Ein verdammt komisches Gefühl

Ja, das kann man schon so nennen. Es ist ein verdammt komisches Gefühl, wenn man auf einmal in eine Datei schaut, die den netten Titel „Verlagsvertrag“ trägt. Denn das macht es, nun, nicht realer, aber irgendwie greifbarer. Es ist so, dass es nun wirklich offiziell ist.

Ich bin nun jemand, der rein von Berufs wegen auch mit Verträgen zu tun hat. Deswegen traue ich mir durchaus zu, im Großen und Ganzen gut beurteilen zu können, ob ein Vertrag angemessen und okay ist, oder ob es noch Punkte gibt, über die man reden sollte. Und ich wurde ja deutlich dazu eingeladen, Änderungsvorschläge einzubringen und Fragen zu stellen, wenn ich welche habe.

Dazu muss ich sagen, dass der Vertrag, gemessen an den Monstren, die man teilweise zu Gesicht bekommt, wenn man mal auf den einschlägigen Internetseiten nachschaut, sehr übersichtlich ist und damit auch wenig Platz für versteckte Fallstricke bietet, von denen ich aber natürlich sowieso nicht ausgegangen bin. Ich meine, was für eine Basis sollte das sein, wenn ich schon vor der Zusammenarbeit meinen würde, dass da irgendwas nicht in Ordnung ist?

Frau Graf hatte mir, als wir uns am Mittwoch verabschiedeten, geraten, über den Vertrag zu schlafen. Ihn meiner Frau zu zeigen. Und meinem Freund, der Anwalt ist. Nun habe ich zwar keinen Freund, der Anwalt ist, aber ich habe mich, auch das ist ja heutzutage kein Problem mehr, via Internet schlau gemacht und vor allem verglichen. Und damit komme ich zu dem Schluss, dass der Vertrag, wie er mir vorliegt, in Ordnung ist. Branchenüblich, könnte man auch sagen.

Habe ich noch Fragen? Die eine oder andere, vielleicht. Aber da ist wieder das komische Gefühl, dass ich vielleicht Fragen stelle, die eigentlich völlig überflüssig sind. Aber kann es das geben, eine überflüssige Frage zu einem Vertragswerk, das schließlich etwas ganz Besonderes für mich ist?

Mein erster (!) Verlagsvertrag.

Nein, ich werde das komische Gefühl bekämpfen und das, was ich dann noch an Punkten habe, per Mail an Frau Graf zurücksenden. Eine gute Zusammenarbeit fusst immer auch auf Augenhöhe. Und die kann ich nur herstellen, indem ich mich nicht von meinem Gefühl, das seinen Ursprung auch irgendwo wieder in diesem schon oft geschilderten depressiven Erleben hat, leiten lasse.

Übrigens tut es mir fast Leid, dass ich euch einige der Punkte aus dem Vertrag nicht erzählen darf. Denn es gibt durchaus sehr lobenswertes, wenn ich Vergleiche anstelle. Doch wer weiß, vielleicht plaudere ich ja irgendwann doch noch aus dem Nähkästchen. Wenn ich es denn darf ;-).

Ich wünsche euch noch einen schönen Samstag und einen ebenso schönen vierten Advent!

2 Gedanken zu “Ein verdammt komisches Gefühl

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