Chronik eines angekündigten Projekts – #Projekt24 (Teil 2)

Vor etwas über drei Wochen habe ich euch erstmals etwas über das #Projekt24 erzählt. Wie ihr inzwischen wisst, handelt es sich dabei um einen Adventskalender, an dem, nicht weiter verwunderlich, 24 Autoren mitgeschrieben haben. Einer davon bin ich.

Da nun am Donnerstag der 01.12. auf dem Kalender steht, wurde es Zeit, weitere Einzelheiten zu diesem Projekt zu veröffentlichen. Einiges davon könnt ihr wiederum auf dem Blog von Florian Waldner lesen.

Aber ich möchte die Gelegenheit nutzen, euch an dieser Stelle schon einmal ein wenig am Entstehungsprozess meines Textes teilhaben zu lassen, auch wenn ich euch unter Androhung von Strafe noch nicht verraten darf, wann er erscheint.

Begonnen hat die ganze Sache, wie in meinem ersten Artikel erzählt, mit einer Privaten Nachricht. Diese enthielt praktisch so etwas wie eine „umgekehrte Ausschreibung“. Im Normalfall sieht man eine solche, bewirbt sich darauf mit einem Text und hofft, dass man genommen wird.

Hier kam die Ausschreibung praktisch zu mir und fragte, ob ich sie annehmen würde. Was ich gerne tat, auch wenn das umgedrehte Verhältnis keinesfalls bedeutete, dass die grundlegenden Mechanismen einer Ausschreibung außer Kraft gesetzt worden wären.

Die größte Hürde für mich ist immer, ihr kennt mich, die Begrenzung auf eine bestimmte Zahl von Wörtern, die ein Text maximal haben darf. In diesem Fall war die Begrenzung für meine Verhältnisse sogar mörderisch. Ich durfte nicht mehr als 850 Wörter zu Papier bringen. Eher weniger.

Beinahe hätte ich laut aufgelacht und die Ausschreibung ihres Weges ziehen lassen, aber einerseits gefiel mir die Idee, mit #Projekt24 die Welt zu beherrschen und andererseits hatte ich, wieder einmal, sofort eine Idee im Kopf, was ich schreiben könnte. Und wenn meine Inspiration, die unzuverlässige aber treue Seele, sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann will sie es auch schreiben.

Also setzte ich mich an das „Dinner for two“ und schrieb einen ersten Entwurf. Der war, wenn ich mich richtig erinnere, nur so um die 1000 Wörter zu lang.

»Nichts zu machen«, signalisierte ich meiner Inspiration achselzuckend. Aber da hatte dieses Teufelsding auch schon einen Rotstift in der Hand und strich gnadenlos in meinem Text herum, bis er zwar immer noch zu lang war, aber die Lage schon nicht mehr ganz so hoffnungslos erschien. Und mit dem Befehlston eines Brigadegenerals richtete sie die Stiftspitze auf den Text und kommandierte: »Da!«

Ich habe nicht mitgezählt, wie viele Bearbeitungsdurchgänge es gebraucht hat, bis ich auch nur in die Nähe der 850 Wörter gekommen bin. Und am Ende wäre es dann doch daran gescheitert, wenn Florian und Katherina mir nicht zugestanden hätten, die Hürde um ein paar, wirklich nur ein paar, Wörter zu reißen.

So kam ich zwar nicht mit der Bestnote ins Ziel, aber ich kam ins Ziel und bin deswegen mit meiner Geschichte im #Projekt24 vertreten.

Natürlich würden alle Beteiligten sich freuen, wenn ihr ab Donnerstag jeden Tag einen Blick hinter das jeweilige Türchen werft. Jeder und jede von uns hat sich viel Mühe gegeben und es wird, soviel kann ich wohl ankündigen, eine wirklich bunte Mischung an Geschichten geben, die sich beim „Dinner for two“ ereignen.

Sobald meine Geschichte erscheint, was am xx.12. (gerade noch die Kurve gekriegt …) der Fall sein wird, weise ich euch hier selbstverständlich noch einmal darauf hin.

Nun denn, auf eine schöne Adventszeit! 🙂