Der Jahresreport 2016

Guten Tag, ihr Lieben!

Ich hoffe, jeder von euch ist auf die Weise in das neue Jahr gekommen, die ihm und ihr am angenehmsten gewesen ist. Bei mir war es ein sehr ruhiger Übergang, von einer gewissen Melancholie mitgeprägt, die mich häufig zum Ende eines Jahres überkommt. Aus diesem Grund habe ich mich gestern auch nicht an dem Reigen der Jahresrückblicke beteiligt, der aus dem Reader in mein Postfach geschwemmt wurde. Und da heute, passender Weise, Sonntag ist, dachte ich mir, dass ich den Sonntagsreport, der für die letzte Woche sowieso sehr spärlich ausgefallen wäre, zum Jahresreport ummünze.

Das letzte Jahr steht natürlich im Schatten von vier Romanen, an denen ich gearbeitet habe, noch arbeite und vor allem noch arbeiten werde.

Zu Jahresbeginn steckte ich noch mitten im Schreibprozess von „Die Welt der stillen Schiffe“, das ich im NaNoWriMo 2015 begonnen hatte und dann am 22.05.2016 beendete.

Direkt anschließend begann meine großangelegte Überarbeitung von „Der Beobachter und der Turm“, dem Roman, den ich mitten im NaNo 2015 beendet hatte. Für diesen Roman arbeitete ich über den Sommer hinweg zum ersten Mal mit Testlesern zusammen, was für mich eine ganz neue Erfahrung gewesen ist. Eine durchweg positive Erfahrung, wie ich noch einmal festhalten möchte.

Und dann, aber das ist ja noch ganz frisch, drängte sich, auch ungefähr ab August, mit einem Mal ein „uralter“ Roman von mir wieder in den Vordergrund: „Der Morgen danach“, der zu 99,9% mein Debüt bei einem Verlag werden wird.

Nebenbei habe ich noch damit angefangen, weil gerade mal wieder NaNo war, den Roman „Der goldene Tod“ zu schreiben, der eigentlich ja nur eine Kurzgeschichte werden sollte, aber dann soweit ausuferte, dass ich gar keine andere Chance hatte, als ihm den Raum zuzugestehen, den er sowieso in Anspruch nahm.

Vier Romane, von denen keiner von sich in Anspruch nehmen kann, „fertig“ zu sein. Beinahe hätte ich mir zwischendurch die Frage gestellt, ob es so etwas wie einen fertigen Roman eigentlich geben kann. Wahrscheinlich ist dies erst der Fall, wenn man ihn irgendwo tatsächlich veröffentlicht hat. Aber in Zeiten von eBooks, von schnell nachgeschobenen Zweitauflagen, ist auch das wohl nicht mehr als ein Zwischenschritt.

Das Jahr 2016 war auch für den Blog ein überaus erfolgreiches. Ich schaue jetzt nicht nach, wie viele Beiträge ich geschrieben habe. Das Statistik-Gen ist mir irgendwann auf dem Weg abhanden gekommen. Aber die Zugriffszahlen haben sich sehr positiv entwickelt und vor allem habe ich Leser, die außerordentlich sensibel darauf reagieren, wann sie „da sein“ müssen und oder sollten.

In diesem Zusammenhang erinnere ich mich noch sehr lebhaft an den 14.12. Das war der Tag, an dem ich in Bergisch-Gladbach war und das Treffen mit Frau Graf vom Scylla-Verlag hatte. Im Vorfeld hatte ich nur die eine oder andere Andeutung fallen lassen. Aber wie durch einen siebten Sinn angelockt hatte ich an diesem Tag einen enormen Rekordzugriff auf meinem Blog. Als ob irgendwo im Hintergrund jemand gestreut hätte, dass ich gerade an diesem Tag den Zuspruch und die Aufmerksamkeit brauchen würde.

Als ich Abends sah, wie die Zugriffe stiegen und stiegen, wurde mir richtig warm ums Herz. Das könnt ihr mir glauben! Und für den Fall, dass ich es damals noch nicht gesagt habe, möchte ich mich jetzt und hier noch einmal dafür bedanken, dass ihr an meinem Autorenleben so regen Anteil genommen habt.

2016 war in einer weiteren Hinsicht ein sehr bemerkenswertes Jahr. Ich habe angefangen, mich noch weiter aus meiner einstmals selbstgewählten Isolation herauszubewegen. Als ich im Frühjahr 2015 den Blog startete, wussten zwei Handvoll Menschen, dass ich schreibe. Heute sehe ich, dass mir, über WordPress, Twitter und Facebook, an die 750 Menschen folgen.

Ich habe im letzten Jahr beschlossen, dass ich dieses Jahr die Leipziger Buchmesse besuchen werde. Dort werde ich mich, so hoffe ich, mit einigen Menschen persönlich austauschen können, die ich bislang nur virtuell kenne. Und auch das werden immer mehr und immer persönlichere Bekanntschaften.

Im November bin ich Mitglied bei den BartBroAuthors geworden, worüber ich bis jetzt, fällt mir gerade so ein, noch gar nichts im Blog geschrieben habe. Das muss ich in den nächsten Tagen noch nachholen.

Kurz: Die Isolation existiert in dieser Form nicht mehr. 2016 sah mein Coming Out als Autor. In dem Moment, in dem ich mich zuerst von „Mic“ in „Michael“ und kurz darauf in meinem vollen Vor- und Zunamen umbenannte, war die Isolation Geschichte.

Ich glaube, dass dies der wesentliche Erfolg des vergangenen Jahres ist. Noch kurz vor knapp habe ich „Der Beobachter und der Turm“ bei be, dem digitalen Imprint des Bastei-Verlags, als Bewerbung eingereicht. Hierzu schrieb Margaux Navara, geschätzte Kommentatorin und unschätzbare Testleserin, dass mit dem Erfolg auch der Mut käme.

Ich habe über diesen Satz noch weiter nachgedacht. Und ich glaube, dass sie Recht damit hat. Erfolg ist nicht immer etwas, das sich in Zahlen ausdrücken lässt. Nicht in Buchveröffentlichungen, nicht in Buchverkäufen, nicht in geschlossenen Verträgen und nicht in verdientem Geld. Denn wenn ich alles das zur Messgröße werden ließe, dann hätte ich auch in der Bilanz des Jahres 2016 immer (noch) nichts vorzuweisen gehabt.

Erfolg ist, wenn man mit dem, was man tut, in Einklang mit sich selbst ist. Wenn man sich mutig und selbstbewusst dahinter stellt, was man tut und wie man es tut. Erfolg ist es, sich zu trauen. Erfolg ist, sich neue Räume zu erkämpfen. Erfolg ist, wenn man seine Komfortzone erweitert, ausbaut und in Besitz nimmt.

Erfolg ist, wenn man tut, was man liebt, und sich nicht dafür versteckt.

Und in dieser Hinsicht war 2016 bis jetzt mein erfolgreichstes Jahr als Schriftsteller!

Ich wünsche denen unter euch, die auch Dinge haben, in denen sie erfolgreicher sein wollen, dass sie diese Ziele im neuen Jahr 2017 erreichen können. Ich denke, dass es ein spannendes Jahr sein wird. Für mich auf jeden Fall, wie ich in einem eigenen Beitrag in den nächsten Tagen noch einmal kurz darstellen werde.

Ohne euch, ohne euren Zuspruch, wäre das alles für mich nicht möglich gewesen. Dafür bedanke ich mich. Noch einmal und immer wieder.

Ich freue mich darauf, auch 2017 mit euch im Kontakt zu bleiben. Bis ganz bald!

Euer Michael

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6 Gedanken zu “Der Jahresreport 2016

  1. Das klingt wahrlich nach einem sehr erfolgreichen Jahr für dich, auch wenn du die Früchte vermutlich erst 2017 ernten wirst. Gibt es einen besseren Start ins neue Jahr? Dafür dir alles Gute und spannende Berichte hier auf diesem Blog! 🙂

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  2. „Erfolg ist, wenn man tut, was man liebt und sich nicht dafür versteckt.“ Das ist mutig und regt zum Nachdenken an. So haben wir größere Angst vor unserem Licht, als vor unserer Dunkelheit – hat mal jemand gesagt. Schön, ab geht´s 2017!

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