NaNo Tag 17: So langsam nimmt die Sache Fahrt auf

Ja, ich weiß, ich nun wieder mit meinen ganz kurzen Geschichten. Aber ich kann doch auch nichts dafür, wenn ich zum Schluss komme, dass die ganze Angelegenheit mit „Der Goldene Tod“ erst jetzt langsam richtig in Fahrt kommt!

Nun gut, tatsächlich kann ich ja doch etwas dafür. Wer, wenn nicht ich, der Autor. Aber ich habe meine guten Gründe, aus denen ich das Tempo nicht so stark anziehe, wie ich es bei einer anderen Herangehensweise an diesen Roman vielleicht täte.

Der Roman spielt nicht in unserer Zeit und er spielt auch nicht in unserem Verständnis für Grusel. Das halte ich für einen wichtigen Punkt. Er ist kein Splatter-/Gore-/Schlacht- oder Torturefest. Er soll eine nette, kleine Geistergeschichte werden. Ein wenig staubig vielleicht, ohne dass er so verstaubt ist, dass man das große Niesen anfängt, sobald man ihn aufschlägt.

Stellt euch den Unterschied zwischen einem modernen Zombiefilm und einem aus den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts vor. Einem, in dem die Zombies wirklich noch Menschen waren, die unter dem Bann ihres Herren standen. An dieser Stelle empfehle ich gerne „White Zombie“ mit Bela Lugosi als Anschauungsmaterial.

Ich möchte in der Stimmung des Romans eher bei Lugosi liegen, als bei den rennenden und menschenzerfetzenden Zombies dieses Jahrtausends.

Oh, die mag ich auch ganz gerne. Ich wäre ein Pharisäer, wenn ich das abstreiten würde. Aber es ist eben nicht die „Vision“, die ich von „Der Goldene Tod“ habe. Mein Roman ist langsamer, nimmt sich viel Zeit, arbeitet mit Stimmungen und nicht mit Effekten.

Das kann, entgegen der Wortwahl, auch sehr effektvoll – und vor allem sehr effektiv sein!

Deswegen versetzt es mich auch nicht in Angst und Schrecken, dass ich jetzt 30.000 Wörter geschrieben habe und nun erst die Sache richtig ins Rollen kommt. Mein Protagonist ist an Ort und Stelle. Die Leser kennen den Hintergrund des Protagonisten. Der Protagonist kennt seine Aufgabe und er macht sich daran, gegen die auftretenden Widerstände seine Recherchen durchzuführen.

Bald wird der Protagonist seine erste Begegnung mit dem Gespenst von Burg Rabenstein haben. Oder ist es doch kein Spuk? Genau das muss er herausfinden. Immer in der Hoffnung, dass ihn die Suche nach den Antworten nicht zu nahe an die in den Untergeschossen befindlichen grauenhaften Orte der ehemaligen Raubritterburg führt.

Und was führt eigentlich dieser omnipräsente Diener mit den miesen Umgangsformen im Schilde?

Lasst euch überraschen, liebe Freunde, so wie ich es in Teilen auch tun werde. Weil die Sache jetzt endlich Fahrt aufgenommen hat :-).