Der Sonntagsreport vom 30.10.2016

Ich wünsche euch einen Guten Tag!

Na, habt ihr auch alle an die Zeitumstellung gedacht? Wenn nicht, dann dürft ihr euch jetzt freuen, dass ihr heute eine Stunde länger Zeit habt, um in meinem Blog zu lesen ;-).

Nein, ich bin sicher, dass euch auch abseits dessen einiges einfällt, was man tun könnte, auch wenn ich mich nach wie vor über jeden Besucher hier freue und mir jedes Like und jeder Kommentar das gute Gefühl gibt, dass es einen Sinn hat, dass ich nach wie vor fast jeden Tag hier einen Beitrag schreibe. Wobei …

Ich weiß, ich habe es schon oft angedroht, aber im kommenden Monat könnte es tatsächlich dazu kommen, dass ihr auf den täglichen Beitrag verzichten müsst. Denn ich habe nach längerem Überlegen (Lüge!) den gut überdachten (pah!) Entschluss gefasst, dass ich entgegen meiner ursprünglichen Überlegungen und Planungen (oh ja!) in diesem Jahr doch am sogenannten National Novel Writing Month teilnehmen werde.

Wie ihr vielleicht früher diese Woche gelesen habt, wuchs mir die Geschichte, die ich noch für Nike Leonhard, die Gewinnerin meines Bloggewinnspiels, schreiben musste, zunehmend über den Kopf. Und auch ansonsten in alle Himmelsrichtungen. Deswegen stand ich schließlich vor der Entscheidung, alle diese Ideen, die da auf einmal kamen, einfach abzuschneiden und das Potenzial der Geschichte zu kastrieren, oder mich den Realitäten zu stellen.

Und die Realität sieht nun einmal so aus, dass „Der Goldene Tod“ ein Roman ist, der jetzt geschrieben werden will. Und wenn er nun schon einmal pünktlich zu den Vorboten des November Gestalt annimmt, dann kann ich auch gleich den ganzen Schritt machen.

Ob ich es aber schaffe, zu den durchschnittlich 1.667 Wörtern, die der NaNo einem am Tag abverlangt, auch noch einen Blogbeitrag zu verfassen, da bin ich mir nicht sicher. Es dürfte schon schwer genug werden, überhaupt diese Zahl zu erreichen, da bin ich ganz ehrlich.

Denn gefühlt habe ich im Moment zu viele Projekte gleichzeitig laufen. Das macht zwar auf der einen Seite enormen Spaß, auf der anderen Seite ist es aber auch an-stren-gend!

Ansonsten staune ich immer noch über meinen Mut von Freitag, mir „einfach mal“ ein Zimmer in Leipzig für die Zeit vom 24.-26. März des kommenden Jahres zu suchen – und am Ende auch zu buchen! Das bedeutet, ich werde bis zu drei Tage auf der Leipziger Buchmesse verbringen können – wobei ich in irgendeiner Form ja auch noch an- und abreisen muss. Aber das kann ich mir jetzt in Ruhe überlegen.

Sowohl die Variante Auto als auch die Variante Zug haben ihre Vorteile. Mit dem Zug ist es insgesamt entspannter, wobei ich von Duisburg aus nicht ohne umzusteigen nach Leipzig komme. Das Auto macht mich zeitlich flexibler und bietet mir auch leichtere Möglichkeiten, mein Gepäck unterzubringen, bevor ich in mein Apartment ein- und nachdem ich auschecken muss. Schließlich muss ich ja nicht um 11 Uhr am Sonntag nach Hause fahren, nur weil ich da ausziehen muss, nicht wahr? Den Montag werde ich mir sowieso auf jeden Fall frei nehmen.

Nun ja, es ist ja noch viel Zeit bis dahin. Da werden noch eine Reihe Sonntagsreporte geschrieben :-).

Mein Schreiben:

Das Schreiben war in dieser Woche wieder ein wenig erfolgreicher. Alles in allem habe ich um die zehntausend Worte geschrieben, was gemessen an den letzten Wochen und Monaten schon eine ganze Menge gewesen ist.

Und so kann ich mit Freude verkünden, dass die Kurzgeschichte „Der Hunter und der goldene Tod“ heute ihren Weg zu Nike Leonhard angetreten hat. Ich bin ja gespannt wie ein Flitzebogen, ob sie ihr zumindest ein wenig gefällt. Ich muss nämlich leider zugeben, dass sie nicht ganz so geisterhaft geraten ist, wie ich es gerne gehabt hätte. Wahrscheinlich hatte das damit zu tun, dass ich mich thematisch und auch stilistisch möglichst weit von dem neuen Roman entfernen wollte, um weder dem einen noch dem anderen Format Schaden zuzufügen.

Die Arbeit an der „alten“ Kurzgeschichte musste ich dann ja leider mit der Entscheidung abbrechen, dass daraus der neue Roman „Der Goldene Tod“ werden soll. Ich habe die Zeit genutzt, mir zumindest ein wenig Gedanken über die Handlung und die Stationen, die ich in ihr abhaken will, zu machen. Dieser Roman wird insofern anders werden, dass er in einer Zeit spielt, die noch nicht so technisiert ist wie die unsrige, sondern sich, zu Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts, in einem im Gegenteil noch sehr ursprünglichen Setting bewegt.

Dabei habe ich noch gar keine endgültige Entscheidung getroffen, in welchem Jahr der Roman denn genau spielen wird. Allerdings habe ich eine grobe Idee. Soll ich sie euch verraten? Vielleicht nächste Woche :-D.

Und dann habe ich noch an einem Exposé gearbeitet. Einem Exposé für „Der Beobachter und der Turm“. Wieso, weshalb, warum … lassen wir auch das an dieser Stelle. Ja, ich weiß, ich bin ein wenig gemein. Sagen wir einfach, dass mein Entschluss, diesen Roman unbedingt im Selfpublishing zu veröffentlichen, nicht mehr ganz so unverrückbar steht, auch wenn es immer noch die erste Option darstellt. Deswegen war es auch gut, dass ich weiter mit der Überarbeitung vorangekommen bin.

Mein Blog

Ich mag meinen Blog. Habe ich das eigentlich kürzlich schon gesagt? Wenn nicht, dann wurde es einfach mal wieder Zeit. Ich mag die Menschen, die ich durch ihn kennengelernt habe und es macht Spaß, mit ihnen hier und auf den Sozialen Netzwerken zu kommunizieren. Zwar hänge ich auf so manchem Blog anderer lieber Mitmenschen mal wieder etwas hinterher, aber das ergibt sich einfach so aus dem Beschäftigtsein. Ihr könnt euch sicher sein, dass mir kein Beitrag entgeht, solange mein Mailprogramm nicht beschließt, aufzugeben.

Aber gut, hier soll es eigentlich um mein Blog gehen, nicht wahr? Aber es machte für mich Sinn, mit den Menschen um mich herum anzufangen, weil ich diese Woche eine neue Kategorie eingerichtet und dieser eine eigene Seite spendiert habe.

Und zwar geht es um „Das Schreiben der Anderen„. In dieser Kategorie möchte ich zukünftig Romane und Geschichten von Autoren vorstellen, mit denen ich in irgendeiner Weise „verbunden“ bin. Zum einen, weil ich es wichtig finde, Aufmerksamkeit dorthin zu lenken, wenn ich es denn kann. Zum anderen, weil es mir einfach ein Anliegen ist, die unabhängige Autorenszene im Netz ein wenig zu unterstützen, soweit es in meinen bescheidenen Möglichkeiten liegt.

Ich bin kein Mitglied in irgendeiner Autorenvereinigung. Man kann nicht behaupten, dass ich mich besonders aktiv in irgendeiner Gruppe engagieren würde. Und auch wenn ich mir diese Woche versuchsweise einen Bart habe stehen lassen ;-), denke ich nicht, dass aus mir je das werden wird, was man einen aktiven Netzwerker nennt. Aber das heißt ja nicht, dass ich tatenlos bleiben muss. Oder will. Oder werde.

Ich habe in den vergangenen Wochen immer mal wieder Beiträge gebracht, die darauf schließen ließen, dass es mir wichtig ist, in irgendeiner Form „dabei“ zu sein. Und ich glaube, dass es manchmal auch die kleinen Gesten sind, die dafür ausreichen können.

Wie brachte es, ich glaube, Evanesca Feuerblut auf den Punkt: Dies hier ist meine Party! Und da bin ich es den Besuchern und Gästen ebenso wie mir schuldig, ein guter Gastgeber zu sein.

Multimedia

Diese Rubrik habe ich in den letzten Wochen etwas schleifen lassen, wie ich feststellen musste. Aber ich bin mir auch nicht sicher, ob es außer für mich selbst wirklich von gesteigertem Interesse ist, was ich so sehe, lese oder höre.

Nun denn, dadurch, dass ich wieder mehr geschrieben habe, habe ich auch wieder deutlich mehr Musik gehört als Hörspiele oder Hörbücher. Ich merkte den Trend schon dadurch, dass ich mir zuletzt auch wieder ein paar Alben gekauft habe. Gerade, während ich das hier schreibe, läuft zum Beispiel die CD „These Systems Are Failing“ von Moby.

Wenn man den Mann in den letzten Jahren vor allen Dingen mit Ambientsounds verknüpft hat, gibt es mit diesem Album mal wieder voll auf die Zwölf. Und das in einem Rock-Electro-Konglomerat, das mir als Fan dieser Musik Freudentränen in die Augen treibt. Sicherlich ein Album, das ich öfter hören werde!

Selber überrascht hat mich das Jubiläumsalbum der Band Deine Lakaien. Auf „XXX. The 30 Years Retrospective“ finden sich Singles, Raritäten, Remixe und Liveaufnahmen. Dazu muss ich sagen, dass ich die Lakaien immer schon gut, aber auch speziell fand. Ich habe sie in den letzten Jahren eigentlich kaum noch gehört.

Aber jetzt habe ich festgestellt, dass man zu dieser Musik wahnsinnig gut schreiben kann! Das hat damit zu tun, dass die Musik von Ernst Horn und der Gesang von Alexander Veljanov eine unglaublich dichte Atmosphäre schafft, die aus jedem einzelnen Song eine Geschichte in sich selbst macht – und sich dadurch auch übertragt. Nur Vorsicht: Es kann durchaus passieren, dass man sich darin verliert!

Hin und wieder veröffentliche ich Musikt(r)ips übrigens auch auf meinem Twitter-Account :-).

Gelesen habe ich in dieser Woche in der Hauptsache Clive Barker und seine „Bücher des Blutes„. Dazwischen habe ich mit Nike Leonhards „Der Fluch des Spielmanns“ eine sehr empfehlenswerte Geschichte eingeschoben, die ich auch ausführlich besprochen habe. Ganz im Sinne meiner oben angesprochenen neuen Blogkategorie plane ich, zukünftig mehr Romane von Selfpublishern zu lesen.

Weil ich gerade so schön im Fluss war, habe ich dann diese Woche noch die Filme „Saw V“ und „Saw VI“ gesehen. Und vielleicht schiebe ich heute Abend noch „Saw VII“ in den Player, um die Septalogie (sagt man so?) abzuschließen. Ja, ich gebe zu, ich bin Fan von Horrorfilmen. Und auch wenn die Handlung immer abstruser und die Zusammenhänge immer gewollter werden, kann ich diesen Filmen etwas abgewinnen.

Morgen Abend gibt es aber auf jeden Fall „Halloween“, soviel weiß ich schon. Meine 13jährige Tochter ist sich noch nicht sicher, ob sie mitgucken will ;-).

Famous Last Words

Ach ja, letzte Woche habe ich an dieser Stelle ja schon ein wenig geschnieft. Und siehe da, am Ende musste ich wegen eines dollen grippalen Infekts tatsächlich zwei Tage aussetzen. Aber meinem Hals geht es wieder gut, das Husten wird auch weniger – und ihr dürft euch freuen, dass Bazillen sich nicht über Internetleitungen verbreiten.

Bleibt mir gesund!

Euer Michael

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11 Gedanken zu “Der Sonntagsreport vom 30.10.2016

      • Das hast du nun davon, dass du öffentlich einen Link zu deinem NaNo-Profil postest… Du bist jetzt mein Buddy! 😀

        Ich finde es übrigens richtig gut, dass du auch andere Autoren fördern willst. Das gleiche möchte ich mit meiner Interview-Reihe (es scheinen deutlich mehr als 10 Interviews zu werden – oh je) auch erreichen. Außerdem möchte ich das Interview nutzen um Autoren wie uns ein paar Tipps an die Hand zu geben, welche Fehler wir auslassen dürfen und was wir besser nicht versäumen sollten…

        Viele liebe Grüße

        Gefällt 2 Personen

      • Oh, wenn ich das geahnt hätte! 😑😋

        Deine Interview-Reihe finde ich interessant. Ich bin mal gespannt, was du den einzelnen Kandidaten so an Wissenswertem aus der Nase ziehen konntest.

        Das mit den Tipps sehe ich, für mich ganz persönlich, etwas zwiegespalten. Denn es würde mich wundern, wenn da nicht jede Menge Widersprüchliches bei herumkommt. Noch mehr würde es mich allerdings wundern, wenn dem nicht so sein sollte … 😜

        Liebe Grüße
        Michael

        Gefällt 1 Person

      • Ganz bestimmt kommen einige Widersprüche dabei herum. Was für Einen funktioniert, muss bei dem Anderen nicht unbedingt klappen. Ich habe aber definitiv schon einige spannende Informationen bekommen. Vielleicht geht schon in der nächsten Woche der erste Beitrag der Interviewreihe online. Im Moment habe ich noch keine schicke Überschrift für die Reihe und hadere mit mir…

        Gefällt 2 Personen

  1. Dann wünsche ich weiter gute Besserung. Deine neue Rubrik gefällt mir übrigens ausnehmend gut. Sowohl der auf „Das Leben der Anderen“ anspielende Titel wie die großartige Idee an sich. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, ist der „Spielmann“ ja Deine zweite Rezi in dieser Gruppe nach textflashs Schwedenkrimi. Beide Kritiken sind kritisch, prinzipiell sympathisierend, sehr fundiert und gebühren sowohl Dir wie den Autoren zur Ehre. Gefällt mir sehr, diese Idee. Liebe Grüße!

    Gefällt 1 Person

    • Oh, vielen Dank für das Lob! Das freut mich jetzt wirklich sehr!

      Wenn du dir die Seite mal anschaust, dann habe ich inzwischen schon vier thematisch passende Reviews auf meinem Blog. Und ein paar kommen noch, die ich bisher nur bei Amazon veröffentlicht hatte.

      Ja, ich gebe zu, dass ich prinzipiell natürlich sympathisiere. Aber ich meine es wirklich ernst, wenn ich schreibe, dass Gefälligkeitsrezensionen niemandem etwas bringen. Deswegen hoffe ich, dass niemand mir böse ist, wenn die Besprechung mal nicht ganz so gut ausfallen sollte. Letztlich ist es doch, wie ich schrieb: Wir lernen alle voneinander. Und ich habe nicht vor, mich als den großen Kritiker aufzuspielen. Glashaus, Stein, und so.

      Liebe Grüße zurück!

      Gefällt 1 Person

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