Der Sonntagsreport vom 15.01.2017 – Ein Auslaufmodell?

Guten Mittag, ihr Lieben!

Na, habt ihr die vergangene Woche gut überstanden? Trotz der teilweisen Wintereinbrüche oder der teils angekündigten Chaosverhältnisse, die dann doch nicht eingetroffen sind? Wenn ich daran denke, was sie uns hier, im westlichen Ruhrgebiet, für den Freitag an Verkehrschaos prognostiziert haben, das dann doch ausgefallen ist, weil der ganze Schnee ausgefallen ist, dann denke ich mir so, dass man auch einem guten Autor das Schreiben der Wetterberichte überlassen könnte. Der Wahrheitsgehalt wäre mit Sicherheit nicht geringer – aber die Formulierungen abwechslungsreicher.

Heute möchte ich mich mit einer Frage an euch wenden. Und zwar geht es um das Format dieser netten kleinen Sonntagsreporte, mit denen ich euch seit August (wenn ich mich nicht irre) jede Woche beglücke. Ursprünglich diente der Report folgenden Zwecken:

  1. Zusammenfassung der vergangenen (Schreib-)Woche
  2. Hinweis auf bemerkenswerte Blogbeiträge der letzten Woche
  3. Multimedia Tidbits aus meinem Leben

Wie ihr mitbekommen haben werdet, ist der dritte Punkt inzwischen in vielen dieser Beiträge kaum mehr präsent, weil ich das Gefühl habe, dass es die wenigsten von euch interessiert, was gerade für Musik im Hintergrund läuft, während ich diesen Beitrag schreibe („Hellraiser“ von Suicide Commando), oder welche Filme ich gesehen habe – was meistens ja ohnehin eine Nullnummer ist. Über viele Bücher berichte ich separat, oder möchte ich zumindest berichten.

Der zweite Punkt ist für mich zumindest mit einem Fragezeichen versehen, weil ich mittlerweile rückläufige Zugriffszahlen auf die Sonntagsreporte feststelle. Zu Beginn scheint es wirklich eine Menge Leser gegeben zu haben, die gezielt, vielleicht auch nur einmal in der Woche, am Sonntag vorbei geschaut haben, um sich auf diese Weise zu informieren, welche Artikel sie vielleicht noch interessieren. Aber jetzt bleiben die Zugriffszahlen auch unterhalb der Woche recht stabil, so dass die meisten Leser kontinuierlicher auf meinem Blog unterwegs zu sein scheinen. Das ist natürlich nur eine vage Annahme, weil ich ja nicht kontrollieren kann, ob es sich hierbei immer um die gleichen Personen handelt.

Der erste Punkt ist aber der, der mir am meisten zu denken gibt im Moment.

Wie ihr wisst, habe ich ja ein klar umrissenes Programm, was mein Schreiben in naher Zukunft angeht. Oder, na ja, ich versuche zumindest, an diesem Programm festzuhalten. Nachdem mich gestern die Nachricht erreicht hat, dass mein Verlagsvertrag von Scylla für „Der Morgen danach“ nun endgültig in der Post ist und deswegen in Kürze auch meine Unterschrift erfolgen kann, steht fest, womit ich mich in naher Zukunft beschäftigen muss, will und werde.

Das bedeutet aber auch, dass ich für diesen Punkt weniger zu berichten haben werde, als es bisher der Fall ist. Und das, was ich berichten könnte, deckt sich in weiten Teilen mit den Dingen, die ich in aktuellen Blogartikeln schreibe.

Was kann ich euch also Woche für Woche Neues erzählen? Dies ist die Frage, die sich mir stellt und die ich gerne auch an euch weitergeben möchte.

Ich kann natürlich jede Woche versuchen, eine Art Werkstattbericht zu machen, also zu beschreiben, wie weit ich mit der Überarbeitung bin, welcher Arbeitsschritt gerade ansteht, oder dergleichen mehr. Aber das ist dann vermutlich auch nicht besonders „abendfüllend“, sondern eher eine kurze Notiz in Form einer Fortschrittsanzeige.

Vielleicht sehe ich es aber auch zu schwarz und es wird tatsächlich einiges zu erzählen geben. Das kann ich im Moment einfach noch nicht absehen. Ein anderer Gedanke, der mir gekommen ist, war nämlich, dass ich Fortschritte in der Bearbeitung in Form von kurzen Statusmeldungen immer dann poste, wenn es etwas zu berichten gibt. Wobei das eigentlich mehr was für meinen Twitter-Account wäre …

Ihr seht, ich denke an vielem herum und komme nur so halb zu einem Ergebnis. Ich befinde mich an einer Art Scheideweg. Nicht für diesen Blog, aber eben für den Sonntagsreport.

Darum würde ich euch bitten, mir bei meiner Entscheidung zu helfen und mir in den Kommentaren kurz zu schreiben, wie ihr euch den Sonntagsreport oder die Berichte über meine Arbeit wünschen würdet. Ist das Format so okay? Ist es in Ordnung, wenn es kürzer wird? Hat es sich überlebt? Ist es etwas, das ihr nicht missen wollt? Oder ist es euch im Endeffekt egal?

Ich würde mich freuen, wenn ihr zahlreich teilnehmt, denn ich bin mir da wirklich unsicher. Dankeschön im Voraus!

Viele liebe Grüße

Euer Michael

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15 Gedanken zu “Der Sonntagsreport vom 15.01.2017 – Ein Auslaufmodell?

  1. Ich mag den Sonntagsreport eigentlich recht gerne. (Und wenn du mal einen Film sehen würdest, den ich auch kenne, dann würde ich auch was dazu sagen :D. Wer mich privat kennt, der weiß aber, dass DIE Wahrscheinlichkeit gering ist, weil ich generell wenige Filme kenne.)
    Und ansonsten: Womit fühlst denn DU dich am Wohlsten?

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    • Danke für deine Rückmeldung, Katherina. Tja, womit fühle ich mich am wohlsten … um ehrlich zu sein, frage ich mich das zwar nicht jede Woche, aber schon relativ häufig selbst. Einerseits mag ich das Format, andererseits fällt es mir manchmal schwer, mich dazu aufzuraffen.

      Was für Filme kennst du denn so? Ich habe hier eine recht große Videothek mit 3.000+ Filmen. Vielleicht finden wir da einen gemeinsamen Nenner ;-).

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      • Ist wohl der Balanceakt zwischen „eigentlich mag ich das, aber manchmal habe ich keine Lust, aber dann wiederum gibt es mir Struktur“?
        Ich hatte früher auch so ein Format, bei mir ist es nur leider eingeschlafen und ich bereue es regelmäßig.

        Derzeit habe ich mich auf die neueren Marvelfilme, Star Wars (das ich erst seit so… 2014 oder so aktiv gucke 😀 ), und diverse Buchverfilmungen (Harry Potter, Herr der Ringe, die Ecke) eingeschossen.
        Da ich nicht audiovisuell veranlagt bin, fällt es mir leichter, Buchverfilmungen sofort zu verstehen. Oder Filme, die ich einfach schon 500 mal gesehen habe. Weil ich dann endlich die Leute auseianderhalten kann. (Gesichtsblindheit lässt grüßen)
        Aber dadurch komme ich halt was Filme angeht, selten aus der Komfortzone raus. Oder nur in Ausnahmefällen (Ich fand „The Imitation Game“ beispielsweise wundervoll – und überraschenderweise auch „Das Finstere Tal“ – und DAS ist ein Alpenwestern).
        Und ich mag düstere Stoffe mit epischer Filmmusik („Interview with the Vampire“ lässt grüßen, ich könnte den Soundtrack vorsummen)

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      • Ja, dieser Balanceakt beschreibt es schon ganz gut. Im Wesentlichen überfällt mich immer mal wieder die Ungewissheit, ob das nun eigentlich wirklich jemanden interessiert. Aber das ist wohl auch das Los desjenigen, der sich in extremer Regelmäßigkeit via Blog austobt. Vielleicht würde ich es anders sehen, wenn ich nicht sieben Tage in der Woche (oft bis meistens) bloggen würde.

        Die Marvelfilme habe ich z.B. alle gesehen, aber irgendwie nicht viel drüber geschrieben. Wobei ich aus Autorensicht den gesamten Ansatz des MCU einfach genial und in den meisten Fällen auch gut umgesetzt finde. Dagegen wirken die Versuche von DC, wie zuletzt in „Suicide Squad“ eher unbeholfen. Ich mag es, wie alle Teilstücke sich zu einem großen Ganzen zusammenfügen lassen und bin ehrlich gesagt schon mehr als gespannt, wie Marvel das weiterführen will, wenn die aktuellen Handlungsstränge der „eingefahrenen“ Franchises Captain America, Iron Man und Thor zu Ende sind. Und nach „Avengers: Infinity Wars“ kann eigentlich nichts mehr sein, wie es vorher war. Über Superheldenstreifen könnte ich Ewigkeiten philosophieren ;-).

        Ansonsten habe ich einfach so viele Filme, dass ich kaum nachkomme mit dem Schauen. Da kann es gerne passieren, dass ich manche Streifen, die alle Welt und deren betagte Großmutter schon gesehen haben, noch nicht in meiner Watchlist hatte.

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      • Lieber Michael,
        ich mag deinen Sonntagsreport sehr! Er verschafft mir einen tollen Einblick über deinen Schreiballtag und über dein Leben 🙂

        Zum Thema Film & Fernsehen: Ich schließe mich Frau Feuerblut an 🙂 Ich kenne, die erwähnten Filme meist nicht. Doch es war ein Sonntagsreport von dir, der mich auf die Serie „Jericho“ aufmerksam machte. Das sind kleine „Schmanckel“, die ich vermissen würde.

        Aber du sollst dich zu nichts verpflichtet fühlen. Wenn dir der Report zu viel Stress bereitet, ändern ihn evtl. in ein Monatsreport um. Nur kein Druck – der Spaß soll dominieren!

        Viele Grüße

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      • Liebe Ivonne,

        danke für deine Rückmeldung! 🙂

        Ich glaube, ich kann sie so für mich annehmen, dass ich am Besten so weitermache, wie ich es bisher getan habe. Es kristallisiert sich ja bis jetzt durchaus heraus, dass zumindest noch niemand geschrieben hat: „Mach weg, den Mist!“.

        Das mit dem Druck versuche ich. Ist nicht ganz leicht für mich.

        Liebe Grüße!

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  2. Hallo lieber Michael,
    Ich mag den Sonntagsreport. Meine Anwesenheit bei wordpress ist immer sehr schwankend, wobei mir der Sonntagsreport hilft, up-to-date zu bleiben. Was mir also am besten gefällt, ist wirklich die Zusammenfassung deiner Woche; teilweise mit Hinweisen auf geschriebene Artikel von dir, die konkreter auf das Thema eingehen. 🙂

    Kiira

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  3. Ich würde das Format auch beibehalten, schon allein als Fixpunkt für Dich selbst. Den Inhalt würde ich (auch formal) lockerer gestalten: Wenn Du nicht denkst, konkrete interessante Rückblicke zum Schreiben geben zu können, dann lässt Du es eben. Wenn es einen besonders kommentierfreudigen Post von Dir in der Woche gab, dann weist Du eben darauf hin. Wenn der Rapport mal kürzer ausfällt, macht er das halt. Und wenn’s nur ein Gedicht zum Wintereinbruch in der letzten Woche wird – auch gut. Hauptsache keine Wiederholungen, Hauptsache es geht irgendwie um Deine letzte Woche. Und größte Hauptsache, da stimme ich Feuerblut abslout zu, Du selbst fühlst Dich wohl damit. In diesem Sinne: Noch einen schönen Sonntag 🙂

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    • Danke dir für deine Meinung!

      Ja, es ist ein Fixpunkt geworden, das will ich gar nicht abstreiten. Das mit der Lockerheit muss ich allerdings üben, denn ich neige stark dazu, formalistisch unterwegs zu sein. Wenn irgendwo eine feste Struktur vorgegeben ist, dann muss sie eingehalten werden.

      Ich glaube, dass das auch ein Grund dafür ist, dass ich mich allen möglichen strukturellen Dingen in Sachen Schreiben so vehement verweigere: Weil ich sonst vielleicht am Ende dasitzen würde und Listen aus Lehrbüchern auf Vollständigkeit prüfe und abhake.

      Das würde mein Wohlbefinden nämlich akut verschlechtern ;-).

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  4. Sonja schreibt:

    Für mich ist ja weniger die Frage, was du uns jeden Sonntag erzählen kannst, sondern was du uns jeden (oder auch nicht jeden) Sonntag von dir, deiner Woche, deinem Schreiben oder Leben erzählen möchtest. Welches Format du wählst, und ob es überhaupt ein bestimmtes, feststehendes Format gibt, ist doch am Ende zweitrangig. Womit fühlst du dich wohl? Was willst DU wie oft mit uns teilen? Wonach ist DIR? 😉

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    • Ich bin halt ein serviceorientierter Autor ;-).

      Nein, blöden Spruch beiseite. Aber gerade den Sonntagsreport schreibe ich halt nicht unbedingt für mich selbst. Viele andere Artikel haben, na ja, nicht direkt Tagebuchcharakter, aber dienen meiner Reflektion. Der Sonntagsreport ist primär für meine Leser. Und da interessiert mich natürlich schon, ob das so Sinn macht, wie ich es mache.

      In diesem Sinne vielen Dank für deine Einschätzung, die hilft mir weiter! 🙂

      Gefällt 1 Person

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