Bloggen mit Erlaubnis

Ich kann richtig die Fragezeichen sehen, die in so manchem Kopf jetzt wahrscheinlich gerade aufploppen. Was will er uns denn jetzt schon wieder sagen? Wieso „Bloggen mit Erlaubnis“? Seit wann braucht man denn eine Erlaubnis, um zu bloggen? Und von wem eigentlich?

Nun, das sind alles berechtigte Fragen, aber ich möchte euch kurz darüber informieren, wieso es für mich wichtig war, mir eine Erlaubnis einzuholen, dass ich auch weiterhin bloggen kann, wie mir der Schnabel gewachsen ist.

Ich habe diesen Blog im April 2015 gestartet und es ging von Anfang an darum, dass ich meinen Traum vom eigenen Buch realisieren wollte. Am liebsten natürlich mit der Unterstützung eines Romans. Bis jetzt war ich aber nur mir selbst gegenüber verantwortlich. Jeder Schritt, den ich unternahm, jeder Fehler, den ich vielleicht machte und jede Dummheit, die ich beging, war nur meine eigene Dummheit, mein Fehler, mein Schritt.

Ab sofort, wenn denn die Unterschriften erst einmal unter dem Vertrag getrocknet sein sollten, verhält es sich ein wenig anders. Nein, eigentlich verhält es sich auch so schon ein wenig anders.

Als ich gestern das Kreativzentrum des Scylla Verlags besuchte, wurde ich mit viel Offenheit empfangen. Wie ich ja schon schrieb, es hatte nicht so sehr ein geschäftliches Klima, unser Gespräch, wie eher das eines Austauschs miteinander.

Und deswegen ist es für mich absolute Ehrensache, dass ich jetzt nicht hingehe und irgendwelche Dinge schreibe, deren Veröffentlichung dem Verlag vielleicht gar nicht recht sind. Das hat nichts mit Selbstzensur zu tun und mit Zensur von außen schon gleich gar nicht.

Es war nur ein Punkt, den ich geklärt haben wollte, indem ich Frau Graf noch einmal deutlich darauf hinwies, dass ich blogge und dass dieser Blog quasi jetzt in diesem Moment genau das Thema aufgreift, um das es von Anfang an ging.

Sie schaute mich einen Moment an, so wie ihr vielleicht eure Fragezeichen im Kopf hattet. Dann meinte sie nur (sinngemäß): »Wieso sollten Sie nicht darüber schreiben und dokumentieren, was jetzt passiert? Das ist doch toll! Was wir privat miteinander besprechen, nehme ich an, bleibt auch privat. Und solange Sie jetzt nicht schreiben, dass ich ein alter Drachen bin …«

An der Stelle mussten wir dann beide herzlich lachen ;-). Aber für mich war es einfach wichtig, jetzt nicht „hinterrücks“ über irgendwelche Dinge zu bloggen.

Das bedeutet, dass ich leider nicht für euch Mäuschen in der Geschäftsführung eines kleinen Verlags aus Bergisch Gladbach spielen kann. Und ich werde auch nicht „meinen“ Autorenvertrag in allen Punkten genüsslich hier auswalzen. Aber ich werde euch in den kommenden Wochen und Monaten auf dem Laufenden halten, was so passiert, rund um mein Manuskript und meine Zusammenarbeit mit dem Verlag. Wenn es denn dazu kommt (da ist sie wieder, diese Stimme von gestern. Einmal mit dem Hammer drauf gehauen!).

Denn dafür habe ich mir eine Erlaubnis geholt. Ob ich sie nun rein formal gebraucht hätte, oder auch nicht. Mir geht es jedenfalls deutlich besser damit, sie zu haben.

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11 Gedanken zu “Bloggen mit Erlaubnis

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