Der Sonntagsreport vom 09.10.2016

Guten Abend, ihr Lieben!

Da wären wir also mal wieder alle beisammen, ein neuer Sonntag, ein neues Zeitfenster, zu dem ich euch willkommen heiße, hier auf meinem Blog zu meinem wöchentlichen Sonntagsreport.

Heute Nacht ist das Gewinnspiel zum 500. Blogbeitrag zu Ende gegangen und hat mit Nike Leonhard eine Gewinnerin gefunden, die sich einige ganz interessante Dinge hat einfallen lassen, um die Kurzgeschichte, die ich nun schreiben werde, abwechslungsreich zu gestalten. Eine Geistergeschichte wird es werden, die etwas mit einem „goldenen Tod“ zu tun hat und damit endet, dass jemand die Zeile sagt: „Gehen wir zu dir oder zu mir“.

Ich hoffe, dass ich in den nächsten Tagen dazu komme, diese Geschichte in Angriff zu nehmen. Auch wenn ich im Moment noch keine rechte Idee habe, was ich schreiben werde. Aber genau darin lag ja für mich der Reiz der Aktion begründet. Und da Nike schon gesagt hat, dass die Geschichte anschließend auf ihrem Blog veröffentlicht wird, werdet ihr euch vom Ergebnis ja überzeugen können.

Noch vor einer Woche habe ich mich gefragt, wieso ich mir das eigentlich angetan habe, diese Kurzgeschichtensache. Denn eigentlich wollte ich meinen Urlaub ja dazu nutzen, „Der Beobachter und der Turm“ zu überarbeiten. Bis zur Wochenmitte sah es irgendwie nicht so recht danach aus, als ob ich irgendwas in der Richtung tun würde.

Jetzt allerdings kann ich sagen, dass ich sehr zuversichtlich bin, einen Großteil der Überarbeitungsarbeiten am fünften Entwurf in der kommenden Woche zu einem Abschluss zu bringen. Ich habe bis jetzt, ausgehend vom vorigen Entwurf, 347 Normseiten von 545 überarbeitet. Das bedeutet in der Hauptsache, dass ich gekürzt habe, bis die Schwarte kracht! Denn in Wörtern ausgedrückt sind bis jetzt rund 20.000 auf der Strecke geblieben. Das sind, grob überschlagen, 80 Normseiten.

Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen, im ersten Schritt nur zu überarbeiten, was ich selbst anhand meiner letzten Erfahrungen mit den Kürzungen zu den Kurzgeschichten als überarbeitungswert identifiziere. Erst danach wollte ich genauer auf die Einlassungen der Testleser schauen.

Aber ich ertappe mich dabei, dass ich immer wieder sehr gespannt auf die extrem ausführlichen Kommentare einer ganz speziellen Testleserin schiele. Ich weiß nicht, ob es ihr recht ist, wenn ich ihren Namen nenne, deswegen sage ich einfach: Du weißt, wer du bist!

Doch keine Sorge: Jede Anmerkung wird auf die eine oder andere Weise Eingang finden. Und sei es nur, dass ich mir noch einmal Gedanken dazu mache, ob die Passage so „richtig“ ist, wie ich sie geschrieben habe. Dann bleibt sie selbstverständlich exakt so drin.

Letzte Woche war ich ja auf dem Konzert und wollte mir die Birne freipusten lassen, einen Resetknopf drücken. Hat das geklappt? In gewisser Weise ja, in gewisser Weise nein. Ich stelle fest, dass ich mich sehr gut auf meine Aufgaben konzentrieren kann. Ich bin wirklich jeden Tag ein bis drei Stunden aufmerksam bei der Arbeit. Das ist mehr, als ich seit langer Zeit in einem vergleichbaren Zeitfenster getan habe.

Aber in anderer Hinsicht hat es leider nicht geholfen: Vielleicht habt ihr anhand einiger der Themen in dieser Woche schon gemerkt, dass ich im Moment sehr viel über gewisse Aspekte nachdenke, die das Schreiben so für mich mit sich bringen. Und ich hadere viel mit mir, der Schreibwelt, in der ich lebe und dem, was ich eigentlich gerne wäre. Momentan sehe ich viele Dinge wieder einmal eher düster und – na ja – ohne viel Hoffnung.

Es braucht jeden Tag gewaltige Anstrengung, nicht einfach von den konkreten Plänen wieder abzurücken. Es wäre so leicht, einfach wieder irgendwas zu schreiben. Solange ich schreibe, geht es mir gut. Dann muss ich mir über alles andere keine Gedanken machen. Wenn ich nicht schreibe, dann sind Dinge wie Überarbeitung, Marketing, Lektorat, Verkäufe und aktuell vor allem das leidige Angstthema „Networking“ und „Autorenkollektive“ sofort präsent. In diesen Tagen beinahe omnipräsent.

Ich kenne diese Phasen, weiß aber nicht, was ich gegen sie tun kann. Ich muss da einfach irgendwie durch. Muss Dinge wie die Buchmesse überstehen, zu der (gefühlt) jede und jeder hinfahren wird, außer mir. Muss Anspielungen zu tollen Projekten überlesen, die (gefühlt) jede und jeder am Laufen hat. Muss mich auf mich selbst konzentrieren, wobei mich diese Selbstkonzentration nur immer weiter in die teilweise elendige (gefühlte) Isolation treibt.

Es tut mir sehr leid, dass dieser Sonntagsreport ganz anders ist als die, die ihr bisher von mir gewohnt seid. Aber ich glaube, dass es sinnvoller für mich ist, in diesen Punkten ehrlich zu sein und mir das vom Herzen zu schreiben, als mir Gedanken darüber zu machen, ob ich eigentlich die Struktur dieser Beiträge einhalte oder nicht (heute eher nicht).

Ich weiß, dass die Realität eine andere ist, als ich sie wahrnehme. Ich habe leider nur zu viele Erfahrungen darin, dass diese eingeschränkte Sichtweise Teile meines Handelns und meines Lebens bestimmt.

Deswegen will ich mir selbst am Ende dieses Beitrags noch einmal ein paar positive Punkte ins Gedächtnis rufen:

  • Ich schaffe im Moment richtig viel Überarbeitungsarbeit
  • Ich habe eine tolle Schar an Followern hier auf meinem Blog!
  • Ich bin lange nicht so isoliert, wie ich es mir einrede
  • Ich kann mir gegenüber ehrlich sein und diese Ehrlichkeit auch nach außen dokumentieren
  • Ich traue mich, auch für mich schwierige Themen anzusprechen / zu schreiben
  • Habe ich schon erwähnt, dass ich tolle Follower habe?

Vielen Dank fürs Zuhören!

Nächste Woche sieht die Report-Welt wieder anders aus. Versprochen.

Liebe Grüße
Euer Michael

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12 Gedanken zu “Der Sonntagsreport vom 09.10.2016

  1. Du bist nicht allein, aber ich glaube es wird Zeit, dass dein Buch auf den Markt kommt und es seine Leser finden kann. Vielleicht fällt dir dann alles ein bisschen leichter!
    Zwing dich nicht zu Dingen, die dir nicht liegen. Investiere was nötig ist und dann raus mit dem Werk. Es wird schon jemand kaufen…

    Gefällt 1 Person

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