststudentin aus dem zweiten Stock mal zu fragen, ob sie mir ein Cover malt?

Das ist eine kurze, bei Weitem nicht abschließende Liste von Dingen, um die man sich kümmern sollte.

Machen wir uns nichts vor: Die Autorenszene hat sich in den letzten Jahren gewaltig verändert. Die Standards sind höher geworden, die der Leser – vollkommen zurecht übrigens – auch an Independent-Autoren und Selfpublisher stellt. Alles hat sich professionalisiert und wenn man es nicht tut, dann muss man sich nicht wundern, wenn man auf der Strecke bleibt.

Kurzum: Es ist möglich, Romane und andere Bücher zu veröffentlichen, ohne die Dinge, die ich gerade aufgezählt habe, in professionelle Hände zu legen, aber es ist nicht besonders sinnvoll.

Lange habe ich mit dem Gedanken gehadert, selber Geld in die Hand nehmen zu müssen, um diese Dinge professionell umsetzen zu können. Ich gehöre zu den Menschen, die nur sehr schwer größere Mengen von Geld für sich selbst ausgeben können.

Einerseits hat mich das davor bewahrt, in meinem Leben irgendwann auf einen Druckkostenzuschussverlag hereinzufallen. Andererseits hat es mir die Sache jetzt nicht gerade erleichtert.

Aber inzwischen bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich das Geld investieren muss. Für mich, der ich ein Haus und eine Familie habe, die beide noch nicht abbezahlt sind 😉 eine nicht ganz folgenlose Entscheidung.

Also bin ich im Moment dabei, Geld zu verdienen. Dazu löse ich eine Sammlung auf, die ich in mühevoller Kleinarbeit zusammengestellt habe und die auch nicht ganz billig war. Die Relation zwischen Ankauf und Verkauf darf man da auch nicht aufmachen, sonst fängt man zu weinen an.

Für mich bedeutet das einen immensen Aufwand bei eBay. Man sollte nicht glauben, wie langwierig es sein kann, Auktionen einzustellen, Fragen von Käufern zu beantworten, Fotos zu machen, versteigerte Artikel versandfertig herzurichten und das Ganze dann noch zur Post zu fahren.

Im Moment komme ich mit diesen Tätigkeiten locker auf zwei Stunden täglicher Arbeit, was ich auch nur durchziehen kann, weil ich Urlaub habe. Andererseits ist das wieder Zeit, die mir für andere Dinge fehlt. Nun ja, shit happens.

Ich werde, wie Eingangs gesagt, keine konkreten Zahlen nennen. Aber ich weiß, dass ich mich auf einem guten Weg befinde, die genannten Tätigkeiten wirklich professionell abwickeln lassen zu können, ohne das Haushaltsgeld abknapsen und meiner Familie viermal rote Nudeln in der Woche aufnötigen zu müssen.

Das war für mich das Wichtigste, trotz aller Passion: Dass meine Familie nicht unter meinem Hobby „leiden“ muss.

Ob die Kosten sich rentieren werden, das kann man nicht vorhersagen. Es gehört sicherlich auch Glück dazu. Aber ich habe dann alles getan, um meinem Roman einen guten Start zu ermöglichen. Der Rest wird sich zeigen.

Und wenn ich keinen Erfolg, das Geld verbrannt und auch nichts mehr habe, um noch mehr „Spielgeld“ zu generieren? Dann werde ich weiterschreiben. Und versuchen, zu veröffentlichen, wo sich die Chance dazu bietet.

Weil ich nichts anderes tun kann!

Wie steht es mit euch, fällt es euch leicht, Geld in die Hand zu nehmen für euren Traum? Hattet ihr sofort Glück und einen Verlag an der Angel? Oder hat bei euch gar die Masche mit Deutschlehrerin und Kunststudentin geklappt? Ich würde mich freuen, von euch zu hören!

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36 Gedanken zu “Über Geld spricht man nicht

  1. Danke für dieses Thema. Ich hadere auch damit. Ein professionelles Cover will ich unbedingt, das werde ich dann auch bezahlen müssen. Das Lektorat und all die anderen Dinge werden aber so richtig ins Geld gehen, wenn mein Buch wirklich einen Umfang von +300 Seiten bekommen sollte. Derzeit hoffe ich ernsthaft auf einen Gewinn im Lotto oder ähnlichem… warum sollte es nicht auch bei mir mal klappen mit ein paar Tausend Euro?

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    • Ich denke auch, dass das Cover das Mindeste ist, was man wirklich in Profihände geben sollte. Auch wenn der Spruch, dass man ein Buch nicht nach seinem Cover beurteilen soll, nun wirklich eine Binse ist, sieht man viel zu oft noch Autoren, die das nicht mitbekommen zu haben scheinen. Schade!

      Ich weiß, dass das alles teure Vergnügungen sind. Für das Lektorat/Korrektorat von „Der Beobachter und der Turm“ habe ich einen Kostenvoranschlag, den ich für fair halte, der aber meine momentanen Umtriebe notwendig macht.

      Für den Lottogewinn drücke ich dir die Daumen, aber meistens verbrennt man damit ja mehr Geld, als man hereinholt :-/ .

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  2. misssunflower29 schreibt:

    Vor einer Weile habe ich von einer Autorin gelesen, die versucht die Ausgaben für ihr Buch über Crowdfunding hereinzubekommen. Ich bin nicht sicher, ob das funktioniert, aber es ist zumindest eine spannende Idee.

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    • Ja, ich habe auch von diesem Modell gelesen und finde die Sache … zwiespältig.

      Ich kann mir vorstellen, dass auf diese Weise vielleicht ein Zweitwerk oder eine Neuauflage vergriffener Werke realisiert werden kann. Aber ein Debüt? Wer soll das zahlen?

      In der Theorie klingt es natürlich schön: Ich habe ungefähr 150 regelmäßige Blogleser. Jeder von denen zahlt mir 10 Euro und damit bekomme ich ein Lektorat bezahlt. Auf der anderen Seite sind das aber auch 150 potenzielle Käufer, die mir fehlen. Und seien wir ehrlich: Längst nicht jeder würde die 10 Euro zahlen.

      So, wie auch ich nicht bei jedem Autor, dem ich folge, bei so etwas mitmachen würde. Das fertige Buch kaufen: Gerne. Aber mit einem recht hohen Betrag in Vorleistung gehen – nun ja.

      Im Musikbereich mache ich das hin und wieder, dass ich, z.B. über pledge.com, Sammelaktionen von Künstlern vorfinanziere, damit die ins Studio gehen können. Aber bei denen weiß ich, dass mich das, was hinten rauskommt, auf jeden Fall in irgendeiner Weise ansprechen wird. Bei einem Debütautoren kann ich mir da nicht so sicher sein.

      Also noch einmal zusammengefasst: Für einen etablierten Autor mag das angehen. Ansonsten wäre mir das zu unsicher. Sowohl als Autor als auch als Leser.

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  3. Hallo Michael,

    das Thema hat mich auch schon ein paar Mal beschäftigt.

    Meine Antwort: Ich kann es mir nicht leisten. Weder das professionelle Lektorat, noch das Coverdesign. Nein, auch nicht als günstiges Premade. Weil es auch eine Kosten-Nutzen-Rechnung ist: So lange ich den Codex Aureus für 99 Cent anbiete, verdiene ich an jedem verkauften Exemplar ca. 27 Cent. Ein Premade-Cover kostet ab 50,- Euro aufwärts.
    Und so toll verkaufen sich meine Bücher leider nicht.
    Jedenfalls im Moment nicht. In zwei bis drei Jahren wird das hoffentlich anders aussehen. Dann bin ich auch gerne bereit zu re-investieren und das Cover professionell überarbeiten zu lassen. Aber bis dahin werde ich mich bei jeder Ausgabe wieder durch die Bilddatenbanken fräsen und über Paintshop (oder was auch immer) fluchen.
    Das Gleiche gilt für das Lektorat. Ja, ich weiß, dass man die eigenen Fehler am schlechtesten erkennt. Aber aktuell kann ich es mir einfach nicht leisten. Später vielleicht.

    Wofür ich gelegentlich Geld in die Hand nehme, ist Marketing. Für den Druck von Visitenkarten als Vorbereitung auf die FBM z. B. Und ich überlege, eine Anzeige auf Facebook zu schalten, wenn Band 3 draußen ist. Sagt man nicht, alle guten Dinge seien drei? ^^
    Wenn das etwas bringt, würde ich es bei Band 4 wiederholen. Wenn nicht, warte ich mindestens bis Band 6, damit die Leser mehr „Futter“ finden.

    Ansonsten investiere ich im Moment vor allem eins: Zeit.

    Liebe Grüße
    Nike

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    • Hallo Nike,

      mit der Kosten-Nutzen-Rechnung sprichst du einen wichtigen Punkt an, der auch mich umgetrieben hat: Kann es überhaupt sein, dass man sein investiertes Geld refinanziert bekommt?

      Die Antwort weiß man vorher leider nicht und ich würde das Risiko auch nicht eingehen, wenn ich mir jetzt nicht dieses „Spielgeld“ erarbeiten könnte. Aber ich weiß, dass die Möglichkeit nicht jeder hat.

      Was mich überzeugt hat, war im Endeffekt die Arbeitsprobe des Lektors. Bis dahin hatte ich die Arbeit, die ein solcher macht, völlig falsch eingeschätzt. Trotz aller theoretischen Exkurse, die man im Vorfeld so mitbekommt.

      Außerdem bin ich leider, was Cover angeht, ein hoffnungsloser Fall. Da hat mir bis jetzt keine Software wirklich geholfen, meine Vorstellungen in die Tat umzusetzen. Und das Programm müsste schon halbwegs intuitiv sein, denn noch mehr Zeit zum investieren habe ich leider nicht :-(.

      Liebe Grüße
      Michael

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  4. Ich habe den Vorteil, dass ich mir meine SP-Projekte gegebenenfalls selbst gegenfinanzieren kann (ich kann genau ausrechnen, wie viele Stunden ich für das Cover etc. lektorieren/korrigieren muss und plane das fest ein).
    Ansonsten kann man versuchen, kostenminimierend zu arbeiten (beispielsweise durch Zusammenschlüsse zu Gruppen, es gibt ja die Wortstürmer, die sich gegenseitig helfen und pushen. Oder die BartBroAutoren. Oder die M… ähm, okay, das ist noch geheim 😉 ) und da verteilen sich einige Kosten auf mehrere Köpfe, was das Ganze bereits etwas einfacher macht.
    Da lässt sich viel machen 🙂

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    • Werte Katherina, deine Geheimniskrämerei geht mir gewaltig auf den >piep<! 😉

      So ganz vorstellen kann ich mir eine Kostenminimierung durch eine Gruppenzusammenarbeit nicht. Das einzige Modell, das mir spontan einfällt, wäre, dass man sich in der Gruppe gegenseitig lektoriert/korrigiert.

      Aber leider spreche ich nicht jedem Autor automatisch die Befähigung zu, auch ein guter Lektor/Korrektor zu sein. Ebensowenig, wie ein guter Lektor/Korrektor auch ein guter Autor ist.

      Im Marketingbereich ist sicherlich einiges möglich. Aber auch da wird es schwer in dem Moment, in dem Geld fließen muss. Da braucht es dann wohl doch wieder eine Querfinanzierung von starken und weniger starken Partnern.

      Ich glaube, ich weiß mal wieder, dass ich nichts weiß :-(.

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      • Also das Gründen ist einfach – man braucht nur einen fetzigen Namen und eine Plattform zum Austausch.
        Das Schwierige ist dann, alles zu koordinieren, aber wenn alle mitmachen, klappt das schon.
        Der Vorschlag ist ja von meiner Seite wirklich ernst gemeint. Man erreicht im Kollektiv einfach so, so viel mehr, als alleine.
        Das merke ich schon bei AuthorWing (was allerdings eher eine Mentorengruppe als ein Autorenzusammenschluss ist) sehr deutlich. Einer hat eine Veröffentlichung – und sofort kommen aus der ganzen Community Likes, Shares und Käufe. Was gerade für einen Debütautor oder für unbekannte Autoren VÖLLIG andere Pushs ergibt, als allein möglich wäre.

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      • Ich weiß, dass du das ernst meinst. Ich wollte auch nicht den Anschein erwecken, das nicht zu tun. Aber ich finde es, ganz anders, als du es schreibst, sehr schwierig, in solche Kollektive hereinzukommen. Und selbst eins zu gründen, in dem nicht wirklich der Einäugige der Führer unter den Blinden ist, scheint mir auch nur wenig zielführend zu sein.

        Ich merke bei solchen Themen halt immer wieder, dass ich a) vollkommen unsicher, b) total eingeschüchtert und c) gewaltig hilflos bin. Die alte Leier, dass es für den Rest der Welt so leicht zu sein scheint.

        Und das macht mich dann wütend – auf mich selbst. Und gipfelt in dummen Kommentaren meinerseits.

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      • Pathologisch schüchtern und schwer in ein Kollektiv einzufügen, bin ich aber theoretisch auch.
        Rein praktisch schaffe ich es andauernd, irgendwie in Führungspositionen reinzurutschen (ich habe KEINE Ahnung, wie das passiert – irgendwas mache ich scheinbar richtig…).
        Eigentlich fühle ich mich genauso ahnungslos, wie du – aber ich mache einfach. Auch wenn es schwer fällt, ich im Vorfeld stundenlang das Ganze mit mir ausmachen muss, dass ich mich auch wirklich traue und es auch mal in schlaflosen Nächten gipfelt.
        Weil es sich immer zu kämpfen lohnt. Für unsere Geschichten.
        Leicht ist es für niemanden. Die Kunst ist immer, es nach außen hin leichter aussehen zu lassen, als es ist. Darum sind ehrliche Statements so wertvoll, weil gerade im Internet viele dazu neigen, nur das Schöne zu zeigen und damit diese falsche Erwartungshaltung wecken, es wäre leicht.
        Aber das ist es nie. Für niemanden. Auch wenn es so aussieht.
        Also nicht wütend auf dich sein – oder doch und es dann in Energie umwandeln und zuversichtlich in die Zukunft sehen.

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      • Für manche scheint es aber eben doch leicht zu sein. Ob es so ist, weiß ich nicht. Ich kann ja nur vor die Köpfe (oder auf meinen Bildschirm) schauen.

        Und um nicht zu zeigen, dass es leicht ist, habe ich gerade einen neuen Beitrag geschrieben. Der ist recht deutlich darin, die Leichtigkeit zu verneinen.

        Was ich aber eigentlich noch sagen wollte: Sorry, wenn ich gestern etwas heftig reagiert habe. Nur wenn ich sowieso dieses Gefühl habe, total hinterher zu hinken, dann reagiere ich auf den hier: 😀 etwas allergisch. Der scheint mir zu sagen: »Du bist nur zu doof dazu.«

        Ich weiß aber, dass es so nicht gemeint war.

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      • Ich weiß auch nicht, was das mit den Smileys soll. Gerade in der Vorschau sieht der 😀 jetzt wirklich aus, als ob er alle Zähne fletscht. Richtig gemein.

        Aber es bringt wohl nichts, sich bei WordPress zu beschweren.

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  5. Eine Kosten-Nutzen-Rechnung ist meines Erachtens kein Kann sondern ein Muss. Weil es manchmal zeigt, dass sich bestimmte Projekte als Selfpublisher nicht wirtschaftlich umsetzen lassen. Dann muss man sich entscheiden, ob man das Risiko trotzdem eingeht, es als Hobby betrachtet oder eben lässt.
    Viele hoffnungsvolle AutorInnen fangen ja mit viel Idealismus und Herzblut an, manche denken dabei ja nicht einmal ans Geldverdienen. Sind schon froh, wenn sie „veröffentlicht“ werden. Auf Dauer macht das aber wohl nicht jeden froh.
    Die Frage, ob man das Geld in die Hand nimmt oder nicht stellt sich vielleicht anders. Kann man es verschmerzen, wenn es weg wäre? Oder verspielt man Haus und Hof und die „noch nicht abbezahlte“ Familie?

    Die Idee mit dem Kollektiv finde ich per se auch nicht schlecht.

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    • Ich pflichte dir bei, wobei ich die Frage in den Raum stelle, woher der Debütant wissen soll, ob sich sein Projekt wirtschaftlich umsetzen lassen wird oder nicht. Okay, er kann natürlich dem Markt hinterher schreiben, aber das ist nun auch nicht jedermanns Sache.

      Aber dass man sich die Frage stellt, ob man den Verlust des Geldes verschmerzen kann, oder nicht, ist ein auch in dieser Deutlichkeit wichtiger Hinweis. Es ist in gewisser Weise eine Form des Glücksspiels, so wie ein Gang ins Spielcasino. Man kann viel gewinnen am Roulettetisch, oder alles ist weg. Das ist der Grund, warum ich mir gerade Spielgeld erarbeite.

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      • Wichtiger Punkt, zu dem ich auch was sagen möchte (sorry fürs Hijacken eines fremden Kommentarstrangs!), weil sich mir diese Frage tatsächlich gestellt hat.
        Ich schrieb letztes Jahr im November eine Novelle, die ich mir nur in einer sehr besonderen Form und nur illustriert vorstellen kann – ein Projekt, für das sich einerseits vermutlich nicht so schnell ein Verlag findet, das ich mir aber andererseits in Eigenregie nicht leisten könnte, der Künstler will ja bezahlt werden.
        Da kann es sich lohnen, nach alternativen Vertriebswegen Ausschau zu halten. Für illustrierte Jugendbücher lohnt sich z.B. der Blick auf das Portal „Oetinger34“.

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      • Das ist kein Hijacken, das ist eine Unterhaltung. Insofern: You’re welcome!

        Und gleich im doppelten Sinne, weil ich Oetinger34 noch gar nicht kannte. Ich hatte schon mal erwähnt, dass ich da dieses Jugendbuch habe, das ich mir gut auch als Reihe, natürlich illustriert, vorstellen könnte?

        Natürlich nicht jetzt sofort, ich kann ja nicht auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzen. Aber interessant ist das Portal schon.

        Zumal man ein Projekt, wie du es beschreibst, wohl ansonsten wirklich nur stemmen kann, wenn man in Personalunion ein guter Schreiber, Maler und auchsonstalles ist.

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      • Freut mich, dass ich einen nützlichen Punkt beitragen konnte!
        Und ja, für DAS Portal sollte man sich Zeit nehmen. Viel Zeit. Erstmal, um reinzukommen (eine sorgfältige Bewerbung ist das A und O) und dann, um das eigene Buch dort gut zu portieren (man muss derzeit noch alle Absätze und Zeilenumbrüche händisch noch mal neu setzen, was etwas anstrengend und zeitraubend ist.)
        Und genau – entweder man malt selbst oder man hat eben wirklich viel Kohle.

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      • Dem entnehme ich, dass du es geschafft hast, eine sorgfältige Bewerbung zu schreiben.

        Ich nehme zurück, was ich zum Tanz auf mehreren Hochzeiten gesagt habe. Anscheinend bist du eine hervorragende Tänzerin!

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      • Das habe ich noch vor den Semesterferien erledigt (also die Bewerbung) und war so nervös, dass ich fast gestorben wäre.
        Dann war die Mail da und ich habe mich fast nicht getraut, sie anzuklicken, könnte ja eine Absage sein *bibber*…
        So viel dazu 😀

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  6. Über Geld muss man reden. Ein Projekt, da schließe ich mich Evanesca an, kann im Kollektiv viel besser und auch mit mehr Spaß und Begeisterung umgesetzt werden, Allerdings kommt irgendwann der Zeitpunkt, wo allein durch Einsatz, Ideen, Inspiration etc. pp. keine weitere Entwicklung möglich ist. Dann brauchst du Geld. Und weil das so ist, macht es unbedingt Sinn, sich vorher über Geld zu unterhalten. Das fängt bei einem Honorar für Buch, Artikel, Beitrag, Foto, Video usw, an und hört bei Marketingkosten auf. Und in der Regel fährt man anfänglich massiv ins Minus. Ob das wirklich einholbar ist, da habe ich besonders bei den Wortkünsten erhebliche Zweifel. Ich denke, durch KI, Textspinning und andere Systeme, die aus alten Beiträge neue erschaffen können, wird dieser Bereich immer weniger ökonomische Perspektiven haben. Das gilt natürlich nur für die Breite. Eine kleine Scharr steht ja immer ganz oben in der (Fress-)Pyramide, hat die richtigen Kontakte und die gewichtigen Verbindungen, um wieder und wieder gepusht zu werden. Selbst wenn der größte Mist verzapft wird, ist man irgendwie hipp und in. Meine Empfehlung: Kollektiv gründen oder ne Genossenschaft, alle Kräfte auf einen Punkt bündeln und dann gemeinsam zum Ziel.

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    • Interessante, aber für mich leider auch recht vage Ansätze. Kannst du das, was du unter deiner Empfehlung geschrieben hast, in Bezug auf die Veröffentlichung von Romanen konkretisieren?

      Ansonsten hoffe ich, dass der Tag, an dem wirklich KI für uns „neue“ Romane schreiben, noch eine ganze Weile entfernt ist!

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