Kompensation und Investition

Manchmal ist diese Welt schon ein sehr seltsamer Ort. Und ganz besonders die Welt, die sich irgendwo zwischen Tastatur, Bildschirm, W-LAN-Kabel und Telefonleitung abspielt.

Gestern Abend sah ich mich leider dazu gezwungen, einem Blog zu entfolgen, dem ich seit bestimmt über drei Jahren aktiv gefolgt bin. Sozusagen durch dick und dünn gefolgt, wie man sagen könnte. Der Name des Blogs tut hier nichts zur Sache, die Gründe dafür tun hier nichts zur Sache.

Tatsache ist, dass mich die Angelegenheit ziemlich traurig gemacht hat.

Und was ist, wenn man traurig ist? Man sucht sich etwas, womit man dieses Gefühl kompensieren kann. Frauen gehen zum Friseur, Sportler in den Kraftraum, Autoren schauen, was sie sich denn so zum Schreiben Gutes tun können.

Ich liebäugle schon länger mit einem Mittelding zwischen einem Tablet und einem Notebook. Also einem sogenannten „Convertible“. Das sind die Dinger, die oftmals mit zwei Betriebssystemen geliefert werden, sich ohne Tastatur genau wie ein Tablet verhalten und mit angeklickter Tastatur eben notebookähnlich daher kommen.

Die beiden Betriebssysteme finde ich praktisch, weil ich Android für unterwegs (Kindle-App, etc.) einfach schick finde, ich unter Windows 10 dafür zum Schreiben Papyrus verwenden kann.

Bis jetzt waren mir die Dinger zu teuer, einfach nur so „für Spaß“. Aber weil ich ja möchte, dass aus Spaß langsam ernst wird, und ich auch zunehmend Einsatzmöglichkeiten für so ein Ding für mich sehe (z.B. lange Zugfahrten zu irgendeiner komischen Buchmesse *g), habe ich spaßeshalber mal geschaut, was denn der sogenannte 11/11-Sale in den chinesischen Technikshops so zu bieten hat.

Nun ja, gearbest.com bot mir folgendes an:

geekbuying-teclast-tbook-12-pro-2-in-1-tablet-pc-silver-388268Und so ist das gute Stück jetzt auf dem Weg zu mir, was, China-bedingt, zwar ein paar Tage dauern kann, aber ich habe ja Zeit.

So wurde also aus einer Kompensation eine Investition. Das macht die Traurigkeit nicht ganz wett, ebensowenig, wie es der neue Haarschnitt oder die gewachsenen Muckis täten, aber es stellt schon eine gewisse Ablenkung dar.

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12 Gedanken zu “Kompensation und Investition

  1. Wünsche viel Spaß damit. Vielleicht kannst Du nach einiger Zeit mal Deine Erfahrungen mit dem Ding mitteilen, ein kleiner Review? Schwanken bestimmt einige wie ich zwischen Note- und Netbook, zwischen Tablet und sonstwas. Und was den Kaufgrund angeht: Hat mich seltsam berührt, über das Ende einer „follow-Freundschaft“ zu lesen – weil ich mir so etwas letztlich gar nicht richtig vorstellen kann und konnte. Liebe Grüße!

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    • Kann ich dann gerne mal machen. Ich habe auch lange hin und her überlegt, vor allem auch, welches Gerät man denn nun nimmt. Am Ende bin ich immer wieder bei den Chinesen hängen geblieben. Genauso, wie mein neues Smartphone aus Fernost kommt. In Sachen Preis/Leistung ist das einfach unschlagbar.

      Zum Kaufgrund: Im Laufe der Zeit entstehen, für mich zumindest, durchaus emotionale Bindungen auch zu Menschen, die ich nur virtuell kenne. Man teilt, je nachdem und je nach Dauer, ja doch einiges miteinander. Vielleicht ist das aber auch wieder nur so ein Spleen, eine Fehlschaltung bei mir. Andere sehen das wahrscheinlich wesentlich lockerer als ich.

      Liebe Grüße zurück!

      Gefällt 1 Person

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