Calling China – Is anybody home? (1)

Vor einigen Wochen hatte ich euch davon berichtet, dass ich mir bei GearBest ein sogenanntes Convertible, also ein Tablet, das sowohl mit Android, als auch mit Windows betrieben werden kann, bestellt habe. Vorgestern, endlich, traf das gute Stück dann bei mir ein.

Der erste Eindruck war sehr positiv. Beide Betriebssysteme starteten schnell  und reagierten auch ausreichend flott auf Eingaben und dergleichen. Ich ging also positiv an die Sache heran und begann damit, das Teclast TBook 12 auf meine Bedürfnisse hin zu konfigurieren. Weil ich es in der Hauptsache zum Schreiben verwenden will, habe ich mit Windows angefangen.

Dadurch, dass das Gerät aus China kommt, waren die Sprach- und Menüeinstellungen natürlich erst einmal auf Englisch eingestellt. Aber das kann man ja ändern.

Dabei stieß ich allerdings zum ersten Mal auf Grenzen, die das Gerät aufweist. Die Verbindung zu den Microsoft-Servern, von denen die entsprechenden Sprachpakete heruntergeladen werden mussten, erwies sich als außerordentlich lahm. Wobei ich dabei nicht die Server alleine im Verdacht habe, sondern nach den weiteren Erfahrungen eher die Durchsatzrate der im Gerät verbauten 64 Gigabyte Speicher.

Nun gut, irgendwann war das Gerät auf Deutsch umgestellt und hatte, wie es Windows 10 eben standardmäßig so macht, damit begonnen, Updates für das Betriebssystem herunterzuladen.

Und jetzt wurden die Wartezeiten wirklich, wirklich heftig! Für die ersten noch ausstehenden Updates der Version 1511 brauchte das Gerät ungefähr dreieinhalb Stunden.

Das Upgrade auf Version 1607, also das sogenannte Anniversary Update, schlug gestern Abend mit ungelogen über fünf (!) Stunden zu Buche. Damit steht fest, dass man Updates nur installieren lassen sollte, wenn man viel Zeit hat.

Aber das wäre alles noch nicht schlimm, wenn nicht …

Nach der Installation des Anniversary Updates startete das Tablet neu. Und es lief hervorragend weiter. Nur der Speicherplatz im Gerät war so gut wie erschöpft. Schließlich muss Windows sich diesen ja noch mit Android teilen (eine separat zu erwerbende Speicherkarte, auf der man die Apps und Programme installieren kann, schafft hierfür aber Abhilfe).

Da das Gerät gut lief und bei Schnelltests auch keine Probleme machte, entschloss ich mich, die Sicherungsdateien der vorherigen Windows-Version zu entfernen. Das bietet Windows 10 in den Einstellungen ja an. Auf diese Weise wollte ich zehn Gigabyte an Speicher frei räumen.

Und, tja, seitdem habe ich ein defektes Windows auf dem Tablet.

Ich kann starten, ich kann mich einloggen. Wenn ich nach dem Login aber irgendein Programm starte, oder das Startmenü aufrufe, war es das. Das Tablet reagiert auf keine Eingabe mehr und tut auch nichts mehr. Ich komme nur noch per Hardwarereset aus der Nummer raus.

Leute, ich könnte echt …

Also habe ich mich noch heute Nacht, es muss so gegen zwei Uhr früh gewesen sein, hingesetzt, und Kontakt mit China aufgenommen. Einmal mit dem Hersteller des Geräts via Facebook und einmal mit dem Händler per Formular. Vom Händler habe ich schon eine Reaktion und ihm weitere Informationen und Fotos geschickt.

Tja, Calling China. Ich bin mal gespannt, wie die Sache weitergeht und halte euch auf dem Laufenden. GearBest hat eigentlich einen guten Ruf, was den Kundenservive angeht. Ansonsten hätte ich da auch nicht bestellt.

Wenn das Gerät wieder ordentlich läuft, reiche ich gerne einen ordentlichen Testbericht nach. Und wenn es nicht läuft, dann werde ich eine entsprechende Warnung aussprechen.

Ich wünsche euch jedenfalls einen schönen und hoffentlich störungsfreien Restsamstag!

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10 Gedanken zu “Calling China – Is anybody home? (1)

    • Dankeschön! Das kann ich gebrauchen. Ich hatte ja vorher schon so ein mulmiges Gefühl, aber wie gesagt, der Laden hat einen astreinen Ruf. Leider wird es wohl jetzt (Wochenende) wieder etwas dauern, bis ich von denen höre.

      Mein China-Handy läuft dafür allerdings hervorragend und telefoniert wirklich nach Hause ;-).

      Gefällt mir

  1. NNIN schreibt:

    Hey, Kontakt aufgenommen mit China? Junge, Junge, ich wusste gar nicht, dass du … ja, was eigentlich? Mandarin-Chinesisch oder Kantonesisch kannst. Allerdings wird sich herausstellen: die China-Adresse war nur Deckadresse, das Windows 10 eine Raubkopie, und dein eigentlicher Vertragspartner ist (ich zitiere): der Vorsitzende des Komitees für Staatsangelegenheiten der DVRK, Oberkommandierender der Koreanischen Volksarmee und Vorsitzender der Partei der Arbeit Koreas sowie der Oberste Führer der Demokratischen Volksrepublik Korea.
    Fragen also bitte nach Pjöngjang adressieren. Natürlich auf Koreanisch.
    Okay, die ganze Angelegenheit is nich witzich. Insbesondere, weil du wahrscheinlich bei Rückabwicklung den Kaufpreis nicht in Imperialisten-Euro überwiesen bekommst, sondern bar in Wong und Chŏn.
    Sorry. 😉
    NNIN

    Gefällt 1 Person

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