Ich kann das und ich will das und ich schaffe das!

Eigentlich halte ich mich für einen ziemlich in der Realität verhafteten Menschen. Ich richte meine Räumlichkeiten nicht nach Feng Shui aus, ich glaube nur bedingt an Geister und mein Verhältnis zur Religion ist auch eher ein deduktives.

Aber ich muss gestehen, dass ich ein wenig schwankend geworden bin. Denn seit kurzem habe ich eine Art kleines Mantra für mich entdeckt, das wirklich zu funktionieren scheint.

Wie ihr wisst, habe ich das eine oder andere Problemchen gesundheitlicher Natur. Dazu gehört auch ein Defizit im Bereich des Selbstbewusstseins. Es ist für mich also nicht unbedingt ungewöhnlich, dass ich bei neuen Herausforderungen oder vor neuen Situationen glaube, dass ich das niemals schaffen werde.

Anhand eines vollkommen profanen Beispiels ist mir dann dieses Mantra eingefallen.

Eigentlich wäre ich nämlich jeden Morgen furchtbar gern früh auf der Arbeit. Das hat zwei ganz offensichtliche Gründe: Wer früh kommt, der kann auch früh wieder gehen und meine Chefin ist Langschläferin. Das bedeutet, dass man zumindest am Morgen einiges schaffen kann, ohne dass man mit anderen wichtigen Aufgaben gestört betraut wird.

Nun ist frühes Aufstehen für mich keine leichte Übung. Ich stelle mir zwei Wecker und den einen davon auf die Fensterbank, so dass ich auf jeden Fall aus dem Bett kriechen muss, um ihn auszuschalten. Und dennoch schaffe ich es danach sehr häufig, mich einfach wieder in die Laken fallen zu lassen und die Snooze-Taste zu meinem besten Freund zu machen.

Das Ergebnis ist, dass ich hinterher vollkommen frustriert bin, weil ich es wieder mal nicht geschafft habe – was dazu führt, dass sich in meinem Kopf eine Denkblase festsetzt, die mir einredet, dass ich es nie schaffen werde, weil ich zu doof/ungeschickt/kraftlos dafür bin.

Hier kommt mein Mantra ins Spiel. Seit ich angefangen habe, Abends, wenn ich im Bett liege und nicht einschlafen kann (trotz eines netten Mittelchens, das mich ein wenig runterfahren soll) vor mich hin zu denken und ganz fest daran zu denken, dass ich es

KANN

und

WILL

und

SCHAFFE

hat es zwar nicht jeden Tag hingehauen, aber ich habe eine sehr gute Quote.

Und jetzt glaube ich doch daran, dass es mit der sogenannten Selbstsuggestion zumindest einen Versuch wert ist. Nicht nur beim Aufstehen, sondern auch beim Schreiben. Denn auch da geht es mir ähnlich: Manchmal glaube ich, dass ich es nicht kann, weil ich zu doof/ungeschickt/untalentiert dafür bin.

Wenn ich mir aber fest sage, dass ich es kann und dass ich es will und dass ich es schaffe – vielleicht erledigt es dann den Trick für mich?

Lustiger Weise haben meine Romanfiguren häufiger solche Tricks, die sie einsetzen, um sich zu motivieren oder zu Höchstleistungen anzustacheln. Zum Beispiel auch die Hauptfigur aus „Der Morgen danach“, der gleich zu Beginn des Romans in einer Situation ist, in der ich lieber nicht stecken möchte.

Dagegen ist „nicht aufstehen können“ nämlich ein Zuckerschlecken!

Aber das werdet ihr ja beizeiten alles selber nachlesen können ;-).

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11 Gedanken zu “Ich kann das und ich will das und ich schaffe das!

  1. Super, mach weiter so! Auch wenn es mal Ausrutscher in der Quote gibt. Es sind eben Ausrutscher.
    Glaub an dich!
    Es soll auch helfen, wenn man morgens mit seinem Spiegelbild spricht und ihm ein paar aufmunternde Worte mit auf den Weg gibt. Was ich immer wieder vergesse, weil mich da so ein müdes Wesen anglotzt, mit dem ich gar nicht sprechen will 😉

    Gefällt 1 Person

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