31 Tage #Autorenwahnsinn – Tag 30 und 31 – Twitter again und Ausblick auf 2017

Meine Damen und Herren, liebe Kinder, ich präsentiere Ihnen und euch die letzten beiden Tage der Challenge mit dem schönen Namen #Autorenwahnsinn. Wie ihr es von mir überwiegend gewohnt wart, gibt es auch hier wieder den stylischen Doppelpack ohne Extras, dafür aber auch ohne Zuschläge.

Meine Güte, was man alles für einen Murks schreiben kann, nur um nicht zugeben zu müssen, dass man am Tag zuvor schlicht keine Lust mehr auf den Challenge-Artikel hatte, weil man in den Vorbereitungen für seinen neuen PC gesteckt hat, der heute eigentlich bei mir aufschlagen sollte …


Tag 30: Zeig uns den Twitter-Account eines befreundeten Autoren – again!

Die Erklärung, dass ich keinerlei Instagram habe und deswegen auch keinerlei Instagram-Aufgaben erledigen kann, habe ich euch jetzt, denke ich, so oft gegeben, dass ich sie mir hier auch hätte sparen können. Aber ich muss ja auch am letzten Tag noch mit Neueinsteigern in dieser kleinen Challenge rechnen, die das noch nicht gewusst haben.

Also, gehen wir in die Vollen und das bedeutet bei mir Twitter. Heute möchte ich euch wieder zwei Accounts zeigen, die ich für absolut wert befinde, dass man ihnen folgt. Vor allem dann, wenn man sich für das Autorendasein und alles drumherum interessiert.

Der eine ist der Account von Textflash, aka Mikaela Sandberg, aka Michaela Stadelmann, aka nocheinigesmehr. Textflash ist nicht nur auf Twitter sehr rührig, sondern auch in ihrem Blog und generell in ihrem Engagement. Sie ist auch Mitglied bei den BartBroAuthors und fällt dort als ein Aktivposten mit immer wieder neuen Ideen auf. Die dürfen gerne auch mal etwas ausgefallen sein, wie ihr sicher merken werdet, wenn ihr ihrem Account mal für eine Weile gefolgt seid.

Kaum weniger lesenswerte Tweets und Retweets verantwortet meine geschätzte Autorenkollegin und Mitbärtin Nike Leonhard. Auch bei ihr gibt es eine angenehme Mischung aus Infos, Meinungen und allerlei „Stuff“ zu lesen. Bewundernswert, dass darunter nicht ihre Produktivität leidet.

Denn, ganz ehrlich: Wenn ihr diese beiden Accounts abonniert, bekommt ihr jeden Tag mehr Lesestoff, als ihr eigentlich gebrauchen könnt – weil er euch für eine lange Zeit beschäftigen wird!


Tag 31: Ein Ausblick in das Schreibjahr 2017 – was wünschst du dir?

Tja, was wünsche ich mir … ich gehe realistisch an die Sache heran. Denn natürlich könnte ich mir jetzt die goldenen Äpfel vom Baum herunter wünschen, oder weltfremd Dinge herbeireden, die sich einfach nicht werden erreichen lassen. Ich werde keinen Bestseller verfassen, nicht meinen Brotjob aufgeben können oder sonst irgendeinen Ausreißer in dieser Richtung vorweisen können, wenn das Jahr 2017 vorbei ist.

Ich wünsche mir, dass mein Verlag und ich es schaffen, in gemeinsamer und partnerschaftlicher Arbeit meinen Debütroman veröffentlichungsreif zu bekommen. In diesem Zusammenhang darf ich schon einen kleinen Wunsch in Richtung 2018 formulieren, nämlich den, dass ich meinen Roman dann auch möglichst bald als Buch in der Hand halten kann und er nicht „nur“ eine eBook-Veröffentlichung bleibt.

Ich wünsche mir, dass ich mich dazu aufraffen kann, neben der hierfür notwendigen Arbeit noch das eine oder andere Projekt anzuschieben. Ich möchte „Der goldene Tod“ gerne fertig schreiben. Wichtiger noch ist mir allerdings die vollständige Überarbeitung von „Der Beobachter und der Turm“. Hier hatte ich ja von be eine Absage bekommen, die sich aber nicht gegen meinen Stil oder meine Art zu schreiben richtete, sondern nur sagte, dass der Roman nicht in deren Programm hineinpasst. Vielleicht finde ich ja einen anderen Verlag, der mit mir dieses Herzensprojekt verwirklichen mag? Es schadet ja nichts, es zu versuchen.

Und bei be könnte ich ja eines meiner anderen Manuskripte einreichen. Ich habe hierfür „Darkride“ ins Auge gefasst.

Und ansonsten? Ich möchte den Spaß am Schreiben nicht verlieren. Möchte weiter liebe Menschen um mich herum haben, die diesen Spaß mit mir teilen. Und ich möchte meinen Traum leben.

Meinen Traum vom eigenen Buch!

Das Schreiben der Anderen: „Die Tränen der Vögel“ von Uwe Krüger und Jonas Torsten Krüger

Bevor ich euch in die Besprechung zu diesem Roman entlasse, sollte ich kurz aufklären, was dieses Buch qualifiziert hat, in meiner Rubrik „Das Schreiben der Anderen“ präsentiert zu werden. Einer der beiden Krügers, Jonas Torsten, ist Lesern meines Blogs unter seinem Pseudonym Simon Segur bekannt. Ich habe das Buch bei einem Gewinnspiel gewonnen und mit einer ganz tollen persönlichen Widmung erhalten.

Wieso der Roman auch ohne diese Tatsache eine Empfehlung ist, könnt ihr den folgenden Zeilen entnehmen:


dtdvEin Ornithologenkrimi!?

Die Frage darf man sich ruhig einmal genüsslich auf der Zunge zergehen lassen, denn die Freunde der Vogelkunde hatte zumindest ich jetzt nicht als den Stoff auf dem Schirm, aus dem sich eine spannende Krimihandlung stricken ließe. Aber da man einer geschenkten Taube ja nicht unter die Schwanzfedern schaut (ich habe mein Exemplar des Romans bei einem Gewinnspiel gewonnen), habe ich mir die Voliere mal ganz genau angeschaut und quasi ein wenig im Streu gekratzt.

Sven Seidelmann, Ornithologe und Mitarbeiter in einem medizinischen Start-Up-Unternehmen, wird ermordet aufgefunden. Und damit beginnen sogleich die Unklarheiten in diesem Fall. War da jetzt ein Mann, der den Toten zuerst entdeckte? Oder war da doch noch ein anderer? Und war einer von den beiden am Ende sogar der Mörder?

Karola Bartsch, die Leiterin der Sonderkommission „Nachtschwalbe“, muss sich mit einer ganzen Menge Fragen herumschlagen und bemerkt bald, dass es einige Leute gibt, die ihr und ihrem Team Knüppel zwischen die Beine werfen. Der Chef des Ermordeten zeigt sich mehr als nur zugeknöpft und wird durch den leitenden Staatsanwalt sogar noch darin gedeckt. Einer der beiden Securitymitarbeiter von Orni Charm Pharmaceuticals nimmt vor einem der Ermittler Ausreiss und kommt dabei im wahrsten Sinne des Wortes unter die Räder. Und die Witwe ist eine Frau, aus der irgendjemand anderes schlau werden soll. Karola wird es jedenfalls nicht.

Da fällt es kaum noch ins Gewicht, dass längst nicht alle Mitarbeiter der Soko so loyal sind, wie man sich das als Chefin wünschen würde. Viel schlimmer und verwickelter kann es da ja kaum noch werden.

Aber es gibt da auch noch Karsten! Karsten ist Karolas Bruder, ehemals Drogenfahnder, aber inzwischen aus dem Dienst ausgeschieden und Initiator eines Projekts für die im Drogensumpf Gestrandeten der Bankenmetropole Frankfurt am Main. Als solcher macht er sich nicht nur Freunde, vor allem nicht bei den Dealern der Stadt.

Interessanter ist aber, dass Karsten den Toten aus seiner Vergangenheit kennt! Denn Karsten ist selber ein Ornithologe, wie er im Buche steht. Und „Ornis“ sind alle ein klein wenig verrückt.

Während offensichtlich jemand alles daran setzt, Karsten etwas anzuhängen, wenn nicht Schlimmeres, fängt er damit an, auf eigene Faust zu ermitteln, was mit „Silber-Sven“ passiert ist. Denn er hat das Gefühl, dass in diesem Verwirrspiel irgendwas ganz gewaltig nicht stimmt.

Und das ist haargenau das Gefühl, das auch die Leser mit Karsten Bartsch teilen werden, wenn sie diesen Krimi lesen. Ich meine das im allerbesten Sinne! Denn es ist wirklich so, dass nur wenige der Dinge so sind, wie man vorab glaubt, wie sie zu sein haben.

Den beiden Krügers gelingt es, einen Krimi zu präsentieren, der seine Handlung ruhig, aber nicht langweilig, mit vielen Twists, aber nicht verwirrend und clever, aber nicht überheblich vorantreibt.

Der Einstieg über die beiden grundverschiedenen Figuren Karsten und Karola, deren Geschichten für eine geraume Zeit nichts miteinander zu tun zu haben scheinen, ist sehr niedrigschwellig. Es macht Spaß, sowohl dem einen, einem vermeintlichen Aussteiger, als auch der anderen, einer vermeintlich sehr korrekten Polizistin, zuzuschauen.

Aber die Menschen sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen – und das trifft auch auf diese beiden zu, wie der Leser im Laufe der Handlung erfährt.

Generell machen fast alle der Personen, denen man in diesem Krimi begegnet, auf die eine oder andere Weise eine Entwicklung durch. Und das macht sie so lebensnah, dass man schnell ein Bild von ihnen im Kopf und seine Favoriten hat. Das mag bei dem einen die Ermittlerin Lotte mit der grünen Haarsträhne sein, bei der anderen der Leiter der Spurensicherung, dessen indianischer Spitzname nicht das Unkonventionellste an der Figur ist.

Wenn es einen Unterschied gibt, der diesen Roman gegenüber so manch anderem Krimi auszeichnet, so ist es wirklich der bereits angesprochene Umgang mit Twists. Oftmals dienen diese heutzutage ja nur noch ihrem Selbstzweck, dem Leser (oder entsprechend dem Zuschauer) die lange Nase zu zeigen und ihm das Gefühl zu geben, dass alles, was er bis jetzt geglaubt hat zu wissen, aus den hanebüchensten Gründen falsch gewesen ist. Und wieso? Weil der Autor es kann!

Die Krügers bedienen sich dieses Stilmittels zwar auch, tun dies aber auf eine derart charmante Weise, dass man ihnen einfach nicht böse deswegen sein kann. Vielmehr fesselt es einen stark an die Handlung und man freut sich geradezu auf den nächsten Haken, den die Handlung nimmt.

Das sind so viele, dass ich irgendwann damit anfing, mir Sorgen zu machen, ob die wohl alle aufgelöst werden würden. Aber, so viel darf ich verraten, das werden sie. Egal, ob es sich um die Vergangenheit von Karstens Freund Spotti, einem ehemaligen Drogensüchtigen, oder um die Identität der geheimnisvollen Sprayer handelt, die an markanten Punkten von Frankfurt Bilder mit einer Message sprühen.

Formal und sprachlich ist das alles auf einem absolut hohen Niveau und man hat zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass hier wirklich zwei Autoren am selben Text gearbeitet haben, die jeder ihre eigene erzählerische Stimme durchboxen wollten. Das spricht für eine sehr aufmerksame und ordentliche Überarbeitung.

Insgesamt spreche ich eine ausdrückliche Empfehlung aus: Dieser Roman hat Typen, er hat Ideen, er hat eine durchdachte Handlung mit Twists zum mit-der-Zunge-schnalzen.

Und das in einem Ornithologenkrimi! Wer hätte das gedacht!?


Unter dem Label „Das Schreiben der Anderen“ veröffentliche ich Rezensionen, die ich zu Romanen von Autoren geschrieben habe, mit denen ich in den Sozialen Netzwerken oder auf andere Weise verbunden bin. Es handelt sich hierbei ausdrücklich nicht um Gefälligkeitsbesprechungen. Dies wäre nicht in meinem Sinne und auch nicht im Sinne der Autoren, die ich bespreche.

Alle Besprechungen erscheinen, ggf. in leicht abgeänderter Form, auch bei Amazon. Die Bewertung orientiert sich am dortigen Wertungssystem.

Gewinner Clue Writing Literaturwettbewerb

Eigentlich wollte ich ja nur schnell noch meinen Sonntagsreport tippen, aber der muss wegen hochaktueller Nachrichten „leider“ an dieser Stelle ausfallen.

Ich hatte euch letztes Jahr eher beiläufig berichtet, dass ich am Literaturwettbewerb der Seite cluwriting.de mit dem Thema „Schmerzlos“ teilgenommen habe. Nun, was soll ich sagen: Meine Geschichte „Aus Eiseskälte aufgewacht“ hat es unter die 5 besten aus über 290 Einsendungen geschafft!

Damit winkt mir eine Veröffentlichung im eBook, einer Printanthologie und als Vertonung vom Clue Writing Podcast :-).

Die Gewinnerverkündigung wurde eigens als Video veröffentlicht:

Ich hatte gehofft, bei den ersten 45 dabei zu sein. Fehlanzeige. Dann hoffte ich, schon weniger positiv gestimmt, auf die 20. Fehlanzeige. Ich wollte schon enttäuscht wegklicken, dann wird da auf einmal mein Name vorgelesen! Ganz ehrlich, ich bin ziemlich baff!

Ich freue mich riesig über diese Bestätigung, dass ich da eine gute Geschichte zurechtgezimmert habe. Das gibt mir gerade mächtig Schub – auch für die laufende Überarbeitung meines Debütromans.

Eine schöne Überraschung am Sonntag Abend!

31 Tage #Autorenwahnsinn – Tag 29 – Zitat aus dem aktuellen Projekt

Ich hatte ja gestern Abend schon angekündigt, dass ich mich auf die Aufgabe der heutigen Challenge freue :-).


Tag 29: Poste ein Zitat aus deinem aktuellen Projekt

Ich beziehe diese Frage jetzt der Einfachheit halber auf das Projekt, an dem ich schreibe. Das ist ja „Der goldene Tod“. Und da gibt es gleich eine ganze Menge an Passagen, die mir gut gefallen. Deswegen bin ich mir auch sicher, dass ich dieses Projekt wieder aufnehmen werde, sobald sich die Zeit dazu findet, die im Moment durch „Der Morgen danach“ beansprucht wird.

Das Zitat, das ich euch zeigen möchte, ist dabei ein wenig länger als nur ein Satz. Aber ich hoffe, dass euch das nicht stören wird.

Elisabeth zitterte immer stärker. Inzwischen waren beide Beine in das Stakkato mit eingefallen. »Es war Gräfin Katharina. Sie sah genauso aus, wie an jenem Tag, an dem sie den Unfall erlitten hat. Wenn da nicht diese weiße Färbung überall an ihr gewesen wäre, dann hätte ich geglaubt, ich habe ihren Unfall nur geträumt. Am liebsten hätte ich mir eingeredet, diese Begegnung sei nur ein Traum.«
»Aber es war keiner.«
»Nein, es war kein Traum. Irgendwie ist es mir gelungen, mich aus meiner Erstarrung zu lösen. Und im gleichen Moment begann die Gestalt, auf mich zuzugehen! Ganz langsam, mit grazilen Schritten, deren Klang das Geräusch erzeugte, das mich auf den Flur gelockt hatte. Und ich bin einfach nur vor ihr zurückgewichen. Sie hat nichts getan, kein Geräusch gemacht, außer diesen schrecklich leisen Schritten! Sie hat mich einfach nur angestarrt aus den leblosen weißen Augen.«

Ein Geist? Ein Schwindel? Nun – die Zeit wird es zu Tage bringen.


Morgen ist dann schon der vorletzte Tag in der Challenge. Und sie bringt uns einen alten Bekannten als Aufgabe mit:

Tag 30: Zeig uns den Twitter-Account eines befreundeten Autoren – again!

Na, das kann wieder eine schwere Geburt werden …

31 Tage #Autorenwahnsinn – Tag 28 – Autorenaustausch

Ups, ehe man es sich versieht, kommt man in arge Termin- und Zeitnot. Deswegen halte ich mich jetzt gar nicht mit langen Vorreden auf, sondern starte sofort in die heutige Frage:


Tag 28: Mit welchen Autoren tauschst du dich aus? Wer sind deine Schreibbuddys?

Die Hälfte der Antwort zu dieser Frage habe ich euch ja gerade gestern erst geliefert, als ich euch etwas von den wunderbaren BartBroAuthors erzählt habe. Ich könnte jetzt, wie schon angedeutet, eine ganze Menge dazu schreiben, was die BBA sind, wieso ich sie empfehle, und so weiter. Aber das ist wirklich etwas, das mehr wert ist, als nur zwischen Tür und Angel dahinerzählt zu werden.

Jedenfalls habe ich es bis jetzt keinen Tag bereut, dass ich dem Verein (und ich meine das wirklich im Sinne eines e.V.!) beigetreten bin. Im Gegenteil, als ich in den Wehen lag, den Vertrag für „Der Morgen danach“ mit Scylla einzugehen, haben mir die MitBärte und -Bärtinnen mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Und auch so wird noch einiges von diesem Verein zu erwarten sein.

Neben den BBA habe ich aber das große Glück, dass ich auch hier auf meinem Blog regelmäßig mit vielen wunderbaren Autorinnen und Autoren im Austausch stehe. Ich fürchte, ich würde jemanden vergessen, wenn ich mich jetzt an eine abschließende Aufzählung wage. Das ist auch der Grund, aus dem ich keine Blogroll oder dergleichen besitze.

Aber wenn ihr hin und wieder auch mal in den Kommentaren zu meinen Blogartikel stöbert, dann werdet ihr zwangsläufig über Namen wie Hanna Mandrello, Margaux Navara, Simon Segur, Nora Bendzko, Erin J. Steen, Nike Leonhard, und, und, und gestolpert sein. Alles liebe Menschen, deren Blogs ich euch dringend zur genaueren Ansicht empfehle!

Nachtrag: Auf keinen Fall unerwähnt lassen mag ich an dieser Stelle auch Evanesca Feuerblut und meine Liebe Verlagskollegin Mea Kalcher!

Überhaupt habe ich das Glück, viele Leser zu haben, mit denen es einfach Spaß macht, sich auszutauschen. Ich wollte das einfach nur noch einmal gesagt haben.


Puh, das ging schneller als befürchtet. Ich muss dann auch gleich schon wieder weiter (was ihr nicht merken werdet, weil ich den Artikel erst später veröffentliche). Morgen geht es weiter mit

Tag 29: Poste ein Zitat aus deinem aktuellen Manuskript.

Da freue ich mich schon drauf.

Die Sache mit der Motivation

Ich mache gerade eine ganz seltsame Phase „durch“, die etwas mit meiner Motivation zu tun hat. Meine Motivation war bis jetzt, zumindest in Bezug auf das Schreiben, etwas, auf das ich mich eigentlich ganz gut verlassen konnte. Gerade auch in den letzten Wochen und Monaten, in denen es gefühlt für mich immer voran und nach oben ging.

Aber just seitdem ich den Vertrag mit Scylla unterschrieben habe, stelle ich fest, dass ich an manchen Tagen eigentlich gerne eine Auszeit nehmen würde. Und das sind dann die Tage, an denen es schon mal nicht dazu reicht, wenigstens ein wenig am Roman zu arbeiten und noch einen Blogeintrag abzuliefern.

Dabei sollte man doch meinen, dass Letzteres gerade durch die momentan laufende Challenge des Autorenwahnsinns sehr viel einfacher ist, als es das zu anderen Zeiten wäre. Schließlich muss ich mir keine Gedanken um irgendein Thema machen, das ich mir aus den Fingern saugen muss. Ich habe ein Thema für jeden Tag des Januars.

Ich denke aber, dass genau das einer von zwei Punkten ist, die meine Motivation für den Moment ein wenig ausbremsen.

Ich bin bei meinem Blog immer ein wenig stolz darauf gewesen, dass ich nicht an jedem Wochentag an irgendeinem Webprojekt teilnehme. Deswegen gibt es bei mir keinen Freitagsfüller, keinen Media Monday und auch sonst nichts in der Richtung. Der Sonntagsreport ist die einzige Ausnahme und die habe ich mir selber aufs Auge gedrückt.

Die Challenge allerdings hat mich mit ihren Fragen und Aufgaben angesprochen. Deswegen bin ich noch verspätet in sie eingestiegen – und will jetzt nicht einfach wieder aussteigen. Ich stelle aber fest, dass manche Fragen wirklich eher ein abarbeiten sind, als dass es mir ein Anliegen wäre, sie zu beantworten. Und „Arbeit“ ist etwas, das ich nicht mit meinem Hobby verbinde, sondern mit meinem Brotjob. Deswegen gab es diese Woche auch zwei Tage, an denen ich keinen täglichen Beitrag schreiben „konnte“.

Gut, das habe ich jeweils nachgeliefert, immerhin.

Aber für noch etwas ist dieses Gefühl von Arbeit negativ: Die Arbeit am Manuskript von „Der Morgen danach“.

Am Anfang, als ich die ersten Seiten überarbeitet habe, ging mir alles leicht von der Hand. Inzwischen tue ich mich deutlich schwerer und ertappe mich dabei, dass es schon mal fünf Minuten dauern kann, bis ich eine einzige Seite soweit durchgescrollt habe, dass ich alle „Markus machte“ auf „Ich machte“ umgewandelt habe. Und dann soll sich das Ganze ja auch noch gut und flüssig und sinnvoll lesen – habe ich mal gehört.

Aber es bringt ja auch nichts, wenn ich jetzt darüber meckere, dass ich diese Aufgaben habe und dass es an manchen Tagen schwer ist, sich auf sie einzulassen. Ich bin Verpflichtungen eingegangen – sei es durch die Teilnahme an der Challenge oder sei es durch meinen abgeschlossenen Vertrag. Und jetzt muss ich auch Ergebnisse liefern.

In Bezug auf meinen Roman sehe ich da, obwohl es natürlich die viel größere und anspruchsvollere Aufgabe ist, ironischerweise das kleinere Problem. Denn ich kann hier auch ruhig mal pausieren. Nicht für Wochen, das ist klar, aber ein Tag hier und da ist durchaus drin. Ich muss nicht ein bestimmtes Kontingent am Tag erledigen. Jedenfalls noch nicht zu diesem Zeitpunkt der Überarbeitung.

In zehn Tagen habe ich knapp die Hälfte des Manuskripts auf die Ich-Form umgeschrieben. Selbst wenn ich noch einmal zehn Tage brauchen sollte für den Rest, kann man doch sagen, dass drei Wochen eine gute Quote darstellen.

Und die Challenge, die mir an manchen Tagen in Form eines dicken „du musst – und zwar jetzt“ auf der Brust liegt, wird am Dienstag zu Ende sein.

Danach werde ich mich neu orientieren müssen. Das gebe ich offen und gerne zu. Das Thema wird dasselbe sein wie schon oft zuvor: Beitragsfrequenz auf dem Blog und das Schaffen von Erholungsphasen für den geplagten Autor.

Damit die Motivation sich auf einem möglichst hohen Level stabilisieren kann.

31 Tage #Autorenwahnsinn – Tag 26 und 27 – Twitteraccount und Cover

Wisst ihr, es ist irgendwie eine seltsame Woche. Ich habe mit argen Motivationsschwankungen zu kämpfen, vor allem in Bezug auf den Blog. Dazu werde ich, vielleicht, auch später noch einen eigenen Beitrag schreiben, weil es ja nicht so recht zu dem gehört, was ich hier zur Challenge schreiben darf. Aber das erklärt auch, wieso ihr heute wieder ein Double Feature zu sehen bekommt. Deswegen wollte ich wenigstens kurz ein Wort dazu verlieren.


Tag 26: Zeig uns den Twitter-Account eines befreundeten Autoren.

Hier ging es ursprünglich, wieder einmal, um Instagram. Aber, wie ihr ja inzwischen wisst, ich nix Instagram haben und daher ich Regel anders auslegen. Ich zeige euch einfach einen Twitter-Account, dem ihr meiner Meinung nach folgen solltet. Und weil ich weiß, dass ich in gewisser Weise cheate, mache ich es gleich richtig und nenne euch deren zwei (eigentlich sogar drei)!

1.) Ein bereits aktiver Account

Ich kenne inzwischen eine ganze Menge Autoren auf Twitter und folge ihnen dort. Es macht Spaß, die Nachrichten von anderen zu lesen und hin und wieder auch eigene Gedankenfetzen in die Welt zu setzen. Deswegen ist es gar nicht leicht, aus der Menge an lesenswerten Autoren einen oder eine herauszugreifen.

Ich tue es trotzdem und verweise auf den Account von Nika Sachs, beziehungsweise auf ihr Alter Ego Bordsteinprosa.

Soweit ich mich erinnere, war Nika/Prosa eine der ersten Autorinnen, denen ich bei Twitter gefolgt bin, weil mich ihre Tweets enorm angesprochen haben. Ihre Novelle „Namenlos“ habe ich ja vor kurzem ebenfalls auf meinem Blog vorgestellt.

Also: Gerne mal reinschauen, sie freut sich sicher darüber!

2.) Ein Account im Wartestand

Irgendwo in den Untiefen meiner angefangenen Blogeinträge und der dazu gehörigen Ideen für Einträge gibt es einen Beitrag dazu, dass ich seit letztem Jahr Mitglied der sogenannten BartBroAuthors bin. In diesem Beitrag will ich erzählen, wieso ich Mitglied bin, was die BBA sind, was sie nicht sind und wieso ich den Haufen für absolut liebens-, empfehlens- und beitretenswert halte.

Auf Twitter sind eine ganze Menge Mitglieder der BBAs aktiv, aber es wird auch einen übergeordneten Account des Vereins geben. Beziehungsweise, es gibt ihn schon, aber er ist im Moment noch nicht mit Leben gefüllt, weil wir da noch in der Konzeption stecken.

Dennoch möchte ich heute schon eine Folgeempfehlung aussprechen! Fast alles im Autorenleben ist besser mit Bart 😉 .


Tag 27: Wir wollen das Cover zu einem Buch sehen, das 2017 von dir erscheint.

Ich kann ja nicht anders, ich muss schon wieder cheaten. Denn eigentlich dürfte ich diese Frage gar nicht beantworten, weil zwar voraussichtlich 2017 ein Roman von mir erscheint, aber wir bis jetzt absolut andere Sorgen haben, als uns Gedanken darum zu machen, wie das Cover aussehen könnte.

Ich will aber zumindest kurz schildern, wie das Cover ausgesehen haben würde, wenn ich mich dazu durchgerungen hätte, „Der Morgen danach“ auf eigene Faust herauszubringen.

Bleiben wir erst einmal dabei, dass der Roman unter diesen Namen erschienen wäre. Inzwischen steht fest, dass es eine sehr große Wahrscheinlichkeit gibt, dass wir uns noch etwas Neues einfallen lassen müssen (aber auch dazu demnächst mehr – ich sollte echt anfangen, mir Stichpunkte zu machen).

Der Titel bezieht sich darauf, dass der Protagonist an mehreren Tagen nacheinander aufwacht und eigentlich jeden Abend zuvor etwas passiert ist, dass das Aufwachen nur bedingt zu einem schönen Erlebnis macht. Viele Kapitel beginnen entsprechend auch mit den Worten „Am Morgen nachdem …“.

Ich hätte mir eine dieser Situationen ausgesucht und darauf aufbauend eine Szene als Grundlage für das Cover genommen. Mir steht da auch ein Motiv sehr deutlich vor den Augen, aber darüber rede ich, nehmt es mir nicht übel, dann doch lieber zuerst mit meinem Verlag, wenn es so weit ist.


So, dann habe ich es ja doch geschafft, mein Double Feature abzuschließen. Ich danke euch für eure Geduld! Gerade erst sehe ich, dass die Frage 28 beinahe heute schon mit beantwortet wurde. Aber egal, dann erzähle ich euch morgen noch einmal etwas zu den BBA – und ein paar netten Menschen mehr!

Tag 28: Mit welchen Autoren tauschst du dich aus? Wer sind deine Schreib-Buddies?

Wir sehen uns! 🙂

31 Tage #Autorenwahnsinn – Tag 25 – Meine Bücherregale

Heute tue ich etwas, das eigentlich ziemlich bah, bäh, pfui ist. Ich recycle ein altes Foto für die heutige Aufgabe in der Challenge. Aber ich bekomme einfach bei den momentanen Lichtverhältnissen und dem Standort keine vernünftigen Bilder hin.

Wovon?


Tag 25: Wir wollen deine Bücherregale sehen!

Bitte, gerne, sollt ihr haben. Jedenfalls die beiden, die einigermaßen sortiert und aufgeräumt sind. Dann gibt es nämlich noch die dunkle Seite der Macht, bei der es sich um die von meiner CD-Sammlung freigeräumten Regale handelt, in denen jetzt irgendwelche Bücher kreuz und quer herumliegen. Und weil da generell das absolute Chaos herrscht, werde ich einen Teufel tun, und das im Internet veröffentlichen!

Also hier, meine blütenreine Weste:

Bücherregale3Und nein, ich weiß immer noch nicht, wie ich das am Schlauesten regeln soll, wenn jetzt z.B. ein neuer Roman von Andreas Eschbach dazu kommt. Ich sehe mich schon dauernd umräumen.

Aber dafür habe ich ja dann die dunkle Seite der Macht 😀 .


Morgen gibt es dann wieder so ein Instagram-spezifisches Dings, bei dem ich noch nicht weiß, wie ich damit umgehe. Aber ich habe ja noch ein wenig Zeit, mir was tolles einfallen zu lassen:

Tag 26: Zeig uns den Instagram-Account eines befreundeten Autors.

Bis morgen!

Man sollte als Autor sein Geld zusammenhalten – auch wenn es schwer fällt

Ich gehöre nicht zu den Menschen, die ich als geizig bezeichnen würde. Ja, ich wäge im Allgemeinen recht gut ab, ob ich eine Investition wirklich tätigen will, oder ob ich es besser bleiben lassen. Das hat aber auch damit zu tun, dass ich im Normalfall kein eigenes Budget besitze, aus dem ich schöpfe. Das Geld, das ich verdiene, geht in das gemeinsame Haushaltsbudget ein und wird von dort aus für alles benutzt, was eben so anfällt, wenn man eine Frau, zwei Kinder, ein Haus und eine Katze hat.

Jetzt allerdings gibt es eine neue Situation, mit der ich, wie ich zugeben muss, ein wenig überfordert bin: Zum ersten Mal seit ewigen Zeiten habe ich durch den Verkauf meiner Musiksammlung ein gewisses Budget zur Verfügung, mit dem ich tun und lassen kann, was ich möchte.

Dieses Budget habe ich mir angespart, um es zur Umsetzung meiner schriftstellerischen Ambitionen einzusetzen. Im Wesentlichen für das Lektorat von „Der Beobachter und der Turm“.

Nun ist es aber ja so, dass ich einen Verlagsvertrag mit Scylla für „Der Morgen danach“ geschlossen habe. Und damit steht fest, dass ich vorerst nicht zu einer Veröffentlichung des „Beobachters“ kommen werde.

Na und, könnte man sagen, dann dauert es halt was. Das Manuskript wird ja nicht schlechter und das Geld auch nicht. Es kann ja bekanntlich nicht einmal stinken.

Ich aber stelle fest, dass es mir irgendwie in den Fingern juckt. Das muss das Gefühl von Menschen sein, die im Lotto oder bei „Wer wird Millionär“ gewonnen haben. Geld ist da – Geld muss ausgegeben werden.

Einen neuen PC hatte ich mir in den Kopf gesetzt. Einen richtigen Boliden mit jeder Menge Arbeitsspeicher, aktuellster Grafikkarte, und so weiter. Um daran dann im Internet zu surfen und zu schreiben.

Ja, das ist so bescheuert, wie es klingt. Rational betrachtet. Irrational sagt diese Stimme schon seit dem Wochenende: »Iss geil, muss ich habn!«

Aber!

Bleiben wir noch einmal für den Moment rational. Das Geld, das ich jetzt habe, werde ich auch ohne ein sofortiges Lektorat benötigen. Ich habe davon die Leipziger Buchmesse, bis jetzt Anreise, Unterkunft und Messeeintritt, bestritten. Es kommen noch Verpflegungskosten vor Ort dazu.

Vorher sollte ich vielleicht noch schauen, mir Visitenkarten anfertigen zu lassen. Vernünftige.

Ich werde, sobald „Der Morgen danach“ draußen ist, auch für Promotion sorgen müssen. Dafür sollte ich auch ein Budget einplanen, um Aktionen machen zu können, die der Verlag nicht oder nicht in voller Höhe sponsern kann.

Und dann ist ja nicht gesagt, dass ich durch „Der Morgen danach“ so viel verdienen werde, dass ich das alles wieder reinhole. Auch wenn es sich natürlich alle Beteiligten wünschen.

Also!

Ich muss standhaft bleiben. Das Geld, das da ist, habe ich mir durch wirkliche Einschnitte in mein Sammlerherz erkauft. Und ich sollte es jetzt nicht für Dinge verschleudern, die ich nicht wirklich brauche. Natürlich ist ein PC im weitesten Sinne auch mein Arbeitsgerät, aber braucht er dafür einen Sechskernprozessor mit 6×3,6 GHz, 32 Gigabyte DDR4-Ram, eine Geforce GTX-1080 Grafikkarte oder eine 980 Gigabyte SSD?

Nein, braucht er nicht. Dann kaufe ich mir doch besser die Webcam, um euch mit netten Videos auf die Nerven zu gehen 😉 .

Kennt ihr auch dieses Kribbeln und Jucken in den Fingern ganz dringend Geld unter die Leute bringen zu müssen? Outet euch gerne in den Kommentaren, dann machen wir eine Selbsthilfegruppe auf.

31 Tage #Autorenwahnsinn – Tag 23 und 24 – Inspirationen und Aktuelles

Wenn ich jetzt „Witz komm‘ raus“ mit euch spielen wollte, dann würde ich einfach sagen, dass ich mich nicht so recht von den Doppelpacks bei der Beantwortung der Fragen zum Autorenwahnsinn lösen konnte oder wollte. Aber das wäre wirklich ein schlechter Scherz. Tatsächlich war ich gestern einfach ziemlich groggy und, wenn ich ehrlich bin, die ganz große Motivation habe ich heute auch nicht. Aber der Appetit kommt ja beim Essen, so sagt man. Und deswegen stürzen wir uns in die Fragen, deren Beantwortung heute mal wieder länger dauern könnte.


Tag 23: Zeig uns etwas, das dich inspiriert. Egal ob Bild, Buch, Film oder Musik!

Wenn ich es mir hier einfach mache, dann verweise ich einfach wieder auf „Das Leben und das Schreiben“ von Stephen King und bin mit der Arbeit für Tag 23 fertig. Aber ganz so einfach möchte ich es mir nicht machen und präsentiere euch deswegen auch noch zu den anderen Inspirationsquellen etwas.

Dabei kommt mir entgegen, dass ich Bild und Musik sogar zusammenfassen kann. Die Geschichte ist für regelmäßige Leser meines Blogs nicht neu, aber vielleicht wird mir ja der eine oder andere neu durch die Challenge hierher gespült.

Ich bin ein großer Fan von Mike Oldfield. Sogar so groß, dass ich selbst die belangloseren Pop-Alben gut finde, die er gemacht hat. Muss ich für die Jüngeren unter euch erklären, wer Mike Oldfield ist? Wahrscheinlich schon. Also in Kurzform:

1973 erschien der junge, schüchterne und von Komplexen zerfressene Oldfield mit einem wahren Monster von einem Album auf der Bildfläche. „Tubular Bells“ war ein Instrumentalwerk, das er ganz alleine eingespielt hatte, wobei er um die zwanzig Instrumente verwendete. Das Album stieg, auch gepusht dadurch, dass die Anfangssequenz im Film „Der Exorzist“ verwendet wurde, bis auf die Top-Position so ziemlich jeder relevanten Albumcharts und begründete eine große Karriere.

Oldfield hat bis heute viele instrumentale Alben folgen lassen, aktuell ist gerade „Return to Ommadawn“, eine Fortsetzung zu seinem dritten Album von 1976, erschienen. Er hat aber insbesondere auch in den 80ern einige lupenreine Popsongs geschrieben, von denen die von Maggie Reilly gesungenen „Moonlight Shadow“ und „To France“ die bekanntesten sein dürften.

Und damit komme ich dann bei dem Bild und dem Album an, die mich zu meinem Roman „Der Beobachter und der Turm“ inspiriert haben:

crisesDas Album „Crises“ erschien 1983 und kombinierte das zwanzigminütige Titelstück mit fünf kürzeren Songs, darunter neben dem bereits erwähnten „Moonlight Shadow“ auch „Shadow on the Wall“, gesungen von Roger Chapman.

Der Song „Crises“ zeichnet sich durch einen sehr starken Gebrauch des damals noch recht neuen Fairlight-Synthesizer aus. Es entstanden elektronische Klänge und Strukturen, die sich mit dem für Oldfield typischen Gitarrenspiel zu ganz eigenen Mustern verbanden.

Und in Kombination mit dem Albumcover, auf das in diesem Stück durch eine Passage referenziert wird, in welcher ein Sänger immer wieder die Line »The Watcher and the Tower – Waiting hour by hour« singt, wurde ich zu einem kurzen experimentellen Text inspiriert, der sich, viele Monate später, als Keimzelle für einen Roman erweisen sollte, der dann, endlich, runde fünfzehn Jahre später auch abgeschlossen werden konnte.

Während also bei Musik, Buch und Bild die Wahl einfach war, was mich denn inspiriert, ist es bei den Filmen schwieriger. Ich weiß, dass es ein paar ganz hervorragende Filme gibt, in denen es um Autoren und das Schreiben geht. Aber ironischer Weise habe ich die meisten von denen nie in meinem Leben gesehen. Nein, nicht einmal „Der Club der toten Dichter“. Und ja, ich weiß, dass das eine eigentlich nicht zu entschuldigende Bildungslücke ist.

Es sind mehr die kurzen Segmente aus vielen Filmen, die mich inspirierten, sei es zu konkreten Szenen oder sei es nur in Bezug auf die Stimmung, die ich in einem Roman erzeugen wollte.

In meinem Roman „Lichter“ schwingt ganz viel von Rob Reiners „Stand By Me – Das Geheimnis eines Sommers“ mit – den ich nach wie vor für einen der großartigsten Coming-of-age-Filme aller Zeiten halte.

In „Der Rezensent“ gibt es eine Szene, die von einem alten Aushangfoto zu dem Edgar-Wallace-Film „Der unheimliche Mönch“ inspiriert ist.

Generell kann ich also durchaus sagen, dass ich ein leicht zu inspirierender Mensch bin. Wobei die Kunst dann darin besteht, nicht in plumpe Plagiate zu verfallen. Aber das ist ja wieder ein ganz anderes Thema.


Tag 24: Zeig uns ein Foto deines aktuellen Projektes!

Das ist jetzt eine Fangfrage, denn eigentlich habe ich im Moment ja mein aktuelles Schreibprojekt „Der goldene Tod“, auch wenn das ziemlich brach liegt, aber auch die Überarbeitung von „Der Morgen danach“, die für die Veröffentlichung läuft.

Ach, wisst ihr was? Ihr bekommt einfach zwei Screenshots, weil ich mich nicht entscheiden kann :-).

Der goldene Tod:

dgt240117

Der Morgen danach:

dmd240117


Aber ab morgen wird es hier dann endgültig tagesaktuell! Ist ja kein Zustand, findet ihr nicht auch?

Wobei ich jetzt schon weiß, dass das kein besonders spannender Beitrag wird, habe ich doch kürzlich erst genau diese Fotos hier präsentiert.

Anyway, morgen gibt es

Tag 25: Wir wollen dein Bücherregal sehen!

Bis dahin!