AWDML (9) Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne

Disclaimer: In der Beitragsreihe A Walk Down Memory Lane beschäftige ich mich in Form von Rückbetrachtungen und Anekdoten mit Begebenheiten aus meiner schreibenden Vergangenheit. Auch wenn der Blick manchmal leicht verklärt sein mag, so ist der Inhalt doch die reine Wahrheit. Jedenfalls so rein, wie ein Autor ihn zu schreiben in der Lage ist.


Jedem Anfang wohnt ein besonderer Zauber inne, so sagt man. Und wenn dies auf etwas im Universum besonders zutreffend sein müsste, dann doch wohl dem geschriebenem Wort. Der erste Satz, so bekommt man immer wieder zu hören, sei der wichtigste eines ganzen Romans. Dieser erste Satz kann darüber entscheiden, ob Leser auch den zweiten lesen, die erste Seite, das ganze Buch.

Ich beschäftige mich, wie ihr gestern im Sonntagsreport lesen konntet, gerade mit dem Gedanken, vielleicht einen neuen Roman zu schreiben. Ein Projekt für den diesjährigen NaNoWriMo. Und in diesem Zuge bin ich auch wieder auf den ersten Satz aufmerksam geworden, der mir dafür im Kopf herumschwebt.

Diesen werde ich an dieser Stelle nicht verraten, weil ich fürchte, dass es Unglück bringen könnte, wenn ich von ungelegten Eiern schreibe. Und ja, ich bin, was so etwas angeht, geradezu krankhaft abergläubisch (auch wenn ich es niemals zugeben würde, wenn ihr mich direkt darauf ansprecht).

Aber ich dachte mir, dass ihr vielleicht Interesse daran habt, wie meine bisherigen ersten Sätze ausgesehen haben. Bei einigen von ihnen weiß ich, dass sie nicht das sind, was ich oben beschrieben habe. Aber sie sind ja auch in den meisten Fällen nicht über den ersten Entwurf hinausgekommen und müssen noch entstaubt, aufgehübscht und geschminkt werden :-).

Hier also, for your interest, die ersten Sätze meiner bisherigen Projekte. Die Jahreszahlen markieren das Jahr, in dem er erste Entwurf abgeschlossen wurde.

Angst im Perseus-Spiralnebel (1993):
Der Krieg war vorbei, Ruhe kehrte wieder in der Arcturian-Galaxis ein.

Expedition durchs All (1994):
Leya träumte wieder.

Kampf um Final Star (1996):
»Ich hoffe für dich, daß ich das nicht richtig verstanden habe!«, donnerte die gewaltig klingende Stimme der im Schatten sitzenden Gestalt.

Lichter (1999):
Ich hatte keine Ahnung, warum ich das alles überhaupt auf mich nahm.

Different Stories (2003):
Die Geschichte dieses Wochenendes im späten Frühling des Jahres 1991 begann ganz unscheinbar: Auf der neunzehnten Seite der in aller Welt geachteten und gelesenen London Times.

/97 (2005):
Jetzt schreibe ich schon vier Tage an dieser Studie über die letzten Tage von
/97.

Es zwingt einen dazu (2006):
Mit einem leisen Klingeln schloss sich die Ladentür hinter dem Mann, der sich nun eifrig umsah, als würde er etwas Spezielles suchen.

Die dreisten Drei und ein blubberndes Geheimnis (2009):
Als sich die Eingangstür hinter ihr schloss hatte Britta das Gefühl, in eine andere Welt einzutreten.

Der Morgen danach (2011):
Es war beängstigend, aus dem Nebel aufzutauchen, nur um festzustellen, dass der Nebel immer noch um ihn herum war.

Der Rezensent (2012):
Einige von euch werden sich sicherlich fragen, ob es das gebraucht hat: Noch eine Seite mit Besprechungen zu Hörspielen im Internet.

Das Haus am See (2012):
Irgendwann stellte ich fest, dass ich verrückt bin.

Der Ruf des Hafens (2013):
Wenn es ihm heute wieder nicht gelang, einen Fisch zu fangen, würde seine Familie hungern müssen.

Darkride (2013):
Eigentlich gehörte er nicht zu den Menschen, die sich im Dunkeln fürchten.

Der Redner (2015):
Mit einem satten Schmatzen fiel die Tür hinter Anton Lechleitner ins Schloss und schnitt ihn für einen Moment von seiner Umwelt vollkommen ab.

Der Beobachter und der Turm (2015):
Nichts tötet Liebe so zuverlässig und nachhaltig wie Hass!

Die Welt der stillen Schiffe (2016):
Wenn ich geahnt hätte, was mir blühte, als ich auf den beschissenen Vorschlag dieses beknackten Jörn Thoresen eingegangen bin, dann hätte ich ihm eins mit der Schippe über den Kopf gezogen, ihn liegen gelassen und wäre nach Hause gegangen, um mich zu besaufen.

Meine Güte, alleine diese Aufzählung sorgt schon dafür, dass ich ungeheure Lust aufs Schreiben bekomme *seufz*.

Also, wer weiß, vielleicht, irgendwie …

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