Pausenbrecher (4) Guten Rutsch!

Ihr Lieben!

Ich will das Jahr nicht einfach so beenden, ohne euch nicht wenigstens noch einen Guten Rutsch ins neue Jahr 2017 gewünscht zu haben. Es war ein an allen Ecken und Enden spannendes Jahr, sowohl in Bezug auf das gesamte Weltgeschehen betrachtet, als auch in Bezug auf meinen kleinen Blog und mein für die Welt ziemlich irrelevantes Schreiben.

Aber für mich war 2016 ein Jahr, in dem ich viel gelernt habe und in dem ich viele von euch noch besser kennengelernt habe. Und ich kann sagen – und das macht mich froh und stolz – dass es alles sehr positive Erlebnisse gewesen sind.

Ich freue mich, in euch das „Publikum“ zu haben, das ich habe. Ich betrachte euch als Gäste, ach, was sag ich, als Freunde in meinem virtuellen Wohnzimmer. Auf meiner virtuellen Veranda, wo wir miteinander sitzen, uns unterhalten, mit einem guten Tropfen anstoßen und uns dann verquatschen, bis am Horizont bereits der Morgen wieder heraufdämmert.

Ich freue mich darauf, euch alle im kommenden Jahr eben auf dieser Veranda wieder an meiner Seite zu sehen. Denn auch das Jahr 2017 wird nicht weniger spannend werden. Es stehen eine Menge Dinge an, über die zu berichten sein wird.

Ob es dann noch in der gewohnten Form sein wird, dass ich so gut wie jeden Tag einen Artikel schreibe, kann ich noch nicht sagen. Ich fange gerade an, mich daran zu gewöhnen, mir selber diesen Druck von den Schultern zu nehmen. Vielleicht erleben wir also gerade den Weg zu einem anderen, gelasseneren Umgang mit diesem Blog. Ich weiß es noch nicht.

Ich würde mich jedenfalls freuen, so oder so, wenn ihr mir gewogen bleibt.

Passt gut auf euch auf und dann sehen wir uns jenseits der Datumsgrenze in alter Frische, mit neuer Kraft und ungebrochener Zuversicht wieder.

Habt es gut bis dahin!

Alles Liebe
Euer Michael

Pausenbrecher (3) Was macht eigentlich der „Beobachter“?

Vielleicht stellt sich der eine oder die andere von euch ja die Frage, was eigentlich in der Zwischenzeit aus „Der Beobachter und der Turm“ geworden ist. Das Projekt ist ja, zugunsten von „Der Morgen danach“, ein wenig in den Hintergrund gerückt.

Nun, das hier ist daraus geworden:

be-bewerbung‚be‘ ist ein digitales Imprint des Bastei-Verlags und die entsprechende Homepage war schon seit gut zwei Monaten in meinem Browser geöffnet. Ich hatte ein neues Exposé erstellt, eine Leseprobe ausghewählt und musste jetzt „nur noch“ das Online-Formular ausfüllen. Das hat mich heute noch etwas mehr als anderthalb Stunden in Anspruch genommen und dann habe ich „einfach mal“ auf absenden geklickt.

Der Hintergrund ist einfach der, dass ich nicht glaube, in den nächsten paar Wochen/Monaten dazu zu kommen, mich im Selfpublishing so gut um das Projekt kümmern zu können, wie ich es müsste. Da wird ganz viel Lektoratsarbeit für den „Morgen danach“ auf dem Programm stehen.

Wenn ‚be‘ mich nun aber auch „nehmen“ würde, dann müsste ich mir in der Tat etwas einfallen lassen, wie ich mich klone, oder so. Aber ich gehe davon aus, dass auch dieses digitale Label eine ganze Weile brauchen wird, bis es sich zurückmeldet. Wenn es sich zurückmeldet.

Und der pessimistische Teil von mir geht halt nach wie vor davon aus, dass der „Beobachter“ keine geeignete Verlagsware ist. Aber: Versuch macht kluch, wie man so schön sagt!

Pausenbrecher (2) Ein kurzer Gedanke

Mich überkam gerade ein kurzer Gedanke.

Ich lese verschiedentlich Berichte im Internet über Menschen, die Bücher schreiben. Das sind für mich „echte Autoren“.

Dann sehe ich mir Bücher in meinem Regal an und denke mir, dass diese von „echten Autoren“ geschrieben wurden.

„Echte Autoren“ schreiben „echte Romane“.

Und dann wird mir bewusst, dass ich kurz davor stehe, sozusagen 0,5 Zentimeter und eine Winterpause davon entfernt, einen Verlagsvertrag zu unterschreiben.

Über einen „echten Roman“.

Macht mich das zu einem „echten Autor“?

Mein kurzer Gedanke verneint diese Frage und stellt fest, dass wir alle „einfach nur“ Menschen sind, die gerne schreiben. Und dass niemand von uns das Recht oder Grund hat, sich „echter“ als jemand anderes zu fühlen.

Wir sind alle nur Menschen.

Echte Menschen!

Pausenbrecher (1) Neuer Artikel von mir bei videospielgeschichten.de

Heute ist, auch für mich etwas überraschend, ein schon vor etwas längerer Zeit entstandener neuer Artikel von mir auf der Website videospielgeschichten.de erschienen. Wenn ihr Lust habt, dann schaut doch mal rein. Es geht um die (für mich) unheilige Allianz zwischen alten Computerspielen, meinen Vorstellungen von guter Musik und ziemlich schrägem Gesang. Fremdschämfaktor: positiv!

Hier entlang!

Winterpause!?

Ihr Lieben,

seit einiger Zeit wandert dieses Wort durch meine Gehirngänge, verhakt sich an der einen Stelle, reißt an der anderen Stelle ein paar Kalkablagerungen ab und kommt einfach auf keinen kleinsten gemeinsamen Nenner.

Winterpause.

Alle machen sie in diesen Tagen Winterpause. Der Fußball, des Deutschen heiligste Kuh, macht Winterpause. Sogar mein Arbeitgeber macht, in gewissem Ausmaß, Winterpause.

Aber gilt so etwas auch für einen Blog? Vielleicht sogar für meinen Blog?

Dem einen oder anderen von euch wird es aufgefallen sein in den letzten Tagen, dass ich immer später und auch sporadischer auf E-Mails, Kommentare oder Unterhaltungen reagiert habe. Der Hintergrund ist einfach der, dass ich fühle, wie mein Akku gerade dabei ist, in den niedrigen Prozentbereich zu rutschen. Ich habe es zum Beispiel geschafft, zwar einen Artikel über das Thema des Anschlags in Berlin zu schreiben, aber es reichte nicht mehr dazu, darüber auch ins Gespräch mit euch zu kommen. Und das ist für einen Blog immer ein schlechtes Zeichen, wenn der Hausherr nicht ins Gespräch mit seinen Gästen kommt.

Wie ihr wisst, plagt mich ja schon seit längerem ein Schreib- und neuerdings auch ein Lesestau. Ich glaube langsam, dass ich in diesem Jahr einfach zu viel der Worte geschrieben habe. Das Jahr sah immerhin eine ganze Menge an neuen Blogbeiträgen, es sah die Vollendung eines Romans, die umfangreiche Überarbeitung eines anderen und den fast abgeschlossenen Verkauf eines dritten. Ach ja, auch „mein“ Verlag macht übrigens gerade: Winterpause.

Dieses Wort in meinem Kopf sagt, ich solle doch einfach die letzte Woche des Jahres mal frei nehmen von allem. Ich solle mir keine Gedanken über Blogeinträge machen, kein schlechtes Gewissen schieben, weil ich wieder nicht geschrieben habe und versuchen, wieder einen entspannten und ungezwungenen Zugang zu meinem liebsten Hobby zu finden.

Um dann 2017 wieder mit neuer Kraft, hohen Ambitionen und klaren Zielsetzungen durchzustarten.

Eine endgültige Entscheidung darüber habe ich noch nicht getroffen. Aber ich glaube, wenn ich tief in mich hinein höre und auf die Signale achte, die mein Körper und mein Geist mir senden, dann kann ich zumindest eine deutliche Tendenz ausmachen.

Nun, wir werden sehen. Wundert euch also nicht, falls ihr längere Zeit nichts von mir lest. Der Blog ist nicht eingestellt, der Blogger nicht verschieden und die großen Projekte für das Jahr 2017 nicht abgeblasen.

Vielleicht mache ich einfach … Winterpause.

… then we take Berlin …

Ich hadere.

Ich hadere mit mir, ob ich wirklich einen Artikel zu den Vorkommnissen in Berlin schreiben soll. Dem feigen (mutmaßlichen) Anschlag mittels eines LKW auf eine harmlose Menschenmenge, die nichts anderes tun wollte, als in Ruhe ihren Glühwein trinken, ihre Weihnachtsmützen spazieren tragen und vielleicht ihre Maronen essen.

Ich hadere deswegen mit mir, weil ich mich ertappe, dass ich in einem Wechselbad der Gefühle wütend und gleich darauf wieder gleichgültig werde. Eine Wut und eine Gleichgültigkeit, die sich aus denselben Quellen nähren: Es nimmt einfach langsam überhand!

Zweimal schon habe ich Artikel dieser Art auf meinem Blog geschrieben, einmal zu den Anschlägen in Paris von vor einem Jahr und einmal zu denen in Brüssel vom Frühjahr. In beiden Artikeln habe ich versucht herauszustellen, wieso wir als Europäer nicht vor denen kapitulieren dürfen, die versuchen, uns mit unserer Angst zu lähmen. Oder die verhindern wollen, dass wir irgendwann einmal zu einem normalen Umgang miteinander kommen.

Jetzt steht also ein Flüchtling unter Verdacht, die schwerwiegende Tat in Berlin ausgeübt zu haben. Ich kann mir nur vorstellen, wie heute Morgen in den Büros einer gewissen deutschen Partei die Sektkorken geknallt haben, weil man jetzt endlich wieder sagen kann, dass man es ja schon die ganze Zeit über gesagt hat.

Es nervt mich, dass diese Taten nur noch mehr Menschen in den Glauben versetzen werden, dass „der Ausländer“, „der Flüchtling“ oder „der Moslem“ an sich ein Problem darstellt, eine Gefahr für uns und die, die wir lieben.

Es ist verständlich, dass nach dem Anschlag die Sorge zuerst den Menschen gilt, die man in der betroffenen Stadt kennt. Es ist gut, sich zu versichern, dass sie in Ordnung sind. Und natürlich gilt mein Mitgefühl, gelten meine Gedanken auch den Angehörigen der Menschen, die durch die Tat eines Verblendeten oder Verrückten sterben mussten.

Aber wisst ihr, was mich auch stört?

Es stört mich, dass die Schere in den Köpfen mancher Leute nun nur noch weiter auseinanderklaffen wird. Es stört mich, dass man als Autor nun auch wieder aufpassen muss, diese Schere nicht auch noch weiter auseinander zu drücken. Ich frage mich gerade ganz ernsthaft, wann wohl der erste auf die Idee kommt zu behaupten, dass die Tat von Berlin durch einen Roman oder einen Film beeinflusst worden sein könnte. Kennt ihr die Einstiegsszene von Stephen Kings Roman „Mr. Mercedes“?

Ein Mann rast mit einem gestohlenen Mercedes in eine Gruppe Arbeitssuchender, die vor einer Jobbörse stehen. Er mäht eine ganze Reihe von ihnen nieder und kann dann entkommen.

Der Täter von Berlin konnte nicht fliehen. Aber wäre das nicht auch egal gewesen? Hätte nicht in den Köpfen der meisten Menschen der Täter, oder zumindest seine Herkunft, sowieso festgestanden?

Wie gesagt, ich befürchte, dass manche Menschen sich nicht zu schade dafür sein werden, diesen Anschlag auf das Rücksichtsloseste zu instrumentalisieren. Und das vor einem nicht ganz unbedeutenden Wahljahr für unser Land.

Was gilt es jetzt zu tun? Für uns, die Menschen, die keine Angehörigen, Freunde oder Bekannte verloren haben, kann es eigentlich nur heißen: weitermachen wie bisher, auch wenn es schwer fällt. Ich bleibe bei dem, was ich früher schon gesagt habe. In dem Moment, in dem wir uns der Angst und dem Schrecken beugen, haben diejenigen gewonnen, die uns Böses wollen.

Und in diesem Fall sind das sowohl die verblendeten Attentäter selbst als auch die Demagogen, die Kapital aus ihren Taten schlagen.

Ganz ehrlich, manchmal frage ich mich, ob ich der Normale bin und nur die Welt um mich herum verrückt geworden ist.

Chronik eines angekündigten Projekts – #Projekt24 (Teil 3, Veröffentlichung)

Heute, am 19. Dezember, hat nicht nur meine große Tochter Geburtstag, sondern durch einen Zufall in der Nummerierung ist heute auch meine Kurzgeschichte „Die Fliege in der Suppe“, die ich zum #Projekt24 beisteuern durfte, erschienen.

Ihr findet die Geschichte exklusiv auf dem Tintenfleckblog von Florian Waldner. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr dort, oder vielleicht auch hier, oder auch gerne dort und hier, einen Kommentar hinterlassen würdet, wie die Geschichte euch gefallen hat.

In den nächsten Tagen werde ich euch dann gerne noch ein paar Details zur Entstehung der Geschichte hier verraten. Aber da ihr heute in der Hauptsache die Geschichte lesen sollt, fasse ich mich an dieser Stelle ungewohnt kurz ;-).

Jetzt aber ab nach drüben!

Liebe Grüße
Michael